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Rückrufe über Rückrufe: Volkswagens China-Qualität und das Batterieproblem

Volkswagen kämpft erneut mit Qualitätsproblemen bei seinen Elektroautos. Fehlerhafte Batteriezellen zwingen Zehntausende Fahrzeuge zurück in die Werkstatt – und zeigen die Risiken einer tiefgreifenden Abhängigkeit von unzuverlässigen asiatischen Zulieferern.

Vom jüngsten Rückruf sind verschiedene Modelle der ID-Reihe betroffen. (IMAGO/snowfieldphotography)

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Großangelegte Rückrufaktionen haben sich beim Volkswagen-Konzern in der jüngsten Vergangenheit gehäuft – besonders betroffen waren die Elektroautos des Konzerns, deren zentrale Komponenten vor allem aus Asien, insbesondere aus China, stammen.

Nur wenige Wochen nach dem Rückruf von vier Millionen Fahrzeugen wegen einer korrosionsanfälligen Schraube am Lenkgetriebe bei verschiedenen Modellen von VW, Audi, Škoda und Seat ruft Volkswagen nun weltweit weitere 72.700 Autos zurück, rund 10.000 davon in Deutschland. Betroffen sind die Elektromodelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz aus den Bauzeiträumen zwischen Juli 2022 und Juni 2025 – knapp 68.000 an der Zahl – sowie etwa 4.900 Cupra Born, die zwischen September 2022 und Mai 2024 gebaut wurden.

Doch warum müssen diese Fahrzeuge nun überhaupt zurück in die Werkstatt? Berichten aus der vergangenen Woche zufolge haben interne Prüfungen bei VW ergeben, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen nicht den qualitativen Anforderungen entsprechen. Eine Ursache seien Produktionsfehler bei Zulieferern. „In seltenen Fällen kann dies zu einer erhöhten thermischen Belastung dieser Batterien führen, im Extremfall könnte ein Brand entstehen“, erklärte der Konzern in einer Stellungnahme.

Die Halter wurden per Brief über den Rückruf informiert. Ein wichtiger Hinweis: Laut VW sollen betroffene E-Auto-Besitzer ihre Batterien bis zur Überprüfung in der Werkstatt nur noch auf maximal 80 Prozent aufladen, um eine Überhitzung zu verhindern. Wo es technisch möglich ist, begrenzt das System die verfügbare Ladekapazität selbst. Wie genau das Problem vonseiten des Konzerns behoben werden soll, ist derzeit noch weitgehend offen. Wie ein VW-Sprecher deutlich machte, könnte jedoch bereits das Einspielen von Software-Updates ausreichen.

Besonders schockierend ist, dass es sich bei dem aktuellen Vorfall bereits um den vierten Batterie-Rückruf des Konzerns in diesem Jahr handelt. Erst im März mussten weltweit über 90.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden – etwa 28.000 davon in Deutschland. Konkret betroffen waren 74.579 Fahrzeuge der Baureihen ID.3, ID.4, ID.5, ID. Buzz und ID. Buzz Cargo sowie 19.452 Cupra Born aus den Bauzeiträumen zwischen Februar 2022 und August 2024.

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Auch damals ging es um Batteriemodule, die nicht den Vorgaben entsprachen und sich im Extremfall hätten entzünden und das Fahrzeug in Brand setzen können. Auch hier sollte ein Software-Update das Problem beheben. Bei Auffälligkeiten wurden einzelne Module ausgetauscht.

Dem vorausgegangen war im Januar ein US-Rückruf von etwa 44.000 ID.4. Bei einem Großteil der Fahrzeuge – 43.881 an der Zahl – musste der koreanische Zellhersteller SK Battery America Fehler in seiner Produktion einräumen. Betroffen waren laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2025, bei denen die Traktionsbatterie überhitzen könnte, was wiederum das Brandrisiko erhöhte. Zusätzlich musste Volkswagen 670 ID.4 aus den Modelljahren 2023 und 2024 zurückrufen.

