Abdul Ballout war 19 Jahre alt, als er sich der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in Syrien anschließen wollte. Das wussten deutsche Behörden und stellten ihn genau dafür vor Gericht. Trotz einer Fülle an Beweismaterial, Warnungen und Ermittlungserkenntnissen landete er dann auf freiem Fuß – und erhielt so die Chance, einen tödlichen Anschlag im Herzen der Bundeshauptstadt zu verüben.
Durch den Anschlag auf den CSD in Berlin starb eine Frau, 31 weitere Personen wurden verletzt. Ballout verfasste vor der Tat ein Video, in dem er sich zum „Islamischen Staat“ bekannte. Beinahe einen Tag lang war er dann noch auf der Flucht, ehe er vom SEK erschossen wurde, als er mit einem Messer auf die Polizisten losging.
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Sieht man sich den Lebenswandel von Abdul Ballout an, ist es die Geschichte eines islamistischen Überzeugungstäters. Doch sieht man sich das Handeln der Behörden an, ist es auch die Geschichte eines Versagens staatlicher Stellen: eines Jugendgerichts, das die oberflächliche Distanzierung des jungen Erwachsenen vom „Islamischen Staat“ glaubt – obwohl Ballout im Gefängnis andere Inhaftierte für den Islam gewinnen wollte; von Sicherheitsbehörden, die den Deutsch-Libanesen zwar als „Gefährder“ einstuften, aber wichtige Informationen nicht an andere Behörden wie das Jugendamt weitergaben; von Polizisten, die die engmaschige Observation nach wenigen Tagen wegen Personalmangels wieder einstellten, weil es keine Auffälligkeiten gab.
Aber von Anfang an: Bereits als Erstklässler soll Abdul Ballout aggressiv gewesen sein, wie die Berliner Morgenpost unter Berufung auf Akten aus dem Umfeld der Jugendhilfe berichtet. Er wechselte die Grundschule zweimal. Das Jugendamt begleitete die Familie über mehrere Jahre, doch diese verweigerte oft die Kooperation. Seine schulischen Leistungen wurden schlechter, schließlich schrieb er auf der weiterführenden Schule nur noch Sechsen und blieb dem Unterricht immer öfter fern.
Ihm wurde ein Förderbedarf diagnostiziert. Die Mutter, bei der er lebte, soll streng religiös sein, während der Vater laut Informationen aus Sicherheitskreisen homosexuell sein und in einer Beziehung mit einem Mann leben soll. Laut der Berliner Morgenpost könnte dieser Konflikt ein Hinweis auf ein Motiv für den CSD-Anschlag sein.
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Ballouts islamistische Gefängnis-Aktivitäten waren dem Gericht bekannt – trotzdem glaubte man seiner IS-Distanzierung
Apollo News-Recherchen belegen, dass dem Amtsgericht bekannt war, dass Abdul Ballout in Haft missionarisch auftrat. Trotz solcher belastender Erkenntnisse über seine IS-Nähe bewertete das Gericht seine Distanzierung als glaubhaft. Sogar Bewährung wurde ihm in Aussicht gestellt.Bereits 2021, als Abdul Ballout noch sechzehn Jahre alt war, fiel er dem Verfassungsschutz auf, weil er in Berliner Fußgängerzonen Menschen für den Islam gewinnen wollte. Er soll der salafistischen Jugendgruppe Siraatul Haqq angehört haben, die aus einem Dutzend Islamisten bestanden haben soll, wie WDR, NDR und SZ gemeinsam berichteten. Im Februar 2022 wurde er dann wegen Körperverletzung und Erpressung zu 40 Stunden Sozialarbeit verurteilt, weil er auf einem Schulhof jemanden geschlagen hatte und in einem anderen Fall daran beteiligt war, einer Person Kopfhörer zu klauen.
2024 teilte Abdul Ballout mehrfach IS-Propaganda auf Instagram: Lieder, die den Glaubensmut von IS-Kämpfern stärken sollten. Er trat als religiöse Autorität im Internet auf. In einem Telegram-Kanal, der ihm zugerechnet wird, postete er eine halbstündige Predigt, in der er gegen Wahlen und deutsche Gerichte wetterte, weil sie nicht shariakonform seien, wie die Welt am Dienstag berichtete.
