Pressefreiheit
„Schock über Zensurforderung“: Deutscher Journalisten-Verband kritisiert Daniel Günther
Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Zensurforderung von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther kritisiert. Wenn er sich über Neue Medien ärgere, dürfe die Antwort „nicht Zensur oder gar Verbot heißen“.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat in einer Pressemitteilung die jüngsten Äußerungen des amtierenden Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, scharf kritisiert. Der DJV zeigt sich demnach über die von Günther geforderten Zensurmaßnahmen „schockiert“. Günther hatte vergangene Woche bei Markus Lanz den Wunsch geäußert, Neue Medien wie das Nachrichtenportal Nius zu zensieren, da diese angeblich Desinformation produzieren würden.
Der Bundesvorsitzende des DJV, Mika Beuster, hält die Forderungen Günthers für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Wörtlich sagt er: „Wenn sich Daniel Günther über Nius und andere ärgert, darf die Antwort nicht Zensur oder gar Verbot heißen.“ Vielmehr seien mögliche Konflikte über journalistische Standards Angelegenheit des Deutschen Presserats und nicht des Staates.
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Beuster sieht Journalisten hingegen häufig als Opfer von Hass und Drohungen in den sozialen Medien, gegen die der Staat zu wenig vorginge: „Strafanzeigen verlaufen oft im Sande. Hier besteht für den Staat Nachholbedarf – und es sei nur schon durch mehr qualifiziertes Personal in der Justiz“. In diesem Bereich gebe es „eindeutig zu wenig Staat statt zu viel“.
Der DJV gilt mit 27.000 Mitgliedern als der größte Berufsverband für Journalisten in Deutschland. Als Trägerorganisation des Deutschen Presserats setzt er sich traditionell stark für die Selbstkontrolle der Presse ein und drängt auf die Zurückweisung staatlichen Einflusses auf presseinterne Angelegenheiten. In dieser Rolle wirbt der DJV dafür, journalistische Qualität durch freiwillige Regeln, Kodizes und unabhängige Beschwerdeverfahren sicherzustellen.
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Daniel Günther hat mit seinem jüngsten Vorstoß vor allem die aus seiner Sicht geringe Qualität von Neuen Medien beanstandet. Auf die Frage, ob er auch bereit sei, Medien zu „zensieren, im Notfall sogar [zu] verbieten“, antwortete er selbstbewusst: „Ja“. Nachdem er hierfür kritisiert worden war, legte er in einem Instagram-Beitrag noch einmal nach. „Stimmungsmache ist keine Berichterstattung. Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin.“ Zudem fordert Günther ein Social-Media-Verbot für unter 16-jährige.
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Der DJV weiß sehr wohl, dass Zensur und Verbote jeden treffen können, der abseits der Vorstellung von Politikern wie Günther ihrer Arbeit nachgehen.
Freier Journalismus wäre dann praktisch nicht mehr möglich.
Das käme einem Berufsverbot gleich.
Und Aussagen wie „nicht überall, wo Journalismus drauf steht, ist auch Journalismus drin.“ zeigen, wie wenig G. von der Sache versteht.
Der Beruf des Journalisten ist bewusst kein geschützter Beruf, eben darum, weil eine freie Berichterstattung nicht möglich wäre, wenn man Journalisten unter Kontrolle des Staates stellt.
Jeder, der will, darf sich Journalist nennen und (im Rahmen der allgemein geltenden Rechtsordnung) publizieren.
Das haben die Väter und Mütter des GG so gewollt, und als es vorher anders war, gab es keine Pressefreiheit.
Danke für den fundierten Beitrag !
@Effi Ost
Ergänzend, es werden aber auch bestimmte Themen und Meinungen zensiert.
Darum geht es ja Leuten wie Günther.
Entweder die CDU wirft ihn raus oder sie teilt seine Auffassung zur Meinungs- und Pressefreiheit. Eine andere Lösung gibts nicht.
Wenn ein Journalismusverband im digitalem Zeitalter mehr als 4 Tage braucht, um sich zu melden, dann ist die Nachricht oft schon Schnee von vorvorgestern.
https://www.djv.de/news/pressemitteilungen/press-detail/schock-ueber-zensurforderung/
Eher der Druck UND die Beharrlichkeit der alternativen Medien hat jene wohl aus dem Winterschlaf geholt.
Zeit brauchte man nicht sowie mehrere Quellen bemühen, da es der ÖRR in mediathek und selbst live vor Millionen tötigte.
Der DJV wird wohl aufmüpfig. Die sind wohl aus ihrem Dornröschenschlaf durch die Vulkangruppe geweckt worden.
Ein Berufsverband der Jahreland schweig , wenn sein Land stramm Richtung gelenkte Demokratie geht ist bezeichnend. Wo liegt da der Hase im Pfeffer ? Dubai ?
