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Syrischer Präsident in Berlin

„Gehört vor ein Gericht“: Kurdische Gemeinde demonstriert gegen den Staatsbesuch von Ahmed al-Scharaa

Die Kurdische Gemeinde hat vor dem Reichstag gegen den Staatsbesuch des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa demonstriert. In einer Stellungnahme monierte sie die Unterdrückung von Minderheiten in Syrien und forderte: „Al-Sharaa gehört vor ein Gericht“.

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Bereits im Januar demonstrierte die Kurdische Gemeinde gegen al-Scharaa – damals wurde der Staatsbesuch noch verschoben (IMAGO/Carsten Thesing)

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In Berlin haben Kurden am Montag gegen den Staatsbesuch des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa demonstriert. Wie Fotos, die von der Kurdischen Gemeinde Deutschland auf X veröffentlicht wurden, zeigen, demonstrierten zwischen 12 und 14 Uhr vor dem Reichstag mehrere Dutzend Menschen gegen den Empfang al-Scharaas, unter anderem mit kurdischen Fahnen.

In einer Stellungnahme der Kurdischen Gemeinde auf X hieß es: „Es beschämt, dass Deutschland einem Mann wie al-Sharaa, besser bekannt als al-Jolani, in Berlin den roten Teppich ausrollt. Seine politische Herkunft liegt im Kern des globalen Dschihadismus.“ Und weiter: „Sein Name ist untrennbar mit Anschlägen, Entführungen und gezielter Gewalt gegen die Zivilbevölkerung verbunden.“

Weiter machte man auf die Unterdrückung religiöser und ethnischer Minderheiten unter dem neuen syrischen Regime aufmerksam: „Drusen, Alawiten, Kurden, Êzîden und Christen gehören zu denjenigen, die systematischen Gewaltexzessen, Vertreibung und Mord ausgesetzt waren und es vielfach weiterhin sind.“ Das verband man mit der Forderung: „Al-Sharaa gehört vor ein Gericht und nicht ins Kanzleramt.“ Der Empfang stelle deshalb eine „politische Rehabilitation“ dar.

Die Demonstration der Kurden ist angesichts der regelrechten Machtdemonstration der Syrer in Berlin am Sonntag und Montag vergleichsweise klein. Am Sonntag fanden bereits Feiern mit Hunderten Teilnehmern auf den Straßen Berlins statt, die sich begeistert über den Besuch al-Scharaas zeigten. Im Hotel Ritz-Carlton wurde der syrische Machthaber ebenso von zahlreichen Unterstützern begrüßt – unter anderem mit „Allahu Akbar“-Rufen (mehr dazu hier).

Al-Scharaa ist seit Dezember 2024 in Syrien an der Macht – früher war er ein Kämpfer für einen syrischen Ableger der islamistischen Terrormiliz Al-Qaida und international gesucht. Mittlerweile gibt sich der Präsident Syriens gemäßigt – unter seiner Herrschaft kommt es jedoch immer wieder zu Massakern durch Regierungsmilizen an ethnischen und religiösen Minderheiten. Dennoch gilt al-Scharaa als recht nah am Westen orientiert – nun kam er auf Einladung von Friedrich Merz zum Staatsbesuch nach Berlin.

bc

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22 Kommentare

  • >>nun kam er auf Einladung von Friedrich Merz zum Staatsbesuch nach Berlin.<<

    Na vielleicht will Merz ihn dann hier verhaften lassen? Kein anderer Grund wäre auch nur im Ansatz akzeptabel.

    • Doch liebe Frau Kawuppke.
      Mir fällt noch ein ganz gewichtiger Grund ein.
      Die Rückführung der Syrer, die bei uns großzügig Aufenthalt bekamen und ihrer Gastgesellschaft böse in den Rücken gefallen sind und es auch immer noch tun.

      Anderer Syrer, die sich wirklich gut angepasst haben und die selbstständig für ihren Aufenthalt aufkommen, nehme ich davon aus..

  • Merz rollt den roten Teppich für einen Massenmörder aus. „Unsere Demokratie“

    • Und Betonmeier kann den Wegfall des Mullahregimes kompensieren. Hat wieder jemanden dem er gratulieren kann. Aloha Snackbar.