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Mai 2025 – Libanon
2025 versuchte er dann zunächst, nach Mauretanien in Afrika zu reisen, um seinem Mentor, einem ägyptischen Scheich, nachzueifern. Doch die Einreise wurde ihm verwehrt, und er kehrte nach Deutschland zurück. Dann erfolgte am 20. Mai der zweite Versuch: Abdul Ballout reiste von Berlin über die Türkei in den Libanon. Von dort wollte er nach Syrien weiterreisen, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen und „gegen die erklärten ,Feinde des Islams‘ zu kämpfen“, wie es im Gerichtsurteil des Amtsgerichts Tiergarten vom 12. Mai 2026 heißt. Libanesische Behörden verhafteten Ballout, und er saß drei Monate in Untersuchungshaft. Mitte Oktober wurde er dann von einem libanesischen Militärgericht wegen „Anstiftung zu religiösen und konfessionellen Konflikten“ zu drei Monaten Haft verurteilt und anschließend freigelassen. Außerdem soll er eine Geldstrafe von 800.000 libanesischen Pfund zahlen.
Libanesische Behörden fanden heraus, dass Ballout mit Personen Kontakt hatte, von denen er sich erhoffte, dass sie ihm helfen, sich dem „Islamischen Staat“ anschließen zu können. Gegenüber diesen Kontaktpersonen verwies er auch auf seine beiden Cousins, die bereits für die islamistische Terrororganisation gekämpft hatten. Einer starb als IS-Kämpfer, der andere sitzt im Irak in Haft, wie die Zeit berichtete. Besonders den Cousin, der 2015 im Irak getötet wurde, verehrte er sehr. Laut SZ, NDR und WDR hatte er 106 Fotos von ihm auf seinem Handy.
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Der Vater der Cousins ist der Islamist Omar Bakri Mohammed, der auch als „Ayatollah von Tottenham“ bezeichnet wurde. In Großbritannien hat er zahlreiche junge Muslime radikalisiert. Dass Abdul Ballout zwei Cousins mit IS-Bezug hatte, übermittelten die libanesischen Behörden dem deutschen Bundesnachrichtendienst.
Ob sie jedoch vom BND auch an die Generalstaatsanwaltschaft Berlin weitergegeben wurden, die den Prozess gegen Ballout wegen der staatsgefährdenden Tat führte, ist unklar. Dazu sagte die Generalstaatsanwaltschaft gegenüber Apollo News: „Die im GTAZ ausgetauschten Informationen unterliegen einer besonderen Geheimhaltung, sodass insoweit keine Beantwortung erfolgen kann.“ Das GTAZ, das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum, ist ein Zusammenschluss mehrerer Behörden, die sich mit dem Islamismus befassen sollen. Unter anderem sind der Bundesverfassungsschutz, das BKA und der BND sowie alle Landeskriminalämter vertreten. Wie der Rechercheverbund von WDR, NDR und SZ berichtet, wurden die Informationen über die islamistischen Cousins zumindest vom BND an das LKA Berlin weitergegeben. Unter den 32.167 Dateien auf seinem Handy befanden sich zahlreiche IS-Propagandadateien.
Die Kontaktpersonen, von denen der Deutsch-Libanese meinte, dass sie ihn zum IS führen könnten, hießen unter anderem „Abu Alzubeir“ und „Umm Talha“. Immer wieder erkundigte er sich laut der Tagesschau ungeduldig, wann er nach Syrien einreisen könne. Er wurde gefragt, ob er mit Waffen umgehen könne. „Ich kenne das, aber nur wenig“, antwortete er und verwies auf Erfahrungen mit „Jagdwaffen“.
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17. November 2025 – Rückkehr nach Deutschland
Am 17. November 2025 kehrte Abdul Ballout freiwillig nach Deutschland zurück und wurde am Flughafen Berlin durch Polizisten des Landeskriminalamts verhaftet. Das LKA kam zu dem Schluss, dass Abdul Ballout keine Reue über seine Taten zeigte und „kein Unrechtsbewusstsein“ habe. Er saß anschließend sechs Monate in Untersuchungshaft.
