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US-Präsidentschaftswahl

Umfragen: Trump in fast allen Swing States weit vor Biden

In fünf von sechs entscheidenden Bundesstaaten liegt Trump neusten Umfragen zufolge teilweise weit vor Biden. Für den Amtsinhaber dürfte das zu Kopfschmerzen führen, für Trump wäre es ein historisches Comeback.

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Bildquelle: Gage Skidmore, Wikimedia Commons via CC BY-SA 2.0 DEED

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In weniger als einem Jahr wählen die Amerikaner wieder einen neuen Präsidenten. Und für Amtsinhaber Joe Biden sieht es aktuell düster aus. Neue Umfragen zeigen, dass er in entscheidenden Staaten zum Teil weit hinter Donald Trump liegt. Trump führt aktuell die umkämpfte Vorwahl bei den Republikanern an.

Würde er die Präsidentschaftswahl 2024 gewinnen, hätte dies historische Ausmaße: Erst einmal, vor mehr als hundert Jahren, wurde ein Präsident erst abgewählt und dann wieder ins Weiße Haus zurück gewählt – damals war es 1892 Grover Cleveland, der 22. und 24. Präsident der Vereinigten Staaten.

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Die Unzufriedenheit mit Joe Biden muss jedenfalls tief sitzen. Neuste Umfragen der New York Times sehen Trump gegenüber Biden in fast allen der sogenannten „Swing States“ vorne. Das sind jene Staaten, die nicht klar Hochburgen der Demokraten oder Republikaner sind und damit die Wahl im Wahlmännerkollegium, dem „Electoral College“, entscheiden. In fünf von sechs dieser Staaten führt jetzt Trump, zum Teil mit weitem Vorsprung.

Gute Aussichten für Trump

In Nevada mit 10 Prozent, in Georgia mit 6 Prozent, in Arizona mit 5 Prozent, in Michigan mit 5 Prozent und in Pennsylvania mit 4 Prozent. Lediglich in Wisconsin liegt Biden demnach mit 2 Prozent vorne. Das ist beachtlich. Alle sechs dieser Staaten hatte Trump 2020 verloren – besonders schmerzlich damals Georgia, was zuvor als Republikaner-Hochburg galt und ganze 16 Wahlmänner-Stimmen hat, wo Biden am Ende hauchdünn mit knapp 12.000 Stimmen vorne lag.

Dass Trump nun fast in allen der „Swing States“ führt, dürfte bei Bidens Demokraten zu Kopfschmerzen führen. Zumal diese Umfragen auch keine Ausreißer sind. Bereits in mehreren landesweiten Umfragen lag Trump ein bis zwei Prozent vor Biden. Die landesweite Stimmverteilung ist zwar am Ende in der Wahl nicht ausschlaggebend, zeigt aber ein gewisses Stimmungsbild: Liegt dort Trump vorne, dürfte es in den „Swing States“ ebenfalls schwierig für Biden aussehen. Die New York Times-Umfrage bestätigte dies nun.

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Ob der Meinungsspiegel bis zur Wahl ähnlich bleibt, ist dabei natürlich fraglich. Einige Unsicherheitsfaktoren kommen dabei noch zu Trumps Ungunsten hinzu: Einerseits wäre da die Möglichkeit einer Verurteilung in einer der vier Anklagen gegen ihn, andererseits gibt es mit Robert F. Kennedy Jr. nun einen prominenten Dritten im Rennen, der zwar keine Chancen aufs Weiße Haus hat, aber bei Trump Stimmen abgraben könnte. RFK Jr. galt bei vielen in der demokratischen Partei, wo er zuvor als Vorwahlkandidat auftrat, als zu rechts. Bekannt geworden ist er unter anderem mit seiner Ablehnung der Corona-Impfung und der Lockdowns – beides unter Republikanern beliebte Themen.

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