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Höcke mit Hitler gleichgesetzt

„Schlussstrich unter Holocaust“: Lauterbach attackiert Merz & Co. mit krudem Nazi-Vorwurf

Rechte AfD-Politiker seien "Nazis" und hätten sich in der AfD durchgesetzt meint Lauterbach und teilt einen Beitrag, in dem Höcke vollständig und wörtlich mit Hitler gleichgesetzt wird. Daraus leitet er noch einen indirekten Vorwurf gegen Merz ab.

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Vergangenen Sonntag – vor genau einer Woche – brachte Friedrich Merz das politische Berlin zur Detonation. In einer eigentlich simplen und selbstverständlichen Äußerung betonte er, dass die CDU auf kommunaler Ebene mit der AfD zusammenarbeiten müsste – insbesondere da, wo ein Landrat oder ein Bürgermeister von der AfD gewählt worden ist.
Für diese Selbstverständlichkeit – es ist kommunal ohnehin schon Praxis aller Parteien – wurde er solange attackiert, bis er schließlich zurückruderte.

Jetzt tritt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach noch einmal in seiner fulminanten Art und Weise nach. Auf Twitter schrieb er:

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„Ganz klar, dass ⁦Björn Höcke jetzt ideologisches Zentrum der ⁦AfD ist. Somit haben sich Nazis in AfD durchgesetzt. Wer jetzt noch über Kooperation nachdenkt will einen Schlussstrich unter unsere besondere Geschichte und den Holocaust setzen.“

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Mit der Vorwurf der „Kooperation“ spielt er klar auf die Merz-Debatte an. Als Begründung, warum Höcke ein „Nazi“ wäre, führt er ausgerechnet einen Beitrag des einschlägigen linken Portals „Volksverpetzer“ an – mit dem Titel „Soviel Hitler steckt in Faschist Höcke“.

Im Artikel heißt es u.a.: „Es kann nur heißen, Kampf dem Nationalsozialismus der AfD, Kampf dem Nationalsozialismus eines Björn Höcke. Für die Demokratie, für die Freiheit, für die Gleichheit. Kampf um die Köpfe, Kampf den Lügen und der perfiden Taktik eines geistigen Nachfolgers von Goebbels und Hitlers.“

Ob es sich für ein Regierungsmitglied gehört, auch verhasste Oppositionspolitiker einfach und vollständig mit Hitler gleichzusetzen, darf stark bezweifelt werden. Gleich aber noch allen, die auch nur über eine „Kooperation“ mit deren Partei nachdenken, vorzuwerfen, den Holocaust mit einem „Schlussstrich“ versehen zu wollen, ist wohl weit außerhalb eines angebrachten Umgangstons. Was genau der „Schlussstrich“-Vorwurf bedeuten soll, bleibt ohnehin offen.

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