Anfang 2026 wurde er als Gefährder eingestuft. Doch diese Information wurde laut der Berliner Morgenpost nicht an andere Behörden weitergegeben. Das Jugendamt Mitte, das Abdul Ballout betreute, soll von der Einstufung als Gefährder nichts gewusst haben. Auch die Senatsverwaltung für Bildung soll nichts von der Einstufung als Gefährder gewusst haben. Dass eine solch zentrale Information nicht an andere Behörden weitergegeben wurde, zeigt ein großes Versäumnis.
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Mai 2026
Anfang Mai traf sich das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum (GTAZ), um über Ballouts Fall zu reden. Die Behörden fürchteten, dass Ballout wegen seiner Haft im Libanon und wegen der Untersuchungshaft nicht direkt eine erneute Haftstrafe antreten könnte. Sie gingen davon aus, dass er nach der Haftentlassung bald einen Anschlag begehen könnte. Das GTAZ selbst gab diese Bedenken allerdings nicht direkt an das Amtsgericht Tiergarten weiter. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, ist das jedoch auch nicht so gedacht.
Ob die Berliner Generalstaatsanwaltschaft von den Bedenken des GTAZ informiert wurde und diese Informationen an das Gericht weitergab, ist ebenfalls unklar. Auf Anfrage von Apollo News teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit: „Die im GTAZ ausgetauschten Informationen unterliegen einer besonderen Geheimhaltung, sodass insoweit keine Beantwortung erfolgen kann.“
Ob die Informationen von einer Behörde im GTAZ an die Generalstaatsanwaltschaft und dann an das Amtsgericht weitergeleitet wurden oder nicht: In beiden Fällen wäre es ein Behördenversagen. Es wäre ein Versagen, wenn derart wichtige Bedenken nicht weitergegeben worden wären. Wären sie aber weitergegeben worden und der Richter hätte dann trotzdem keine direkte Haft angeordnet und wäre weiter von einer Formbarkeit des Charakters ausgegangen, wäre es eine fatale Fehleinschätzung des Richters gewesen. Doch der Richter könnte sich trotzdem kolossal verschätzt haben, was den Charakter Ballouts angeht, auch wenn er von der Anschlagsgefahr gewusst haben sollte.
Denn in der Jugendstrafanstalt, in der Ballout die Untersuchungshaft verbrachte, trat er als Vorbeter auf und versuchte, andere Inhaftierte für den Islam zu gewinnen. In internen Justizunterlagen heißt es laut Bild, dass sein Aussehen im Gefängnis „stark salafistisch geprägt“ gewesen sei. „Die aktuelle Untersuchungshaft hat keine erkennbare Abkehr von der extremistischen Haltung bewirkt.“
12. Mai 2026 – Das Gerichtsurteil
Das Gericht wusste von den Missionierungsversuchen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Apollo News auf Anfrage mitteilte: „Die GStA Berlin ist von der mit den Ermittlungen beauftragten Polizei Berlin über das Verhalten des BALLOUT in der JSA informiert. Diese Erkenntnisse sind über die Vernehmung eines polizeilichen Zeugen in die Hauptverhandlung eingeführt worden.“ LKA-Beamte notierten laut Tagesschau am 10. März, dass der junge Mann immer noch mit dem IS sympathisiere.
Es ist offen, ob der Richter alle wichtigen Informationen hatte, die er hätte haben können. Aber auch Anzeichen einer ungebrochenen Treue zum Islamismus, wie das weiterhin praktizierte fünfmalige Gebet und die Islamisierungsversuche im Gefängnis, wurden nicht richtig gedeutet. Ballouts Anwalt berichtet gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass sein Mandant ihm gesagt habe, dass er wegen der Trennung seiner Eltern in einer schwierigen Phase gewesen sei und sich deshalb auf Radikale eingelassen habe. Mit dem IS wolle er nichts mehr zu tun haben. Nun, so sagt es der Anwalt, wisse er, dass er manipuliert worden sei.
