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Stromausfall im Januar

Kanzleramt und Berliner Senatsverwaltung könnten sich über Wegner-Lügen ausgetauscht haben

Das Kanzleramt und die Berliner Senatsverwaltung könnten sich über Unwahrheiten von Kai Wegner ausgetauscht haben, wann er während des Stromausfalls im Januar mit Friedrich Merz telefoniert haben soll.

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Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hat mehrfach die Unwahrheit gesagt, was sein Verhalten beim Stromausfall angeht. (IMAGO/Bernd Elmenthaler)

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Zwischen dem Kanzleramt und der Berliner Senatsverwaltung könnte es eine Verabredung gegeben haben, über die Telefonate von Kai Wegner am ersten Tag des großen Stromausfalls in Berlin im Januar die Unwahrheit zu sagen. Das berichtet der Tagesspiegel und beruft sich dabei auf Presseanfragen, die widerrechtlich vom Kanzleramt an die Senatsverwaltung weitergeleitet wurden. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hatte am 5. Januar behauptet, „gestern“ (also am 4. Januar) „einmal mehr“ mit dem Kanzler telefoniert zu haben.

Demnach müsste er bereits am 3. Januar zum ersten Mal mit dem Kanzler telefoniert haben. Wie der Tagesspiegel bereits am 10. Juli berichtete, ist jedoch fraglich, ob es überhaupt zu einem direkten Telefonat zwischen Wegner und Merz gekommen ist. Laut der Senatskanzlei habe es am 4. Januar abends ein Telefonat gegeben. Doch das Kanzleramt widersprach dem und teilte mit, dass es „kein persönliches Gespräch“ gegeben habe, weder „in Anwesenheit persönlich noch telefonisch“.

Noch bis ins Frühjahr hatte das Kanzleramt die Version verbreiten lassen, dass es „mehrere Telefonate“ zwischen Kai Wegner und Friedrich Merz gegeben habe. So hieß es in einer Antwort des Kanzleramts auf eine Anfrage des Tagesspiegels am 8. Januar: „„Es ist zutreffend, dass es am 3. Januar mehrere Gespräche des Regierenden Bürgermeisters mit dem Bundeskanzler und dem Kanzleramtsminister gab, in denen über mögliche Unterstützung des Landes Berlin durch Bundesbehörden gesprochen wurde.“

Nun stellt sich laut dem Tagesspiegel heraus, dass Britta Behrendt, Leiterin der Abteilung 6 für „Innen- und Rechtspolitik“ des Kanzleramts, diese Presseanfrage und eine E-Mail an die Senatskanzlei weitergeleitet hat. Zuerst leitete Behrendt die Presseanfrage samt einem „Antwortentwurf“ weiter. In diesem Entwurf heißt es: „„Es ist zutreffend, dass es am 3. Januar mehrere Gespräche des Regierenden Bürgermeisters mit ChefBK gab, in denen über mögliche Unterstützung des Landes Berlin durch Bundesbehörden gesprochen wurde.“

Das Kürzel ChefBK steht für Chef des Bundeskanzleramts – im Januar also Thorsten Frei. Davon, dass es Telefonate mit Friedrich Merz gab, steht im Antwortentwurf nichts. Doch in der offiziellen Antwort, die am 9. Januar vom Kanzleramt an den Tagesspiegel gesendet wurde, heißt es plötzlich, dass es Telefonate mit dem Kanzler gegeben habe. Auch diese offizielle Antwort auf die Presseanfrage sandte Behrendt an die Berliner Senatskanzlei von Wegner weiter.

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Laut der Zeitung gibt es bisher keine Erklärung dafür, wie die nicht stattgefundenen Merz-Telefonate in die offizielle Antwort auf die Presseanfrage kamen. Laut dem Kanzleramt sei der Unterschied durch ein „Missverständnis in der Kommunikation“ entstanden. Die Senatskanzlei versichert, es habe „keine diesbezügliche Verabredung mit dem Chef der Senatskanzlei oder anderen Vertretern der Senatskanzlei“ gegeben.

