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Saarland

Saarland startet Biomüll-Scan mittels Künstlicher Intelligenz – Geldstrafe bei Verstößen

Im Saarland soll der Biomüll mit Künstlicher Intelligenz gescannt werden. Wenn Biotonnen falsch befüllt sind, werden sie stehen gelassen.

Auch in weiteren Städten wie Ulm oder München wird der Biomüll mit Künstlicher Intelligenz gescannt. (Symbolbild)

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Im Saarland will der Entsorgungsverband Saar die Mülltonnen mit Künstlicher Intelligenz scannen. Das Verfahren soll in Beckingen, Schwalbach, Teilen von Saarlouis und Spiesen-Elversberg getestet werden, wie der Saarländische Rundfunk berichtete. Die neue Abfallverordnung sieht vor, dass in Biomüll höchstens nur noch ein Prozent Plastik enthalten sein darf. In einem Beitrag des aktuellen Berichtes vom 8. Mai wird vorgeführt, wie der Mechanismus funktioniert. 

Kameras fotografieren den Abfall, bevor er in das Müllauto gefüllt wird, falls sich Plastikmüll obenauf befindet. Die Fotos werden mithilfe Künstlicher Intelligenz analysiert. Entdecken diese Kameras nichts, wird der Müll in den Müllwagen gekippt. Dann wird er erneut fotografiert und gescannt. Sollten dann Fremdstoffe festgestellt werden, wird die entleerte Mülltonne mit einem gelben Anhänger markiert. Mit einem Chip in der Tonne wird diese den jeweiligen Besitzern zugeordnet. 

Sollte sich das Befüllen der Mülltonnen nicht verbessern, wird in einem zweiten Schritt ein roter Anhänger angehängt und die Mülltonne wird stehen gelassen. Die Person muss Plastik aus der Mülltonne selbst entfernen oder den Müll als Restmüll entsorgen lassen. Der letzte Schritt wäre eine Geldstrafe. Der Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher lobte das Verfahren: „Mit der neuen Phase der Biogut-Kontrolle werden falsche Befüllungen von Tonnen sichtbar und können den Müllsündern direkt zugeordnet werden.“ 

Weiter sagte er: „Somit leisten wir einen wichtigen Beitrag für mehr Sauberkeit und Nachhaltigkeit.“ Der EVS-Geschäftsführer Holger Schmitt bezeichnet das Anhängen im aktuellen Bericht des SR als „nächste Eskalationsstufe“. Er führte aus, dass der Biomüll nur dann gut weiterverwertet werden könne, wenn die Tonnen ordnungsgemäß befüllt sind. Eine gute Verwertung würde zu einer Reduktion der Gebühren führen. 

Ein Mitarbeiter des Betriebshofs Saarlouis beschreibt die Nachteile für die Müllmänner: Wenn vor der Entleerung erkannt wird, dass die Mülltonne falsch befüllt ist, muss sie wieder zum Stellplatz zurückgebracht werden, was wegen des Gewichts eine Belastung sei. Auch in Ulm, Reutlingen und München wird Künstliche Intelligenz zum Scannen des Biomülls eingesetzt. Wie eine Anfrage von Apollo News ergab, sollen ab Mai in Reutlingen auch Bußgelder verhängt werden, wenn die Tonnen falsch befüllt sind (mehr dazu hier).

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98 Kommentare

  • Wenn wir schon nicht die Grenzen kontrollieren, dann doch wenigstens den Müll. Man muss Prioritäten setzen 😂😂👍

    • Das ist so blöd und übertrifft wirklich das beste Kabarettprogramm.
      In Freiburg, durchsetzt von grünen Ideologen, treiben sie es noch lächerlicher. Dort hat jeder einzelne Wohnungsbewohner eine abschließbare eigene Restmülltonne. Die Schlüssel dafür passen aber auch an andere Tonnen und so machen sich die Bewohner gegenseitig die Tonnen voll. Der allergrößte Witz ist aber, dass die Müllabfuhr keine Schlüssel hat. Braucht sie auch nicht. Schlägt man die Tonne einmal hart auf die Bordsteinkante, geht die Tonne von alleine auf.

  • „Der Hahn erläutert unentwegt, der Henne wie man Eier legt.“

  • Die grüne Umerziehung begann mit der Mülltrennung.

    • Das grüne „Recycling“ wurde übrigens von den Nazis erfunden, siehe Evelyn Sanders: „Pellkartoffeln und Popcorn“.

  • Nur Geldstrafe? Komm, da geht noch was.
    Sorry, die Geschichte ist schon ein alter Turnschuh (Sneaker, für die jungen Leser 😉 )

  • Endlich, endlich werden die wahren Probleme in diesem Land angepackt!

  • Ohne geschleterspezifischen Mülltonnen ist das alles diskriminierend und die Religion sollte auch berücksichtigt werden.
    Wo ist die Gleichstellungs-Beauftragte .

    Wer findet darf behalten oder weiter schenken.

  • Bekommen die Neubürger auch Strafen?

    • Vielleicht, aber sie werden sie kaum bezahlen.

    • nein, die dürfen ihren teuren hausmüll auch weiterhin über die biotonne entsorgen.

    • Eine sehr gute Frage. Wahrscheinlich nein, weil andere Kulturen keine Mülltrennung kennen. Für die Kosten kommt dann die Allgemeinheit auf. So funktioniert Problemlösung in Deutschland.

