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Berlin

Linksextreme bekennen sich zu Brandanschlägen auf Autos von Beamten und wollen diese „Zuhause angreifen“

Sieben Autos brannten in der Nähe der JVA Tegel. In einem Bekennerschreiben drohen Linksextreme, Beamte "Zuhause anzugreifen", wenn auf ihre Forderungen nicht eingegangen wird.

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Insgesamt sieben Autos, ein Transporter und ein Anhänger wurden von linksextremen in der Nähe der JVA Tegel in Brand gesetzt (Symbolfoto)

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Linksextremisten nehmen Mitarbeiter eines Berliner Gefängnisses ins Visier: In der Nacht zu Freitag und in der Nacht zu Samstag brannten in der Nähe der JVA Tegel insgesamt sieben Autos, ein Transporter und ein Anhänger. Alle abgebrannten Autos standen auf öffentlichen Parkplätzen. Die Polizei sagte gegenüber dem rbb, dass von Brandstiftung ausgegangen werde. Samstagabend veröffentlichten Linksextreme ein Bekennerschreiben. Apollo News liegt das Bekennerschreiben vor.

Die Gruppierung übernimmt in dem Schreiben, das auf der linksextremen Plattform Indymedia veröffentlicht wurde, die Verantwortung für alle sieben abgebrannten Autos in der Nähe der JVA Tegel. Außerdem wird angedroht, dass dies „nur der Anfang“ war. „Wir werden weiterhin gezielt Fahrzeuge der Beamten angreifen, bis die Behörden unsere Forderungen ernst nehmen. Wenn sich nichts ändert, werden wir den nächsten Schritt machen und die Beamten direkt bei ihnen Zuhause angreifen.“ Es wird in dem Bekennerschreiben nicht weiter darauf eingegangen, wie genau die Beamten zu Hause angegriffen werden sollen.

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Auf der Webseite der Gruppierung wird gedroht, „regelmäßig Daten (Adressen, Bilder, Social Media Links, etc.) von mehrfach negativ aufgefallenen Beamten zu veröffentlichen.“ Außerdem rufen sie dazu auf, sich an der Aktion gegen die Beamten zu beteiligen und Daten über die Beamten an die Gruppierung zu übermitteln. Bisher wurde von einer Beamtin der JVA ein Foto veröffentlicht. Insgesamt neun Beamte der JVA werden auf der Webseite namentlich angeprangert. Bei allen neun Beamten wurde die dienstliche E-Mail-Adresse veröffentlicht.

Hintergrund der Aktion ist nach Angaben der Linksextremen der Umgang mit den Häftlingen. „Durch eure Inkompetenz konnten gefährliche pädophile Straftäter entkommen, und als Antwort darauf straft ihr ganze Stationen kollektiv ab? Das ist inakzeptabel. Es reicht.“ In der JVA Tegel existieren 867 Haftplätze. Es ist davon auszugehen, dass unter den Häftlingen auch mehrere aus dem linksextremen Milieu sind. In der Vergangenheit war unter anderem das spätere RAF-Mitglied Andreas Baader dort inhaftiert.

Dieses Jahr sind bereits zwei Vergewaltiger aus der JVA Tegel geflohen. Beide Männer haben ihre Haftstrafen zwar abgesessen, da sie aber weiterhin als gefährlich gelten, saßen sie in Sicherungsverwahrung. Beide konnten wieder gefunden und in die JVA zurückgebracht werden.

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