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Bundesvorsitz

Rheinmetall-Berater und Ex-Generalsekretär erwog FDP-Kandidatur – und sagt öffentlichkeitswirksam ab

Nach dem Rücktritt des FDP-Bundesvorstands erklärt Ex-Minister Dirk Niebel plötzlich, auf eine Kandidatur zu verzichten. Wer dahinter steht, ist unklar. Der Kampf um die Kandidatur dürfte sich nun zwischen Wolfgang Kubicki und Henning Höne entscheiden.

Dirk Niebel wird nicht für den Vorsitz der FDP kandidieren. (imago stock&people)

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Der einstige Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, hat offenbar eine Kandidatur für den Parteivorsitz der FDP in Erwägung gezogen. Über die sozialen Medien erklärte er nun jedoch: „Ich habe mich gegen eine Kandidatur entschieden.“

Weiter erklärte er: „Eine Kandidatur zum FDP-Bundesvorsitz, wenn zwei entscheidende Wahlkämpfer des kommenden Jahres aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein kandidieren, würde die FDP nur spalten, statt sie zu stärken.“ Niebel war zudem zwischen 2005 und 2009 Generalsekretär der FDP und berät seit 2015 den Rüstungskonzern Rheinmetall.

Indes hat Wolfgang Kubicki angekündigt, für den FDP-Bundesvorsitz zu kandidieren. „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“, so Kubicki via X. „Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache.“

Nach der Niederlage der FDP in Rheinland-Pfalz und dem damit verbundenen Rücktritt des gesamten Bundesvorstands hatte Christian Dürr, bisheriger Vorsitzender, zunächst seine erneute Kandidatur in Aussicht gestellt. Inzwischen hat er diesen Plan wieder verworfen. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird“, erklärte Dürr gegenüber der dpa. „Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten.“

Im Rennen um die Nachfolge befindet sich nun Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, der seine Kandidatur bereits öffentlich gemacht hat. Die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hingegen verzichtet auf eine Bewerbung, kritisierte jedoch den Entschluss Kubickis, selbst anzutreten. Die FDP dürfe „nicht nur von alten Schlachtrössern“ geführt werden, so die 68-Jährige.

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15 Kommentare

  • Also so langsam kommt mir der Verdacht, dass die FDP so eine Art Spezialgewerkschaft von Rheinmetall ist.

  • Kein Mensch braucht diese FDP. Was hat sie eigentlich mit Liberalismus zu tun? Einen größeren Etikettenschwindel kann man sich kaum vorstellen. Eine liberale Neugründung, in der drin ist, was drauf steht, nämlich Liberalismus, wäre dagegen eine gute Idee.

  • Ich mag mich irren, aber Niebel hat bei mir nicht den Eindruck eines idealistischen, charismatischen Politikers hinterlassen, der für die (ehemaligen) Werte seiner Partei eintritt. Aus meiner Sicht kein Verlust.

  • Hiermit erkläre auch ich, Max Mustermann, daß ich nun doch NICHT für den FDP-Vorsitz zur Verfügung stehe. Das geht soweit, daß ich meine Kandidatur nicht einmal zurückziehe, da sie letztlich gar nicht stattfand. Also noch einmal: Nicht mit mir, FDP!

  • Das Problem ist nicht, dass sich womöglich „Deutschland … in akademischen Diskussionen verzettelt“, wie Wolfgang Kubicki in dadurch völlig falscher Frontstellung jüngst verlauten lässt. Vielmehr bleibt laut der von dem Sozialwirt Horst Kern spätestens im Dezember 2017 geübten Kritik angesichts eines inzwischen akademisch nur noch wenig leistungsfähigen Umfelds allein die Selbstisolation, damit ein Träger des aktuellsten, die gesellschaftlichen Verhältnisse am tiefsten erfassenden und insofern zukunftsreichsten Denkens nicht an Leib und Leben irreparablen Schaden nimmt. Bereits daran ist erkennbar, wie sehr sogar einem der Kandidaten für den Bundesvorsitz der FDP das wirkliche Leben äußerst fremd geworden ist. Es kommt dann nicht von ungefähr, wenn darob vor allem aufgeklärte Bürger gegenwärtig das blanke Entsetzen packt.

