Ausschreibung
Zwei Millionen Euro Kosten: Wirtschaftsministerin Reiche lagert Aufgaben ihrer Behörde an externes Unternehmen aus
Für rund zwei Millionen Euro soll ein externes Unternehmen innerhalb von zwei Jahren Aufgaben des Bundeswirtschaftsministeriums übernehmen. Wirtschaftsministerin Reiche sorgt mit dieser eigentümlichen Ausschreibung für Unruhe in der ehemaligen Habeck-Behörde.
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sorgt mit einer eigentümlichen Ausschreibung für Aufruhr im eigenen Ministerium: Ein externes Unternehmen soll schon bald wichtige Aufgaben des Ministeriums übernehmen – ein höcht ungewöhnlicher Vorgang in der deutschen Politik.
Die Ausschreibung ist auf der e-Vergabeplattform des Bundes zu finden – dort heißt sie offiziell „Rahmenvereinbarung Strategische Top-Management-Beratung für die Behördenleitung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)“. Sie wurde zwar erst am Dienstag, dem 31. März, veröffentlicht, doch bereits am 14. April läuft sie wieder aus. Über die Ausschreibung berichtete zuerst der Spiegel.
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Doch die „strategische Top-Management-Beratung“ soll über klassische Berateraufgaben hinausgehen und auch Kernkompetenzen der Ministeriumsmitarbeiter abgreifen. Bei wichtigen Themenfeldern wie Rohstoffsicherheit, Zukunftstechnologien und Souveränität, außenwirtschaftlicher Sicherheit oder industrieller Transformation sollen die Berater Analysen und Diskussionspapiere für das Ministerium erarbeiten.
Die Berater sollen darüber hinaus Ministerin Reiche fast schon auf Zuruf zur Verfügung stehen – so wird die notwendige Zusammenarbeit auf „kurzfristige Ad-hoc-Beratung“ begrenzt. Damit dürfte in Zukunft ein externes Unternehmen einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Arbeit im Bundeswirtschaftsministerium übernehmen – unklar ist, was dafür mit den bisher dafür abgestellten Stellen im Ministerium geschehen soll.
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Intern sorgt zusätzlich auch die Höhe der Kosten dieser geplanten Zusammenarbeit für Skepsis: Bei einem ausgeschriebenen Beratungsbedarf von 9000 Stunden pro Jahr und vorgegebenen Quoten, wie viel der Arbeit durch die höheren Positionen des Unternehmens durchgeführt werden soll, kommt man auf Kosten von mindestens zwei Millionen Euro. Die Laufzeit der Zusammenarbeit beträgt derzeit noch zwei Jahre, kann aber nochmals um zwei Jahre verlängert werden.
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Reiche fiel trotz eines Sparprogramms von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil immer wieder durch untypische Ausgaben auf: Seit Februar helfen der CDU-Politikerin gleich zwei PR-Agenturen bei der Außenkommunikation (mehr dazu hier). Ihr Ministerium ist außerdem Spitzenreiter, wenn es in der Bundesregierung um Kosten für Visagisten und Friseure geht (mehr dazu hier). Zwischen Reiche und den Mitarbeitern im ehemaligen Habeck-Ministerium soll allgemein ein eher schlechter Stand herrschen – möglicherweise sorgt das nun für zahlreiche externe Neueinstellungen.
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Die Bundesregierung baut immer mehr Beamtenstellen auf, und lagert dann immer mehr Aufgaben an externe Unternehmen und Gutachter aus. Hier wird dringend die „Kettensäge“ von Milei benötigt um diese Parteien-Beamtenposten-Schacherei zu beenden.
Frei nach dem Motto !!
Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich frei und ungeniert !
Der Steuerzahler wurde zur Beute von Parteien, Politikern, Spitzenbeamten und all ihren vielen Günstlingen gemacht. Diese Kaste bedient sich völlig schamlos und in aller Öffentlichkeit. Sie fühlt sich unangreifbar.
Und die Steuerzahler sollen jetzt noch höhere Steuern und Abgaben zahlen, um den Raubzug dieser Kaste zu finanzieren.
