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London: Israelfeindliche Demonstranten bedrängen Minister

In London haben am Samstag im Zuge der großen Palästina-Demonstration einige der Teilnehmer den Minister Michael Gove bedrängt und wüst beschimpft. Die Polizei konnte im letzten Moment wohl Schlimmeres verhindern.

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Wie ein auf der Plattform X veröffentlichtes Video zeigt, haben am Samstag eine Gruppe pro-palästinensischer Demonstranten den britischen Minister Michael Gove an der Victoria Station in London umzingelt und ihn mit verschiedenen Rufen beschimpft.

Auf Aufnahmen, die auf X gepostet wurden, sieht man den Minister für Wohnen, Kommunen und lokale Selbstverwaltung durch den Bahnhofseingang gehen, während um ihn herum palästinensische Fahnen geschwenkt werden und Demonstranten „Free Palestine“ riefen. Rund 300.000 israelfeindliche Demonstranten hatten sich versammelten, um einen Waffenstillstand im Krieg Israels gegen die Hamas zu fordern. Es kam den gesamten Tag über zu Handgreiflichkeiten zwischen Demonstrations-Teilnehmern und Polizei, sowie Gegendemonstranten, die die Straßen nicht den palästinensischen Demonstranten überlassen wollen.

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Das Video, das der osteuropäische Nachrichtendienst Visegrad 24 veröffentlicht hat, zeigt eine brenzlige Situation an der Victoria Station im Londoner Stadtteil City of Westminster, unweit vom Buckingham Palace entfernt. Die Demonstranten rufen „Shame on You“, also „Schäm dich“ und drängen die Polizisten, die den Minister umgeben, immer mehr Richtung Stationsausgang. Es bilden sich Tumulte. Es ist nicht anders als ein echter Angriff auf einen amtierenden Minister zu deuten.

In einem anderen Video auf X sieht man den Minister der Konservativen Partei auf der Victoria Street, wo er ebenfalls wüsten Beschimpfungen ausgesetzt ist.

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Eine Reihe von Politikern hat als Reaktion ihre Solidarität mit dem ranghohen Kabinettsminister bekundet. Arlene Foster, die ehemalige erste Ministerin Nordirlands, twitterte: „Das ist so beschämend. Ich sende meine Solidarität an Michael Gove und all jene, die an einem Samstagnachmittag ihren privaten Geschäften nachgehen wollen, aber von Schlägern eingeschüchtert werden.“ Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan (Labour) bezeichnete Einschüchterungsversuche gegen Politiker als „inakzeptabel“.

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Der Vorsitzende der Scottish National Party in Westminster, Stephen Flynn, sagte: „Diejenigen, die so handeln, schaden ihrer Sache und müssen zusammen mit denjenigen, die heute auf der Kundgebung abscheulichen Antisemitismus zeigten, verurteilt werden.“ Der ehemalige Sicherheitsminister Sir John Hayes summierte: „Wie weit sind wir gekommen, wenn ein hochrangiger Kabinettsminister nicht sicher durch die Straßen Londons zu seinem eigenen Haus gehen kann? Das macht deutlich, warum diese Proteste an diesem Wochenende überhaupt nicht hätten stattfinden dürfen.“

Michael Gove selbst dankte am Abend nach den Vorkommnissen der Polizei für ihr entschiedenes Eingreifen. Er schrieb: „Ich bin sehr dankbar für die ganzen netten Nachrichten in den letzten 24 Stunden. Ich möchte mich bei der Polizei für ihre vorbildliche Arbeit bedanken, mich gestern sicher nach Hause zu bringen.“

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Bei der Wut der Palästina-Demonstranten, mit der sie am Samstag durch London zogen, ist unsicher, was mit Gove hätte passieren können, wenn die Polizei nicht zur Stelle gewesen wäre.

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