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Propagandistische Vereinnahmung

Angebliche NS-Bezüge: Münsteraner stimmen in Bürgerentscheid gegen Umbenennung von Straßennamen

Mit knapper Mehrheit haben die Bürger in Münster entschieden, dass fünf vermeintlich umstrittene Straßennamen nicht geändert werden. Damit endet ein monatelanger Streit um mögliche NS-Bezüge der Bezeichnungen.

In einem Bürgerentscheid stimmten die Münsteraner gegen die Umbenennung von Straßennamen (IMAGO/Rüdiger Wölk)

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In Münster haben die Bürger über die Zukunft mehrerer vermeintlich umstrittener Straßennamen entschieden. Beim Bürgerentscheid stimmten 52,39 Prozent der Teilnehmer für den Erhalt der bisherigen Bezeichnungen. Damit bleiben die Admiral-Spee-, Admiral-Scheer-, Otto-Weddingen-, Langemarck- und Skagerrakstraße der Stadt auch namentlich erhalten. Das Ergebnis ist verbindlich und rechtsgültig und beendet einen fast einjährigen Streit über mögliche Umbenennungen.

Der Konflikt hatte im Mai des vergangenen Jahres begonnen, als die Bezirksvertretung Münster-Mitte beschlossen hatte, die Straßen umzubenennen. Als Begründung wurde angegeben, die Namensgeber der jeweiligen Straßen hätten einen Zusammenhang mit der NS-Zeit. Entsprechend sei es nun an der Zeit, neue Straßennamen zu vergeben.

Gegen diese Entscheidung formierte sich allerdings rasch Protest unter den Anwohnern. Eine Bürgerinitiative sammelte Unterschriften und setzte schließlich den Bürgerentscheid durch. Sie argumentierte, die Straßennamen stammten ursprünglich aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und seien erst später von den Nationalsozialisten vereinnahmt worden. Statt einer Umbenennung forderte die Initiative erklärende Zusatztafeln, um die historische Einordnung im Stadtbild sichtbar zu machen.

Die Befürworter einer Umbenennung hielten dagegen, Straßennamen seien Ausdruck öffentlicher Ehrung. Wenn Personen oder Orte weiter gewürdigt würden, die von den Nationalsozialisten als Symbole für militärisches Heldentum genutzt wurden, bleibe ein problematisches Geschichtsbild bestehen. Diese Sichtweise fand jedoch keine Mehrheit. Mit dem Ergebnis des Bürgerentscheids steht fest: Die umstrittenen Straßennamen bleiben bestehen.

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85 Kommentare

  • Warum nicht Stefan-Niehoff-Straße? Früher waren Helden gegen das Establishment immer willkommen.

    • Das ist erst fünf Jahre nach dem Ableben möglich. Es gibt also noch Hoffnung!
      Bitte dann sofort austauschen gegen die unsägliche Anton-Wilhelm-Amo-Straße in meiner Heimatstadt Berlin. Auch die Ureinwohner hier haben schließlich Gefühle.

      • Man könnte auch im Osten Deutschlands endlich mal diese unsäglichen Straßen- und Platznamen des kommunistischen Schmarotzers Karl Marx entfernen. Aber das werden die Linken ihrem Idol nicht antun.

        • Zumal Marx ein Antisemit und Rassist übelster Sorte war.

          Man sehe sich an, was er über Ferdinand Lassalle keifte. (Das geht hier nicht durch die Zensur!)

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      • Nun, mit Anton Wilhelm Amo wurde doch wenigstens die „Mohrenstraße“ zur „Kammermohrenstraße“ geadelt …

    • weil sie ihre Strassen lieber nach Straftätern benennen, siehe Geoge Floyd Strasse.

  • Gut gemacht Leute 👍

    • Die Blockade von Straßen Umbenennungen wird zum Kipppunkt der Mehrheit in den Kommunen. Das sind elementare Niederlagen der sogenannten, inszenierten Zivilgesellschaft. Auch für die meinungsfreie CDU im jeweiligen Stadtrat. Und das im studentisch linken Münster.
      Die Gegenlinksbewegung wird so kampagnenfähig.

  • „Skagerrakstrasse“ ist also aus der NS-Zeit? Die haben den Schuss wirklich nicht gehört! Während der NS-Zeit kam auch das Wort „Mahlzeit“, „Pfennig“, „Teller“, „Rechtschreibung“, „Topflappen“ vor.

