Sachsen
Riesiges IT-Chaos: Bußgelder können nicht zugeordnet werden, Hochschulmitarbeiter bekommen kein Gehalt
Das neu eingeführte IT-System der Landeskasse Sachsen sorgt für ein riesiges Chaos: Zahlungseingänge können nicht mehr zugeordnet werden, Auszahlungen sind nicht mehr möglich. Laut MDR sind mindestens acht Hochschulen betroffen.
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Fast fünf Jahre lang bereitete Sachsen die Umstellung der IT-Systeme der staatlichen Hauptkasse auf neuere Software vor. Es sollte schneller und effizienter zugehen. Doch stattdessen herrscht Chaos, wie der MDR berichtet. Zahlungseingänge können nicht mehr zugeordnet werden, und deshalb können keine Zahlungsausgänge mehr getätigt werden. Die Folgen betreffen acht Hochschulen, mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB). Das genaue Ausmaß ist unklar.
Wegen der IT-Probleme verhängte die Zentralstelle für Bußgelder des Bundeslandes einen Stopp aller Mahnverfahren. Denn es könne nicht nachvollzogen werden, welche Bußgelder bereits beglichen wurden. Auch acht Hochschulen sind betroffen, und zwar Mitarbeiter und Studenten. Nicht verbeamteten Mitarbeitern, wie studentischen Hilfskräften, konnte im Januar kein Gehalt gezahlt werden. Ebenso stockte die Auszahlung von Stipendien. Eine offizielle Kommunikation seitens der Hochschulgremien gibt es dazu bisher nicht. „Völlig unangemessen“ findet das ein Wissenschaftler.
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Außerdem gibt es Probleme bei Auslandszahlungen: Zahlungen wurden 1:1 in Fremdwährung übertragen, ohne dass der Wechselkurs berücksichtigt wurde. Das bestätigte das Landesamt für Finanzen und Steuern gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender. 100 Euro wurden dann beispielsweise in 100 tschechische Kronen übertragen – was nach aktuellem Wechselkurs 4,10 Euro entspricht. Dieses Problem führt dazu, dass die Sächsische Landesbibliothek kein Geld für Auslandslizenzen zahlen kann. Darum sind nicht alle Online-Bücher verfügbar.
Weil die Universitätsmitarbeiter nicht mehr nachvollziehen können, welche Studenten ihre Semesterbeiträge bereits gezahlt haben, müssen die Studenten Überweisungsbelege schicken, was zu einem deutlichen Mehraufwand führt. Denn nur wer die Semestergebühren überwiesen hat, ist für das Sommersemester immatrikuliert. Insgesamt könnte es laut dem MDR um 40.000 Studenten und mehrere Millionen Euro gehen. Ein Teil des Geldes, 200 Euro pro Person, wird von den Hochschulen an die Verkehrsbetriebe weitergeleitet, damit diese ein Semesterticket ausstellen können. Auch das war nur begrenzt möglich.
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Das Landesamt für Finanzen erklärte auf Nachfrage des MDR, dass entsprechende Probleme schnell behoben worden seien. Die Probleme seien nun gelöst. Hochschulmitarbeiter widersprechen dieser Darstellung jedoch. In der internen E-Mail einer Hochschule, die dem Sender vorliegt, heißt es, dass es eine „schwierige Abstimmung zwischen Hochschule und Hauptkasse“ gebe. Es gebe kaum direkte Ansprechpartner. Fehlermeldungen, die über ein Ticketsystem eingereicht werden, blieben „ohne Rückmeldung“.
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Dies gibt Hoffnung, dass es mit der Digitalen Überwachungsdiktatur und dem Great Reset des BlackRock-WEF doch nichts wird….
Keine Sorge. Das wird funktionieren. Ist wie mit den Grenzkontrollen. Man kann nicht schauen wer alles rein kommt, aber wer zuviel Sprit dabei hat, der ist reif
Passend….
https://tkp.at/2026/03/12/das-ende-des-anonymen-internets/
Ich hab es schon vor Jahren gesagt: In der „Zivilisation“ müssen sich Menschen zum Meinungsaustausch wieder in den Kellern, Tunneln und Höhlen treffen.
Oberhalb der Erdkruste herrscht eine Dystopie ungeahnter Ausmaße.
