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RBB-Chefin fordert höhere Rundfunkgebühren – und lässt sich Zweitwohnung finanzieren

Der RBB machte in den vergangen Wochen durch sein Finanzgebaren negative Schlagzeilen. Die einstige Intendantin Patricia Schlesinger musste wegen Vetternwirtschafts- und Bereicherungsvorwürfen zurücktreten. Die neue Chefin fordert nun mehr Geld vom Gebührenzahler und lässt sich zugleich eine Zweitwohnung auf Steuerzahlerkosten finanzieren

Beim RBB kehrt keine Ruhe ein. Die frühere Intendantin Patricia Schlesinger des Rundfunks Berlin-Brandenburg war wegen Vorwürfen der Bereicherung und der Vetternwirtschaft gezwungen von ihrem Posten zurückzutreten. ARD-Chef Tom Buhrow schickte daraufhin seine Verwaltungschefin Katrin Vernau zum RBB. Die neue Anstaltschefin sollte den angeschlagenen Ruf des skandalgebeutelten Senders wiederherstellen und ein Sparprogramm verordnen.

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Nun sorgt ausgerechnet sie jedoch für den nächsten Eklat. Vernau fordert mehr Geld für die öffentlich-rechtlichen Sender. Bei der Rundfunk-Kommission KEF hat Vernau für die Jahre 2025-28 einen Mehrbedarf von 150 Millionen Euro beantragt, eine Erhöhung um rund 8 Prozent. Die Sparmaßnahmen, die durch Vernau eingeleitet wurden, scheinen nicht auszureichen. Unter Vernau wurde das Programm gekürzt, Direktoren gefeurt sowie Bonuszahlungen und Ruhegelder gestrichen.

Bei ihr selbst hat sie das Sparen jedoch nicht angefangen. Trotz ihres Intendantengehalts in Höhe von 295.000 Euro kassierte Vernau zusätzlich vom RBB „bis 1500 Euro“ pro Monat für eine Zweitwohnung in der Nähe des Redaktionsgebäudes. Darüber hinaus wurde ihr eine Bahncard 100 (1. Klasse) zur Verfügung gestellt, damit sie zu ihrem Erstwohnsitz nach Köln gelangen könne. Im Gegenzug hätte die RBB-CHEFIN auf einen Dienstwagen und einen Chaffeur verzichtet.

Ihre Karriere beim RBB geht allerdings dem Ende entgegen. Vernaus Bewerbung als Dauer-Intendantin wurde vom Rundfunkrat nun abgelehnt. Im September wird Vernau nach Köln zurückkehren und wieder als Verwaltungsdirektorin eingesetzt. Ihre Nachfolgerin soll Ulrike Demmer werden. Sie war von 2016 bis 2021 stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Ob ihr es gelingt den Ruf des RBB wiederherzustellen und den Sender finanziell auf gesunde Beine zu stellen bleibt fraglich.

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