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Desaströses Wahlergebnis

Alle CDU-Kreisvorsitzenden aus Sachsen fordern „Neustart“ und „Aufbruch ohne weiteres Zögern“ von Merz

Der nächste Alarmruf in der CDU, diesmal aus Sachsen: Die dortigen Kreisvorsitzenden verlangen einen Neustart von Friedrich Merz und Franziska Hoppermann. Erst im November darüber zu beraten, ist ihnen angesichts der Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und der Umfragewerte aus MV zu spät.

Der Bundestagsabgeordnete Florian Oest (Mitte) ist unter den Unterzeichnern des offenen Briefes – hier mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und dem Landrat von Görlitz, Stephan Meyer. (IMAGO/Matthias Wehnert)

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Die CDU-Kreisvorsitzenden aus dem Freistaat Sachsen wenden sich in einem dramatischen Brief an den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Generalsekretärin Franziska Hoppermann, den Rasmus Buchsteiner von Politico auf X veröffentlicht hat. Nach dem „desaströsen Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt“ brauche es Beratungen über einen „Neustart“ und einen „neuen Aufbruch ohne weiteres Zögern“.

Unter den Kreisvorsitzenden sind auch mehrere Landtagsabgeordnete sowie der Bundestagsabgeordnete Florian Oest aus Görlitz, der bei der Bundestagswahl dem AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla in seinem Wahlkreis unterlag. Damit wenden sich weitere Abgeordnete gegen Merz und die Führung der Bundes-CDU. In der Partei ist bereits die Rede von einem „Aufstand“ (mehr dazu hier).

Aus Sicht der sächsischen Unionspolitiker hat „die Bevölkerung das Vertrauen sowohl in die Arbeit der Bundesregierung als auch in die Politik der Union verloren“ – und zwar in „dramatischem Ausmaß“. Auch angesichts der Umfragewerte in Mecklenburg-Vorpommern (mehr dazu hier und hier), wo am Sonntag der kommenden Woche gewählt wird, müsse man die Frage stellen, ob die CDU noch eine Volkspartei sei.

Für eine „schonungslose Analyse“ wollen sich die 13 Kreisvorsitzenden der Sächsischen Union möglichst bald mit ihren Kollegen aus anderen Ländern zu einer bundesweiten Kreisvorsitzendenkonferenz zusammensetzen. Dort soll es auch um Strategien für die Zukunft und die Rückgewinnung von Vertrauen gehen. Ein Termin erst im November, wie von der Parteispitze angestrebt, sei dafür zu spät.

Bemerkenswert ist bei diesem Brandbrief vor allem das gemeinsame Auftreten aller Kreisvorsitzenden des Freistaats. Das zeigt, wie flächendeckend die Sorgen vor einem drohenden Untergang der CDU geteilt werden – unter Bürgern, Unternehmern und Politikern gleichermaßen. Die CDU-Spitze will allerdings erst noch die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin abwarten. Eine Rücktrittsforderung ist dem Brief allerdings nicht zu entnehmen.

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31 Kommentare

  • Die Arroganz weicht der Angst. Der Angst vor dem Macht- und Bedeutungsverlust, sollte der Souverän, also der Wähler, ihrem Spiel ein Ende bereiten.

    Für meinen Teil ist dieser Neustart absolut irrelevant. Diese Schein-Konservativen können weg. Ich habe als strammer Konservativer eine neue Partei gefunden.

    32
  • Von Merz würde ich nur noch eines fordern, nämlich seinen Rücktritt von all seinen Ämtern. Wer so wie er wie der Elefant im Porzellanladen herumtrampelt, der kann es nicht und er wird noch mehr Porzellan zerschlagen.

    32
    • Was soll er zuhause?
      Er hat da nichts zu sagen. ;-))

      8
  • „Neustart“ und „Aufbruch“ wird von Merz gefordert. „Fehlstart“ und „Abbruch“ wird die Realität bleiben. Der Mann muss schnellstmöglich aus dem Amt entfernt werden, um weiteren Schaden vom Volk abzuwenden.

    12
    • Ich rufe in Erinnerung: der Nachfolger wäre Wüst.

      4
    • Er soll ruhig noch ein bisschen wirken und den Menschen zeigen, was „unsereDemokratie™“ von SPDCDU bedeutet.

      2
  • Die Sachsen nennen sich nicht umsonst Freistaat, auch wenn sie es wie wir Bayern manchmal vergessen.

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  • Mit wem soll ein Neustart denn gelingen. Die CDU müsste sich neu erfinden.
    Jetzt ist es eine linke Partei.

    9
  • Der einzige Neuanfang ist das Ende der Brandmauer.

    3
  • Dann ist nun das Motto: Karten auf den Tisch, wie hältst du es mit der AfD? Das Pirouettentanzen ist vorbei…

    8
  • „Eine Rücktrittsforderung ist dem Brief allerdings nicht zu entnehmen.“
    Warum? Ich denke, weil sich derzeit keiner findet, der Merz beerben will.
    In dieser Situation ist der Vorsitz der CDU ein Schleudersitz.