Was wir wirklich brauchen ist ein „Mittelland“ zwischen oben und mitte Erdball. Die Anderen dürfen gerne zum Mond u. Mars fliegen.
Fangt an zu graben!!
@Knorks, das denke ich auch. Man wird nur noch mit Zetteln und Bleistift kommunizieren können und sich zum Gedankenaustausch nur noch geheim treffen können. Internet etc. wird eine Gefahrenzone werden und ich denke keinesfalls, dass das eine Übertreibung ist. Das Bargeld-Thema kommt noch dazu…
Diese Hoffnung muss ich Ihnen nehmen. Wenn Profis unterwegs sind, dann klappt das schon.
Leider haben sie wohl recht…..
Völlig korrekt Lotti.
Ich habe SAP Einführungen gesehen, die so groß und umfangreich waren, dass man die Software der Landeskasse Sachsen als Kinderkram bezeichnen kann.
Mit SAP hat es trotz der Größe des Projektes super geklappt.
@Voopoo In Welchem Paralleluniversum war denn das?
Es gab aber auch schon viele SAP – Einführungen, die nach ein paar hundert Millionen abgebrochen worden sind. Und in der Industrie läßt man häufig die eingeführten Systeme einfach laufen, wenn sie denn einigermaßen funktionieren. Beim Staat geht das aber nicht, der muss aufgrund gesetzlicher Änderungen ständig selbst auch ändern.
Der Plan geht auf, die willfährigen Marionetten sind installiert. Die Bevölkerung ist systematisch verdummt und verblödet worden (Fußball, Song-Contests, Spieleshows, sogenannte „Promi“-Themen, Instagram etc…) 1984 ist nichts gegen das, was noch kommt und wer, wie, was sollte da noch dagegen ankommen. Pessimismus ist aber auch schwierig und Aufgeben auch keine Option….
Na immerhin hat es diese tolle IT geschafft, die Zentralstelle für Bußgelder lahmzulegen. Das ist doch schon mal aller Ehren wert….;-)
Fieser…und dass die links/roten Brutstätten /Unis/afitna„s kein Geld mehr bekommen? Macht mich gar nicht traurig.
So etwas passiert immer wieder bei großen Softwareumstellungen, wenn man vorher nicht ausreichend testet. Leider sind gerade bei den staatlichen Stellen nicht gerade Profis unterwegs. Dort wird immer noch geglaubt, dass man eine Leistung nur einkaufen muss und dass es dann schon funktioniert. Das ist aber mitnichten so, denn kaum eine Ausschreibung ist so konkret, dass sie alle Bedürfnisse abdeckt. Das ist aber, wenn auch mit einigem Ärger und Kosten, nachträglich noch lösbar. Bei schlampiger Ausführung kann das aber auch Wochen und Monate dauern.
„Leider sind gerade bei den staatlichen Stellen nicht gerade Profis unterwegs.“
Eine nette Umschreibung für das Prinzip „Quote statt Kompetenz & Eignung“…
Immer wieder neue Spitzenleistungen unseres hochqualifizierten und hochbezahlten öffentlichen Dienstes. Da zahlt man seine Steuern doch gern!
Wenn ich raten darf?
Das hört sich verdammt nach SAP an, könnte mich aber auch irren.🤣😂
Kurze Recherche, es wurde SAP S/4HANA eingeführt.
Die Eckdaten ‚veraltete Systeme‘, 5 Jahre Umsetzung und Chaos bei der Einführung haben geradezu SAP geschrien.
Die letzten COBOL Programmierer sind jetzt weg, nun übernimmt Generation Digital Natives. Erzogen mit, „Möchtest Du?“, und dem Anspruch, „Ich will!“. Die Schneeflöckchen zeigen den Boomern jetzt wo der Hammer hängt.🤣😂
SAP ist so gut wie die Anforderung und diejenigen, welche programmieren.
Ich habe durchaus gute Erfahrung mit SAP gemacht.
Die Einführung/Umstellung braucht professionelle Begleitung. Da wurde wohl gespart. Mich irritieren auch die 5 Jahre Vorbereitung. Riecht nach häufigen Anforderungsänderungen, der zeitliche und finanzielle Tod jedes Projektes. Warum wurde keine stufenweise Einführung vorgesehen?
SAP ist sehr gut für sehr große Anwender, aber nicht auf den Anwender ausgerichtet. Wenn zu kleine Verwaltungen SAP einführen, was häufig aus politischen Gründen geschieht, fehlt denen das Personal um das Programm sachgerecht zu bedienen.