Vor Gericht habe Ballout beteuert, er wolle die Chance zur Besserung nutzen. Aus Sicht des Anwalts habe der Richter mit dem Urteil gerungen und sei dem für das Jugendstrafrecht prägenden Gedanken gefolgt, dass die Resozialisierung im Vordergrund stehe. Das Jugendschöffengericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten.
Aus dem Gerichtsurteil, das Apollo News vorliegt, geht hervor, dass das Gericht angesichts des jungen Alters und des Umstands, dass er noch bei seiner Mutter wohnte, von einer Formbarkeit des Charakters ausging. Zugleich heißt es, dass man „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht davon ausgehen könne, dass Abdul Ballout „künftig keine Straftaten mehr begehen wird“. Deswegen wurde die Haftstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt. Dennoch musste Ballout nicht sofort ins Gefängnis. Die Generalstaatsanwaltschaft legte Berufung ein und forderte, dass Abdul Ballout sofort ins Gefängnis solle. Außerdem solle er eine höhere Jugendstrafe bekommen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann.
Zusätzlich zu dem Umstand, dass der Deutsch-Libanese nicht sofort ins Gefängnis musste, kommt hinzu, dass das Gericht innerhalb eines halben Jahres nach Inkrafttreten des Urteils entscheiden wollte, ob die Haftstrafe nicht doch zur Bewährung ausgesetzt wird. Das Amtsgericht Tiergarten begründete das damit, dass der junge Erwachsene sich bereits insgesamt neun Monate in Untersuchungshaft befunden habe und sich vor Gericht vom „Islamischen Staat“ distanziert habe. In der Zwischenzeit sollte Ballout unter anderem einen Deradikalisierungskurs besuchen.
Das Gerichtsurteil legt nahe, dass der Richter lieber an der Vorstellung einer Resozialisierung festhalten wollte, anstatt von einem gefestigten islamistischen Weltbild und einer bewussten Entscheidung für den Dschihad auszugehen. Doch zugleich könnten ihm auch wichtige Informationen gefehlt haben.
Vom Gerichtsurteil bis zum CSD-Anschlag
Auch nach dem Gerichtsurteil gab es eine Reihe von Fehlentscheidungen. Nachdem Abdul Ballout nicht in Haft musste, wurde er vom LKA Berlin observiert. Seine Social-Media-Konten wurden beobachtet, und sein Handy wurde überwacht. Die Haustür wurde dauerhaft mit einer Kamera gefilmt. Weil er in den ersten zehn Tagen nach dem Urteil keine Anzeichen zeigte, bald einen Anschlag begehen zu wollen, stellte das LKA die engmaschige Observation im Doppelschichtsystem wieder ein – auch wegen fehlender Ressourcen. Doch potenzielle Islamisten könnten folgende Lehre ziehen: Es reicht, sich einige Wochen unauffällig zu verhalten – dann lässt einen die Polizei wegen Personalmangels in Ruhe.
26. Mai – Einstufung in Kategorie „rot“
Am 26. Mai sprach man im GTAZ erneut über Abdul Ballout. Die Arbeitsgruppe (AG) „Risikomanagement“ tagte, die sich mit einzelnen Islamisten befasst. Ein internes Analysetool des BKA, das RADAR-iTE, stufte ihn in die Kategorie „rot“ ein, wie die Süddeutsche Zeitung zusammen mit NDR und WDR berichtete. Es bestand also eine hohe Gefahr. Das Analysetool soll den Behörden helfen, Überwachungsmaßnahmen zu priorisieren. Es wurde nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz entwickelt.
Obwohl Ballout in die Kategorie „rot“ eingestuft wurde, entschloss sich das GTAZ dazu, die Maßnahmen zu lockern. Begründet wurde das damit, dass die vorherige engmaschige Observation des Landeskriminalamts keine Anzeichen für eine erhöhte Gefahr gezeigt hatte. Also wurden Maßnahmen gelockert, auch wenn die technischen Überwachungsmaßnahmen wie das Filmen der Haustür und die Handyüberwachung weiter beibehalten wurden. Der stellvertretende LKA-Chef betonte im Innenausschuss, dass Observationen „nicht geeignet“ seien, um „jemandem in den Arm zu fallen“. Sie seien dazu da, zeitnah Änderungen festzustellen. Im Juni wurde er an sechs Tagen observiert.
