Werbung:

Werbung:

Abgeordnetenhaus

Linke erstmals stärkste Kraft: Wegners CDU stürzt in Berlin auf Platz vier ab

Die CDU von Kai Wegner verliert in Berlin weiter an Boden. In einer neuen Infratest-dimap-Umfrage fällt sie auf Platz vier zurück. Erstmals liegt die Linke vor allen anderen Parteien. Schwarz-Rot hätte keine Mehrheit mehr.

Von

Schwerer Rückschlag für Kai Wegner: Die CDU liegt in der neuen Infratest-Umfrage nur noch auf Platz vier. (IMAGO/IPON)

Werbung

Knapp drei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin gerät Kai Wegner schwer unter Druck. Der neue BerlinTrend von Infratest dimap im Auftrag des RBB sieht die Linke erstmals als stärkste Kraft in der Hauptstadt. Sie kommt auf 20 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit 19 Prozent und die AfD mit 18 Prozent. Die CDU des Regierenden Bürgermeisters verliert zwei Punkte und fällt auf 17 Prozent. Die SPD liegt nur noch bei 13 Prozent. FDP und BSW würden mit jeweils drei Prozent den Einzug ins Abgeordnetenhaus klar verpassen.

Bei der Wiederholungswahl 2023 hatte die CDU noch 28,2 Prozent geholt. Sie lag damals deutlich vor SPD und Grünen. Beide kamen auf 18,4 Prozent. Nun hat die CDU im Vergleich zum Wahlergebnis mehr als elf Punkte verloren. Gegenüber der letzten RBB-Umfrage Ende April verlor sie noch einmal zwei Punkte. Die Linke dagegen legt zu. Im April lag sie noch bei 18 Prozent, nun kommt sie auf 20 Prozent.

Für die schwarz-rote Koalition sind die Zahlen verheerend. CDU und SPD kämen zusammen nur noch auf 30 Prozent. Eine Mehrheit hätten sie nicht mehr. Rechnerisch möglich wären nach der Umfrage nur noch Dreierbündnisse. Rot-Rot-Grün hätte eine Mehrheit. Auch ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD wäre möglich. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die anderen Parteien aus.

Nur 16 Prozent der Berliner sind mit der Arbeit des Senats zufrieden. 78 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Laut RBB ist das der bundesweit schlechteste Wert für eine Landesregierung. Selbst unter CDU-Anhängern ist nur knapp die Hälfte mit der Arbeit des Senats zufrieden. Gegenüber dem Tagesspiegel nannte Wegner die Zahlen „alles andere als gut“. Die Umfrage sei ein „Warnsignal für die Stadt“. Es gebe eine „klare Stärkung der Ränder“. Die Linkspartei liege vorn, zugleich sei die AfD „sehr, sehr stark“. Das sei „gefährlich für die Stadt“.

cm

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

87 Kommentare

  • Länderfinanzausgleich auf null – sofort! Berlin soll seine linken Experimente endlich selbst bezahlen.

    125
    • Als konservativer Einwohner des Freistaates Bayern unterschreibe ich das sofort. Diesen linken Unsinn will ich weder unterstützen noch fördern. Allerdings habe ich bei unserem Wendehals wenig Hoffnung und die AfD ist noch zu schwach. Die CSU ist tief verrottet bis ins Mark.

    • Wieso macht denn die Landesbank Baden-Württemberg in Berlin Immobiliengeschäfte und wieso hat sie auch noch die BerlinHyp übernommen mit über 36 Mrd. € Bilanzsumme? Hat da jemand nicht daran gedacht, dass Investments in Berlin von Mieten & Gewerbemieten bezahlt werden?

      Wird der Länderfinanzausgleich-Populismus etwa von VWL-Analphabeten befeuert?

    • Auch als Berliner, bin ich sehr dafür den Länderfinanzausgleich zu reformieren und ohnehin mehr Föderalismus zu wagen.
      Das muss dann aber in Details ausgearbeitet werden.

      Dennoch möchte ich insgesamt vor „Schnellschüssen“ warnen.

      Das hier ist „nur“ eine Umfrage. Es ist noch lange nicht das Wahlergebnis.

      Und ich möchte darauf hinweisen, dass Berlin beim letzten Mal eher „bürgerlich“ gewählt hat, ohne das dann auch zu bekommen.

      Der zweite Punkt ist, dass gerade Berlin auch nach der Wende gezeigt hat, dass es bereit ist die Regierungen, die Parteien zu wechseln und neue Wege einzuschlagen.

      Man wird wenig Großstädte in Deutschland finden, die nicht dauerhaft eher in Richtung SPD/Grüne tendieren.

      Berlin hatte immer den Wechsel. Mal „links“, mal „rechts“.

      Selbst wenn die Linke die Bürgermeisterin stellen sollte, so werden sich drei Parteien mit ihren großen Egos zusammenraufen müssen.

      Das wird viel Stress geben.