Was also bleibt, sind zwei E-Mails, die vom Kanzleramt an die Berliner Senatskanzlei weitergeleitet wurden, obwohl Presseanfragen und Antworten darauf nicht einfach so weitergeleitet werden dürfen. Wegner wurde darüber informiert, dass das Kanzleramt bestätigt hatte, dass es mehrere Telefonate mit Merz gegeben habe – obwohl es möglicherweise nicht einmal ein einziges gegeben hat.

Nachdem mehrere Unwahrheiten Wegners über sein Verhalten während des Stromausfalls bekannt geworden waren, hatte er im Juli erklärt, zur Landtagswahl am 20. September nicht mehr als Spitzenkandidat antreten zu wollen. In Berlin hatte es vom 3. bis zum 7. Januar im Südwesten einen fünftägigen Stromausfall gegeben, von dem rund 44.500 Privathaushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten betroffen waren. Der Stromausfall war durch einen Brand an einer Kabelbrücke in Teltow ausgelöst worden, zu dem sich eine linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannte.

mra

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50 Kommentare

  • Das ist doch völlig uninteressant wer wann mit wem telephoniert hat. Tatsache ist, der Schaden wurde relativ schnell behoben. Dank der Menschen die technisch dafür zuständig sind und die Anlagen in Betrieb halten.

    Komplett versagt haben die Strafverfolgungsbehörden. Die nach diesem schwerwiegenden Terrorakt immer noch null Erkenntnisse haben.

    • Die Kritik an Wegner ist berechtigt, aber nicht die Fokussierung auf ihn, denn ER war es nicht, der den Anschlag begangen hat.
      Dadurch, dass man sich auf ihn konzentriert, werden die Täter verschont. Und DA ist das immer gleiche Muster zu erkennen, WENN es um die „richtigen“ Täter geht.
      Messergewalt = Messerverbot, obwohl nicht das Messer das Problem ist,
      Auto rast in Menschenmenge = Poller um das Auto zu verhindern, das gar nicht das Problem ist!
      Ganz anders, wenn der Täter ein „Rechtsextremist“ wäre = Verbot der „Rechtsextremisten“!

    • Aber nur angeblich null Erkenntnisse.
      Ich bin überzeugt davon, dass die schon vorher wussten, um wen es sich handelt.
      Die Antifanten sind viel zu blöd dazu, so ein Ding im Geheimen abzuziehen.

    • Die Schadensbehebung ist aber nicht Wegner zu verdanken. Ihm ist schlicht sein durchgängig schwacher Führungsstil anzulasten. Auch, dass er Tennis spielen war, finde ich nicht so dramatisch. Er hätte all dies durch einen schnelle Tataufklärung kontern können. Ich z.B. wäre auch zum Tennisspielen gegangen. Allerdings mit der Ansage „Wenn ich zurück bin, will ich wissen, wer den Brand gelegt hat. Ansonsten rollen Köpfe“. Aber auf solche Verwalter, nach dem Muster Merkels, reagiert die Öffentlichkeit nun mal allergisch.

    • Schnell behoben,ich lach mich schlapp!!!

  • Wenn man es genauer betrachtet, können diese Leute einem leid tun. Wer sich zum Lügen herablässt und dann nicht mehr raus kann, ist arm dran. Wer Angst hat vor der Wahrheit kann sein Leben nicht richtig leben, nicht wahrhaftig. Das ist vergeudete Lebenszeit und voller nie endender Kompromisse mit der Lüge. Das ist kein wirkliches Leben, das ist Wolkenkuckuksheim. Das ist nicht das was das Leben lebenswert macht, nicht wirklich. Wahrhaftigkeit, Liebe, Wahrheit, Wohlwollen sind viel lebenswerter.

  • Sie Luegen, sobald sie ihr Maul aufmachen…

    • … gleichzeitig unterstellen bzw. gängeln sie aber pauschal den Souverän mit Vorwürfen hinsichtlich Fake-News, Hate Speech et al.

