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„Öffentliches Interesse”

Nach jahrelanger Vernachlässigung: Schweizer öffentlicher Rundfunk will jetzt immer die Nationalität von Tätern nennen

Der öffentliche Rundfunk der Schweiz hat seine Leitlinien geändert. Nun soll die Herkunft von Tätern bei Straftaten immer genannt werden. Der SRF erklärt das damit, dass man sich an „journalistische Realitäten” anpasse.

Von

IMAGO/Manuel Stefan

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Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) will von nun an immer die Nationalität von Tätern bei Straftaten nennen. In den Leitlinien, die laut Blick.ch geändert wurden, heißt es nun: „Wir wollen und müssen – wie bei anderen Themen auch – so präzise und transparent berichten wie möglich. Deshalb gehört es dazu, auch die Nationalität von Täterinnen, Tätern und Opfern zu nennen.” So wolle man der Verbreitung von Falschinformationen und Gerüchten entgegenwirken. 

Auf Anfrage der Zeitung gibt der SRF bekannt, dass man sich an „journalistische Realitäten” anpasse. Denn bisher war es so, dass die Nationalität nur dann genannt werden sollte, wenn sie für die Tat entscheidend war oder ein öffentliches Interesse bestand. Mit der neuen Regel will man vorgeblich auch Diskriminierung verhindern: „Wurde die frühere Regelung nicht korrekt angewendet, bestand ein Diskriminierungsrisiko. Dieses ist mit der konsequenten Nationalitätsnennung beseitigt.” 

Auch in der Politik wird die Frage debattiert, ob die Nennung der Nationalität immer sinnvoll sei. Die Nationalrätin Tamara Funiciello von der Sozialdemokratischen Partei lehnt das ab. Was fast alle Täter gemeinsam hätten, sei das Geschlecht. Doch darüber hinaus sei Gewalt ein komplexes Phänomen. „Sozio-ökonomische Umstände, Traumata, Gesinnung, Erziehung und weitere Faktoren spielen eine Rolle, genauso wie die Situation der Opfer.” Der SRF ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Schweiz und für die deutschsprachige Schweiz zuständig. Der gesamte Rundfunk hat 2025 und 2026 ein Gesamtbudget von 1,25 Milliarden Schweizer Franken zur Verfügung.

Für Medien in Deutschland gibt es keine Pflicht, die Nationalität zu nennen. Im Pressekodex heißt es in Richtlinie 12.1 zur Nennung der Herkunft bei Straftaten: „In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täterinnen und Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt.” 

Die Nationalität solle in der Regel nicht genannt werden, es sei denn, es bestehe „ein begründetes öffentliches Interesse”. Doch Journalisten sollen darauf achten, dass die Nennung der Herkunft Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könne. 2017 hatte man den Passus des Pressekodexes dergestalt geändert, dass die Nationalität auch genannt werden kann, wenn ein öffentliches Interesse besteht. Zuvor sollte die „Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten” lediglich dann erwähnt werden, „wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht”.

mra

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48 Kommentare

  • Ah ja, der Pressekodex.
    Gibt es so etwas auch in den USA?
    JD Vance hatte mit seiner Aussage über das Thema Unterdrückung der Meinungen nicht vielleicht doch recht?

    • Keine Ahnung,aber es hat was mit den USA zu tun,weiss nur fast keiner mehr.In D. begann man mit unklaren Angaben weil zu oft S. US Soldaten erwähnt wurden die in Schlägereien verwickelt waren,das wollte man nicht lesen…bekanntlich haben US Soldaten auch kaum was zu befürchten weil sie nicht vor D. Gerichte kommen…und in der DDR ging man so vor:Wenn ein Sowjet was angestellt hatte schrieb man nicht darüber sondern etwas positives wie „Besoffener Ivan hilft Oma über die Strasse“ oder so ähnlich…

  • Auch das Geburtsland sollte angegeben werden !!!

