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Politiker-Besuche, Polizei-Kontakte – die ausgeklügelte Gefängnis-Strategie der Letzten Generation

Zwei Strategiepapiere der Letzten Generation zeigen, wie die Klimakleber ihre Gefängnisaufenthalte gezielt planen und für ihre Agenda nutzen. Die Dokumente liegen Apollo News exklusiv vor.

Immer häufiger werden die unbelehrbaren Klimakleber der Letzten Generation zu Haftstrafen verurteilt oder können ihre Tagessätze nicht bezahlen und müssen deswegen eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Für die Klimakleber ist dies jedoch kein Problem – im Gegenteil. Zwei Strategiepapiere, die Apollo News exklusiv vorliegen, zeigen: Die Gefängnisaufenthalte sind Teil einer ausgeklügelten Gefängnis-Taktik der Organisation.

Wie sich im Dokument zum Gefängnissupport der Letzten Generation nachlesen lässt, soll sich jeder Häftling bereits vor Haftantritt eine Betreuungsgruppe aufbauen. Diese Betreuungsgruppe besteht aus mindestens den folgenden vier Personen beziehungsweise Personengruppen: der persönlichen Betreuungsperson, dem zuständigen Anwalt, eine Person aus dem Emo-Support (der emotionale Support) sowie weiteren Angehörigen/ Bekannten/Bezugspersonen.

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Der Betreuungsperson kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu. Sie wird vom zukünftigen Häftling selbstständig ausgesucht und koordiniert die Bezugsgruppe. Sie ist der Ansprechpartner für den Häftling während der gesamten Zeit im Gefängnis. Für die Letzte Generation ist Außenwirkung alles. Aus diesem Grund kümmert sich die ganze Betreuungsgruppe um die Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Briefkampagnen, Infotische, et cetera. Im Kern möchte die Letzte Generation alles tun, um den Zweck der Haft zu konterkarieren und selbst aus dem Gefängnis zu profitieren, wie auch im zweiten Dokument, der Knast-Strategie, deutlich wird.

Politiker und Polizisten sind Teil des Plans

In dieser Knast-Strategie wird zunächst festgestellt, dass man nicht „freiwillig“ ins Gefängnis gehe, sondern eingesperrt werde für den „Widerstand gegen eine tödliche und ungerechte Politik.“ Außerdem wird den zukünftigen Häftlingen eingebläut, dass sie das Potenzial haben, den von der Letzten Generation herbeigesehnten sozialen Kipppunkt anzustoßen, ihre Opferbereitschaft also von wichtiger Bedeutung für die Bewegung sei.

Interessant ist auch, dass die Letzte Generation in ihrer Knast-Strategie zugibt, dass es schwierig werden könnte, die Geldstrafen aller Klimakleber zu bezahlen. Um diesem Dilemma zu entgehen, wird erwogen, manche Klimakleber ihre Geldstrafe in Form einer Ersatzfreiheitsstrafe solidarisch absitzen zu lassen. So könne das vorhandene Geld gezielt dafür genutzt werden, einzelne Mitglieder strategisch sinnvoll freizukaufen.

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Außerdem deutet die Letzte Generation an, dass sie das Ziel habe, Parlamentarier als Besucher der Klimakleber ins Gefängnis zu bringen. In der Knast-Strategie wird extra erwähnt, dass der Besuch von Parlamentariern immer möglich ist und nicht auf die Besuche angerechnet wird. Ein wichtiges Ziel der Letzten Generation in den letzten Monaten war auch der Aufbau von Kontakten zur Polizei. Polizisten wurden gezielt von der Letzten Generation zu Vorträgen eingeladen. Im Gefängnis selbst sollen die Klimakleber ebenfalls in diese Richtung aktiv werden und den Kontakt, den sie automatisch mit den Justizvollzugsbeamten haben, nutzen, um die Säule der Justiz zu kippen.

Eine Sache hingegen wird von den Strategen nicht in Betracht gezogen: Immer mehr Deutsche sind vermutlich inzwischen froh darüber, wenn Klimakleber im Gefängnis landen und währenddessen weder eine Straße blockieren noch ein Brandenburger Tor beschmieren können.

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