Eine Kettensäge reicht da nicht mehr, es müssen viele sein.
Das kann unter Umständen gut investiertes Geld sein. Zumindest dann, wenn man es richtig macht.
Wenn wenig Wille zur Veränderung da ist, die Verwaltung eines Ministeriums grün/rot durchsetzt ist, dann wird man keine Verbesserung mit internen Kräften hinbekommen. Mit einer externen Firma kann man solche Strukturen ganz gut aufbrechen. Wenn am Ende weniger Beamter, schlankere und effizientere Prozesse dabei herauskommen, dann hat Frau Reiche alles richtig gemacht. Wenn am Ende der Apparat nicht geschrumpft ist, dann war es Geldverschwendung. Das macht man übrigens auch in großen Unternehmen so.
Stimmt, meinem Verständnis nach, retten Ärzte dadurch Leben, nicht nur durch Herausschneiden und Entsorgen Von Krebswucherungen, auch bei neurotischen faulen Gewebe wird diese Praxis erfolgreich angewendet.
👍
Unfähigkeit gehört entlassen.
Ein Arbeitnehmer kann auch nicht für seinen Job jemanden anderes beauftragen und dann diese Kosten einem anderen aufdrücken währenddessen man die eigene Entlohnung vom Arbeitgeber bekommt.
Seit Jahrzehnten bekommt man Politadel vorgesetzt, die keine Befähigung haben die fürs Amt erforderlichen Leistungen erbringen aber kassieren dick ab und die Arbeit machen andere.
Kostengünstige Alternative – Pappfiguraufsteller.
Last mich raten: bestimmt irgend welche sehr engen Vertraute aus der Tegernsee-Conection?
Diese ReGIErung besteht doch nur noch aus Verbrechern!
Cousine von Ministern A und Schwester von Minister B. 😏
Die können es nicht. Deshalb müssen jetzt Externe ran.
Merz sollte auch schnellstmöglich externe Kompetenz verpflichten.
Intern kommt er nicht weiter.
Blinde können sich nicht auf die Wandfarbe einigen und holen sich externe „Berater“.
Der Merz sollte schleunigst zurücktreten und sich dann dahin verdünnisieren, wo der Pfeffer wächst.
Er soll zusammen mit Macron u. Starmer wieder den Zug nach Kiev nehmen. Dort brauchen sie dringend „Fachkräfte“.
Die beschriebenen Aufgaben bekommt jeder Mensch mit einem hohem IQ und Internet hin. Die Berufsanfänger in Behörden sind normalerweise gute und sehr gute Abiturienten mit einem Fachhochschulstudium und Ausbildung. Auch die sollten das hinbekommen.
In den oberen Ebenen sitzen sicher zu viele Parteibücher, aber was können dagegen Berater? Das sind in der Regel rhetorisch gewandte BWler die hübsche PowerPoints erstellen, auf denen ein bißchen was von dem steht, was das Personal ihnen gesagt hat.
Wer wohl in diesen externen Unternehmen arbeitet?
Wahrscheinlich die komplette Verwandtschaft mancher Politiker.
Die Europäische Union prüft weitere Schritte, sollte die Energiekrise infolge des Iran-Kriegs länger anhalten.
Laut Energiekommissar Jorgensen gehören dazu auch Kraftstoffrationierungen und die Freigabe zusätzlicher Ölreserven.
Die „Financial Times“ zitiert ihn mit den Worten: „Dies wird eine lange Krise sein, die Energiepreise werden für eine sehr lange Zeit höher sein.“
Derweil wird der UN-Sicherheitsrat heute nicht wie geplant darüber abstimmen, ob die Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormus auch mit Waffengewalt abgesichert werden soll.
China, Frankreich und Russland hatten als Vetomächte vorab Bedenken geäußert.
