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Gesetzentwurf

Weil China zu viele Unternehmensanteile besitzt: Mercedes droht Verkaufsverbot in den USA

Mercedes droht in den USA ein Verkaufsverbot. Denn ein Gesetzentwurf sieht vor, dass der Verkauf und die Produktion von Autos in den USA verboten werden sollen, wenn sich 15 Prozent der Unternehmensleitung oder des Kapitals in chinesischer Hand befinden.

Der Umsatz von Mercedes in den USA machte 2025 rund 23 Prozent am weltweiten Umsatz aus. (IMAGO/ZUMA Press Wire)

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Weil China zu viele Unternehmensanteile besitzt, könnte Mercedes ein Verkaufsverbot in den USA drohen. Ende April brachten zwei Senatoren einen Gesetzentwurf ein, der vorsieht, dass die Einfuhr, die Herstellung sowie der Verkauf und Weiterverkauf von Autos verboten werden sollen, wenn diese Software oder Hardware enthalten, die mit ausländischen Gegnern in Verbindung steht. Als gegnerische Staaten werden China, Iran, Russland und Nordkorea explizit benannt.

Eine Passage des „Connected Vehicle Security Act“ könnte für Mercedes problematisch werden: Die Einfuhr und der Verkauf sollen auch verboten werden, wenn der Hersteller des Fahrzeugs „ein Gemeinschaftsunternehmen, eine Tochtergesellschaft oder eine sonstige Einheit“ ist, bei der Kapitalanteile oder Sitze im Verwaltungsrat oder „sonstige Anzeichen für eine Beherrschung – sei es direkt oder indirekt“ von einer Gruppe gehalten werden, die einem gegnerischen Staat angehört.

Und Mercedes befindet sich zu 19,67 Prozent in chinesischer Hand, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Zu 9,98 Prozent gehört Mercedes dem chinesischen Staatskonzern BAIC Group und zu 9,69 Prozent dem chinesischen Investor Li Shufu. Er ist damit der größte Einzelaktionär. Li ist auch Vorstandsvorsitzender des chinesischen Autoherstellers Geely. In einem einseitigen Informationsschreiben zum Gesetzentwurf wird Geely direkt problematisiert. Das Unternehmen könnte Daten von Fahrzeugen direkt nach China senden, heißt es. Sowohl die BAIC Group als auch Li haben keine Sitze im Aufsichtsrat.

Der Absatzmarkt in den USA ist für Mercedes von besonderer Bedeutung. Nicht nur, weil das Unternehmen dort zwei Produktionsstätten für Autos mit insgesamt rund 7.500 Mitarbeitern betreibt, sondern auch, weil im vergangenen Jahr 303.200 Autos in die USA verkauft wurden. Das macht einen Anteil von 16,8 Prozent aller weltweit verkauften Fahrzeuge aus.

Da in den USA vor allem hochpreisige Modelle verkauft werden, machte der Umsatzanteil in den USA 2025 sogar rund 23,4 Prozent aus. Denn der Umsatz in dem nordamerikanischen Staat betrug 30,9 Milliarden Dollar, der weltweite Umsatz 132,2 Milliarden Dollar. Auf Anfrage der Wirtschaftswoche wollte sich Mercedes nicht zu dem Gesetzentwurf äußern. Sollte der Gesetzentwurf angenommen werden, könnten zudem 1,5 Millionen US-Dollar Strafe pro Verstoß gegen das Gesetz drohen.

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26 Kommentare

  • Ich denke, dass USA und China da eine Lösung finden werden, die für beide Seiten akzeptabel ist.
    Wenn zwei sich streiten, hat der Dritte (Deutschland) Pech gehabt..

    • Deutschland hat deshalb „Pech“, weil es sich von den Chinesen kaufen lässt.
      Deutschland lässt sich von jedem kaufen!! – das ist das Problem.
      Lokalpatriotismus geht anders, Nationalpatriotismus erst recht.
      Chinas Marktmacht basiert einzig und allein auf staatlichen Subventionen und die werden einzig und allein aus billigster Arbeitskraft gewonnen.

