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Till Reiners

„Was ich mehr liebe als Ausländerfeindlichkeit“ – ÖRR-Comedian lässt sich über Sexpraktiken von Alice Weidel aus

In der öffentlich-rechtlichen Comedy-Sendung „Happy Hour“ hat der Komiker Till Reiners für seine Witze über die AfD tief unter die Gürtellinie getreten. Breit grinsend thematisierte er unter anderem die Sexpraktiken von Alice Weidel.

Von

Komiker Till Reiners bei einer Preisverleihung in 2025 (IMAGO/APress)

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„Was ich noch mehr liebe als Ausländerfeindlichkeit und Homophobie ist von einer Frau aus Sri Lanka geleckt zu werden“, mit diesen Worten belustigte ÖRR-Comedian Till Reiners in der letzten Ausgabe der 3sat-Sendung „Happy Hour“ sich und sein Publikum. Die von ihm moderierte öffentlich-rechtliche Comedy-Sendung unter dem offiziellen Motto „Stand-up-Comedy mit Herz, Hirn und Humor“ eröffnete er mit einem Aufruf zum Applaus für alle, die in Sachsen-Anhalt nicht die AfD gewählt haben. Es folgten Ausführungen über die von ihm wahrgenommene Doppelmoral von Nationalsozialisten und AfD-Politikern. 

So habe bekanntlich Joseph Goebbels einen Klumpfuß gehabt und sich trotzdem für die gezielte Tötung von Behinderten als in der Nazi-Ideologie „unwertes Leben“ eingesetzt. Ähnliche Ansätze der Doppelmoral sehe er auch bei der AfD, erklärte dann Reiners. Grundsätzlich sei diese „zu sich selbst sehr liberal“, während sie nach außen „sehr klare Regeln habe“. Beispielsweise machte Reiners Maximilian Krah ironisch darauf aufmerksam, dass es schon eine gewisse Ironie habe, über die Hässlichkeit von Feministinnen zu schimpfen, wenn man selbst nicht gerade der Hübscheste sei. 

Als Nächstes knöpfte sich der schelmisch grinsende Comedian dann die AfD-Vorsitzende Alice Weidel vor. Diese liebe „zwei Sachen in ihrem Leben“. Ausländerfeindlichkeit und Homophobie. Doch dann sei ihr aufgefallen, dass sie noch mehr liebe, „von einer Frau aus Sri Lanka geleckt zu werden“. Das sei für sie „noch ein bisschen geiler“. Sie mache „einfach beides“, spann Reiners grinsend weiter. Weidel sei „nicht queer, sondern hetero plus“. 

Damit war der Ton der Sendung gesetzt. Reiners beömmelte sich noch darüber, dass in der AfD-Fraktion von Sachsen-Anhalt zwei ehemalige Porno-Darsteller dabei seien. Seine Punchline: „Die haben sich auch gedacht: Wenn wir Deutschland schon ficken, dann mit Fachpersonal“. Ein ähnliches Niveau legte dann auch sein Comedy-Gast Max Uthoff, bekannt aus der ZDF-Sendung „Die Anstalt“, an den Tag. In seinem Part bezeichnete er Harald Martenstein unter anderem als „Mischung aus Catweasle und einem alten Spanner“, der so wirke wie „Richard David Precht nach einer Lobotomie“. 

Till Reiners’ „Happy Hour“ gehört zusammen mit „Bosetti Late Night“ zu den Kabarett-Formaten von 3sat. Das Budget für eine Folge dieser Formate gab der öffentlich-rechtliche Rundfunk zuletzt im September mit „fünfstelligen Budgetgrößen bis maximal 460.000 Euro pro Folge“ an.

lf

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108 Kommentare

  • Eine sexistische Zote über Baerbock und er wäre sofort weg.

    116
    • Sie meinen etwa in der Art: Frau Baerbock ist schön?

      • Die Kritik an Weidel ist nicht ganz unberechtigt. Aber Baerbock, die z. B. Abtreibungen toleriert, verdient noch mehr Kritik.
        https://cna343.wordpress.com

        -11
        • Sie haben wohl auch nicht mehr alle auf dem Zaun. Kritik an Weidel hin und her, aber auf so eine ekelhaft Art und Weise. Was für ein Schmutzfink. Pfui Teufel.