    • Das Sozialamt bekommt die Strafe, wenn die Nebenkosten der entsprechenden Einrichtungen/Mietshäuser steigen. Also am Ende zahlt der Steuerzahler.

    • Die haben sicher Anwälte, die das regeln.

    • Nein, die können die Anleitung nicht lesen. Lediglich, wenn die auch in ihrer Sprache vorliegt, könnte eine Strafe möglich sein, aber nur wenn der Bildungsgrad stimmt und wenn das nicht gegen die kulturellen Gegebenheiten des Herkunftsland verstößt. Das Urteil fällt dann je nach Gesinnung des Richters aus.

    • Sie sind eben nicht integriert, woran wir schuld sind und deshalb keine Strafe!

    • Ja, und Sie werden sie bezahlen. Falls Sie arbeiten…

  • Juhu, das ist mal Hightech, wir scannen sortierten Müll. Können wir diesen bahnbrechenden Durchbruch exportieren und unseren Wohlstand mehren?

  • Die Gebühren steigen, da die Einführung von Technik immer Geld kostet…

  • Es darf immer ein kleiner prozentualer Anteil an Fremdmüll enthalten sein, weil alles andere unhygienisch oder unpraktisch wäre.

  • Bitte keinen Grünschnitt im Wald oder auf Viehweiden entsorgen!

    Weiß jemand warum?

  • Finde ich richtig.

  • Die Low-Tech Variante sieht vielerorts so aus: Die Müllabfuhr holt Biotonnen nicht ab, wenn sie Fremdstoffe enthalten. Wenn sie lustig sind kleben sie noch einen Trauersmiley oder ein Erklärungsschreiben dran. Die Müllgebühr für die Tonne ist trotzdem fällig. Biotonnen sind gerne verpflichtend. Jeder Passant kann reinschmeißen, was er möchte. Der Eigentümer haftet.

  • „Eine gute Verwertung würde zu einer Reduktion der Gebühren führen. “

    Hand hoch: Wer glaubt, dass die Müllgebühren tatsächlich sinken, wenn alles akkurat getrennt wird?

    Dachte mich mir….

  • Im Saarland wird das nicht viel bringen. Die müssen in Berlin anfangen.

  • Einfach den Bio Müll in die Restmüll Tonne und gut ist.

    • dafür aber den restmüll in die biotonne, dann ist in der restmülltonne mehr platz für biomüll, oder?

  • Kann man sich besser ein Spaß mit den Nachbarn erlauben ?

  • Biomüll fällt bei mir nicht an. Gegessen wird was auf den Tisch kommt.

  • Jetzt bitte mal fair sein. Wenn wir „vorne“ den Müll nicht ordentlich trennen, bleibt das Problem „hinten“ bei den Leuten kleben, die berufsmäßig den Biomüll weiterverwerten sollen (also z.B. kompostieren). Ich mach das auch nicht aus Fanatismus, sondern mit Rücksicht auf die Müllarbeiter. (Und ich verabscheue es, wenn mir Hundebesitzer den Kotbeutel (Plastik?) in die Biotonne werfen.) Und klar, wenn die anderen Tonnen voll sind, kommt der Rest in den Restmüll.

  • Müllsünder, Verkehrssünder, Impfsünder, Klimasünder. „Oh Herr (Staat), vergib mir meine Sünden“!

    • Das lässt sich sicherlich etwas machen durch mehr Steuern und Abgaben 🙂 🙂 🙂

  • Wie soll das funktionieren mit zwei Biomülltonnen für 36 Haushalte die einer Vermietungsgesellschaft gehören? Irgendwie kann man in dem Land nichts mehr ernst nehmen. Oh mein Gott.

    • Bei mir Schreiben von der Hausverwaltung (Haus mit Eingentumswohnungen): Auf die verschärften Kontrollen hingewiesen, und: Es sei nicht Aufgabe der Hausverwaltung(!) oder des Eigentümerbeirats(!!), den Biomüll zu sortieren! Habe ich wirklich Miteigentümer (bzw. deren Mieter), die auf diese Idee kommen, oder phantasiert meine Hausverwaltung?

      • Irgendwer sortiert nicht richtig. Der Müll wird nicht abgeholt oder eine Firma muss ihn vorsortieren. Die Kosten werden u.A. auf Sie umgelegt. Das geht nicht nur mit Biomüll so. Mein Highlight war eine alte Tür im Altpapiercontainer.

        • Oder man bestellt gleich wieder einen Blockwart. Der kann dann auch gleich wieder die Besucher (natürlich mit Kopie des Ausweises) verzeichnen und melden. Alles nur zu den üblichen Geschäftszeiten. Solange bleibt die Biotonne abgeschlossen 🙂 🙂 🙂

          6
  • Benutzen z. B. vier Mietparteien dieselbe Biotonne, werden also ggf. alle bestraft?
    Was ist, wenn der böse Nachbar Plastik in der Tonne vergräbt?

  • Kann die KI eigentlich auch Zellophan von Plastik unterscheiden? Ich frage für nen Freund 🙂

  • Mir egal, geht alles in die Suppe.

  • Völlig unnötig. Jeder weiß doch, dass niemand rostige Nägel in die Biotonne werfen würde. Im Leben nicht.

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