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Rammstein

Staatsanwaltschaft Berlin stellt Ermittlungen gegen Till Lindemann ein

Gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann wird nicht weiter ermittelt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Berlin am Dienstag. 

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Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Ermittlungen gegen Till Lindemann eingestellt. Das bestätigte die Behörde am Dienstag gegenüber der Berliner Zeitung. Im Juni hatte die Staatsanwaltschaft begonnen, gegen den Rammstein-Frontmann zu ermitteln. Dabei war es um Tatvorwürfe aus dem Bereich der Sexualdelikte und Abgabe von Betäubungsmitteln gegangen. Die Anzeigen wurden damals von Dritten gestellt. 

Lindemann war von zahlreichen Frauen sexueller Missbrauch bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen worden. Alle großen Zeitungen hatten über die Anschuldigungen berichtet, in mehreren großen Recherchen – beispielsweise von der SZ und dem NDR – wurden Schilderungen anonymer Frauen wiedergegeben, die suggerierten, dass Lindemann junge Frauen gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen genötigt hatte. Auch der Vorwurf, Lindemann habe Frauen absichtlich durch K.O.-Tropfen, Drogen oder Alkohol für Sex gefügig gemacht, wurde von mehreren Medien verbreitet. 

Inzwischen mussten mehrere Zeitungen ihre Berichterstattung korrigieren. Die Rechtsanwälte Lindemanns hatten vor Gericht mehrere Unterlassungserklärungen durchgesetzt – unter anderem gegen den Spiegel, die SZ, den NDR und Tagesschau.de. Die Medien dürfen nun nicht mehr schreiben oder insinuieren, dass Lindemann Frauen mit Drogen sexuell gefügig gemacht oder vergewaltigt habe. Dafür gebe es schlichtweg keine Beweise. 

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