Bereits die Rede davon, dass Erkenntnisse herausgehoben sind, deutet auf extern vorliegende Wissensbestände hin. Vielleicht am bekanntesten ist die Bitte von Gerhard Schröder als dem damals in Niedersachsen amtierenden Ministerpräsidenten, der am 12. Januar 1995 in Göttingen darum ersuchte, ins Feld zu gehen und angesichts eines am 17. März 1994 im Geschäftsbericht der Volkswagen AG bezifferten Personalüberhangs von wenigstens 30.000 Mitarbeitern ausfindig zu machen, was an den Zahlen als „richtig“ (SOFI-Mitteilungen Nr. 22, Juni 1995: 97) gelten kann. Ministerialbeamte sind damit heillos überfordert. Insofern ist es nichts Neues, wenn heutzutage Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ebenso Rückgriff auf die Träger des aktuellsten, die gesellschaftlichen Verhältnisse an tiefsten erfassenden und damit zukunftsreichsten Denkens hält. Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Politik sie nicht instrumentalisieren darf. Der Schaden wäre dann weitaus größer als der Nutzen.
Ich will die Politik nicht in ihrer Gesamtheit in Schutz nehmen, weil auch leider viele Probleme hausgemacht und eigenverschuldet sind.
Jedoch haben sich über die Jahrzehnte selbst verwaltende Apparate aufgebaut, die man mit einer neuen politischen Richtung nicht von heute auf morgen überwinden kann.
Vor allem Reformen, die einer Entschlackung und Verschlankung dieses Apparates dienen, werden in den unteren Ebenen nicht umgesetzt sondern dermaßen zerfasert, dass sie keine Wirkung mehr haben.
Deshalb glaube ich sollte man von Zeit zu Zeit auch differenziert auf Auslagerung von Aufgaben blicken, da es manchmal durchaus zielführend ist, die gute Idee nicht vom Beamtenapparat wieder zu Tode verwalten zu lassen sondern unter Beteiligung externer die bedingungslose Umsetzung und Ausarbeitung guter Ideen zu beauftragen.
Vor allem Ministerin Reiche erachte ich als Hoffnungsschimmer im Firmament der Politik und wir sind gut beraten solche Politikerpersönlichkeiten eine Chance zu geben!
Vermutlich läuft das mit einer „passenden Abschreibung“, wo vorher schon feststeht, wer den Zuschlag bekommen soll.
Dieses Ministerium gehört, wie andere auch, in Gänze ersatzlos abgeschafft.
Was machen die ca. 2.200 (Zweitausendundzweihundert!) Mitarbeiter in ihrem Ministerium eigentlich beruflich?
Dafür gründet das Ministerium eine Abteilung, die den Behördenbedarf ermittelt und beschreibt, damit die ausgelagerte Stelle weiß, was sie beschaffen und analysieren soll. Ein Stück aus dem Tollhaus!
Man sollte das Wirtschaftministerium von Fachleuten führen lassen sprich Unternehmer, Handwerksmeister, Gewerbetreibende oder umbenennen in Beamtenministerium.
Das erinnert doch an den Fall des damaligen Wirtschaftsministers zu Guttenberg, der Linklaters mit dem Entwurf eines Gesetzes beauftragte und dann dieses Gesetz ausgedruckt auf dem Geschäftspapier von Linklaters vorlegte. Begründet wurde das damit, daß die Ministeriumsangestellten nicht über ausreichende Fachkompetenz verfügten.
Ist der nicht zufällig mit dieser Frau liiert?
Ich habe vor einem Jahr bei einer Firma für ein Monatsgehalt in Höhe von ca. 15.000 € als hoch dotierter IT-Fachmann angefangen.
Da ich aber den Anforderungen mit der Zeit nicht mehr gewachsen war, bat ich den Firmeninhaber um Entlastung meine Aufgabengebiets durch eine externe Beraterfirma. Die kostet nur 5x soviel im Monat, wie ich monatlich überwiesen bekomme.
Die Arbeit würde hoffentlich jetzt zur Zufriedenheit meines Chefs erledigt, die Berater verdienten auch ein wenig mit und ich hätte jetzt mehr Zeit für andere Dinge.
Ein echter Schnapper und eine win-win-win Lösung. Mein Chef überlegte nicht lange …
Österliche Grüße aus der Gummizelle
Weil sie zu wenig Personal haben, werden externe Unternehmen beauftragt…
NGO Finanzierung gehört verboten und auch Beraterverträge stark reguliert !
