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Mietrechtsreform

Per Gesetz: SPD-Justizministerin Hubig will Vermieter noch stärker regulieren

SPD-Justizministerin Stefanie Hubig will Vermieter per Gesetzesreform stärker in die Pflicht nehmen. So sollen befristete Verträge künftig nicht mehr von bestimmten Regelungen im Mietrecht ausgenommen sein. Auch möblierte Wohnungen werden weiter reguliert.

Stefanie Hubig will eine Gesetzesreform durchbringen. (IMAGO/)

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SPD-Bundesjustizministerin Stefanie Hubig treibt ihre Reform des Mietrechts voran und legt erstmals konkrete Vorschläge auf den Tisch. Nach Informationen der ARD hat ihr Ministerium einen Entwurf ausgearbeitet, der vor allem Mieter in angespannten Wohnungsmärkten besser schützen soll. Der Text soll am Sonntag an Miet-Verbände verschickt werden, damit diese dazu Stellung nehmen können.

Ein zentraler Punkt der geplanten Reform betrifft möblierte Wohnungen: Künftig sollen Vermieter offenlegen müssen, wie viel sie zusätzlich für die Einrichtung verlangen. Diese Offenlegungspflicht soll den Vermieter noch bevor der Mietvertrag zustande kommt, treffen. Verschweigt der Vermieter diesen Zuschlag, steht dem Mieter nach dem Entwurf dann der Anspruch zu, nur die Miete zahlen zu müssen, die eine unmöblierte Wohnung kosten würde.

Ziel des Ministeriums ist es, dass über hohe Möblierungsaufschläge die Mietpreisbremse umgangen wird. Gleichzeitig soll die Reform festlegen, welcher Zuschlag auf die Miete für Möbel akzeptabel sein soll. Für komplett eingerichtete Wohnungen schlägt das Ministerium pauschal fünf Prozent der Nettokaltmiete als zulässigen Aufschlag vor.

Auch befristete Mietverträge stehen auf dem Prüfstand: Sie sollen nur noch dann von der Mietpreisbremse ausgenommen sein, wenn sie höchstens sechs Monate laufen und ein nachvollziehbarer Grund auf Seiten des Mieters besteht. Auch damit soll verhindert werden, dass Vermieter Befristungen nutzen, um höhere Mieten zu verlangen. Änderungen sind zudem bei Indexmieten geplant, die sich an der Inflationsrate orientieren.

In Zeiten stark steigender Preise soll die Miete künftig höchstens um 3,5 Prozent pro Jahr erhöht werden dürfen. Außerdem soll die Reform mehr Schutz für Mieter in Zahlungsschwierigkeiten bieten: Wer mit der Miete in Rückstand gerät, soll eine Kündigung einmalig abwenden können, wenn er die offenen Beträge vollständig nachzahlt.

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Nicht nur SPD-Ministerin Hubig will damit den Wohnungsmarkt entspannen; auch die SPD Berlin war zuletzt mit einem Vorschlag zur Lösung der besonderen Wohnungsnot in der Hauptstadt vorgestoßen und hatte damit für Aufsehen gesorgt. Die Berliner SPD will zur Lösung des Wohnungsproblems das bereits angekündigte Wohnraumsicherungsgesetz in der Hauptstadt deutlich verschärfen. Ein zentraler Aspekt der angestrebten Verschärfungen ist dabei die Einführung eines zentralen, digitalen Mietenkatasters.

Innerhalb von zwölf Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes wären Vermieter danach verpflichtet, jede Wohnung in ein Register des Senats einzutragen. Erfasst werden sollen unter anderem die Wohnlage, die Etage, die Wohnfläche, die Anzahl der Zimmer sowie die Vertragsparteien. Darüber hinaus sind Angaben zu einem möglichen Wohnberechtigungsschein, zur vereinbarten Nettokaltmiete, zur letzten Mieterhöhung sowie zu umgelegten Kosten wie Grundsteuer oder Verwaltungsausgaben vorgesehen.

Eine bereits eingerichtete Mietpreisprüfstelle soll dann die Angaben der Vermieter auswerten und überprüfen, ob die verlangten Mieten rechtlich zulässig sind. Bei ersten Anzeichen überhöhter Mieten sollen die Bezirke eingeschaltet werden, bei Verdacht auf Mietwucher die Staatsanwaltschaft (mehr dazu hier).

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97 Kommentare

  • Mein Rezept wäre, Mieter in angespannten Wohnungsmärkten zu entlasten, indem man den Wohnungsmarkt entspannt.
    Insider wissen, wie ich das meine.
    Nicht noch mehr regulieren!