    • Soll man denn heute jede Rede und jedes Wort, dass irgendein Ar***** aus der NS-Zeit jemals von sich gegeben hat, auswendig kennen, damit man nicht in den Verdacht gerät, etwas „falsches“ zu sagen? Was ist mit „Guten Morgen“, „Guten Tag“, „Mahlzeit“, „Guten Abend“? Das hat doch garantiert damals auch mal jemand gesagt – soll dass nun auch verboten werden?

      • Auch genauso dumm wie das Gerede von der @Quadratur. Vielleicht sollten Sie’s mal mit Nachdenken versuchen, etwas Klemperer lesen oder mal die Posener Reden lesen/anhören.
        Oder sind Sie stolz auf eine solche Ignoranz, wie Sie selbst gerade an den Tag legen?

        -17
        • Waldschrat… Klemperer hat aber mit der LTI eine bessere Sprachkritik geschrieben als du hier oder als du jemals tun wirst… Er wollte auch über die Sprache des Vierten Reiches schreiben, nämlich der DDR… Für moderne Sprachkritik empfehlenswert: Amoklauf am offenen Lernort, Verlag Königshausen und Neumann.

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    • Deutsche Sprache in Gänze verbieten, dann ist Ruhe im Karton! Dann braucht man nicht mehr jedes Fitzelwörtchen und jedes Minisprüchlein auf für und wider abwägen, dann ist das Thema ein für allemal durch!

      • Na, genauso dumm wie das Gerede von der @Quadratur.

        -15
        • Viele Worte haben einen Gebrauch vor dem NS und danach. Etwa: Gleischschaltung. Klemperer untersucht das Wort in seiner LTI, leider eher oberflächlich. Der Band über Sprachgebrauch des NS weist nach, dass Gleichschaltung nach 45 vor allem von der SPD verwendet wurde… Auch Symbole werden weiter verwendet: Das Eiserne Kreuz, Ursprung in Preußen etabliert mit Verwendung im NS, ist Dachsignet der Bundeswehr…

          2
    • Ich halte das Ergebnis des Bürgerentscheides für absolut richtig, aber Ihr ‚Argument‘ ist keines, das ist hohles Gerede; Sie wissen genau, dass der ‚Topflappen‘ im Zusammenhang mit der NS-Zeit nun wirklich nicht das Thema ist.

      -25
  • Nun, Maximilian von Spee war Kommandeut des kaiserlichen Ostasiengeschwaders in Tsingtau, hat die Briten im Südpazifik geschlagen und wurde wegen einer strategischen Fehleinschätzung vor den Falklandinseln versenkt – mit Ausnahme der beiden kleinen Kreuzer „Emden“ und „Dresden“, die zuvor auf seinen Befehl zum Kaperkrieg detachiert worden sind. Reichsgraf Spee in Verbindung zum Nationalsozialismus zu bringen, ist ebenso absurd wie infam.

    • Die Frage ist doch: Weshalb wurden aber die Straßen in Münster WÄHREND der NS-Zeit so benannt?

      • Vielleicht musst dafür die „Rosa-Luxemberg-Straße“ oder die „Panzerkreuzer-Potemkin-Straße“ weg? 😉

      • Nö. Das ist KEINE relevante Frage.

        • Das ist eine gute Frage, denn die Antwort darauf erinnert an die damals damit verbundene Agenda, die fortlebt, weil die Umbenennung verhindert wurde.

          -5
      • Weil jede Zeit ihre Helden hat. Die Linksgrünen haben heute Amo als Helden, der Jahre später wieder fällt…

  • Chapeau, das hätte ich den Münsteranern gar nicht zugetraut!
    Schön, dass es auch mal positive Überraschungen gibt!

  • Respekt! Und das in Münster . . . scheinbar gibt es noch einige Personen mit einem klaren Kopf.

  • Wem Karl Marx keine Probleme bereitet, sollte sich zurückhalten.

    • Marx war allerdings ein kluger Kopf. Seine Kapitalanalyse im Mammutwerk Das Kapital stimmt heute noch. Es hat auch Anerkennung gefunden bei bürgerlichen Wirtschaftstheoretikern, etwa J M Keynes…

  • Warum nicht den ukrainischen Weg?
    Straßen und Plätze nach Stepan Banderas benennen?
    Nein, ich bin nicht dafür!!

    • Die alten Nazis waren auch „LINKE“!

      • So pauschal kann man das nicht sagen. Sie wollten Wähler von Links, Mitte und Rechts ansprechen, daher ihr Parteiname und andere eher linke Kniffe.

    • Nur ne Frage der Zeit. Wäre ein starkes Signal, Strassen nach einem humorlosen Ultranationalisten zu benennen, der fremde Mächte, feindliche Armeen, Verräter aus den eigenen Reihen und Landfremde vom Greis bis zum Säugling „behandeln“ liess. Dafür ist sich die Neurechte aber zu fein, die lieber Neusozi 1985 spielen möchte.

