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England

Universitätsklinik behauptet: „Menschenmilch“ von Transfrauen soll genauso gut für Säuglinge geeignet sein wie Muttermilch

Ein medizinischer Direktor des britischen Gesundheitssystems NHS behauptet in einem internen Schreiben, dass das Brustsekret, das Transfrauen durch eine Hormontherapie entwickeln können, genauso gut für einen Säugling geeignet sei wie Muttermilch.

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Ein Stiftungsfonds des britischen Gesundheitssystems NHS hat in einem internen Schreiben behauptet, dass bei Männern durch Hormontherapie induzierte „Milch“ genauso gut für Säuglinge sei wie Muttermilch. Das berichtet die Daily Mail in Bezug auf den von einer Internetplattform geleakten Brief. Der medizinische Direktor des University Hospitals Sussex NHS Foundation Trust verteidigt damit die bisher nur selten angewendete medizinische Praxis, bei der Transfrauen, also biologischen Männern, Medikamente verabreicht werden, die dazu führen, dass sie ein Muttermilch-ähnliches Sekret in ihren Brüsten produzieren. Dieses wird dann von den Transfrauen auch an ihre meist adoptierten Säuglinge verfüttert. 

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Die britische Universitätsklinik sieht darin offenbar kein Problem. In dem Schreiben, in dem durchgängig von „Menschenmilch“ statt Muttermilch gesprochen wird, wird behauptet, dass die Hormon-Mich von Transfrauen „ideal“ für Säuglinge sei. Das würden auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Im Schreiben wird dazu auf eine Studie aus dem Jahr 2022 verwiesen, in der die Konzentration des Hormons Testosteron in der an das Kind verfütterten Milch von Transfrauen getestet wurde. In dieser hätten sich „keine sichtbaren Nebenwirkungen“ beim Kind gezeigt, heißt es. 

Die genannte Studie ließ sich bei der Recherche dieser Redaktion nicht eindeutig identifizieren. Es findet sich lediglich eine Studie aus demselben Jahr, bei dem die Testosteron-Level in der Muttermilch von stillenden Transmännern, also biologischen Frauen, untersucht wurde. Diese Überprüfung ist tatsächlich sogar naheliegender als eine Untersuchung von Testosteron in Transfrauen, da Frauen, die ein männliches Erscheinungsbild annehmen wollen, Testosteron-Präparate einnehmen, während Männer, die weiblich aussehen möchten, stattdessen weibliche Hormone erhalten. 

Der Hormoncocktail hinter der „Menschenmilch“

Zusätzlich müssen Männer, die „Milch“ produzieren wollen, aber noch eine ganze Reihe weiterer Medikamente zu sich nehmen: Unter anderem die Hormone Progesteron und Östrogen, um das Brustwachstum anzuregen sowie das Medikament Domperidon, um den Milchfluss auszulösen. Zudem bekommen Transfrauen Medikamente wie Spironolacton verschrieben, um ihre männlichen Hormone zu unterdrücken. 

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Mehrere dieser Medikamente, darunter Domperiodon und Spironolacton, gehen bekanntermaßen in die Muttermilch über. In der Fachinformation zu Domperidon wird darauf hingewiesen, dass bei gestillten Säuglingen das Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere die das Herz betreffen, nicht ausgeschlossen werden könne. Spironolacton wiederum ist in deutschen Fachinformationen bei Stillenden sogar verboten. Die Begründung: Tierexperimentelle Untersuchungen haben eine Verweiblichung der Genitalien männlicher Nachkommen sowie Hinweise auf hormonelle Störungen des weiblichen und männlichen Nachwuchses ergeben. Beim Menschen sind hemmende Wirkungen auf männliche Hormone nachgewiesen worden. (Daher nehmen Transfrauen diesen Stoff auch ein).

Ob die durch Hormontherapie produzierte Milch nahrhaft genug für den Säugling ist, ist zudem kaum erforscht. Vereinzelte Studien zur Zusammensetzung von dem Milchsekret von Transfrauen haben den Untersuchern zufolge keine wesentlichen Unterschiede zu normaler Muttermilch gefunden. Auffällig ist jedoch, dass die Transfrauen schon nach mehreren Monaten mit dem Stillen aufhören mussten, aus Sorge, dass die Milch nicht reichen würde. Außerdem berichten Studien über die Kinder von stillenden Adoptivmüttern, dass fast die Hälfte der Kinder schon zwei Monate nach der Geburt die Brust ablehnt.

Insgesamt gibt es derzeit nur sehr wenige Studien, die untersucht haben, ob die „Milch“ von Transfrauen nahrhaft und nebenwirkungsfrei für Säuglinge ist. Die Sicherheit, mit der britische Gesundheitsvertreter behauptet, dass diese „Menschenmilch“ unbedenklich sei, ist daher sehr irritierend und entspricht nicht den üblichen wissenschaftlichen Kriterien ärztlichen Handelns. Offenbar gibt es tatsächlich Ärzte, die den Wunsch einiger Männer, entgegen ihrer Natur Kinder zu stillen, höher bewerten als die Gesundheit des Säuglings. 

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