Mit wird immer klarer wie wichtig Apollo News für unsere Demokratie ist.
Dankeschön !
Kritik ist zu wenig, Rücktritt ist angezeigt. Alles ist im Wandel. heute haben wir die Medien wie X, die es jedem erlauben seine Meinung und seine Informationen zu veröffentlichen. Das ist gut. Natürlich fördert und fordert das eine höhere individuelle Kompetenz, aber das ist doch viel besser als jetzt, wenn 80% nicht mitbekommen, dass sie hinter die Fichte geführt werden.
Wir hauen mal einen raus, mal schauen was passiert und ggf. machen wir weiter.
Der Verband sollte den „Schock“ nicht zum kritisieren nutzen, sondern ihn zum Rücktritt auffordern.
Mal sehen, wie lange sich dieser vermeintliche Wahheitsminister NOCH an sein beschädigtes Amt Klammern könnte, wenn alle Verbandsmitglieder dies in ihren Medien fordern würden.
Hier ist ein Exempel von Seiten der vierten Gewalt mehr als überfällig!
Aber, aber… die Journalisten werden doch nicht die Hand beißen, die sie mit Steuergeldern dick und fett füttert. Stattdessen mobben sie freie, ehrliche Kollegen wie Reitschuster aus der Pressekonferenz.
Man wundert sich ja auf den ersten Blick über die deutliche Kritik des DJV an Zensur-Träumereien. Anständig. Auf den zweiten Blick möchte der DJV „Nius und andere“ allerdings anscheinend höchstselbst mit dem Deutschen Presserat disziplinieren (Pressekodex, wer ihm nicht unterliegt, wird von Landesmedienanstalten beaufsichtigt) und ruft nach mehr Staat bezogen auf soziale Medien und eine aktivere Justiz („Hier besteht für den Staat Nachholbedarf – und sei es nur schon durch mehr qualifiziertes Personal in der Justiz“). Ob es dem Verband wirklich um ehrenwertes Engagement für die Meinungs- und Pressefreiheit geht, wäre zu fragen. Wer in den Sozialen Medien mehr Staat und mehr Gerichte wirken sehen möchte, ist vielleicht nicht für Zensur, aber evtl. doch für größere Kontrolle unliebsamer Medien und Inhalte? Wie Günther auch.
Na, endlich kapieren sie es—- heute könnten es die neuen Medien sein, die von Politikern angegriffen werden— und morgen die „alteingesessenen“ Medien, wenn sie es wagen, nicht so zu spuren und zu berichten, wie Politiker es wünschen.
Ein Rücktritt von Günther ist überfällig!
Warum jagen sie ihn nicht aus dem Amt? DAS wär ihre Aufgabe.
„Schock über Zensurforderung“ von MP Günther? Dieser Politiker hat beim NDR Heiligenstatus und er soll dort nur geduzt werden. Auch vom DJV muss daher auch eine Rücktritts- Forderung kommen, sonst sind diese Aussagen unglaubwürdig.
Tja, der Druck wird halt von oben nach unten durchgegeben. Das sollte doch diesen Journalisten nicht fremd sein. Ein wenig Empathie für die Gebeutelten, die eine immer repressivere Politik und ihre Auswirkungen erfahren müssen, auch herbeigeschrieben und medial-produziert von dieser Zunft!
Ich meine: Interessiert Irgendjemanden in diesem Land, wie es um die Selbstmordrate seit 2020 bestellt ist? Oder nur, wieviele Kinder man durch welche Massnahmen auch immer verhindern kann? Merken diese schreibenden Leute nicht, in welches moralisch-verwerfliche Fahrwasser sie sich selbst haben mitreissen lassen?
Die Fackel der Demokratie halten die Kritiker hoch, lassen Sie sich das gesagt sein!
Sie sind Opportunisten, die kurz vor Toresschluss meinen, das Schlimmste vermeiden zu wollen und dann in einem Streich noch gegen die Opfer (ohne Macht im Köcher) austeilen und Snowflake-like gar nichts an Kritik vertragen! Unfassbar, sowas!
Wir kämpfen hier auch für Ihre Pressefreiheit!
Daran und an die Salami-Methode mit all ihren Konsequenzen sei dann nochmal erinnert
https://www.youtube.com/watch?v=OeN_YnC98xw
und dabei spielt es für mich keine Rolle, wer an den Schalthebeln sitzt!
Man unterstützt solch einen Terror einfach nicht! Egal zu welchem Thema und wem es angeblich nützt! Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Und Journalisten sollten sich never ever zu Handlangern von Machthabern machen und IMMER die kritische Distanz wahren! Lesen und verstehen Sie endlich Hannah Arendt!