  • Es waren ausgerechnet Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND), die den Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) verpetzt haben.
    Adressiert war das Schreiben unter anderem an Journalisten und die Innenpolitiker Thomas Oppermann (SPD) und Wolfgang Neskovic (Linke).
    Laut Focus wurde das anonyme Schreiben von BND-Mitarbeitern verfasst, die den Wechsel an der Spitze ihrer Behörde von Ernst Uhrlau zu Schindler nicht verwunden haben.
    https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Souvenir-aus-Afghanistan-Teppich-Affaere-BND-Mitarbeiter-verpetzten-Niebel-id20502916.html

  • Der einstige Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat jetzt ein Pöstchen bei Rheinmetall?
    Macht er auch irgendwas mit Klima?

  • Was will Rheinmetall mit ausgemusterten FDP-lern? Witze über die FDP verbieten sich aus Anstand. Über die Toten nur Gutes.

  • Strack-Rheinmetall, die „alte Schlachtstute“ (zitiert nach MASZ, nachgegendert),
    tritt dank ihrer juvenilen 68 Lenze nun doch nicht an …

    • Also das ist linguistisch hochproblematisch. „Schlachtstute“ ist eher ein Begriff aus dem Poesiealbum der Metzgerinnung. Semantisch wäre aber „Schlachtross“ richtig. Ein Schlachtross ist ein bis in die Renaissance eingesetztes, hochspezialisiertes Kampfpferd.

      Hier haben wir es mit dem Phänomenbereich der „Kontamination“ zu tun. Die Schlachtstute wurde falsch aus der Kreuzung von „Prachtstute“ und „Schlachtross“ gebildet und hat die Bedeutung in einen irrwitzigen Sinn verrückt. Wer Böses denkt, kann auch sinnerfüllte subtile Absicht unterstellen.

      Kontaminationen kamen früher kaum vor. Leider häufen sie sich in den letzten Jahren immer mehr, was als ein Alarmzeichen gewertet werden muss. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass heute immer mehr ungebildete Schreihälse in den Fokus rücken und uns Kommentare der intellektuellen Oberschicht kaum noch erreichen. Vermutlich haben diese die Sinnlosigkeit erkannt, präzise Formulierungen vor die Säue zu werfen.

      • Schlachtross:in?

      • Vorschlag zur Güte: Schlechtstute.

  • Die FDP war nie für die Bürger da, immer für Bonzen und Steuervermeider, die dank mieser Tricks weniger zahlen , als der Normalverdiener. FDP hat sich jedem an den Hals geworfen haben, Hauptsache am Ruder, und später Posten bei den Multis.fck u

  • Heute hat Israel einen Massenmord an Zivilisten im Libanon begangen.
    Wann wird Netanjahu verhaftet, wann wird Trump mit Zwangsjacke abgeführt?

  • Dirk Niebel?

    Das ist der Witz des Tages!!!

    ..und zur Aussage von Kubicki „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“

    „debattieren“, also weiter rumquatschen. „wir sind dagegen, aber stimmen dafür“ also feige UnsereDemokraten.

    Rätedemokratisch?
    Im Kollektiv?
    Im Hinterzimmer?
    Im Stuhlkreis?
    In der Selbsthilfegruppe?
    In der Senioren-Selbsthilfegruppe?
    In der Senioren-Behindertenselbsthilfegruppe?

    ..als Senioren-Kaffeekränzchen?

    Merken die eigentlich noch was? Kubicki, die stracke Zimmerpflanze und dazu noch Dirk Niebel??? *grins*grins*grins

    ..die wollen doch eigentlich nur an das „Wahlgeld“ für sichund ihre Fotos in Hochglanz wieder sehen. FDP=Pestbrut

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