Juli – Der Monat des Anschlags
Anfang Juli verließ Ballout das Haus und trug einen verdächtigen Gegenstand am Hosenbund. Die Sicherheitsbehörden vermuteten eine Waffe. Eine Hausdurchsuchung ergab, dass es sich um eine Spielzeugwaffe handelte. Im Juli wurde der Deutsch-Libanese an vier Tagen observiert, wie der stellvertretende LKA-Chef Stefan Redlich in einer Sondersitzung des Innenausschusses laut Tagesspiegel sagte. Zuletzt wurde er am 23. Juli von LKA-Mitarbeitern observiert, zwei Tage vor dem Anschlag. Die Tür von Abdul Ballout wurde dauerhaft gefilmt. Doch die Aufnahmen wurden erst einen Tag später ausgewertet.
25. Juli – Der Tag des Anschlags
Am Samstagmittag begann die CSD-Parade: Hunderttausende Besucher kamen, 82 Umzugswagen nahmen daran teil, unter anderem von der Linken-Fraktion im Bundestag, von der Partei Die Grünen, aber auch von Rewe und der Evangelischen Kirche in Berlin. Abends fand die Kundgebung vor dem Brandenburger Tor statt, mit Konzerten und Musik.
Gegen 20:58 Uhr verließ Abdul Ballout sein Haus. Wie seit Monaten filmte ihn die Kamera – doch die Aufnahmen würden erst am Folgetag ausgewertet werden. Gegen 22 Uhr raste Ballout mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge beim Tiergarten, die den CSD feierte – rund 400 Meter vom abgesperrten Bereich entfernt. Eine Frau starb, 31 Personen wurden verletzt. Nachdem er mit dem Auto in die Menge gerast war, stieg er aus und soll mutmaßlich mit einer Machete oder einem Messer weitere Personen verletzt haben. In dem gemieteten Van wurde auch eine Machetenscheide gefunden.
Dann verschwand er und versteckte sich. Die Polizei leitete eine öffentliche Fahndung nach ihm ein, eigentlich mit Foto. Obwohl nach dem Attentäter gesucht wurde, postet die Polizei dieses Bild von ihm nicht in den sozialen Medien – aus Datenschutzgründen, wie es heißt. Stattdessen gibt es nur einen Link zu dem Fahndungsaufruf posten, in dem dann das Foto abgebildet war.
Um Abdul Ballout zu finden, waren Hunderte Beamte im Einsatz, unter anderem vom Bundeskriminalamt und von der GSG 9. In der Hauptstadt wurden U-Bahnhöfe und unterirdische Bahngleise kontrolliert, auch an den Außengrenzen gab es Kontrollen. Der Terrorist wurde mit Spürhunden, Wärmebildkameras und Polizeihubschraubern gesucht.
Am Sonntag fanden die Behörden heraus, dass Abdul Ballout sich in einer Kleingartenlaube in Berlin-Spandau versteckte. Gegen 18 Uhr griff das SEK zu. Ballout soll mit einem Messer Polizisten angegriffen haben, die dann auf den Deutsch-Libanesen schossen. Trotz Reanimationsversuchen erlag er seinen Verletzungen.
Am Samstag beging Abdul Ballout den Anschlag auf den Berliner CSD. Am Montag, zwei Tage später, hätte das nächste Gespräch mit der Deradikalisierungsorganisation „Violence Prevention Network“ stattfinden sollen. Die Organisation hatte drei Termine mit ihm vereinbart und prüfte noch, ob sie ihn für die angeordneten 26 Termine übernehmen sollte. Doch Sozialarbeiter hätten das Gefühl gehabt, nicht wirklich an ihn heranzukommen. Im Rückblick war das offensichtlich.