    • Shitsu, was hast Du bei Wiki gefunden oder nicht verstanden?

    • Ob Du es weißt: Bandera war kein Nazi. Das war auf dem Nürnberger Prozess festgestellt. Wer wie Putin das Gegenteil behauptet macht sich strafbar. Vielleicht, solltest Du nach Hause zu deinem zaren gehen/fahren.

      -28
      • Im ersten Teil: Information! Im zweiten Teil: Unflätigkeit und Verunglimpfung! Geht es nicht auch anders?

        • Putins Trolle verdienen es nicht anders.

          -20
      • Bandera war Nationalist.
        Und durch ihn mussten tausende Polen ihr Leben lassen.

      • Bandera war Nationalist und hat einige Zeit mit den Nazis kooperiert.
        Er ist schuld, dass Hunderte von Polen ermordet wurden.

      • Hallo Fragesteller lesen diesen Artikel „https://de.wikipedia.org/wiki/Stepan_Bandera“ und machen sie bitte eine Anzeige gegen Wikipedia wegen rechter Hetze, aber besser nicht. Es könnte ja passieren das Mindestalter für Wiki wird dann auf 16 Jahre Hochgesetzt und die nächste Pisa-Studie wird grausam. Oder FRAGESTELLER ?

      • Und du zu deinem korrupten Kommödianten….

      • Das hat bestimmt der Faltenfinder der ÖRR festgestellt und dir geflüstert . Ideologie vor Wissen.

  • Wir können froh sein das es immer wieder Menschen gibt die Probleme finden die nur sie selber als solche empfinden.

  • Die Straßennamen wurden alle während der NS-Zeit bewusst vergeben, um eine militaristische Haltung zu glorifizieren. Allerdings gehört zum vollständigen Bild auch dazu: Der Antrag, diese Straßen umzubenennen, wurde das erste Mal 1947 (!) gestellt. Ich kann für die Haltung des gründlichen Aufräumenwollens mit allem Heroischen, das dem Grauen des Krieges nicht gerecht wird, viel Empathie und Verständnis aufbringen, aber auch für die Menschen, die zumindest damals den nachvollziehbaren Wunsch hatten, erst einmal wieder für stabile Verhältnisse zu sorgen. Und ich finde es bemerkenswert, wie lebendig dieser Streit heute noch ist. Daher glaube ich, dass wir hierzulande weniger über Straßennamen streiten, als vielmehr darüber reden sollten, warum es 2026 schwer fällt, über diese Frage zu streiten und zu reden.

    • Also geht es Ihnen weniger um die Namen, als um die Zeit, in der sie vergeben wurden?

    • Einer der seltenen Beiträge hier, die rechtschreiblich und inhaltlich gelungen sind. Ja, es geht um Symbole und Signale, wenn es um Straßennamen geht. Wir haben in meiner Stadt einen Fall, da wird einem Biologen Rassentheorie und Sexismus angedichtet, was er aber nie vertreten hat…

  • Haben wir wirklich keine anderen Probleme????

  • Am besten Straßennamen abschaffen und durchnummerieren.
    So wie zb. in New York.
    Aber die 88, Straße und so lässt man natürlich aus.

  • Das Land hat seinen Kompass verloren .
    Man arbeitet sich an Straßennamen ab die 70 Jahre vollkommen in Ordnung waren .
    Was gibt es doch für Menschen die auf so etwas herumreiten .
    Erbärmlich .

    • Das sind Menschen bei denen der IQ nicht mehr hergibt.

  • Das hätte ich den sonst ziemlich verstrahlten Münsteranern gar nicht zugetraut…

    • Vor ein paar Jahren sah das anders aus:
      der schöne Platz vor dem Schloss durfte nicht mehr Hindenburgplatz heißen sondern?
      Schlossplatz!
      Der grüne Sumpf

      • ECHT JETZT?! MIT dem doppelten S . . . .kann ich mir gar nicht vorstellen.

        • merken die gar nicht!

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    • Es wäre mal interssant zu wissen, wie hoch die Beteiligung war.
      Denn ich wage zu behaupten, dass es den maisten Bürger „schietegohl“ war ..

      • die Abstimmungsbeteiligung lag damit bei 33,19 Prozent

        https://www.stadt-muenster.de/aktuelles/newsdetail/buergerentscheid-zu-strassennamen

        • Bei der Abstimmung zur Abschaffung der Sommerzeit haben sich 1% der EU-Bürger beteiligt, davon stimmten 84% dafür, was man als grandiosen Erfolg feierte.

