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Sachschäden in Millionenhöhe, auch Familien im Visier

Letzte Generation: Krude Terrordrohung wegen Straßenbahn!

Nachdem der Stadtrat in Mülheim die Stillegung einer Straßenbahnlinie beschließt, erreicht die Politiker ein krudes Drohschreiben. Die Verfasser kündigen Schäden in Millionenhöhe an. Selbst die Familien der Stadträte werden bedroht. 

Der Stadtrat im Nordrhein-Westfälischen Mülheim hat die Stilllegung einer Straßenbahnlinie beschlossen. In der Folge erreichte die Politiker vor Ort ein Drohschreiben – unterzeichnet von der „Letzten Generation“. Darüber berichten unter anderem die WAZ und das Portal Ruhrbarone.de.

„Ihr scheißt auf die Umwelt und Lebensqualität der Menschen – wir scheißen auf euren Wohlstand!“, heißt es darin. „Der gesamte Stadtrat von Mülheim / Ruhr wird aufgefordert den Beschluss zur Stilllegung der Kahlenberg-Straßenbahn bis zum 2. August 2023 öffentlich zurück zu nehmen und die Sanierung der Straßenbahnstrecke Wertgasse – Kahlenberg – Oppspring zu beschließen“. Das Schreiben ist an unter anderem an die Fraktionen  des Stadtrates in Mülheim, aber auch an die Verkehrsgesellschaft „Ruhrbahn“ adressiert. 

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„Sollte bis zum 02.08.2023 kein Sonderbeschluss zur Erhaltung und Sanierung der gesamten Kahlenbergstrecke erfolgen und dies unverzüglich öffentlich publiziert werden, zündet der Stadtrat direkt die nächste Eskalationsstufe“, wird in der E-Mail gedroht. Man wolle seitens der Aktivisten Busse und Infrastruktur der Ruhrbahn beschädigen oder im Verkehr behindern. Auch die Parteien im Stadtrat werden bedroht. „Den Verantwortlichen von AFD, CDU sowie den Verräter*innen von Bündnis 90/Die Grünen werden Schäden und Zerstörungen in Höhe von MINDESTENS 16,5 Mio EUR zugefügt! Ebenfalls in der Höhe von MINDESTENS 16,5 Mio EUR wird städtisches Eigentum beschädigt und zerstört!“ 

Selbst die Familien der Stadtverordneten werden zur Zielscheibe der kruden Droh-Mail: „Wir wissen ALLES über euch. Sämtliche Angehörige der Fraktionen von AFD, CDU und „Grüne“ sowie dessen Familienangehörige werden zu LEBENSLANGER ÜBERWACHUNG verurteilt!“. 

Das Schreiben liegt den Sicherheitsbehörden inzwischen vor. Inwieweit eine tatsächliche Gefahr vorliegt, werde derzeit geprüft, heißt es von der Polizei. „Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen“, so ein Sprecher auf Nachfrage. 

Die Gruppe sei bislang in Mülheim unbekannt, berichten lokale Medien. Allerdings gibt es auch in der Ruhr-Stadt Aktionen der „Letzten Generation“. So blockierte die Gruppierung in der Vergangenheit unter anderem Autobahnzubringer in Mülheim. 

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