          11
      • Schön dumm.

      • schön dumm?

    • Natürlich! Denn als staatlich bezahlter Propagandist ist es schließlich sein Auftrag, auf die Opposition einzuschlagen, bis es kracht, und die Machthaber*innen in den höchsten Tönen zu lobpreisen.

      • Staatlich bezahlt = zwangsgebührenfinanziert!

    • Wer kein Niveau hat, geht halt prolmäßig unter die Gürtellinie. Die Zuhörer, die das gut befinden sind auch nicht besser.

    • Bei solchen Typen ändert sich der Hintern, in den sie kriechen, wenn sich die Machtverhältnisse ändern.

    • Apropos: Eigentlich kein schlechter Vergleich, einerseits der bösartige Propagandaminister mit Klumpfuß, andererseits sein bedeutungsloser ÖRR-Abklatsch (offenbar ein bislang mir unbekannter Böhmermann der Handelsklasse 3) mit pathologisch dümmlichem Dauergrinsen. Möglicherweise ein Fall für den Neurologen…

  • Interessant ist nur, über wen diese Comedians keine Witze machen…

    • In der DDR gab es auch Staatskomiker.

    • „Gratismut-Komödianten“ oder auch „nützliche Idioten des Systems“.

      • letzteres, aber ohne spürbare Nützlichkeit.

  • Noch nie von diesem Kerl gehört. Aber ich gucke ja kein deutsches Fernsehen.

    • Über sein eigenes Sexleben zu erzählen lohnt bei dem wohl nicht.

    • Scheint aber ziemlich abartig zu sein, nachdem was er so an verbaler Diarrhea absondert. Was muss bei einem schief laufen, um solche Gedanken zu haben?

      • Ich würde da vorher ansetzen.
        Was läuft bei denen schief, die solchen Subjekten, Sendezeit und Auszeichnungen geben.

      • Er ist links-grün.

  • Nun erwarte ich für diesen Künstler das Bundesverdienstkreuz und den Grimme-Preis. Die deutsche Geschichte erlebt nach Goethe, Schiller und Böhmermann einen neuen kulturellen Höhepunkt.

  • Es schreibt sich übrigens „Catweazle“, mit „Z“. Eine Kinderserie, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Wie so vieles aus derselben Zeit. So etwas gibt es heute leider nicht mehr.

    • „die ich uneingeschränkt empfehlen kann.“
      Ja, die Serie schon… Den Film von Otto leider nur eingeschränkt.
      (Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich die Serie mit Begeisterung als 10-jähriger gesehen habe…)

      • Huch, den Film von Otto kenne ich nicht. Ich meinte tatsächlich und nur die Kinderserie.

        • Andererseits: Harald Martenstein als „Catweazle“, das passt ja. Überrascht von den neuen Gegebenheiten, fällt er wie Catweazle aus dem 9.Jhd ins 21.Jhd. Wie bei „Catweazle“ bleibt die Frage, in welchen Jhd. lebt es sich besser? „Catweazle“ will ja zurück, aus gutem Grund.

          0
    • Da ging es nämlich vornehmlich noch um gut erzählte Geschichten, die auch noch dann unterhaltsam sind, wenn man die „Schlußpointe“ kennt. Daß manches, vielleicht das Jungen- und Mädchen-, das Frauen- und Männerbild nicht mehr „zeitgemäß“ ist, schadet dem ganzen nicht. Denn erstens standen die Geschichten im Vordergrund und in denen ging es gerade nicht um das Jungen- und Mädchensein. Und weil die Geschichte so „stark“ war, waren die handelnden Figuren zweitens schlicht individuelle Personen, keine Rollenvorbilder; genauso wenig wie man auf die Idee kam, die gezeigten Autos seien „Vorbilder“ oder „Idealtypen“ von Autos, kam man auf die Idee, Jungen und Mödchen müßten so sein, wie in der Sendung. Was für Catweazle gilt, gilt z. B. auch für Hitchcock-Filme…

      Das ist bei modernen Produktionen – seien sie für Kinder oder für Erwachsene – zumeist anders. In ihnen geht es so gut wie nie um gut erzählte Geschichten, sondern um die „Empowerung“ von Mädchen im allgemeinen oder dicklich-pickligen Jungen im besonderen oder um die Vermittlung von sonst etwas, was gerade als „pädagogisch wertvoll“ gilt, auch und gerade für Erwachsene.