Normalerweise benötigen sie in SAP Fachpersonal das jeweils nur kleine Bereiche darin perfekt kennt und bedienen kann. Alles kann nur jemand, der die Einführung selbst vorgenommen hat, und dies auch nur bis laufende Änderungen gegriffen haben.
Wenn nun aber die einzelnen Arbeitsbereiche vom Volumen her so klein sind, dass sie keine volle Stelle rechtfertigen, bekommt der betreffende Mitarbeiter eben entsprechend mehr verschiedene Bereiche und dann wird SAP zum Problem.
Sie sind nicht zufällig bei SAP angestellt?
Sanduhr
Abwarte
Programm
Also so, wie Sie das Programm lobhudeln, könnte man darauf schließen.
Gute Erfahrung mit diesen Verbrechern??? SAP war hauptschuldig zusammen mit der Telekom an der Erstellung der Plandemie App.kann heute immer noch 🤮 wenn ich den Namen SAP höre.
Eine Folge der der Abhängigkeit der totalen Digitalisierung… 🙂
Die wirkt in DE wie Lochfrass.
Na Hauptsache die Meldefähnchen funktionieren noch.
Und solchen Geisterfahrern sollen wir unser Geld als digitalen Euro anvertrauen?
Eine freie Wahl hinsichtliche des Euro wird es nicht geben. Wie so vieles: sie machen es einfach ohne Rücksicht auf Konsequenzen oder auch Verluste.
So einfach ist es. In kürzester Zeit wird jegliche Kritik an den EÜxxxx-Machtstrukturen massivst geahndet und es werden Kritiker mundtot gemacht, wie auch immer…Auch hier ist ja das Problem, dass man den Kommentator zurückverfolgen kann…
Beschreibt mittlerweile den Zustand von ganz Germoney ziemlich exakt 🙂 🙂 🙂
5 Jahre ist halt doch ein sportliches kurzes Zeit Fenster.
… glaubt irgend jemand wirklich, dass es bei der zwangsweisen Einführung des digitalen Euro ANDERS laufen wird?!
Nee, auf keinen Fall.
Die Zahlen sind dann nicht weg, sie sind nur woanders.
Nur bares ist wahres!
Ich kann gar nicht hingucken.
Tests von Architekturen, Software, Test Management.. Integrationstests… Hat das alles statt gefunden oder wurde ungetestet KI angewendet?
Die KI heißt: „Lolek und Bolek bekommen einen Computer.“
Was ist denn KI? Das Management hat das Fax getestet:
Es lieferte einwandfreie Ausdrucke zum Abheften.
Heißt das neue System vielleicht „Windows 95“?
Der war gut
Mit fünf Jahren Aufwand Verwaltungs-SW nicht zum Laufen bekommen.
Aber in der KI-Entwicklung führend sein wollen (UvdL).
Träumt weiter!
5 Jahre Vorbereitung und dann das? Unglaublich.
Hat bestimmt nichts damit zu tun, daß im Zweifelsfall Herkunft und Haltung einen höheren Stellenwert haben als Qualifikation und Erfahrung?
„Unsere Mutti“ hat 2013 schon festgestellt, dass das Internet für uns alle Neuland ist…also auch in Sachsen
Das ist die digitale Zukunft! Halleluja!
Typisches Bild. Gesetzliche und technische Änderungen im Finanzwesen sind seit der SEPA – Einführung an der Tagesordnung. Die Kassen werden aber immer noch nach dem Kassentarif der 50er Jahre bezahlt. In den Verwaltungen herrscht oft die Vorstellung, das wäre doch alles ganz einfach, auch weil die Deutschen in Finanzdingen allgemein sehr unwissend sind. Auf den kleinen EG6er der Kasse hört dann natürlich keiner, der als Verwaltungsoberrat mit A14 doch viel kompetenter sein muss.
Empfehlung an ARD und ZDF auf dieses IT System umstellen !!!
Ein dreifach donnerndes Hellau auf den »digitalen €uro«. Wolle mer em reinlasse? Aber alles was ich über Deutsche und Österreicher weiß ist : jetzt erst recht! Relevant wird das erst, wenn Politikergagen nicht mehr zugeordnet und ausbezahlt werden können.
