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Aktualisierter Bericht

„Tätlicher Vorfall“ gegen Tino Chrupalla: Jetzt äußert sich die Staatsanwaltschaft – AfD spricht von „Stich“

Bei einem AfD-Wahlkampfauftritt wurde Chrupalla ins Krankenhaus gebracht. Seine Partei spricht von einem „Stich“. Jetzt äußert sich die Staatsanwaltschaft erstmals zu der laufenden Ermittlungen.

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Bei einem Wahlkampfauftritt in Ingolstadt wurde Tino Chrupalla am Mittwochnachmittag gegen 16:30 Uhr per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Wie die Polizei gegenüber Apollo News bestätigte, kam es zu einem „Vorfall“. Einen Angriff könne man noch nicht bestätigen. Der Jungen Freiheit erklärte ein AfD-Parteisprecher, es handle sich um „einen tätlichen Vorfall“.

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Gegenüber Apollo News erklärte ein Sprecher der AfD, Chrupalla werde „intensivstationär“ behandelt, es gäbe einen „Stich“. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Körperverletzung gegen Unbekannt, wie man gegenüber Apollo News erklärte. Aktuell gäbe es keine dringend Tatverdächtige.

Gegenüber Apollo News erklärt die Staatsanwaltschaft:
„Bei der Veranstaltung in Ingolstadt haben nach dem derzeitigen Kenntnisstand mehrere Personen Selfies mit Herrn Chrupalla gefertigt, bei denen es zu einem leichten Körperkontakt kam.  Es liegen zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Erkenntnisse vor, dass Herr Chrupalla angegangen oder angegriffen wurde.

In zeitlichem Abstand hierzu, auf dem Weg zur Bühne, verspürte Herr Chrupalla Schmerzen im Oberarm. Aufgrund weiterer gesundheitlicher Beschwerden wurde Herr Chrupalla zur medizinischen Versorgung in das Klinikum Ingolstadt verbracht. Am Oberarm konnte eine oberflächliche Rötung bzw. Schwellung festgestellt werden. Die weiteren bislang durchgeführten Untersuchungen verliefen unauffällig.

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Diese Informationen beruhen auf den zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Zeugenaussagen. Als Zeugen wurden bislang Herr Chrupalla, seine Personenschützer, eine Frau, die als Ordnerin der Veranstaltung tätig war und weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung vernommen.

Derzeit werden weitere Ermittlungen durchgeführt. Es wurden verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben. Unter anderem wurden Blutproben entnommen und die Kleidung, die Herr Chrupalla gestern bei der Veranstaltung getragen hat, untersucht. Ergebnisse sind noch ausstehend.“

Zuvor war bekannt geworden, dass Alice Weidel aufgrund einer Bedrohungslage an einen geheimen Ort gebracht wurde und Wahlkampfauftritte absagte. Das für den Personenschutz zuständige BKA bestätigte die Situation, allerdings erklärte man gegenüber Apollo News am Mittwochnachmittag, dass „die Absage der Teilnahme an der gestrigen Veranstaltung durch MdB Frau Alice Weidel nicht auf Veranlassung oder Empfehlung des BKA“ geschehen sei.

Häme im Netz

Bis dato gab es am Donnerstagmorgen von Seiten der politischen Konkurrenz kaum Äußerungen zum Vorfall. Lediglich Grünen-Abgeordneter Konstantin von Notz twittert vage: „Beleidigungen, Drohungen und jede Form der Gewalt sind in einer Demokratie und unserem Rechtsstaat immer vollkommen inakzeptabel und schlicht kriminell – unabhängig, ob sie sich gegen linke, rechte, mittige oder wie auch immer aufgestellte Politisch – Verantwortliche wendet!“

Andere Nutzer kommentieren den Angriff mit „Yuhu“ und „You get what you asked for“. Ein anderer twittert mit fast 800 Likes: „Wahrscheinlich möchte Chrupalla es seiner Co Weidel bloß nachmachen und auch für ein paar Tage nach Malle. Aber Märchen wie Bedrohung oder Angriff machen sich natürlich besser als einfach urlaubsreif.“

Auch Grünen-Politikerin Renate Künast twitterte am Abend Stunden nach Bekanntwerden des Chrupalla-Vorfalls: „Hat Alice Weidel das Sicherheitsproblem passend zur Wahl erfunden? Laut ⁦Spiegel war / ist sie munter auf Mallorca. Ich trau ihr ein solch perfides Schauspiel zu.“

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