      • Ansichtssache.. ich würde eher sagen: Deutschland verkauft sich… nicht mehr lange und iste totale auseverkauft 🤌🏼

      • Deutschland hat bisher alles mit Geld geregelt und das Geld geht nun aber aus. Nur die Regenten träumen noch vom reichen Deutschland.

      • Und Indien sollte man auch nicht vergessen.
        Soweit ich weiss, wurde der Großteil von IT/KI schon vor Jahren aus Kostengründen ausgelagert

  • Die Amerikaner holen sich ihren Markt zurück, und was machen wir?

    • Bei uns müssen erst einmal die Wähler die Regierung wieder übernehmen bevor man Deutschland retten kann. Wenn ich eine Aktie habe welche nur eine Richtung im Sturzflug hat dann bin ich irgendwann mein ganzes Geld los. So steht es gerade um die Aktie „Deutschland“.

  • Die Deutschen haben es sowieso nicht begriffen. Seit Jahrzehnten schuften sie bis zum Umfallen in den Betrieben aber kaufen nicht deren Aktien. Das machen ausländische Geldanleger und freuen sich über die hohen Dividenden.
    Nur 20 Prozent haben Aktien. Da sind andere Länder weiter und wohlhabender.

    • Deutsche Aktien kaufen??? In Amerika spielt die Wirtschaft und wir hängen am Tropf Zudem machen wir seit Jahren eine gegensätzliche Wirtschaftspolitik. Vielleicht kommt ja bald das gute Aktiengesetz mit unseren Ausverkaufstiteln.

    • Das war der Schockauslöser dafür, der hat gesessen:

      Durch den Absturz der Telekom-Aktie (T-Aktie) nach dem Platzen der Dotcom-Blase ab dem Jahr 2000 haben rund 1,9 Millionen Privatanleger in Deutschland, die teilweise im Rahmen des Börsengangs (Volksaktie) eingestiegen waren, erhebliche Vermögensverluste erlitten.
      Hier sind die Kernfakten zu den Verlusten: Höchststand und Absturz: Die Aktie erreichte ihr historisches Hoch am 6. März 2000 bei 103,50 Euro. In den folgenden Jahren stürzte der Kurs auf unter zehn Euro ab, was einem Wertverlust von über 90 % entsprach.
      Verluste der Privatanleger: Viele Anleger kauften nicht nur bei der ersten Tranche (14,57 Euro), sondern auch später zu deutlich höheren Preisen. Wer nahe dem Höchststand kaufte, verbuchte bis zu 96,27 % Wertverlust.
      Ausmaß des Schadens: Der Absturz von 100 auf zehn Euro vernichtete Milliarden an Vermögen und führte dazu, dass zehntausende Anleger ihr Erspartes verloren.

      • Wer glaubte, aus einem ehemaligen trägen Beamtenladen würde ruckzuck durch den Börsengang und die Umbenennung in Telekom ein Überflieger werden, der hat sich einfach zu sehr vom Hype treiben lassen und seine fundametale Analyse nicht gemacht. Hier hat Gier und der Gruppendruck (für den die Deutschen besonders empfänglich scheinen) den Verstand besiegt. Dann kommt es zu solch falschen Entscheidungen. Das liegt aber auch am Bildungssytem. In den allgemeinbildenden Schulen wir nichts zur Finanzwelt unterrichtet. Strom kommt aus der Steckdose und Geld von den Eltern oder der Bank, mehr braucht man nicht als unmündiger Teilnehmer am Wirtschaftsleben.

    • Die deutschen Firmen haben nicht begriffen, ihre Aktien zurückzukaufen. Aufgeplusterte Blasen, die auf dicke Hose machen, anstatt sich auf das solide Kerngeschöft zu konzentrieren. Ausgehöhlt unter der Führung „made in Germany“.

  • Kann man Deutschland nicht an Amerika verkaufen? Ich würde es begrüßen.