    • Besser wäre „mit Migrationshintergrund“.

      • Noch besser wäre der Vorname …
        Die Verantwortlichen müssen lügen und verschweigen. Sonst wäre „game over“. Was früher oder später passieren wird. Noch 5 bis 10 Jahre immer so weiter zu, dann fliegt uns der Laden final um die Ohren. Und dann will es wieder keiner gewesen sein.

    • Und wenn das Geburtsland Griechenland ist?

      • Gegen die Griechen hat keiner etwas!

      • War es nicht; sondern Syrien.

  • Wahrscheinlich sind mittlerweile auch in der Schweiz soviel bereits eingebürgert, dass praktisch garantiert ist, dass man meist „Der Täter ist Schweizer Staatsbürger“ hinschreiben kann….
    Das will man sich natürlich nicht entgehen lassen….

    • das auf jeden fall.

      aber im maerz kann auch fuer eine fast-halbierung der zwangsrundfunkgebuehr abgestimmt werden.
      moeglich, dass es einen zusammenhang gibt ?

      immerhin sind viele der meinung, dass die nennung der taeternationalitaet wieder ganz schnell weg vom fenster ist, falls die staatsmedien die abstimmung gewinnen sollten.

      • @regenrinne
        Bingo, das ist der Grund. Der einzige. Unterschiede zum deutschen Propaganda Trash TV, genannt ÖRR, gibt es sonst nämlich keine

    • Wie der Grieche aus Luxemburg der mutmaßlich Mohammed heißt.
      Wenn man den Vornamen nicht nennt, dann sagt das eigentlich alles. Die Nationalität ist dabei nur nebensächlich.

      • Der „Grieche aus Luxemburg“ heißt Ioanni V.

      • Und er ist Syrer! Nix Grieche; nix Luxemburger.

    • Ne, das ist nicht so einfach wie in Deutschland. Dauert mindestens 8 Jahre (abhängig vom Kanton) und man muss während dieser Zeit dauerhaft im gleichen Kanton gelebt haben. Sonst geht der Zähler wieder von Null los. Ansonsten muss man auch noch zeigen, dass man sich in die Gesellschaft integriert hat. Man sieht hier entsprechend auch kaum Kopftuchträger.

    • In Deutschland wird die Ausländerkriminalität, die ein überraschendes Comeback in der Statistik erlebte, durch die Einbürgerung nahezu halbiert.
      Also die wirksamste Methode, kriminelle Nichtdeutsche zu bekämpfen.

  • Ich muss hier wieder mal Aufklärungsarbeit leisten:
    Am 8. März finden Abstimmungen statt. Unter anderem stimmen wir auch darüber ab die Beitragskosten für das ÖRR zu reduzieren und zwar von 335.– Franken auf 200. Das was das SRF hier veranstaltet ist nur Show. Sie will sich einsichtig zeigen um das Schlimmste zu verhindern. Von mir aus gesehen sind sogar die 200 Franken zuviel, aber das ganz abzuschaffen ist vor ein paar Jahren leider am Stimmvolk gescheitert. Diesmal sieht es ziehmlich gut aus. Drückt uns die Daumen.

    • Sie meinen Jährlich 200 Franken , wir müssen auch bezahlen 220 Euro und hier passiert nichts weil zu viele Richter installiert wurden um es nicht zu ändern , egal wie viele klagen

      • Nix egal, je mehr Widerstand kommt desto mehr kommen die Schutzgeldschergen des Systemfunks in Bedrängnis, und umso mehr wird das Thema auch politisch relevant: Siehe Sachsen-Anhalt, dort hat sogar schon die C-Partei erkannt daß man besser den Schundfunk, wenn auch nur im Ansatz, fallen läßt wenn es für den eigenen Postenvorteil besser ist.

        Den über Jahrzehnte manifestierten und gewucherten Schundfunksumpf bekommt man nicht mal schnell mit einer kleinen Klage weg, das ist ein Marathon der nicht schon nach drei ersten Schritten am Ziel ist.