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1/2
Dieser Anschlag ist nicht nur das Werk eines islamistischen Terroristen. Er ist auch das Ergebnis eines Staates, der trotz Warnungen, Erkenntnissen und einer langen Liste von Alarmzeichen versagt hat. Ein Mann, der sich dem IS anschließen wollte, als Gefährder galt und selbst im Gefängnis weiter missionierte, lief frei herum – und uns wird anschließend erzählt, man habe “alles richtig gemacht”.
Wie viele Warnungen braucht ein Staat eigentlich noch, bevor er handelt? Wenn Ideologie wichtiger wird als Realität, wenn Resozialisierung zur Wunschvorstellung wird und Behörden Informationen untereinander nicht austauschen, dann ist das kein Einzelfehler mehr. Es ist systemisches Staatsversagen.
2/2
Die Verantwortlichen werden Betroffenheit zeigen, Kränze niederlegen und lückenlose Aufklärung versprechen. Doch genau diese Rituale folgen nach jedem Anschlag – Konsequenzen bleiben aus. Wer Bürger schützen soll, darf offensichtliche Gefahren nicht aus ideologischer Blindheit oder organisatorischem Chaos unterschätzen.
Dieser Anschlag hätte nach allem, was bisher bekannt ist, verhindert werden können. Die Opfer haben nicht nur unter einem fanatischen Islamisten gelitten, sondern auch unter einem Staat, der seine wichtigste Aufgabe verfehlt hat: seine Bürger zu schützen.
Guter Kommentar !
Es ist KEIN „Versagen“, sondern Vorsatz!
Bis wir das nicht endlich begriffen haben, besteht keine Hoffnung mehr für unser Volk…!
Es ist ein Genozid an den Einheimischen.
Oder das „einzigartige historische Experiment“ und deren „Verwerfungen“ wie 2018 öffentlich erklärt. Alle Verantwortlichen haben mitgemacht und jeder wußte was passiert. „Versagen“ ist eine Nebelkerze, nichts weiter.
@Ulf Hednar
„Es ist KEIN „Versagen“, sondern Vorsatz!“
Zur Begründung erlaube ich mir, auf folgende Quellen hinzuweisen und zu beweisen, dass Sie recht haben:
„Migrationsparadies“ von Christoph Ernst. Buchbesprechung von Vera Lengsfeld
https://vera-lengsfeld.de/2026/07/24/das-migrationsparadies/
https://archive.is/NzXfK#selection-1178.0-1293.208
Hinweise zum Beginn einer „wunderbaren Freundschaft“
https://archive.is/aZvLx#selection-308.7-1231.261
Hinweise aus dem Jahre 2015 von Peter Sutherland himself
“This is the challenge of our generation, and we will be judged by history by our reaction,” he says. “I think Angela Merkel is right in saying this is the terminal crisis for the EU if it goes wrong.”
In Spanien werden aktuell hundertausende Verbrecher eingebürgert.
Unsere Medien sind mitschuld an den Opfern.
Für diese Feststellung würde ich Ihnen gerne 100 Daumen hoch geben !
Logo. Die meisten großen Medien gehören zum Politiksystem und werden auch so bezahlt. Die Märchen von unabhängiger Justiz oder unabhängige Medien…
Warum gibt es keine näheren Infos zu den Verletzten?
Wie schwer sind sie verletzt?
Werden sie genesen?
Die GroKo – Mit uns ins Kalifat – Wertkonservative Süd-West https://share.google/awfWTk3wIYj4UfYfb
War der schluß des Drama auch Versagen? Da ist der Mann eingekreist von SEK Beamten, die alle Schutzausrüstung tragen und schwer bewaffnet sind. Der Typ ist alleine, mit einem Messer. Warum keine verhaftung? Blendgraneten, Pefferspray, taser…nein, zwei Salven a 4 Schuß. Kein Einzelfeuer. Es wäre doch höchst interessant zu wissen, warum der in diese Schrebergärten geflüchtet ist. Wer hat den angestiftet, was wurde dem versprochen, welche Strukturen stecken dahinter? Das zweite was mich mißtrauisch macht: sobald irgendein Täter von der Polizei erschossen wird, selbst wenns in einer überraschenen Notwehrsituation ist, kommt ein Aufschrei in den Medien. Hier nicht. Tot, alles gut?