    • Inzwischen ist Lügen üblich geworden!

      Ich glaube denen gar nichts mehr.
      Und ich glaube es geht ganz vielen Bürgern so.

    • Was für ein Kommentar.

      -43
      • Ja genau, ein absolut zutreffender Kommentar.

      • Wir sind alle gespannt wie du das aus Linientreue wieder schönreden willst.

        • Das redet auch das Pädo sein schön, also auch alles andere

          6
        • Was verbreitest du hier für Gerüchte, du Heini?

          -9
      • Dont‘ feed trolls…

        • Dann mach’s halt nicht, Ginchen.

          -10
      • @Atlas…………Unsere Zeit wird kommen, und dann werden wir die Listen hervor holen. Und diese Listen werden länger und länger…………

        • Gott vergibt, das Internet nie, Atlas!!!

          4
        • Bald kommt die Klarnamenpflicht, Atlasilirili. Und polnische Namen gibts in Deutschland nicht wie Sand am Meer. Schon eine Idee, wie du dich tarnen willst?

          2
        • Was für lächerliche Phantasien.

          -5
      • Mannomann.
        Ich war bisher der Meinung, daß das Spieleparadies besser bewacht wird …
        … also liebe Pflegeverantwortliche: „Bitte holt den kleinen Atlas aus dem Bällebad!“

      • Bei allem Respekt, Genosse Atlas, so ganz falsch ist der Kommentar ja wohl nicht.
        Welchem derzeitigen Politiker schenkst du denn zur Zeit noch Vertauen?

        • Was für eine Frage.
          Politkern vertraut man nicht. Grundsätzlich nicht.
          Genau darin liegt ja das zugrunde liegende Problem vieler Leser hier.

          0
      • Was für ein Kommentar.

      • Atlas sie sich selbst hassender, Hass und Hetze verbreitender Keile-Treiber.
        Wer bezahlt sie für ihre Lügen-Schmierereien?

  • Tja, mich würde es eher überraschen, wenn die Genossen mal die Wahrheit sagen würden.

  • Kein Wunder das die vor der Wahrheitssuch-Partei AFD so eine panische Angst haben.

  • „….wann er während des Stromausfalls im Januar mit Friedrich Merz telefoniert haben soll.“
    Ist DAS wirklich SO relevant oder sollte man sich nicht ENDLICH mal auf die Täter fokussieren, die den Anschlag begangen haben? DIE laufen immer noch frei rum und können sich ganz in Ruhe auf den nächsten vorbereiten, weil „Gegenstand der Ermittlungen“, wie immer, das Krisenmanegement und nicht deren Ursache ist!

    • Nun, eigentlich müsste beides erfolgen; aber sie handeln wohl nach dem Grundsatz: Das Eine nicht tun und das andere lassen.

  • So ’ne Aufarbeitung ist ja nicht verkehrt. Jetzt hat Wegner die A….karte. Ist wohl auch OK.
    Wobei mir zu sehr unter den Tisch gefallen scheint, was eigentlich aus den Ermittlungen zu den Tätern geworden ist. Geht man nach den Schuldzuweisungen, hat Wegner den Umschaltkastenbrand verschuldet.
    So weit es also den Täterkreis betrifft, wurde der Fall zu den Akten gelegt und den letzten beissen die Hunde?

  • Wie der Herr, so‘s Gescherr.

  • Natürlich sprechen die sich ab. Die sind ja nicht blöd.

    Warum aber ist es „widerrechtlich“ die Anfrage weiterzugeben?

    Wo genau ist die Rechtsgrundlage für ein gesetzliches Verbot?

    Die allgemeine Aussage „irgendwie datenschutzrechtlich“ reicht mir nicht aus.

    Hallo Redaktion, welche genaue Norm verbietet dem Kanzleramt, die Nachfrage an den betroffenen Landespolitiker weiterzugeben?

    Wenn das widerrechtlich ist, wer genau ist dann befugt, Klage zu erheben?
    Hat er es schon getan? Gibt es schon ein Urteil, das feststellt, das die Weitergabe widerrechtlich ist?