    • Die Entrechtung der Vermieter durch das sozialistische Altparteien-Kartell wird sicher viele, viele, sehr viele neue Mietwohnungen erschaffen.

      • Eben. Aktuell plant die SPD auch sämtliche Kapitalerträge mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen zu belasten. Dazu gehören auch Mieteinnahmen. Man sorgt so langsam dafür, dass das Vermieten zu einem Nullsummenspiel wird, das nur zu einem Zeitvertreib wird, zumindest für Privatvermieter, deren vermietete Wohnung nicht in einer teuren Wohnlage liegt.

      • Und zum Bürokratieabbau taugt’s ja auch noch.

      • Die Mietpreisbremse und die von der SPD angestrebten Krankenversicherungsbeiträge auf Mieteinnahmen vervollständigen den Eindruck, dass Vermieter aktuell der Hauptfeind der SPD sind (neben der AfD natürlich) und die legalen und illegelen Migranten die wichtigste Klientel der SPD. Alle von der SPD geplanten Maßnahmen werden sicherlich zu einem Boom im Wohnungsbau führen. (keiner Scherz)
        Und was sagt eigentlich die CDU dazu?

        • Krankenversicherungsbeiträge auf Mieteinnahmen gibt es bei Selbständigen schon immer. Da die meisten Profivermieter (>4 Mietwohnungen) Selbständige sind, wird das Ganze wie üblich nach hinten losgehen.
          Die kleinen Vermieter geben die Wohnungen auf und es gibt dadurch weniger Mietwohnungen und es werden auch keine neuen Einnahmen generiert.
          Typisch SPD halt.

          5
        • (Gemeint war eigentlich kleiner Scherz, aber vielleicht ist es ja auch keiner.)

          0
        • Die CDU sagt dazu gar nicht’s weil sie sich dauerhaft im Auslandseinsatz befindet… Die haben mit dem normalen Alltag der Leute nicht mehr viel zu tun… Ukraine ist wichtiger..

          0
    • Das wäre die einfache und effektive Lösung, die schnell ca 100 Milliarden Entlastung bringen würde.
      Aber das wollen die Kommunisten nicht.
      Ziel ist offensichtlich eine Volkseigene Wohnung wie in der DDR

    • Nein, mehr Wohnungen bauen kommt für die Ökosozialisten nicht in Frage. Weder beim Baurecht noch bei Erleichterungen für Vermieter und/oder Investoren.

  • und der ganze Aktionismus schafft nicht eine einzige Wohnung mehr – im Gegenteil!

  • Meinen Gruß und Respekt an die stummen Helden dieses Landes:

    Diejenigen, die immernoch und aller politischer Schikanierung, Gängelung und Bevormundung zum Trotz Wohnraum schaffen und vermieten und sich damit weiter zur Zielscheibe für den blinden Aktionismus und Herrschsucht eines jeden ambitionierten Politikers, machen.

    Das hierzu erforderliche Ausmaß an persönlicher Leidensfähigkeit übersteigt zumindest für mich jedes vorstellbare Maß und wäre mir bei Weitem nicht gegeben. Es ist mir ein Bedürfnis, dies einmal ausdrücklich zu würdigen.

    • Sehr sehr guter Kommentar….

  • Regierungen haben für Schaffung von Wohnraum zu sorgen, bzw. die Ermöglichung durch privaten Sektor.

    Regierungen haben NICHT dafür zu sorgen, vorhandenen Wohnraum zu regulieren oder gar per DIKTAT zu vernichten (Mietpreisdeckel, Enteignung, Heizungsgesetz, Zwangssanierung EU etc.)!!!

    Hätte man eine Volksherrschaft, würde es man/das Volk denen sagen und/oder jene feuern.
    Aber in einer Parteiendiktatur diktieren die Parteizentralen was das Volk zu tun hat.

    • Volk … wir Deutschen werden immer weniger, freundlich gesagt, kommen immer mehr Migranten ins Land und zwar IQ-Schwache – gesteuert durch diese Altparteien und Globalisten. Schluss damit, zurück zu einem echten Deutschland.

  • Je mehr Zustrom desto mehr Wohnungen braucht man ist eine ganz einfache Rechnung. Daran gibt es keinen Zweifel.

  • Laufend neue Regulierungen, höhere Steuern und zum Schluss auch noch ein Heizungszwangsgesetz. Wie kann man nur solche Parteien wählen?