      • Zudem muss sich dann diese neue Regierung erst einmal beweisen.

        Es besteht nicht wirklich die Gefahr, dass die Linke jetzt in dieser Stadt „einfach mal so“, ein sozialistisches Regime 3.0 errichten kann.

        Dafür ist das nationale und internationale Interesse und auch der entsprechende Lobbyismus viel zu groß.

        Die Linken werden nicht grenzenlos durchregieren können.

        Außerdem: der Ur-Berliner ist ein Wechselwähler. Der ist in der Regel ideologisch nicht so festgetackert.

        Heißt: Die Linke regiert mit anderen. Ist es ok werden sie wieder gewählt. Geht es daneben, dann pendelt das Ganze bei der nächsten Wahl in die andere Richtung.

        Was hier aber nicht der Fall ist:

        Diese panikhaften Reaktionen mancher Leser geht den meisten Berlinern wohl eher am …… vorbei. Diese Stadt hat viel gesehen und viel überlebt. Auch die Linken werden nur eine Randnotiz sein.

        Ein Versuch – wenn viel. auch ein unangenehmer.

        • Noch ein letztes:

          Berlin wird ja immer so links, noch linker, extremlinks betrachtet.

          Die Mehrheit der Einwohner ist das aber nicht.

          Die CDU hat uns hier massiv verar….; wie es vorher auch die SPD tat.

          Und, wie sie es gemeinsam jetzt im Bund tun.

          Also bitte weniger meine Stadt, die ich sehr liebe, beleidigen.

          Arbeitet euch an den Lügnern der Kartellparteien ab!

          Danke für die Aufmerksamkeit.

          🙂

          2
    • Das ist DUMMSPRECH-POPULISMUS! Berlin ist u.a. ein PROFITCENTER für Bayrische Unternehmen und Immobilienunternehmen! Länderfinanzausgleich ist Verfassungsziel um Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu sichern:

      https://www.youtube.com/watch?v=f5F6COYAdTU&t=4s

      -28
      • 🤣🤣🤣

        • Carajo!

          6
      • Ok, für das abstellen der Gebühren für shit hole city, riskieren wir gerne die von dir genannten Profite.

  • Wo war er denn nun am besagten Tag, denn beim Tennis war er ja offenbar nicht?

    • Ich glaube, das wollen wir nicht wirklich wissen.
      Es gäbe nur wieder ein unschönes Kopfkino.

    • Wenn er so Tennis spielt wie er regiert, dann sollte er es besser ganz lassen.

  • In Berlin wundert mich fast gar nichts mehr. Liebe Leute beklagt euch nur später nicht, wenn ihr DDR Verhältnisse oder aber ein teures schleppendes Weiter-so bekommt.

  • Wie sagte mein vor 15 Jahren verstorbener Vater, (Weltkriegsteilnehmer): ‚Von Berlin kam noch nie was Gutes ‚… Ich glaube nun, er hatte Recht.

    • Das kommt mir bekannt vor. Mein Vater (auch Soldat WK 2) ist vor 20 Jahren verstorben und sagte damals vor der Abstimmung über Bonn oder Berlin als Regierungssitz ebenfalls:
      „Aus Berlin kam noch nie was Gutes für Deutschland. Muss wohl an der Berliner Luft liegen oder die geben denen was in’s Trinkwasser.“

  • Ob Berlin künftig von der CDU oder den Linken regiert würde, WO liegt der Unterschied?

  • Ist doch in Ordnung. 👌💞

  • Klarer Fall von „77 Jahre Demokratie — und „vergessen wie es geht!““

  • Freut Euch schon auf Enteignung Eurer Immobilien 😉 Läuft…

    • Das wird wohl nix mit der Freude.
      Die Bundesregierung wird ein Gesetz entwerfen, dass die Verstaatlichung privater Wohnungen verbietet.

  • Wie kann man in einer Stadt die die Konsequenzen von Sozialismus (z.B. Mauer) erlebt hat links wählen?????

    • Ein paar Gründe dafür fallen mir ein. Sie liegen am ganz gewiss nicht an den Berlinern.
      Die haben die Mauer und die Teilung erlebt.
      Die haben die Erfahrungen an ihre Kinder und Enkel weitergegeben.

      Daher ärgert es mich auch immer ein wenig, wenn man von „den“ Berliner spricht und so tut als hätten diese die Stadt zu einem Tollhaus gemacht.

      Berlin hat allein in den letzten zwanzig Jahren einen gewaltigen Zuzug von Aus- und Inländern erlebt. Die Stadt hat sich in weiten Teilen bevölkerungsmäßig sehr verändert.

      In Berlin-Mitte werden sie kaum noch echte Berliner treffen.

      Die Menschen, die jetzt einen großen Teil der Bevölkerung darstellen, hat mit der Geschichte Berlins kaum noch irgendwas am Hut bzw. hat es sie nicht selbst erlebt.