  • Die Mercedes-Benz Group AG täte gut daran, vor Gericht die Auflösung des Konzerns zu beantragen. Sie könnte sich damit die frühere AEG-Telefunken AG zum Vorbild nehmen. Es kann schließlich nicht sein, damals wie heute sich gesellschaftlich mit einem Determinismus konfrontiert zu sehen, der Voraussetzungen hat, die ohnehin kein Mensch erfüllen kann. Wenn also bereits historisch Unternehmen, die wissenschaftlich und technisch weltweit überaus hoch stehend gewesen sind, keine Möglichkeit mehr hatten, den Betrieb angesichts von dadurch äußerst inhumanen Bedingungen fortzuführen, wäre es bloß ein Ausdruck von Vernunft, wenn gegenwärtig Firmen, die weitaus weniger anspruchsvolle Produkte herstellen, an der Weggabelung denselben Pfad wählen.

  • Traurig zu sehen, wie „unsere“ Filetstücke nach und nach in der Welt verteilt werden.

    Mich beschleicht verstärkt der Verdacht, dass für uns „daheim Gebliebene“ nur Haut und Knochen übrig bleiben werden.

    Aber was weiß ich schon. Und schließlich geht es hauptsächlich ja auch um das wirklich wahre, reine Normwetter, von deutscher Hand designt. Und wenn das erst da ist, dann ist auch ’s Paradies gekommen.

  • „…wenn diese Software oder Hardware enthalten, die mit ausländischen Gegnern in Verbindung steht.“
    „Das Unternehmen könnte Daten von Fahrzeugen direkt nach China senden, heißt es.“
    Dieses Problem sollte man im Hinterkopf haben, wenn man sich einen Neuwagen zulegt.
    Die Lösung könnte ein Oldtimer sein.
    Einen „Strich-Acht“ zum Beispiel.
    Wer auf große Bildschirme im Auto steht, kann dann ja sein ipad oder einen Läppi hinein legen.

  • Mercedes, eine Marke die schon immer stark überbewertet war. Kein großer Verlust also.

    • Wahrheiten, die nicht wahr sein dürfen … Allein „Maybach“ … peinlich, hässlich, am Markt vorbei … verschlingt Unsummen und hat mehr geschadet, als Reputation gebracht. Musterbeispiel für die Politik von Mercedes. Trotzig Überall mitspielen, und die Profitebene zerstörend.

    • Es geht um Arbeitsplätze und Existenzen nicht um die Marke.
      Aber davon haben Sozialisten null Checkung

  • Mercedes jetzt „Made in China“. Dafür hat Baden-Württemberg jetzt Özdemir.

    • Wer das bestellt bekommt das geliefert.
      Grüne Deutschhasser

  • Unsere komplett unfähige Regierung ist natürlich nicht in der Lage den USA die Grenzen aufzuzeigen. Anstatt den USA einen Schuss vor den Bug zu setzen, lamentieren sie bloß und lassen die deutsche Automobilindustrie weiter vor die Wand fahren.

    BTW, die US Finanzkrise aus 2008 wird sich auch bald wiederholen, bereits jetzt ist jeder dritte US Amerikaner nicht mehr in der Lage seine Kreditkarten Rechnungen zu bezahlen.
    Die Rentner in den USA sind ebenfalls völlig pleite, die Renten und Altervorsorgen können mit den absurden US Preissteigerungen nicht mehr mithalten, hinzu kommen absurd hohe Grundstückssteuern, welche die Rentner aus ihren abbezahlten Häusern (Altersvorsorge) treibt. Das $150.000 Dollar Haus ist heute eine MIllionen wert und die Steuern darauf meist 3% des Marktwert p.a., also $2,500 mtl..

    • Mit was wollen Sie denn den Amerikanern einen Schuss vor den Bug geben? Die Amerikaner haben auf jedenfall die Kurve bekommen da lernfähig, während wir weiterhin in den Abgrund marschieren.

  • Na das wird dem grünen Chef in BW nicht gefallen 😜

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