    • … und die Mieter zahlen alle Umlagen,Steuern, Preiserhöhungen. Deshalb traut sich die Politik nicht, die „zweite Miete“ zu regulieren. Da wird nämlich vom Staat abkassiert. Schön immer mit der Kaltmiete ablenken ….

  • Es sollte wirklich so eine Art Intelligenztest geben. Sobald jemand glaubt, die Situation für Mieter dadurch zu verbessern, dass man den Vermietern das Leben schwerer macht: Durchgefallen.

  • Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
    Ich wusste schon vor Jahren, wer hier in Deutschland in irgendwas Investiert der muss – wie sagt man – „mit dem Klammerbeutel gepudert sein“.
    Statt bauen und investieren zu vereinfachen, kommen immer neue Vorschriften, Auflagen und Bürokratie hinzu.

  • Die Zahl der Vermieter wird wohl so eher kleiner als größer.

    • Die Enteignung ist schon im vollen Gang, aber die Wohnungen werden weniger.

    • Erbschaftssteuer nicht vergessen …

      • Beitragszahlung Kranken- und Pflegeversicherung von der eingenommenen Miete ist in Planung.

  • Mein Onkel hatte auch eine Mietwohnung die steht jetzt leer,er hatte keine Lust mehr mit den Mietern sich rumzustreiten …..

    • Wir haben auch ein Apoartement, das wir seit geraumer Zeit nicht mehr vermieten.
      Ausser Ärger bleibt sonst nichts übrig.

  • Super Idee, dass private Investoren mehr Wohnraum schaffen…,

  • Wieder mal ein super Beispiel, warum sich viele aus D zurückziehen werden und ich denke, unsere Highperformer auf der Regierungsbank verstehen noch nichtmal die Zusammenhänge…

  • Die Ministerin hat noch den RAUCHMELDER, das WAFFELEISEN und die LUFTWÄRMEPUMPE vergessen!
    Es ist doch ganz einfach:
    – Wer möbliert vermietet wird zum BEHERBERGUNGSGEWERBE und muss in BERLIN ÜBERNACHTUNGSSTEUER zahlen.
    Es sei denn, es liegen mieterseitig Nachweise für Befristung vor (Artist in Residence, Arbeitgber-Zeitarbeit, familiäre Gründe, Wohnungsnot).

    • Übernachtungssteuer ist genauso irre ..

      • Hätte auch Kurtaxe lauten können, aber sowas geht nur in Bad Staffelstein! Und so war es möglich, für über 22 Mio. € ein regionalisiertes Finanzamt für die Erfassung der Übernachtungssteuer neu einzurichten, das große Teile der Einnahmen „bürokratisiert.“

        • Sie schreiben in Rätseln? Was geht nur in Bad Staffelstein? Kurtaxe dürfen nach § 43 Kommunlabgabengesetz alle Kurorte, Erholungsorte und sonstige Fremdenverkehrsgemeinden erheben.

          0
        • Kurtaxte hätte die Selbstverwaltung der Tourismuswirtschaft gestärkt. Übernachtungssteuer sichert den politischen Zugriff und die Feinsteuerung durch Parteien! Die haben es sogar geschafft, dass die Freie Szene Selbstverzicht geleistet hat, und sich als „nichtkommerziell“ ins prekäre Aus einbetoniert hat! :-))

          0
  • Die sollten sich auch fragen, warum in diesem reichen Land manche Leute möblierte Wohnungen brauchen. (Außer berufliche Pendler)

  • Für komplett eingerichtete Wohnungen schlägt das Ministerium pauschal fünf Prozent der Nettokaltmiete als zulässigen Aufschlag vor. Hat Frau Hubig eine Ahnung davon, was eine komplette Wohnungseinrichtung kostet? Überhaupt sollte der Staat nicht übergriffig werden bei privatem Wohnraum. Er kann ja staatliche Unternehmen zu billigen Mieten verpflichten. (Im Notfall subventioniert der nette Steuerzahler. Tut er doch gerne.)

    • Nach 10 Jahren Möbelvermietung wären dann noch 50% vom Anschaffungspreis offen (ohne evtl.Abschreibung). Restwert: 0.

  • Genau solche „Reformen“ sind das, was Deutschland nun ganz, ganz dringend braucht….. Von nun an kann es nur noch aufwärtsgehen (nicht dass eine solche Reform irgendetwas an der Wohnungsmisere ändern würde).

  • Wie war das nochmal mit der Entbürokratisierung???…

  • Wenn ich ohnmächtig und hilflos bin, produziere ich Geschäftigkeit und Tatkraft. Mehr scheinen als sein.