      Und in den Hochburger der Berliner, sind die politischen Verhältnisse ganz andere.

  • 52% der Berliner wollen also sozialistisch-kommunistisch regiert werden, finanziert vom Geld anderer Leute (Länderfinanzausgleich) .

  • Linksparteiverbotsantrag jetzt!

  • Wenn das als Wahlergebnis herauskommt das die umbenannte SED wieder in Verantwortung kommt wird Honneker wo, immer auch gelandet ist sicherlich jubeln.

  • Bürlün is lost.
    Beirut an der Spree.

  • Geil und wenn Die Linke dann gewonnen hat . . . . . . .
    Schnell wieder ne Mauer um Berlin ziehen .
    Natürlich mit Grenzkontrollen wie Früher .
    https://www.die-linke.de/start/nachrichten/detail/kommunismus-auch-unser-langfristiges-ziel/?fbclid=IwAR2uhzWYuVF29-WwUsLr4EzZh7Kn5TwJmVkCdSWLo7tfRjusDOfCBYxX5cI

    • Warum nicht vollständig abriegeln, Internet, sonstige Kommunikation, Flüge usw. einstellen, ab und zu Rosinenbomber drüber fliegen lassen, und nach 5 Jahren nachschauen, was dabei rausgekommen ist? (Satire off)

      • Oder so . . . .
        🙂

  • Die SPD sollte Hans Jochen Vogel exhumieren und die CDU Bernhard Vogel. Dann würde ich mir überlegen, CDU oder SDP zu wählen…

  • Man könnte denken es wäre gut wenn der Wähler auch sehen könnte für was er stimmt. Nur ob der Wähler auch die Verbindungen richtig knüpfen kann, viele nicht. Und daher kann linke Propaganda weiter einen Mist erzählen und linke Fußsoldaten denken sie tun was Gutes wärend sie auf anders Denkende einschlagen, und linke Bonzen weiter Kohle abzocken und auf sozial machen.

    Also alles wie immer.

  • Alles gewollt.
    Mir kann keiner sagen dass die etablierte Politik (und ihre Marionetten) nicht genau weiß was sie tut.
    Die alte Parteienlandschaft wird bewußt heruntergewirtschaftet und die Grundlage für einen Bürgerkrieg wird damit geschaffen.
    In Erfurt ist am Wochenende sowieso die Hölle los und falls die AFD in Sachsen-Anhalt die Landesregierung übernimmt, geht die Saat auf. Dieses Bestreben geht zurück bis in die 70er Jahre.

  • Also Berlin stehen wirklich „interessante“ Zeiten bevor. In meinen Augen ist es eine failed city. Man sollte eine Mauer drum herum bauen, so wie in dem Film „die Klapperschlange“. Optisch sieht es da ja auch stellenweise jetzt schon so aus 😉

    • ist ein toller Film..

  • Ich verstehe es so, die Berliner die links wählen, wollen also die Berliner die, noch was haben, ausrauben…

  • Der Moloch in den brandenburgischen Gurkensümpfen ist unregierbar. Lost City.

    • Auch im Niedergang lassen sich noch Gelder abzweigen und sich ein gutes Leben machen auf Kosten anderer, oder sorry aber was denken Sie, warum ist das Kartellpersonal noch im Amt? DE ist Pleite wenn die das Weite suchen.

      • Es ist Zeichen eines kaputten und destruktiven Staates das in einer solchen Phase noch Unsummen für Irrsinn aus dem Fenster geworfen wird. Das einzige was noch spannend ist: wie lange dauert’s noch bis zum totalen Zusammenbruch und Bürgerkrieg.

  • die CDU ist doch Links, ich kapier die Schlagzeile nicht.

  • Unter Kanzlerin Merkel war ich überzeugt: Schlimmer kann es nicht kommen! Dann kam Scholz. Und die GRÜNEN. Vor dem 20. September graut mir.

  • An Berlin erkennt man , wohin die CDUCSU driftet seit eine Kommunistin Kanzler spielen durfte mit sage und schreibe 99,8 % Zustimmung der CDUCSU ; das sind Werte wie Inder DDR … die wahr sogar noch ehrlicher die hatten meistens 95 bis 96 % Zustimmung !!! Jetzt hängt Sie in Öl an der Wand und die CDUCSU ist auch noch stolz darauf !! Man mag es kaum glauben !!

  • Wegner wird im Herbst Vereinspräsident von Tennis Borussia Berlin

  • Für mich als West-Deutscher ist es fast unerträglich, dass die SED-Nachfolgepartei (und die SED stand für einen unterdrückerischen, diktatorischen, menschenverachtenden und realen Sozialismus) auf den ersten Platz kommt …

    Über 1.000 Menschen, die in Freiheit und Demokratie leben wollten, wurden von der SED an der deutsch-deutschen Grenze ermordet.

    Wo ist der Aufschrei der „Superdemokraten“ und der „Qualitätsmedien“?

Werbung