Meinungsfreiheit
Australischer Forscher warnt vor „Zensur-Industrie-Komplex“ in Deutschland
Der australische Forscher Andrew Lowenthal untersuchte Zensurnetzwerke in Deutschland und fand ein dichtes Netzwerk aus staatlichen und öffentlichen Akteuren – einen „Zensur-Industrie-Komplex“. Er warnt vor den Folgen für die politische Kultur.
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Der australische Forscher Andrew Lowenthal veröffentlichte bereits 2024 einen Bericht über Zensurstrukturen in den USA. Dem Mitgründer von Liber-Net, einer gemeinnützigen Organisation für Meinungsfreiheit, war nach Gesprächen mit deutschen Journalisten und Meinungsfreiheitsaktivisten klar, dass in Deutschland ähnliche Strukturen am Werk seien wie in den USA.
Dieser Komplex in Deutschland sei aber bisher nicht in dem Umfang untersucht worden, wie Lowenthal es in seinem Bericht für die USA getan hatte. Er wollte deshalb mit denselben methodischen Ansätzen die Zensur in Deutschland untersuchen.
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Er und sein Team veröffentlichten den Bericht „The Censorship Network: Regulation and Repression in Germany Today“ im November 2025. Über 330 Organisationen sind hier gelistet. Von staatlichen Behörden über NGOs bis hin zu Thinktanks ist in dem Bericht alles dabei.
Zensur bedeutet für Lowenthal zunächst jede Einschränkung von Inhalten. Diese könne etwas Gutes sein, etwa im Bereich kinderpornografischen Materials. Aber es gehe auch um „Content Control“ – das Kontrollieren von Inhalten. Viele der untersuchten Akteure seien zwar nicht vorrangig auf Zensur aus, es gehe ihnen um die Vermittlung einer Weltanschauung. Doch viele Akteure würden nicht erkennen, dass ihr Handeln politisch ist.
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In einem Interview mit der NZZ beschreibt Lowenthal etwa die Verwendung des Begriffs „Fake News“ als politisches Instrument. Die Akteure behandelten „Meinungen als Fakten und deklarieren oppositionelle Ansichten als falsch“, sagt der Forscher. Dieses Phänomen findet sich etwa bei sogenannten Faktencheckern wieder.
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Angesprochen auf das drastischste Beispiel in Deutschland, fällt dem Aktivisten für Meinungsfreiheit ein prominenter Player ein: „Demokratie leben!“, das Förderprogramm aus dem Bundesfamilienministerium. Nach den Daten seiner Untersuchung handle es sich hierbei um den größten staatlichen Geldgeber im Anti-Hassrede-Netzwerk.
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Was den Forscher sehr irritierte, war die Struktur in Deutschland: ein dichtes Netz, öffentlich finanziert – ein Zusammenspiel von Staat und Öffentlichkeit. „Das System wächst leise, ganz ohne demokratische Debatte – und wirkt dennoch hoch koordiniert“, warnt Lowenthal.
Die Zensur bekommt die Bevölkerung kaum mit, denn hier seien die Mechanismen andere als bei klassischer staatlicher Repression. Besonders für die politische Kultur in Deutschland sieht der Forscher ein Problem. Der Staat versuche, durch den Zensur-Komplex gesellschaftliche Konflikte durch staatliche Steuerungsinstrumente zu lösen.
Doch das bewirke genau das Gegenteil: Durch die Verengung des Sagbaren, einer Kultur der Einschränkung, entstünden genau mehr Polarisierung und Radikalisierung. „Unterdrückung löst keine Konflikte – sie verschärft sie. Der einzige Weg ist ein offener Diskurs. Auch mit Menschen, die man nicht ausstehen kann“, so der Australier.
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Es wäre schön, wenn Apollo News diese Studie verlinken könnte.
Wozu?
Der Warnungen gab es bereits unzählige. Aber ihr ignoriert sie und handelt einfach nicht.
ein Bild sagt schon viel aus hier ein link (original)
https://liber-net.org/germany/
Schickt bitte den Link auch an das Team Trump (Rubio und J. D. Vance)
Wo der Australischer Forscher recht hat, hat er recht. Was meinen Sie Genosse Günther?
Der Genosse hat sich eingeschlossen, er ist bei der täglichen Ausarbeitung von Anzeigen und Hausdurchsuchungen seiner Nicht-Fans.
Aha da haben also all die „auffälligen“ Austauschstudenten, die gern ein Klamroth heranzieht, obendrein hier ausspioniert und dann daheim bei Forschern gepetzt.
Die Zensur bekommt die Bevölkerung kaum mit, falsch.
Richtig muss es heißen die Zensur bekommen 75% der Bevölkerung nicht mit.
Der Prozentsatz ist höher. Wahrscheinlich irgendwas um die 50%. Diese 25% sind die, die zwar die Zensur mitkriegen, ständig drüber schimpfen, aber so hohl sind und bei jeder Wahl ihr Kreuz wieder bei den Zensoren machen, weil der Nachbar sonst böse denken könnte.
Was Deutschland trotzdem immer besonders macht: Eine Brandmauer gegen ein gutes Viertel der Wählerschaft und eine Medienlandschaft, die sich schamlos der Politik andient.
Recht hat er, nur wie sieht es denn in Australien aus
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Der Staat treibt mit seinen NGO´s seine kritischen Bürger in den Untergrund.
Höchstwahrscheinlich gefördert und getrieben hinter den 551 Fragen.
Schlimm und zutiefst peinlich, wenn das Ausland darauf hinweisen muss.
Danke, CDU, für nichts!
Ja, wie Schade!
Aber man darf in dieser Demokratie und der FdGO es immer noch verblümt zum Ausdruck bringen, dass die derzeitige Politik schlechte Blüten treibt.
Finde ich zwar klasse und richtig, jedoch ein Blick ins eigene Land ist auch nicht besser!
Die Studie wurde schon vor einigen Wochen veröffentlicht, es gab auch eine Vorstellung auf YouTube mit Aya Vellazquez. Wird Zeit, dass dieses Zensurnetzwerk in der breiten Öffentlichkeit bekannt wird.
Zitat: „Durch die Verengung des Sagbaren, einer Kultur der Einschränkung, entstünden genau mehr Polarisierung und Radikalisierung. „Unterdrückung löst keine Konflikte – sie verschärft sie.“
Die größte Radikalisierung findet seit Merkel in den Bundesregierungen und der unerträglichen EU statt! Die Menschen mit Demokratie-Verständnis und Selbstdenkvermögen haben es so satt…
Guter Kommentar. „Demokratie leben“ wird meines Wissens von den Grünen gesteuert, die besonders dogmatisch sind.
D erfindet immer neue Formen des Faschismus…
Überall diese Wef Verbrecher