    1
  • „…die Sorgen vor einem drohenden Untergang der CDU…“
    Der CDU oder der Pöstchen?

    0
  • Merz wartet noch die Berlinwahl ab und berichtet dann von einem sensationellen Ergebnis im Vergleich zu Mc Pom, wo es wohl nur um die 5% für die CDU sein werden. Die CDU ist dann mit der Berlinwahl wieder ein Supermann.

    5
  • Die CDU gehört entsorgt, es lebe die AfD.

    32
  • Altes soll aufgewärmt werden; gääääääääääääääääääähn.

    4
  • Oh, jetzt kriegen alle Angst ihre leistungslosen Bezüge zu verlieren.

    13
  • Meine Herren Sie brauchen nicht nach Berlin schauen,denn uns dem Souverän reicht reicht es schon was Herr Kretzmer hier in Sachsen mit der 7% SPD und den Linken hier aus Sachsen macht. 30 Jahre CDU gewählt ,nie wieder.

    1
  • Neustart? Koalition verlassen! Nasenring ablegen …

    5
    • Dafür hat er schon zu viel Schmutz auf die einzig verbliebene konservative Partei geworfen. Und ich sehe in den Reihen der CDU niemanden der den Mut hätte mit der AfD zusammenzuarbeiten.
      Unter Wüst würde der Kurs stramm nach links gehen.

      1
  • Die haben den Schuss noch immer nicht gehört.
    Einen „Neustart“, oder „Aufbruch“ mit Merz wird es nicht geben, solange ist der nicht mehr Kanzler!

    4
  • Merzel ist am Ende, will aber weiter machen bis zum bitteren Ende! Finde den Fehler!!

    4
  • Auch die cDU-Kreisvorsitzenden aus dem Freistaat Sachsen werden mit ihrem Brandbrief den larmoyanten Kanzlerdarsteller zweiter Wahl nicht erreichen, denn sein Plan ist die Zerstörung der einstmals konservativen CDU. Von diesem Plan hält ihn keiner mehr ab. Ich sehe förmlich den Hofnarr Amthor um den Sauerländer herumtanzen, um ihm weiterhin die Tasche zu tragen…. Die cDU Politiker täten gut daran, einen sofortigen Bundesparteitag ein zu bestellen um dieses Desaster wenigstens zu begrenzen. Aber dafür fehlt es ihnen offensichtlich einfach an Rückgrat ! 🦎

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    • Korrekterweise müssten Sie nicht cDU sondern cdU schreiben.

      4
      • @ Zynikerin
        Wo Sie Recht haben…. Ich gelobe Besserung 😉

        1
  • Seit Merkel versagt die CDU bereits, die Wähler dieser Partei haben es nur nicht gemerkt und jetzt ist das Jammern groß.

    9
  • Tja, liebe CDU,
    Ihr kennt den berühmten Spruch zur Schraube: Nach „fest“ kommt „ab“.
    Und genau an dem Punkt befindet ihr euch jetzt. Bis auf die Ü 70 Wähler, habt ihr die Basis dauerhaft verloren. Die Leute lassen sich mit dem Nazi Gedöns keine Angst mehr machen. Und wartet mal ab, was erst passiert, wenn die AfD die ersten Dinge umsetzt und vieles, oh Wunder, sogar funktionieren wird….

    8
  • Neustart? Geht erst wenn man am Boden angekommen ist. Und zwar heile!
    So wie es momentan aussieht, wird es einen Absturz geben.
    Der die CDU so kaputt macht, daß ein Neustart kaum mehr möglich sein wird…

    7
  • Der Herr Friedrich Merz muß nunmehr diesen Kreisvorsitzenden betont emotional erklären, daß sein Kurs alternativlos ist.
    Wenn nötig, muß er es diesen Vorsitzenden noch besser erklären, wieder und wieder.
    Aber nein, das funktioniert ja nicht mehr.
    Er und die CDU haben fertig.
    Wer offensichtliche Lösungen für unser Land nicht erkennt, weil bestimmte „Irgendwie-Besorgte“ und Schreihälse dagegen sind, muß gehen.
    Bitte noch im September!

    4
  • Gegen Fritze und seine „Groko“ stand Scholz mit der Ampel ja geradezu wie eine 1.
    Und damals dachte man nun wirklich nicht mehr, dass es weiter bergab gehen kann.

    Ich betone mal wieder: „Noch nie in der Geschichte der BRD hatte es ein Kanzler einfacher die Stimmung im Land zu drehen.“

    3
  • Der Neuanfang der CDU?
    Ich vermute dazu fehlt den geschliffenen Parteisoldaten jegliches Potenzial.

    Wahrscheinlich fehlt auch der Wille, man tut nur so als ob, weil dann könnte das ja das Wahlergebnis etwas verbessern.

    3
  • CDU-Kreisvorsitzenden aus Sachsen fordern „Neustart“???
    Das wäre nur möglich in dem fast die gesamte CDU ausgetauscht und wieder zu einer Partei der Mitte, also weit rechts von der AfD, so wie sie früher war, würde.

    1

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