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Genf

Weitere Verhandlungsrunde im Atomstreit schon am Donnerstag: Iran und USA treffen sich erneut

Wie Reuters berichtet, wird es bereits am Donnerstag zu einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran kommen. Der Iran plane, den USA in Kernstreitpunkten entgegenzukommen - erwartet aber auch Zugeständnisse der USA, so ein Insider.

Ali Khameni und sein Gefolge verhandeln mit den Vereinigten Staaten wohl ein drittes Mal über Atomzugeständnisse. (IMAGO/Anadolu Agency)

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Nach inzwischen zwei vergangenen Verhandlungsrunden sind die USA und der Iran weiterhin von einer Einigung im Atomstreit entfernt. Dennoch signalisiert Teheran laut einem Insider neue Kompromissbereitschaft – allerdings nur unter klaren Bedingungen. Eine weitere Gesprächsrunde soll am Donnerstag stattfinden. Wie ein hochrangiger iranischer Beamter der Nachrichtenagentur Reuters sagte, sei der Iran bereit, in den Gesprächen dieses Mal Zugeständnisse zu machen.

Voraussetzung seien jedoch die Aufhebung der Sanktionen und die Anerkennung des iranischen Rechts auf Urananreicherung. So habe Teheran US-Unternehmen Beteiligungsmöglichkeiten in der eigenen Energiebranche in Aussicht gestellt: „Im Rahmen des derzeit verhandelten Wirtschaftspakets wurden den Vereinigten Staaten auch Möglichkeiten für ernsthafte Investitionen und konkrete wirtschaftliche Interessen in der iranischen Ölindustrie angeboten“, so der Insider gegenüber Reuters.

Schon am Donnerstag wollen beide Staaten erneut verhandeln – wieder in Genf. Omans Außenminister Badr al-Busaidi erklärte in sozialen Medien, er freue sich, das Datum bestätigen zu können, und werde sich für einen erfolgreichen Abschluss einsetzen. Oman hatte bereits die vergangene Gesprächsrunde in der Schweizer Stadt moderiert. Eine offizielle Bestätigung der neuen Verhandlungen durch die USA steht bislang aus.

Der Iran will den Vereinigten Staaten dabei offenbar entgegenkommen – auch was die Frage der Urananreicherung betrifft: So berichtete Reuters, dass der Iran in Betracht ziehe, die Hälfte seines hochangereicherten Urans ins Ausland zu exportieren, den verbleibenden Teil zu verdünnen und sich an einem regionalen Anreicherungskonsortium zu beteiligen. All dies stehe im Zusammenhang mit der Forderung, das Recht auf „friedliche Urananreicherung“ im Rahmen eines Abkommens offiziell anerkennen zu lassen und im Gegenzug die Wirtschaftssanktionen zu beenden. Reuters hatte berichtet, dass Teheran nach dem vorläufigen Ende der Gespräche in der vergangenen Woche weitere Angebote unterbreitet habe.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi äußerte sich unterdessen optimistisch über eine mögliche Fortsetzung der Gespräche. In einem Interview mit CBS News sagte er, eine weitere Runde mit der US-Delegation und dem US-Gesandten Steve Witkoff werde „wahrscheinlich“ am Donnerstag in Genf stattfinden.

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„Ich glaube, dass wir, wenn wir uns treffen, wahrscheinlich diesen Donnerstag wieder in Genf, an diesen Punkten arbeiten, einen guten Text vorbereiten und zu einem schnellen Deal kommen können“, sagte der iranische Chefdiplomat. Es gebe „gute Chancen“, den Konflikt über das iranische Atomprogramm auf diplomatischem Wege zu lösen. „Wir setzen unsere Verhandlungen fort, arbeiten an den Elementen eines Abkommens und an einer ersten Textversion.“

Derzeit gehe es ausschließlich um Atomfragen, betonte Araghtschi. „kein anderes Thema wird angesprochen“, fügte er hinzu. Zugleich bekräftigte er den iranischen Anspruch auf Urananreicherung für zivile Zwecke. „Wenn die USA uns angreifen, dann haben wir jedes Recht, uns zu verteidigen“, sagte Araghtschi gegenüber CBS News.

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10 Kommentare

  • Bringt nichts, kostet nur.

  • Und wenn sie nicht gestorben sind, verhandeln sie in hundert Jahren noch.

    Ozapft is !

  • Eigentlich müßte China mit am Verhandlungstisch sitzen, da geopolitisch / wirtschaftlich der Iran ein chinesischer Knackpunkt ist. Was China die letzte Zeit in den Iran investiert hat…….

    • Der Punkt ist: Die Perser können ganz entspannt „verhandeln“. Die haben ALLE ZEIT DER WELT, wohlwissend, dass die Amis absolut macht- und hilflos sind.
      Da nützen die beiden Trägergruppen als Drohkulisse rein gar nichts. Die Amis können sich einen Krieg schlichtweg nicht leisten, so einfach ist das.

  • Mit Mullahs kann man nicht diskutieren bzw. verhandeln.
    Das ist so, als wollte ich mit meinem Wellensittich einen Vertrag abschließen…

  • >>erwartet aber auch Zugeständnisse der USA,<<

    Als ob die sich an irgendwelche Zugeständnisse halten.

    -13
  • Russland und die Mullahs wissen wie man mit dem geltungssüchtigen, narzisstischen Vollpfosten, und möchtegern-Friedensnobelpreiströger umgehen muss….
    Chapeau!!!

    -12

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