  • „Doch darüber hinaus sei Gewalt ein komplexes Phänomen. „Sozio-ökonomische Umstände, Traumata, Gesinnung, Erziehung und weitere Faktoren spielen eine Rolle, genauso wie die Situation der Opfer.”“

    Nein, echt? Sonst heißt es doch immer, das käme einfach durch die „Haßsprache“ im Internet.

  • Die Nationalität oder den Migrationshintergrund? Ist zweierlei.

  • Ein komplexes Phänomen
    Sozio-ökonomische Umstände, Traumata,Gesinnung,Erziehung und usw.
    Spielen die entscheidenden Rolle.
    Das spricht doch für sich
    das ein Mittel Europäer anders sozalisiert ist als ein Syrer oder Afghane
    sollte doch jeden klar sein .

  • „will“, „soll“, hättehätteFahradkette.
    Entweder es WIRD gemacht, oder es sind nur leere Ankündigungen bis die Tatsachen das Gegenteil beweisen.

  • Gut, unsere ÖRR machen das ja auch schon ein paar Jahre…

  • Welches Geschlecht meint sie denn?
    Wie kann die Quotella dies schuldfähigkeitsrelevant wissen?; bei diesem fluiden Zuordnungschaos 😉

    • Es gibt nur ein Geschlecht von 72, gegen das man straffrei hetzen darf. Aber die Tante liefert gleichzeitig Relativierungen nach, die sonst nur bei dem 2. Geschlecht von 72 strafmildernd bewertet wird.
      Sie sagt: „„Sozio-ökonomische Umstände, Traumata, Gesinnung, Erziehung und weitere Faktoren spielen eine Rolle, […] “
      Und welches der Geschlechter ist für die Erziehung zuständig? Oder für die Gesinnung?
      Oder Traumata? Warum werden andere Geschlechter davor geschützt? Welches der 72 Geschlechter wird als erstes geopfert, wenn es um Konflikte oder Kriege geht?

  • Es gibt keinerlei Grund, die Nationalität nicht zu nennen. Kommentare auf ZON, in denen man das eklärt, werden einfach gelöscht.

    Keiner will damit behaupten, daß den Tätern die Kriminalität qua Nationalität im Blute oder der DNA läge.

    Keiner will damit behaupten, daß die Nationalität die einzige oder auch nur maßgebende Ursache für kriminelles Verhalten sei.

    Gleiches gilt für den „kulturellen Hintergrund“.

    Und selbst wenn die Kriminalität in bestimmten, maßgeblichen Bereichen bei „Biodeutschen“ höher wäre als bei Migranten, darf die Nationalität interessieren und darf man migrationskritisch sein wegen der Kriminalität.

    Wir haben schlicht keine offenen Grenzen, sondern Nationalstaaten, und die Bevölkerung bestimmt demokratisch über Migration. Nur wenn man anderer Meinung ist, kann man, wenn überhaupt, allgemein für alle verbindlich gegen die Nennung der Nationalitäten argumentieren.

    • Die Elite eines Landes ist ganz bestimmt nicht nach Europa/EU eingewandert. Es sind nachweislich Analphabeten, Kriminelle und sonstige unterste Kaste des Flüchtlingslandes. Niemand der eine gehobene Position in seinem Heimatland hat, wird flüchten wollen in die EU. Hauptsächlich der Bodensatz hat sich auf den Weg gemacht. Männer, hauptsächlich, die niemals eine Frau erwerben könnte im eigenen Land. Egal wie es noch verklären möchten.

      • Das mag so sein, ich sage nicht das Gegenteil. Ich sage am Ende nur – ohne dabei auch nur an Ihre Ansichten gedacht zu haben -, daß das eigentlich gar keine Rolle spielt für die Frage, ob die Nationalität und/oder der kulturelle Hintergrund von Straftätern genannt werden darf bzw. sollte.