Toten kann man keine Fragen mehr stellen. Verschwindet auch sehr schnell wieder aus den Schlagzeilen, bis zum nächsten Anschlag.
Man kann sich so eine Chronologie sparen, es reicht wenn man alle vorherigen rausholt, da es IMMER das gleiche ist!
Genauso wie man chronologisch voraussagen kann, welche geheuchelten Statements es von Seiten der Verantwortlichen geben wird!
„Wir werden das jetzt genau prüfen…….wir müssen……. wir wollen……..wir werden……“!
DA wird einem kotzübel.
Es ist kein Versagen.
Sondern Verbrechen, von vielen begangen !
Deutschland lernt nicht!!!
Einzige Antwort auf folgende Beispiele ist nur noch die AfD:
…
Okt. 2018 (Freiburg): Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen. Täter meist Flüchtlinge aus Syrien
Okt. 2020 (Dresden): 1 Toter, 1 Schwerverletzter. Täter: Syrer
Juni 2021 (Würzburg): 3 tote Frauen, 7 Verletzte. Täter: Somalier
Okt. 2022 (Ludwigshafen): 2 Handwerker erstochen. Täter: Somalier
Dez. 2022 (Illerkirchberg): Schülerin (14) getötet, Freundin (13) verletzt. Täter: Eriträer
Jan. 2023 (Brokstedt): 2 Tote im Zug, 5 Verletzte. Täter: Palästinenser
Apr. 2023 (Duisburg): 1 Toter, 4 Schwerverletzte. Täter: Syrer
Mai 2024 (Mannheim): Polizist tödlich verletzt, mehrere Verletzte. Täter: Afghane
Aug. 2024 (Solingen): 3 Tote, 8 Verletzte bei Stadtfest. Täter: Syrer
…
Feb. 2025 (Berlin): Tourist am Mahnmal lebensgefährlich verletzt. Täter: Syrer
Feb. 2025 (München): Auto in Demo gesteuert, ca. 30 Verletzte. Täter: Afghane
…
Ich suche die Grüne Betroffenheit !
Sie ist nicht zu finden ,man möchte in dem Zusammenhang nicht genannt werden .
Die bunte Parteispitze ist abgetaucht,,
Ja es es ist Vorsatz und der hat System die Verantwortlichen wollen einfach nicht das sich in der Richtung was passiert. Und sie wissen ihnen kann nichts passieren ein paar Worte der Bestürzung alles nur bla bla sie wissen sie werden durch die Politik geschützt und Politiker haben Immunität, so kann der grosse Austausch weiterlaufen denn der Volksaustasch kommt zwar langsam aber gemächlich und stetig ich sehne den Sturz dieser Regierung herbei denn das der kommt sehen wir ja überall die Erosion hat begonnen. DENN DAFÜR SIND WIR 1989 NICHT AUF DIE STRAßE GEGANGEN UND SKANDIERT WIR SIND DAS VOLK UND JETZT HOLEN WIR UNS UNSER LAND ZURÜCK DEUTSCHLAND IMMER ZUERST
Sehr guter Kommentar. 👌
Vor Corona hätte ich Ihren Kommentar noch als rechte Spinnerei abgetan. Seit Merz denke ich: Sie haben recht. Mein Vater hat mit meiner Mutter das Haus für seine Kinder gebaut und nicht für irgendwelche linken loser, die da sogenannte Flüchtlinge einquartieren wollen. Es ist unser Land.
Ich vermute eher…ein gewolltes Versagen der linksgrünen Politikern.
Nicht so laut ,das darf kein Tagesschau
Gucker hören⚠️
Nun, ob die Behauptung, es habe „einen … Anschlag im Herzen der Bundeshauptstadt“ gegeben, die Bundeshauptfavela nicht doch über Gebühr aufwertet …?
er reiste–er reiste–er reiste—
Er soll von Sozialleistungen und Taschengeld gelebt haben.–Viele hier Vollzeit-Arbeitende können sich keinen Urlaub leisten.
Vielleicht war es auch ein Fehler–Schöffen über einen Islamisten entscheiden zu lassen.
