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Italien

Flughäfen rationieren Kerosin – auch Flugausfälle möglich

In einer Mitteilung hat der Anbieter Air BP Italia vor sinkenden Kerosin-Füllständen an vier italienischen Flughäfen gewarnt und Obergrenzen zur Betankung von Maschinen festgelegt – doch diese reichen oft nur für eine Stunde Flugzeit.

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Auch in Venedig geht Air BP Italia der Sprit aus (Imago / Depositphotos).

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An den ersten italienischen Flughäfen herrscht Sprit-Alarm: Vier Standorte im Norden des Mittelmeerlandes müssen ihre Kerosinvorräte jetzt rationieren. Grund dafür ist eine sogenannte Notice to Airmen beziehungsweise Notice to Air Missions (Notam, zu Deutsch: Mitteilung an die Flugdienste) des Anbieters Air BP Italia, der zu BP, ehemals British Petroleum, gehört.

Der Konzernableger warnt vor einer „reduzierten Verfügbarkeit von Jet-A1-Kerosin“, die noch bis zum 9. beziehungsweise teilweise 10. April anhalten könnte. Betroffen sind die Flughäfen Mailand-Linate, Bologna, Treviso und Venedig. An diesen Standorten gelten nun Einschränkungen: Ambulanz- und Staatsflüge sowie Verbindungen mit einer Flugdauer von über drei Stunden würden Vorrang bei der Betankung erhalten, während die Ausgabe von Kerosin an andere Verbindungen begrenzt würde.

Für Mailand wurde keine Obergrenze von Air BP Italia definiert, in Bologna und Venedig liegt das Limit pro Flugzeug jedoch bei 2.000 Litern, in Treviso sind es währenddessen 2.500 Liter. Dieses Volumen reicht bei den meisten eingesetzten Maschinen jedoch für maximal eine Stunde Flugzeit, meldete die Corriere della Sera. Ohne Zwischenstopps zum Nachtanken könnte es also knapp werden.

Der Betreiber der Flughäfen in Treviso und Venedig sendet jedoch Entwarnung: Die Einschränkungen seien „nicht erheblich“, weil neben Air BP Italia auch andere Kraftstoffanbieter die Standorte mit Treibstoff versorgen. Venedig trifft es dennoch besonders hart. Hier soll das Tanken Air BP Italia zufolge bestmöglich vermieden und schon vor der Landung an einem anderen Ort getankt werden.

Gegenüber RaiNews schlug Pierluigi Di Palma, Präsident der italienischen Luftfahrtbehörde Enac, aber auch für die drei anderen Flughäfen Alarm: Die Maschinen sollten bestmöglich vor der Landung betankt werden, weil das Kerosin in den Treibstofflagern sonst nicht reichen würde, warnte er.

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Zuvor hatten bereits verschiedene Airlines die Stilllegung einiger Maschinen wegen der hohen Kerosinkosten geprüft, so etwa die Lufthansa, die auf 20 bis 40 besonders spritverbrauchende Flugzeuge verzichten könnte (mehr dazu hier). Auch Flugstreichungen oder höhere Ticketpreise könnten die Folgen dieser Entscheidung sein.

Durch die Blockade der Straße von Hormus durch die iranischen Revolutionsgarden war der weltweite Kerosinpreis drastisch angestiegen. Hält der Konflikt an, könnte die Lage „kritisch werden“, warnte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er teilte mit: Der Treibstoffbedarf sei derzeit noch zu über 80 Prozent finanziell gedeckt.

wl

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5 Kommentare

  • Wir schreiben das Jahr 2026; und wir reden über Rationierung von Treibstoffen… Klasse „Energiewende“! Früher war alles besser.

  • Die Europäer sollten den USA helfen den Iranischen Erpressern das Handwerk zu legen.

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