Da melden sich mal genau die richtigen Pharisäer ! Der DJV ist sozusagen der Garant für saubere Junta Berichterstattung. D A S war mal ganz anders, nun ist es eher ein mit ganz wenigen Ausnahmen linker Haufen. Gefälligkeitsjournos Par excellence !
Ach, Herr Beuster ist auch aufgewacht. Tage später.
Gab´s vermutlich „Abstimmungsbedarf“?
Der DJV meldet sich wenigstens zu Wort. Auffällig ist das Schweigen seitens des prominenten Personals der „demokratischen“ Parteien. Abgesehen von dem Beifall aus dem Munde von Andreas Bovenschulte hat sich als eine der Wenigen Karin Prien auf X geäußert: „Was für eine absurde Kampagne“. Mehr nicht. Günther redet sich bei Lanz um Kopf und Kragen, Frau Prien fällt dazu nichts ein außer das billigste aller linksgrünen Argumente: Kampagne. Das „von rechts“ kann sich jeder dazu denken.
Die sind aufgewacht, ja Potzblitz….
Nicht kritisieren, rauswerfen ohne Entschädigung und Pension!
Vielleicht fangen die Journalisten jetzt mal auch an negativ über die Politikerbande zu berichten und nicht immer „den Hintern pudern“.
War das selbst dem Journalisten-Verband zuviel? Oha. Man hat mal nachgedacht.
Nicht, dass es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte. Die USA wissen es, selbst der Pabst spricht schon davon. DSA, politische Werbeverbote während die EU massiv in Regierungsbildung eingreift (Rumänien, 600 Mio für NGOs,…) und nun ein amtierender Ministerpräsident, der offen und überzeugt von Zensur und Verbote spricht. Die Haltung deutscher und europäischer Politiker entspricht längst der verblendeten Selbstwahrnehmung, wie wir sie aus der DDR kennen.
Mittlerweile kommt mir das Ganze wie eine Nebelkerze vor. Natürlich waren die Äußerungen von Günther gegen das Grundgesetz. Aber was passiert in Deutschland seit Merkel bis Merz JEDEN TAG in Deutschland TATSÄCHLICH, wodurch das Land immer mehr zerstört wird?! DAS ist doch die eigentliche Katastrophe!
Richtig! Diese Leute benutzen Merkels eingepflegte Nudging- und Framing-Methoden seit Jahr und Tag um die Bürger zu gaslighten und den Meinungskorridor nach links zu verschieben und fühlen sich anscheinend keiner Schuld bewusst (merken es teils nicht mal, sind sie also selbst Opfer? von wem?)! Beanspruchen im Klugredermodus aber ansonsten die intellektuelle Wahrheit als Mass aller Dinge! Entweder sie sind wirklich klug und verstehen endlich, wie sie Menschen manipulierten (Gustave le Bon und Mattias Desmet dürften sie doch inzwischen kennen!) oder sie sind einfach dumme Mitläufer? Das müssen diese Leute schon selbst einschätzen. Immerhin haben wir alle ein Gewissen bilden können, das unterscheidet uns von KI, die allerdings auch den Journalismus verdrängen wird, wenn diese Journalisten nicht gegensteuern – und zwar mit Verstand und Einsicht! Sonst schaffen sie sich selbst ab und merken es nicht einmal! Ähnlich der Politik u. deren Wahn bzgl. Krieg und Klima; es ist selbstzerstörerisch!
Was jammern diese Systemknechte der Lügenpresse herum?! Auf einmal sehen sie wohl doch ihre Felle davonschwimmen. Der Wind könnte sich ja irgendwann mal drehen. Seht, wie sie zittern ……..
Leidet der Herr Beuster zufällig an Schizophrenie?
Er kritisiert den Günther, ooohh verbieten geht ja gar nicht, aber : „Strafanzeigen verlaufen oft im Sande. Hier besteht für den Staat Nachholbedarf – und es sei nur schon durch mehr qualifiziertes Personal in der Justiz“.
Das heißt, das noch nicht so viele gute Leute in die Justiz reingebracht worden sind, wie nötig wären, um die alternativen Medien nicht verbieten zu müssen, sondern nur mit Anzeigen zum Schweigen zu bringen.
„Strafanzeigen verlaufen oft im Sande. Hier besteht für den Staat Nachholbedarf – und es sei nur schon durch mehr qualifiziertes Personal in der Justiz“….
Qualifiziertes Personal? Eher ideologisiertes Personal! Kommt halt immer darauf an, wo die Journalisten stehen und von welchen (Melde)Stellen die Anzeigen kommen. Wenn die Anzeigen von der richtigen Seite kommen, klappt das schon und es kommt wenigstens bis vors Gericht. Wenn sie von der falschen Seite kommen, findet sich meist nicht einmal ein Staatsanwalt, der ein Verfahren einleitet.