Hintergrund waren bei diesen Fahrzeugen falsch ausgerichtete Elektroden in bestimmten Batteriemodulen. Auch hier war der Zulieferer SK für die technischen Probleme verantwortlich. Im Oktober erfolgte eine weitere Aktion in den USA: 22.524 ID.4 der Modelljahre 2023 bis 2026 wurden zurückgerufen. Und wieder ging es um die Gefahr von Batteriebränden. Eine endgültige Reparaturlösung liegt bislang noch nicht vor. Bis eine Abhilfe gefunden wird, sollen die Halter ihre Batterien nur bis zu einem Ladestand von 80 Prozent laden.

Vor diesem Hintergrund wird immer deutlicher, wie problematisch es ist, dass sich Volkswagen in den letzten Jahren – vor allem im Bereich der Batteriezellen – stark von asiatischen Lieferanten, insbesondere aus China, abhängig gemacht hat, die in vielen Fällen unzuverlässig liefern. Dies geht, wie in den oben genannten Fällen deutlich zu erkennen ist, nicht nur zulasten des Unternehmens, sondern in erster Linie auch zulasten der Verbraucher.

Der Fall Volkswagen ist jedoch keine Ausnahme. Auch bei den übrigen großen europäischen Autobauern ist die Abhängigkeit von asiatischen beziehungsweise chinesischen Zulieferern groß. Wie eine Analyse der Unternehmensberatung Deloitte aus diesem August zeigt, stammten im vergangenen Jahr 77 Prozent der für Elektroautos produzierten Batteriezellen aus Asien – 2024 waren es noch 70 Prozent –, während der Anteil Europas unverändert bei 13 Prozent lag.

Noch gravierender ist die Abhängigkeit bei den Produktionskapazitäten. Deloitte zufolge befanden sich 2025 insgesamt 98 Prozent der europäischen Produktionskapazitäten unter der Kontrolle asiatischer Unternehmen.

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31 Kommentare

  • Wer nicht hören wollte und unsere Warnungen vor den Elektrokarren in den Wind geschlagen hat muss jetzt fühlen. Dieser Sondermüll auf Rädern ist höchst brisantes Zeug. Wir Durchblicker haben das schon immer gewußt.

    • Wie sagte mal ein Mastermind in Grün Sinnhaft .

      Die Autos die VW nicht mehr Produziert und Verkauft sind ja nicht weg ! Es Produziert sie nun eben ein anderer !

      • Kluger Elektrofahrer
        23.10.2026 um 06:54 Uhr
        Dann viel Spaß bei den Spritpreisen. Ich fahre von Mitte Februar bis Anfang Dezember dank PV für lau.

        Dank Satter Staatlicher Förderung die den Arbeitern und Angestellten sowie den ärmsten der Armen in ihren Mietwohnungen über Steuern und Abgaben von deinesgleichen Gestohlen wurden und weiter werden !
        Dieser Personenkreis bezahlt Deine Arroganz und Impertinenz ohne selbst jemals diese Förderungen in Anspruch nehmen zu können .

        Du und Deines gleichen könnt Stolt auf euch sein !

      • Hab vorige Woche für meine Frau einen niegelnagelneuen (reinen) Benziner ohne den ganzen Hybrid und Mild-Hybrd-Scheixx gekauft, einen „KGM-TIVOLI“, produziert in Süd-Korea. Pipifeines Auto. Preiswert, voll-ausgestattet, mit dem fährt sie nun wieder 20 Jahre wenn sie ihn nicht schrottet. Mir kommt keine deutsche Karre mehr ins Haus (von Mercedes über Audi bis VW fuhr ich in der Vergangenheit schon etliche Autos, das ist aber Geschichte…..), ich selber fahr seit Jahren immer wieder neue Hyundai Tucson, den letzten Neuen kaufte ich vor drei Jahren. Noch nie ein Problem gehabt, so eine E-Kraxen kommt ohnehin niemals in Frage für uns……

        • Dann viel Spaß bei den Spritpreisen. Ich fahre von Mitte Februar bis Anfang Dezember dank PV für lau. Ich bin nicht so blöd und zahle Mineralölsteuer, CO2-Steuer und MWSt an der Tanke. Das Regime kriegt nichts von mir. Und im Winter tanke ich einmal pro Woche für etwa 10 EUR. So ist das sehr gut.