Rechte Schöffen will man nicht–also …….?
Ich habe 0 Vertrauen in unsere Justiz und Politik.
Ich bezeichne Deutschland nach eigener Erfahrung mit der Justiz seit 2014 auch öffentlich als „Tiefen Staat“.
Wer nach all den Fakten im Artikel oben noch von Zufall spricht—–der wird nie irgendetwas hinterfragen. Der wird auch immer bei Demos den Antifafahnen hinterher rennen und sich als demokratische Zivilgesellschaft gut finden.
Wie der „Sieg“ der Terroristen erneut aussieht
Am 29.07.2026 entdeckten Soldaten des Afrikanischen Korps der Streitkräfte der Russischen Föderation und der Armee Malis im Gebiet von Murdia bei gemeinsamen Aufklärungs- und Suchaktionen eine Gruppe von Terroristen der Koalitionen FLA und JNIM* mit mehr als 30 Personen, die in Pick-ups und Motorrädern unterwegs waren, und es kam zu einem Feuergefecht.
Im Laufe des Gefechts wurden zehn Terroristen getötet, ein Pick-up mit einem schweren Maschinengewehr, Motorräder, eine große Menge an Waffen und Ausrüstung wurden erbeutet.
*JNIM ist ein Verbündeter von FLA und Teil von Al-Qaida (in Russland verboten).
– Afrikanischer Korps
Du hast eine gewaltige Störung.
Anführer der Ansar-Allah-Bewegung im Jemen: Die Übergabe eines Teils des Vorhangs des Heiligtums der Kaaba an Epstein offenbarte die Tiefe der Verbindungen der Saudis zum Zionismus.
Seyed Abdulmalik Badreddin al-Houthi:
🔹 Die Übergabe eines Teils des Vorhangs der Kaaba an „Jeffrey Epstein“ offenbarte die Tiefe der Verbindungen und der Abhängigkeit saudischer Beamter von dieser korrupten Person.
– Tasnim
Was möchtest du wirklich mitteilen?
Mit einem Wort, der Mann hatte, wie alle Islamisten, voll einen an der Klatsche.
Was will man gegen so eine Zeitbombe tun, die auch noch einen deutschen Pass hat?
Vorbeugendes Verhaften hat in einer Demokratie nichts verloren.
Psychatrie ist eindeutig auch nicht der richtige Ort.
Also, was hätte man anders, besser machen können?
Was meint Ihr?
Nach allem, was so nach und nach zu Vorschein kommt gibt es nur eine Antwort.
Absetzung der Verantwortlichen und der Verantwortungslosen. Es fehlt momentan die Partei, die unser Land wieder vom Kopf auf die Füße stellen will und kann. Die Altparteien können und/oder wollen es nicht !
Sie wollen nicht, sonst hätten sie es längst getan, denn es ist ja NICHT das erst mal, auch nicht das fünfte!
In der Chronologie fehlt der Anfang und somit der ursächliche Fehler:
Diese Sippen überhaupt nach Deutschland zu holen und vor allem sie nach kurzer Zeit nicht wieder vollumfänglich zu entfernen.
Das Regime hat sein Ziel erreicht, es ist keineswegs „gescheitert“.
Dazu hätte es Anstrengungen oder zumindest die Intention geben müssten, Dschihadisten an Massenmorden zu hindern.
Apropos, wo ist eigentlich die sPD-Tatbeteiligte des Massenmörders durch einen Türken in Stade?
„Beinahe einen Tag lang war er dann noch auf der Flucht, ehe er vom SEK erschossen wurde, als er mit einem Messer auf die Polizisten losging.“
Glaube ich keine Sekunde.
Ich auch nicht, aber er war Islamist und den braucht niemand!
Wie lange sitzt Prinz Reuss eigentlich schon in U-Haft? Und der hat keinem was angetan!
Das mit dem Versagen liest man nach jedem Muselmanischen Anschlag. Das kommt davon davon wenn der VS zu 120% damit beschäftigt ist, irgendwelche Rollatorgängs mit Cordhosen zu observieren und es mal keinen Hinweis aus dem Ausland gegeben hat.