  • Nachdem der Islamist den Pass bekommen hat, der Täter war Schweizer!

  • Was heißt das jetzt genau?
    Ein Beispiel könnte Licht ins dunkel bringen.
    Ich wär für die konsequente Nennung von Staatsangehörigkeit, auch der doppelten, plus dem Migrationshintergrund.
    Auf Sensibilitäten kann da keine Rücksicht genommen werden, immerhin nehmen migrantische Täter auch keine Rücksicht auf einheimische Opfer.

  • Nennt die Herkunft , den Namen und jeder wird sehen in welcher Richtung die Tatsachen laufen .
    Und bitte auch dann die Einbürgerung benennen , denn in Deutschland wirft man es jedem nach , obwohl man nicht mal die Sprache spricht .

  • Man braucht sich nur die Nachrichten des SRF anzuhören. Gendern bis zum Gehtnichtmehr. Nur noch links-grün geschaltet. Arme Suisse.

  • In Schland gibt es den „Einmann“ und den „Eindeutscher“. In beiden Fällen ist es kein Eingeborener.

    • „Indigene“ heißt es auf Neusprech.

  • Das spielt in “ Dummland “ keine Rolle mehr !
    Haben eh schon die meisten eine “ Deutschen Pass“

    Wir bleiben deshalb lieber beim “ Ein Mann “ , dann weiß eh jeder Bescheid

  • Man kann es auch einfach nicht mehr verbergen. Das Volk ist sensibilisiert auf genau dieses Weglassen-Framing.
    In D ist zudem das Problem massenhafter und unumkehrbarer Einbürgerungen, hier wäre es treffender den Vornamen zu mit nennen und gerne auch den Täter unverpixelt zeigen

  • Naja, wenn die Schweizer auch nur teilweise wie das beste DE das es je gab ihre Staatsangehörigkeit verschenkt haben, ist das inzwischen wenig wert.

  • In Doofland gibts nur eine grosse Tageszeitung, die fast immer die Nationalität der Bösewichte nennt: Bild.

  • Kann sich Dummland nicht ein Beispiel an der Schweiz nehmen??

    • Das macht Deutschland allerdings schon ein paar Jahre, sobald die Nationalität bekannt ist. Z.B. der Grieche aus Luxemburg.

      • … der ein Syrer war. Bitte nicht die Griechen verurteilen.

    • Die Antwort steht in ihrem Kommentar und fängt mit „D“ an…..

  • Traumata, Gesinnung, Erziehung und weitere Faktoren spielen eine Rolle, genauso wie die Situation der Opfer.”

    Wann hört dieses Schrott Gequatsche mit „Faktoren“ endlich auf?
    Echtes Wort nennt sich „Fakten“ !
    „Faktoren“ bezieht an ganz andere echte Thematik statt selbstverursachten Schrott von Menschen

  • bringt auch viel,klaus wars,tja statt ein a team zu bilden ,tür zu und weiter,mich wunderts nur die vielen überbezahlten beamten,halten schön den mund,ist geld wichtiger als volk,wohl ja,aber das risiko steigt mit dem schweigen,aber verdi versüßt euer leben wieder,die wahlen kommen und ihr wißt,kein kreuz bei der afd,dafür kommen wieder x aus …und das risiko für eure kinder zb für…steigt

  • Wurden mittlerweile genug eingebürgert?

    • néné; es müssten noch Millionen folgen. Wird aber klappen, da die EU alle einladet.

  • Es ist wahrscheinlich wie in Deutschland. Wenn bei einem Gewaltverbrechen nicht min. 5x die deutsche Staatsbürgerschaft erwähnt wird, ist jedem klar woher der Täter kommt!
    Jetzt bekommen sogar Zugbegleiter Bodycams, aber all das hat rein gar nichts mit Migration zu tun. Wer sowas auch nur denkt, ist ein N@….

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