          -5
      • Dummes Geschwätz und primitivste Fälschung von Zitaten. Du bist ein dämlicher Hohlkopf und nur dummes Stimmvieh für die AfD. Da brauchst nicht selber denken. Wäre eh zu anstrengend für Dich.

        -16
        • @Gyros26: Sitzt ihr in den Parteizentralen der Berliner Fascho-Linken? Seid ihr diese erbärmlichen Antifa-Nachbarn von Apollo-News?

          1
        • Google mal Sinnhaft mein kleiner Proll !

          0
    • so denken nicht alle.
      im september wurden in der EU deutlich mehr reine e-autos zugelassen, als benziner und diesel zusammen

      an 2. stelle kommen hybride.

      https://www.heute.at/s/neuwagen-e-autos-legten-bei-uns-um-81-prozent-zu-120270717

      in oesterreich ist man auf manchen strecken als verbrennerfahrer ein seltenes exemplar. rundherum nur noch e-autos und hybride.

      mag daran liegen, dass die verbrenner wegen der hohen spritpreise derzeit nicht so oft genutzt werden, waehrend e-autos zu zwei dritteln firmenwagen sind, und raus auf die strasse muessen.

      -10
      • Mal von Technik Preise Qualitäten ganz abgesehen !
        Wie und womit wollen sie eigentlich in Deutschland ca 60 Millionen E-Autos betreiben ?
        Vor allem welches Netzt soll das gewährleisten und zur Verfügung stellen ?
        Von der Stromproduktion ganz abgesehen !
        Das E-Auto wird die Deutsche Autoindustrie schon von der möglichen schieren Nachfrage nicht am Leben erhalten können !
        Und die Weltweite Nachfrage werden wohl die Chinesen abwickeln .

        • Nie wieder Verbrenner
          23.10.2026 um 06:43 Uhr
          Im Gegensatz zu Dir Bildungsfernen Ökolinksplinse verdiene ich mein Geld mit diesen Problematiken als Planungsingenieur .
          Während Du und deine Kindergruppe immer noch glauben dass der Strom
          aus der Steckdose kommt .
          Im Übrigen habe selbst ich noch keinen AFDler diese Fakten reden hören !

          2
        • Olaf Klöckner, ich muss dich enttäuschen. Ich bin gelernter Elektroingenieur und arbeite in einem großen Stromunternehmen Inder Technik. Ich habe ca. 250 Leute unter mir, davon viele clevere Ingenieure und Techniker. Ich bin offenbar vom Fach. Deswegen lese ich hier mit, denn der Blödsinn, der hier immer verzapft wird, ist höchst amüsant.

          -2
        • Das hast du aber toll auswendig gelernt. Dein AfD-Ortsführer wird stolz auf Dich sein.

          -16
      • Österreich: bereits KFZ Steuer auf E-Autos (und nicht zu knapp, da kostet ein e-Auto dann um einiges mehr als ein Yaris), und nachdem die Netzabgaben neu geregelt wurden zahlt man extra wenn man sein E-Auto daheim auflädt und vllt. auch noch so grün ist und eine Wärmepumpe betreibt.

        • Ja und? Wir sind hier aber nicht in Österreich.

          0
      • Sie haben den Artikel nicht zu Ende gelesen. Das ist Unsinn

      • Deine Buchstabengroßmachtaste ist kaputt. Aber das wurde Dir Vollkoffer schon öfters mitgeteilt.

      • Lern gefälligst mal deutsche Rechtschreibung du Vollversager!

        • Vor dem Du kommt ein Komma, du Pfeife

          0
  • Das Ganze kann einen doch nicht wundern!
    Haben die bei VW und andernorts wirklich geglaubt, die Chinesen wären so nett und liefern ihren Konkurrenten jene besonders hohe Qualität, die bei diesen Akkus zwingend notwendig ist.
    Da genügt unter den Tausenden Zellen eine, die bei Überlast durchgeht und dabei Temperaturen von über 2000°C erzeugt.
    Verständlich, daß nun viele E-Auto-Besitzer ziemlich verunsichert sind.
    Der durch diesen Akku-Pfusch stark reduzierte Restwert kommt noch Hinzu.
    Die VW-Billig-Schraube am Lenkgetriebe wirkt dagegen wie das berühmte Sahnehäubchen. Dafür mein „großes Lob“ an die zuständigen VW-Controller beim Einkauf.
    Aber wer billig einkauft, kauft zwei Mal!