  • Gab es in dieser Comedy auch was Witziges zu hören?

  • Und was sagt Alice Weidel dazu?

    • Was kümmert’s die Eiche wenn sich die Wildsau dran scheuert…

    • Vielleicht das die Bescherung grundsätzlich an Weihnachten statt findet? So würde ich diesen Comedy Knilch verbal kontern an ihrer Stelle. Dann bleibt ihm die Spucke weg, ihr aber nicht. 😀

  • Zu Till Reiners:

    – Zoten sind anzügliche Witze, nicht selten mit sexuellem Inhalt. Der Duden definiert Zote als derben, obszönen Witz, „der als gegen den guten Geschmack verstoßend empfunden wird“

    jetzt kommt es:

    – Psychologische Deutungsansätze

    Die erste wissenschaftliche Definition dieser Witz-Kategorie stammt von Sigmund Freud.[5] Freud erläutert darin seine Ansicht, dass die Zote primär dem Ziel dient, dass der Erzähler sein eigenes (meist sexuelles) Interesse auf den Hörer verlagern kann, ohne soziale Sanktionen befürchten zu müssen. Da die Zote gleichzeitig aber einen weiteren Inhalt vorschiebt, der sekundärer Bestandteil des Witzes ist, wird die Absicht des Erzählers kaschiert.
    (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zote)

    • Man trifft sie selten, aber ich kannte auch so einen (mittlerweile erzählt er seine „Zoten“ den „drei Engeln für Charlie“). Egal wann und wo man den zufällig getroffen hat (absichtlich hat es niemand darauf angelegt), musste der zwanghaft drei sexuelle Ekel-Witze raushauen – einfach so ohne jeden Anlass. Kein Mensch fand das witzig, nur er selbst hat sich jedesmal totgekichert. Einfach nur krank sowas.

  • Heimlich privat sind all die Fernsehkomiker gegen ein AfD Verbot.
    Weil sie dann schlagartig kein Thema mehr hätten.

  • Ja, der Comedian Till Reiners hat die Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). SWR +1
    Hintergründe zur Diagnose:
    Auslöser: Seine Freundin (die selbst ADHS hat) schlug den Test vor, weil sie sein Verhalten als „krass“ empfand. YouTube·ZDF Comedy +1
    Ärztliche Bestätigung: Es handelt sich nicht um eine reine Selbstdiagnose; er hat den Test offiziell bei einem Arzt durchführen lassen. YouTube·ZDF Comedy +1
    Ablauf des Tests: Der Test bestand aus einem Selbstauskunftsbogen und einem Konzentrationstest am Computer (bei dem man auf akustische Signale reagieren musste). YouTube·Like That Underground
    Ergebnis: Er schnitt bei den Prüfungen deutlich auffällig ab (mit sehr hohen Perzentilen im Testbereich), womit er anfangs aufgrund von Selbstüberschätzung nicht gerechnet hatte. YouTube·Till Reiners +3

    Das ist auch sehr witzig, gell Till?

  • Es gibt mittlerweile in Deutschland eigentlich keine Tiefenbegrenzung mehr. Wenn ich überlege, daß man vor ein paar Jahren ein Tiefenbohrprojekt in der Oberpfalz (https://www.gfz.de/presse/meldungen/detailansicht/der-tiefpunkt-in-deutschland-feierte-jubilaeum) aufgrund technischer Probleme abbrach… – …müsste eine Wiederaufnahme unter Federführung von ÖRR und Bundesregierung inzwischen doch wohl Sinn machen? Zumindest aus geologischer Sicht…?