  • „Gehört vor ein Gericht“ ? Ja schon, aber VOR WELCHES ?;-))

    Da fällt mir doch gleich Obama ein, oder der Saudi bin Salman, XI, oder die Mullahs, oder KimJongUn, oder….KEIR STARMER ?

    Gut, war nur ein kleiner Denkanstoß…

    • Ein Schnellgericht oder Standgericht … alles andere dauert zu lange und kann dem Steuerzahler nicht zugemutet werden. Zudem wäre noch die Frage nach der Haftung für den Schaden, welcher durch die illegale Grenzöffnung entstanden ist – hier müssen die Verantwortlichen, die Parteien und Großbonzen nicht nur bestraft, sondern auch zur KASSE gebeten werden.

      • Ja die illegale Grenzöffnung und die illegale Spritzenorgie…

    • Wissen`se was:

      Hier bin ich eher für Pragmatismus.
      Aufbauhilfe leisten ok. Dafür soll er aber seine Landsleute mit nachhause nehmen.

      Mag ein bisschen eindimensional klingen.
      Wäre aber mein höchstes Ziel.
      Insofern macht dieser Staatsbesuch Sinn.

      Und wenn man sieht, mit wie vielen Verbrechern sich unsere Politker gemein machen………. hahaha………. abgesehen von den eigenen Verbrechen…….

      Also: Wenn es mal Remigrationsmäßig was bringt, dann bin ich schon ein bisschen zufrieden.

  • Schön wär es, gute Frau Taxidis. Aber stärkste Kraft ist die CDU schon lange nicht mehr. Was nutzt es, so lange weiter koalitioniert wird.

    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/diese-bilder-treiben-die-afd-ueber-30-prozent/

    „Der Berliner Empfang für den syrischen IS-Schlächter al-Scharaa und der frenetische Jubel tausender seiner Anhänger markieren einen Kipppunkt. Solche Bilder fräsen sich ins Gedächtnis. Wird hiernach nicht entschlossen gehandelt, wird die CDU als stärkste Kraft endgültig abgelöst.“

  • Ich mag die Kurden. Irgendwie liegen die Angehörigen dieses gequälten Volkes oft richtig.

  • Diese inneren islamischen Kämpfe werden in Europa immer wie schlimmer werden aber laut der Deutschen Regierung gehört der Islam zu Deutschland.

    Schon bald wird die Mehrheit zu diesen Kämpfen in Europa auf den Koran schwören.

  • Davon will man doch im linken Berlin nichts hören. Der Kurden-Schlächter fliegt mit Scheinchen gefüllten Koffern nach Hause. Mit freundlichem Gruß vom Steuerzahler.

  • Die einen jubeln
    die anderen demonstrieren
    eins Abend alle gemeinsam
    sie gehören nicht hierher
    und sollten schleunigst nach Hause gehen.

    • Volle Zustimmung.

    • haben gemeinsam

  • Wie RECHT die Kurden haben ! Auch so eine geschundene, tapfere und im Stich gelassene Gemeinschaft.

  • Der hötte nie geglaubt, in Deutschland bejubelt zu werden. Auf der Heimreise denkt er bestimmt, was für irre Leute da in Europa …..

  • Gehört vor ein Gericht? Dann passt er perfekt zum Merzkel.

  • Wir möchten nicht, dass die Syrer wieder zurückgehen. Besonders nicht unser Zahnarzt und Friseur. Zum Glück sind diese bereits eingebürgert. Auch die hunderttausenden syrischen Wissenschaftler, Ärzte, Professoren sind ein Gewinn fürs Land und sollten schnell eingebürgert werden.

    -11
  • Mit Menschen zu reden kann ja nicht schaden.
    Aber muss es ein Staatsbesuch für einen solchen Mann sein?
    Vielleicht wollte aber auch nur unser B-Präsident mal wieder jemanden freundlich begrüßen.

  • Mal eine grundehrliche Aussag:
    Mir ist nicht alles komplett egal.
    Dennoch hoffe ich, der nimmte den größten Teil seiner Landsleute mit nachhause.

  • Und anders als die Syrer und Palestinenser und so,
    sind sie nicht Vermummt!

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