  • Warum schafften es die deutschen Hersteller nicht eine eigene Zellfabrik in Deutschland zu bauen?

    Ok, es gibt eine Ausnahme, Tesla stellt sich eine moderne Zellfabrik für die 4680 Batterien neben sein Werk.
    Wertschöpfung und Kontrolle über diese zentrale Komponente im eigenen Haus.

    VW ist nur noch teuer, unzuverlässig und billig zusammengeschustert.

  • Da wir schon vor Jahren den „Schummel-Diesel“ von VW erwischten, haben wir uns diesmal einen skoda gekauft. Leider wieder daneben gegriffen. Nächste Woche geht’s in den Kundenservice zum schraubenwechsel.
    Das Problem ist aber (Wie auch bei e Autos) die überbordende Software aller Neufahrzeuge! Wenn die Software streikt, weil sie irgendwo einen Fehler „vermutet“, dann muss nicht nur eine Schraube ausgetauscht werden (15 Minuten), sondern ein neues Software Update draufgespielt werden (2 Stunden!)
    So ist das heute: wir fahren keine unabhängigen Autos mehr, sondern fahrende überprüfbar Computer. (Überwachungs EU lässt grüßen!)

    • Das ist ja auch der Sinn dieser neumodischen Karren. Das sind Abhörstationen auf Rädern. Das Regime weiß ganz genau, wer von uns wann wo wie lange ist. Und die Umgebung wird von diesen Karren auch mit abgehört. Da oft mehrere von diesen Abhörstationen Nähe zusammen stehen, kann man die Abhörergebnisse vergleichen und weiß dann noch besser Bescheid. Diese Infos laufen dann in Berlin beim Regime zusammen und dieses schickt dann bei Bedarf seine Schmutztruppe. Die Stasi war nichts dagegen und das weiß ich aus Erfahrung. Sie sind heute noch hinter mir her.

  • Mit einem Softwareupdate kann man eine defekte Zelle nicht reparieren.
    Nur den Strom etwas begrenzen was sich in Leistung und Reichweite niederschlägt.

    Die Brandgefahr bleibt und die Lebensdauer des akkupacks ist sicherlich auch geringer.

    So ein Fahrzeug würde ich niemals in die Garage am Haus stellen.
    Auch bei jeder Fahrt in längeren Tunneln oder auf Fähren hätte ich die Gefahr im Hinterkopf

  • Die deutsche Wirtschaft ist aus verschiedenen Richtungen brutal unter Druck. Sie hat darauf reagiert, indem sie überall die Qualität so weit runtergeschraubt hat, dass die Leute „die Produkte mit den guten Namen“ geraaade noch so akzeptieren. VW hat es dabei leider übertrieben, und auch die anderen Autobauer sind nicht mehr weit davon entfernt, dass die Kunden sich abwenden. Wenn ich mir allein die Lackqualität eines neuen 100.000€-Mercedes oder BMW anschaue, wird mir mulmig.

    Es ist die aus der Gastronomie bekannte Kette: Gut laufendes Restaurant kommt finanziell unter Druck, Restaurant spart beim Wareneinkauf, die Qualität des Essens geht zurück, immer weniger Leute kommen, Restaurant geht es noch viel schlechter, Restaurant macht dicht. Neues Restaurant zieht ein.

  • Nicht mehr lange , dann haben Sie ihr Ziel erreicht !
    “ Lernen durch Schmerz “ !

    • Hast du auch noch mehr drauf als abgedroschene Parolen rauszugrölen?

  • lol China 🇨🇳🇩🇪
    Merkel’s beste Freunde,

  • VW, die Firma, die von der SPD regiert wird.
    Und die SPD ist der Garant des Abstiegs.
    Wie die Partei – so das Auto.

  • VW ist und bleibt ein total überteuertes Spielzeug für Abkassierer.

  • Hauptsache schnell diese drecks E-Autos auf den Markt.
    Ich habe kein Mitleid mit VW,im Gegenteil…von mir aus kann VW mit seiner Firmenpolitik pleite gehen!!!

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