          2
        • Das ist doch ne Codierung, 1933…

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  • Interessante Zusammenstellung von Namen. An Freiwilligen der Waffen-SS als Namensgeber stört man sich dagegen nicht in Münster?

    • Richtig, nur bei der mangelnden Bildung der Akteure werden diese nie die Namen herausbekommen.

  • Dies erinnert mich daran, dass es in München die Bestrebung gab die Erich-Kästner-Str. umzubenennen, da er das Land nicht wie andere Schriftsteller verlassen hat. Aber von der Umbenennung von Straßen oder Schulen mit dem Namen des Rassisten und Antisemiten Karl Marx hört man nie was.

    • Marx war Antisemit?

      • Erst nach der Konvertierung, aber er hat sich immerhin mit seinem Judentum auseinandergesetzt.

      • Sehen Sie mal nach, wie Marx Ferdinand Lassalle bezeichnete.

  • Wetten, dass dieses Ergebnis für die Tonne war?
    Im Rat der Stadt wird dann eben beschlossen, dass es geändert wird! „Unsere Demokratie“ wird doch eine Niederlage durch Demokratie nicht einfach hinnehmen!

  • Warum wird eigentlich der Name „REICHSTAG“ in Berlin noch aufrecht erhalten ? Also einen besseren gedanklichen Bezug zum Dritten Reich , gibt es ja wohl kaum ! *LOL*

    • Finde ich allerdings auch.

    • Den Reichstag gab es schon Jahrhunderte vorher. Nicht umsonst sind diese 12 Jahre ja das DRITTE Reich.

  • Ich warte nur noch darauf, bis endlich die Autobahnen demontiert werden, die haben ja die damals auch ausgebaut und für sich vereinnahmt.

  • SAnitifa Kurve würde sich in Münster anbieten.
    Oder Linksweg.
    Oder einfach LeniR Allee.

  • Tja, es gibt halt keine Initiativen, die Strassennamen nach Militärs oder ähnlichen Symbolfiguren umbenennen wollen. Weder bei den Leuten, noch in der gleichgeschalteten Verwaltung. Solange das so bleibt, ist Jammern fehl am Platz.

  • Na bitteschön:

    Städte/Gemeinden außerhalb der „Hauptstadt“ (in Wahrheit nur ReGierungssitz) entscheiden klüger als es Berlins Kay Wegner und seine Linken Mitstreiter jemals gekonnt hätten

    Zumindest in Münster/NRW lassen sich die Bürger mehrheitlich nicht „woke Straßenumbenennungen“ der Grünen Linken usw widerspruchslos gefallen und setzen ihren Willen durch

    Ein Beispiel welches befürchtungsweise auch weiterhin in der Hauptstadt der Schande keine Schule machen wird

    • Hauptstadt? Wenn in anderen Ländern dieser Sumpf genannt wird, dann wird Shithole gesagt.

      • stimmt nicht – Hindeburgplatz – jetzt Schlossplatz
        Diskussion 2010-2012 zehn Straßenanmen vorgeschlagen
        6 von 10 umbenannt

        grün rot rules

  • Wenn man Straßen und Plätze in Sommer-Platz oder Rosen-Straße umbenennt: ok. Sobald aber ein Name durch eine andere Person ersetzt wird, legt das nahe, dass die ausgewählte Person ein Mensch mit Heiligenschein ist, der nichts Böses in seinem Leben gemacht hat, nie aggressiv oder kriminell war. Weiß man das? Es gibt hierzulande inzwischen George-Floyd-Plätze, um ein Opfer von Rassismus zu ehren. Der Herr war allerdings bekanntlich ein Kleinkrimineller. Die Mohrenstraße in Berlin wurde in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt, nach einem Philosphen aus Ghana. Focus, 04.10.2025: „Doch jetzt stellt sich heraus: Der neue Namensgeber stammt aus einer Familie von Sklavenhändlern.“ Reicht eine dunkle Hautfarbe, um geehrt zu werden?

  • Zur ‚Kriegstüchtigkeit‘ gehört eben auch das, Sedanstraße, Elsässerstraße, Lothringerstraße et cetera hahahaha hahahaha hahahaha…..

  • Deutschland geht wirtschaftlich den Bach runter und wir unterhalten uns über Straßennamen! Wenigstens gehen wir dann antifaschistisch den Bach runter! Ist doch auch was … oder?

    • Eine x-beliebige Stadt könnte ihre Straßen nur mit Vornamen oder Bäumen benennen. Irgendwelche linken/linksextremen Idioten hätten dann auch an jeder zweiten Straße etwas zu mäkeln, wetten?

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