  • Ja und? Wenn Wegner und das Kanzleramt gelogen haben, macht das keinen Unterschied. Erstens lügt der Chef selbst wie gedruckt und zweitens wird selbst bei einer einwandfrei nachgewiesenen Lüge nicht passieren. Ganz normaler politischer Alltag im besten Deutschland aller Zeiten!

  • Nun … „ Kanzleramt und Berliner Senatsverwaltung könnten sich über Wegner-Lügen ausgetauscht haben“ , wenn dem so sein sollte, dann sind nicht nur Rücktritte bei beiden Behörden bis in die obersten Etagen fällig, sondern auch noch Ermittlungen und ggf. Strafermittlungen beider Behörden, wegen Wählerbetrug, Strafvereitelung im Amt, etc.
    Wann hört endlich dieses schamlose Lügen und Betrügen der Regierungsverantwortlichen und die völlige Verachtung des Souveräns hier auf (rhetorische Frage!)?

  • Die Lügen auch noch, wenn man nur nach der Uhrzeit fragt.

  • Schlaft „Alle“ weiter!
    Epstein: Die Abgründe reichen bis nach Europa und Deutschland.
    Das System Epstein: Sie alle gehören zu einem weltweit agierenden Club!
    Sie belügen uns, wir wissen, dass sie lügen, sie wissen, dass wir wissen, dass sie lügen, aber trotzdem lügen sie weiter, und der „Deutsche Untertan“ tut weiter so, als würde er ihnen glauben.
    Der Wahlbetrug in den Alten- und Pflegeheimen, sowie bei der Briefwahl wird es schon richten! Abwahl der Machthaber nicht möglich.

  • Diesem seelenlosen Geschmeiß springen die Lügen immer mitten aus dem Gesicht.

  • Wir werden nur noch belogen, und die wirtschaften nur boch in die eigene Tasche.

  • Wen interessiert eigentlich, ob der mit dem Kanzlerdarsteller telefoniert hat oder nicht. Entscheidend ist doch dass er tagelang nichts unternommen hat, um die Lage der in ihren eiskalten Wohnungen festsitzenden Bürger zu verbessern. Stattdessen spielt er mit seinem Gschpusi Tennis, die wiederum als Schulsenatorin die fatale Lage der Schüler im Blick hätte haben sollen.

  • Vielleicht in Zukunft einfacher die Teile zu benennen ,
    wo mal nicht gelogen wurde !

    Den Rest verbuchen wir unter “ Unsere Demokratie „

  • wäre ja auch noch schöner wenn das Verbrecherpack sich nicht untereinander abspricht, deswegen werden die normalerweise ja auch in unterschiedlichen Zellenblöcken voneinander isoliert und unabhängig voneinander verhört.

  • „ Kanzleramt und Berliner Senatsverwaltung könnten sich über Wegner-Lügen ausgetauscht haben.“

    Da haben sich also quasi zwei Fachabteilungen für Lügen und Märchen besprochen.

  • Purer Aktionismus, hinterher gehen sie einen trinken und amüsieren sich darüber wie sie die Bürger wieder verarscht haben.

  • … selbstverständlich tauschen die sich aus.
    Weshalb sonst wurde versucht zu mauern?
    Die „Lüge“ wurde Kern der CDU.
    Eine CDU ohne Lüge, wäre wie Regen, ohne Wasser.
    Es gibt aber noch selbstdenkende, nicht fremdgesteuerte Menschen, die dies durchdringen.

  • Natürlich ist das eine verschworene Lügenbande, die als einziges Ziel den Machterhalt kennt. Bürgerinnen und Bürger interessieren die doch einen Dreck.
    Und da rümpft man die Nase beim Wort Mafia!

  • Bei den beiden hat es für Haare auf den Kopf nicht gereicht!

  • Lügner untereinander als wenn dabei über Wahrheiten gesprochen würde 🤣🤣🤣

  • Das sind doch von berufswegen ALLE ausgewiesene Lügenmäuler.

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