  • Nichts geschieht zufällig, niemand glaubt dass durch restriktives Mietrecht Wohnungen entsteigen oder gar Wohnungssuchende irgendwelche Vorteile haben.
    Man nutzt die Chance, der Wohnungsknappheit die Freiheit zu beschränken und die Gesellschaft zentral zusteuern, das ist deren Ideologie. Es garantiert deren Auskommen indem sie steuern und kontrollieren.
    Ansonsten wäre es ganz einfach für mehr Wohnungsbau zu sorgen. Man könnte die z.B. die Anschaffungskosten für Selbstnutzer auf Null setzten.

    • Grunderwerbsteuer und Notarkosten in Polen z.B. gedeckelt. Glaube bei ca. 3000€. In Deutschland durchschnittlich ca. 10.000€. (ohne Maklerprovision)

  • Das belebt bestimmt ganz doll den Wohnungsmarkt. Man sollte unbedingt noch die allseits beliebte doppelte Erdwärmepumpenpflicht einführen.

  • Ich sehe nicht den Bedarf an einer bundesweiten Regelung. Nur weil es in Ballungsgebieten Probleme gibt, muss man nicht Bundesgesetze verändern. Vielmehr ist es Aufgabe der Kommunen hier ggf. zusätzliche Regelungen zu treffen. Wer aber nach immer mehr Migranten ruft, der hat die Situation selbst herbeigeführt und kann die Probleme auch anders lösen.

  • Das wird die letzten Vermieter versprechen.
    Folge: noch weniger Wohnungen auf dem Markt…..tolllllllll

  • …es muss nur demokratisch aussehen…

  • Dass die Kündigung bei Nachzahlung unwirksam wird, das steht schon im Gesetz. 569 BGB, wenn man lesen kann.

  • Kann mir jemand verraten, wie diese Frau in diese Position kommt?
    Qualifikation scheidet wohl aus.

    • Quote? Nur eine Idee

    • Hochgev*gelt kann man auch ausschließen

    • Kann mir jemand verraten, wie diese Frau in diese Position kommt?

      ganz einfach, weil diese Frau ordentliche Abschlüsse und entsprechende berufliche Erfahrungen vorzuweisen hat.

      Sie auch, hm ??
      ….mal eher nicht.

      -42
      • Ein Jurastudium qualifiziert nicht unbedingt für Wissen im Wohnungsgewerbe/in der Immobilienwirtschaft.

      • Ihre Kenntnisse in Ehren. Aus Wiki sind die „ordentlichen Abschlüsse“ und „berufliche Erfahrungen“ nicht zu entnehmen. Und als Richterin und Staatsanwältin ist darauf auch nicht zu schließen, berufliche Erfahrungen bedingen wohl eine Zuständigkeit als Zivilrichterin, die aber wohl unwahrscheinlich ist.

      • Eigentlich können Sie einem Leid tun…

      • Wie weit links willst dich dich noch positionieren Sharky?
        Heute noch eine SAntifa Demo?

      • Bullshark hat recht. Die Dame ist bestimmt die Einäugige unter den Blinden.

        Aber sie kann, bedingt durch andauernden Staatsdienst, auch völlig weltfremd wie Brosius-Gersdorf sein. Frau Brosius-Gersdorf hat ihr krudes Weltbild, ich glaube bei Lanz, öffentlich gemacht und sich dadurch selbst abgeschossen.

        Ich hätte lieber: Mariana Harder-Kühnel (Vorschlag von AFD für Bundestagsvizepräsidentin)
        Nach dem Besuch des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen
        studierte Mariana Harder-Kühnel von 1994 bis 1999 Rechtswissenschaft
        an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach absolviertem Referendariat
        am Landgericht Gießen bestand sie die 2. juristische Staatsprüfung 2001.
        Von 2002 bis 2010 arbeitete sie als Rechtsanwältin bei der
        Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG in Frankfurt,
        von 2010 bis 2014 bei der Kanzlei Frenzel & Coll und seit 2015 bei
        Rechtsanwälte, Notare & Steuerberater Kühnel-Spangenberg-Palige.

      • Du bestimmt nicht, sonst würdest du nicht so einen bullshit schreiben.

      • na, ihr ahnungslosen 1zeller ; hat’s euch mal wieder getriggert, dass ihr intellektuell nur einfachste Ausstattung vorzuweisen habt.

        „es muss ach Bleede gemm..“ (Meister Eder)

        -11
        • Sie geistloses Pantoffeltierchen, aber was will man linken Schmarotzern schon erklären

          0

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