Ja, und das Unfassbare ist, die Bevölkerung zieht kritiklos mit und zahlt so gern „mit Karte bitte“….
Och, stößt die KI schon jetzt an Ihre Grenzen? Tut mir irgendwie so gar nicht leid. Warum bloß????? 😉
Da sind sicher die Drohnen von Putin schuld und es bleibt die Frage was funktioniert eigentlich noch im Besten Deutschland aller Zeiten?
Ich glaube so langsam, die machen das mit Absicht.
Das oder wir werden von Schildbürgern regiert und verwaltet.
Da sind ganze Kohorten von Dilettanten unterwegs.
Was glaubt man, was sich in DE alles ITler nennt?
Ich kenne welche, die nehmen 80 Euro die Stunde u. können nicht mal englisch.
Sobald eine Systemanweisung in englisch erscheint, versuchen sie es auf Umwegen.
Kann es sein, dass deutsche EDV-Programmierer als Spielkinder groß gworden dann nicht erwachsen geworden sind?
Gibt es überhaupt noch eine deutsche Software, die (nach einer berechtigten Probephase) einwandfrei funktioniert?
Es gibt exzellente Linux-Leute, aber Keiner davon hat das Interesse, ein Betriebssystem zu schaffen, das vom „Normal-User“ handhabbar ist.
Statt in irgendwelchen ideologischen Spinnereien das „Sondervermögen“ zu verplempern, sollte man lieber mal die europäische Digitalisierung bezuschussen!
Viele Software, die in Deutschland entstanden ist, wurde von indischen Programmierern erstellt. Die Inder verstehen natürlich von unseren Geschäftsprozessen so gut wie gar nichts. Daher muss man ihnen sehr konkrete ausführliche Vorgaben geben. Passiert das nicht, dann kommt so etwas wie in Sachsen dabei heraus.
Deutschlands Verwaltungen können keine IT-Projekte. Der Grund liegt in den immer noch vorhanden, aber nicht mehr zeitgemäßen hierarchischen Strukturen, wo niemand Verantwortung übernimmt und trotzdem viel zu viele mitreden. Entscheidungen werden verschleppt, Kommunikation ist katastrophal. Alles muss 150%ig werden, bis zum Schluss kommen neue Anforderungen, wobei die erforderliche Zuarbeit der Verwaltung niemals rechtzeitig geliefert wird. Trotzdem muss es morgen fertig sein.
IT-Entwicklung erfordert dagegen agiles Arbeiten, kurze Wege und Pragmatismus.
Die verwaltungs-interne IT ist an dieses Beamten-Biotop angepasst. Für externe Entwickler, die aus der freien Wirtschaft kommen und selbstständiges Handeln gewohnt sind, ist es die Hölle.
Kann ich bestätigen. Meine Tochter hat mal einen Ausflug in diesen Bereich einer Stadtverwaltung gemacht. Nach vier Monaten hat sie restlos verzeifelt aufgegeben. Organisation vollkommen falsch aufgestellt, jeder hat gemacht was er wollte, kaum Kompetenz und Wissen und diejenigen welche was wussten, nutzten es für ihre Zwecke, ungeeignetes Führungspersonal…Auch ein Grund, an vielen Stellen saßen altgediente Parteigenossen oder deren familieres Umfeld.
Lotti …,warum erinnert mich das an hochpolitische Führungskreise? Quoten- Versager, und Haltungschaoten?
Meiner Meinung nach, werden von den Entwicklern die Anforderungen nicht richtig erfasst. Aber das erlebe ich auch in mittelständigen Unternehmen mit Kundenkontakt. Was da oft für ein digitaler Mist fabriziert wird, ist nicht mehr in Worte zu fassen.
Ja das ist der eigentliche Knackpunkt. Eine ausreichende Anforderung erfordert aber auch zumindest ein Grundwissen in der Informatik. Ein zweiter Knackpunkt ist ein ordentlicher Test vor Einführung. Auch hierfür sind die notwendigen Prozesskenntnisse erforderlich. Leider stößt man an diesen Punkten in Deutschland häufiger auf eine Öde.
Das ist auch nicht sonderlich überraschend, denn gerade Informatik hatte zeitweise weniger Lehrstühle an den Unis als Gender Studys.
Ich empfehle Danisch,de, er schreibt viel Interessantes, auch zu zu dem Thema.
Schlechte Softwareentwickler gibt es auch.