Das ganze erinnert inzwischen eher an ein kriminelles Netzwerk !
Was erwarten sie von jemanden der es für völlig normal hält sich als Wirtschaftsminister gegen Bezahlung mit Unternehmern zu treffen ??
(Ludwig Erhard Gipfel z.b und wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges )
Der Zustand des Landes der Wirtschaft und Finanzen sagt doch alles über deren Prioritäten aus !
Noch bevor ich diesen Artikel gelesen gabe, bin ich auf „X“/Twitter auf folgenden Tweet von Christoph Lemmer gestoßen: https://x.com/bitterlemmer/status/2039937955855257881
Immerhin bemerkenswert. Der im Artikel benannte „schlechte Stand“ mag durchaus Frau Reiches Vorgehen beeinflussen. Ob man nun Christoph Lemmers Radikalvorschlag zustimmt, ist eine andere Sache.
(zur Person: https://www.bitterlemmer.net/ueber-christoph-lemmer/ )
Zwei Millionen sind Peanuts für Reiche. Sie bekommt ihre Provision für die Weiterleitung oder denkt jemand die macht es umsonst.
Man müsste wahrscheinlich jegliche Behörden Mal konsequent ausmisten. Oft sitzen da Ideologen mit Parteibuch, denen Ideologie und Urlaub am wichtigsten sind.
….dass die ausgeschriebenen Aufgaben von niemandem im Ministerium übernommen werden können, ich erinnere, dass kürzlich in einem bestimmten Zusammenhang die sehr gute Besoldung der Beamten Thema war. Da wurde doch von den denen angeführt, dass sie doch alle so eine hochwertige und anstrengende Ausbildung durchlaufen und dass viele auch ein Hochschulstudium haben. Was machen die denn so in den Ämtern?
Naaa !? Plant man da schon für später ? Heut zu Tage baut eben auch die Kluge Frau vor !
Was ich nicht verstehe : Ihr Ministerium ist außerdem Spitzenreiter, wenn es in der Bundesregierung um Kosten für Visagisten und Friseure geht.
Wie muss ich mir die Frau erst ohne diese Extremen Kosten vorstellen ?
Denken sie einfach an eine AUFREGENDE Fahrt durch die Geisterbahn…;-))
Das externe Unternehmen ist dann der Zukünftige Arbeitgeber für Sie oder ein Familienmitglied. So läuft moderne Korruption. Von der Leyen hat in ihrer Laufbahn als Verteidigungsministerin eine Berater Firma beauftragt und ihr Sohn bekam in dieser Firma einen Top Job. Mich wundert die Politik nur noch an. Die kümmern sich ausschließlich um Ihr Geld und ihre Karriere.
Das sind keine Volksdienst.
Viel haben die Visagistinnen aber nicht ausrichten können.
Wir haben es doch,eiskalte abzocke des Staates. Wie sparen geht hat dort noch keiner gelernt!
Unpopuläre Meinung: Reiche ist so schlau um zu merken, dass sie mit der engeren Habeck-Clique und auch dem wohlstandsverlosten Standardbeamten gegen die Wand fährt. Wenn man die richtige Beratung nimmt und auch mal machen lässt, könnte das gut angelegtes Geld sein. Klappen wird es aber nicht, weil die SPD mit ihrer Brandmauer immer das letzte Wort hat.
Das wäre natürlich die Königsdisziplin: mittels externer fachlicher Einschätzung die eigenen grünverfilzten Reihen zu übergehen, die sie torpedieren.
DieFrage ist doch, was ist der Hintergrund.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele Behörden derart rotgrün-versifft sind, dass eine vernünftige Arbeit mit ihnen nicht mehr möglich ist.
Und man Beamte nur sehr schlecht wieder los wird…
Man wird Beamte nicht „los“ (im Sinne von entlassen), aber man kann sie jederzeit in die Registratur versetzen.
So viele Registraturen wie nötig wird es in Deutschland gar nicht geben…