  • Was ist mit all den Leuten nur los? Auch den fand ich früher ja ganz gut bzw. nicht wirklich schlecht. Aber das ist nicht nur unter der Gürtellinie, sondern albern – und zwar nicht im komödiantischen Sinne.

    Glaubt man denn, weil Nazi-Argumente offenbar nicht ziehen, klappt es mit Verulkung bzw. Verunglimpfung, mit Ad-hominem-Argumenten, besser? Ist das die neue Emotionalität, die Merz versprochen hat? Nazi-Argumente waren immerhin noch „Argumente“, wenn auch ohne jedweden Realitätsbezug. Diese Witze sind ja aber nicht einmal mehr das.

  • Muss man im Restaurant eigentlich auch für ein Gericht bezahlen, wenn es gar keine Speisekarte gibt, und der Kellner einem irgend etwas Ungenießbares auf den Tisch knallt, von dem man eine Lebensmittelvergiftung bekommt?

  • „Was ich mehr liebe als Ausländerfeindlichkeit“ Inländerfeindlichkeit? Oder nur deinen Hass verbreiten? Hass ist keine Meinung.

  • Ich dachte, wir wären schon am Boden des Niveaus angekommen. Falsch.

  • Schaut man sich hier die Hass-Kommentare so an dann ist es schon seltsam… aus der AfD selber kommen viel mehr Hass und Hetze gegen Homosexuelle als aus jeder anderen Partei. Und trotzdem ist das hier nun offensichtlich ein Problem….

    Hier eine kleine Übersicht, weil ja immer nach Belegen gefragt wird:

    Gerichtsurteile & Vorfälle:

    •Im Oktober 2026 wurde ein früherer AfD-Kommunalpolitiker in Hamburg nach homophober Schwulen-Hetze zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt.
    • Im September 2024 sorgte eine Äußerung des AfD-Landtagsabgeordneten Horst Förster in Mecklenburg-Vorpommern für einen Eklat, als er Transsexualität mit Pädophilie verknüpfte.
    • Auch in der Vergangenheit gab es Vorfälle, etwa den Fall von Harald Pfizenmaier, der einen schwulen Parteifreund beleidigte, oder Äußerungen von Björn Höcke, die Kritik auslösten.

    Die Liste lässt sich nach belieben verlängern.

  • Bitte einen ÖRR Witz zu Baerbock‘s Unterschenkeln.

  • Die Osteomyelitis von Goebbels war nicht genetisch, sondern ist durch Infektion entstanden… Also kein Widerspruch zum ideolog. Vorgehen gegen Erbkranke und schwerst Behinderte zu dieser Zeit.

  • Damit haben wir den Nachfolger von Böhmermann gefunden.
    Endlich ist dieses endlose und qualvolle Warten auf einen würdigen ZDF-Komiker für die geschmackloseste Sendung des ZDF glücklich beendet worden.

    • Böhmermann bleibt auch. Der bekommt beim ZDF ein neues Format.

  • ADHS-Kranke fallen immer auf.

    • Das erklärt hier Vieles, entschuldigt aber nicht Alles.

  • Der war auch Noch NIE lustig … 🫣🫣

  • Es ist nur Widerlich, was beim ÖRR
    mit unserem Zwangsbeitrag produziert und ausgestrahlt wird.

  • Wir trampeln durchs Getreide,
    wir trampeln durch die Saat,
    hurra wir verblöden,
    für uns bezahlt der Staat.

  • Wie tief kann man sinken? Widerliche Aussagen über eine Frau. Sexismus? Und das Aussehen eines Menschen zu beurteilen kann nur subjektiv sein. Ich finde Maximilian Krah sogar außerordentlich hübsch.

    • Es sind die gleichen Woken, die sich ansonsten ständig über Sexismus.
      Aber gegenüber Rechten ist alles erlaubt.

      • Ganz genau!
        Die versexen von den Jüngsten bis zu den Ältesten die ganze Gesellschaft, sind aber voll anti-sexistisch.
        Geisteskranke!

  • Witze auf Stammtischniveau nach dem 10. Bier. Das Beste was der ORR an Unterhaltung zu bieten hat?

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