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Wegen Selfies

Kontaktschuld: Linker Shitstorm gegen Parfüm-Influencer Jeremy Fragrance

Parfüm-Influencer Jeremy Fragrance macht auf einem Treffen in New York Selfies mit rechts-konservativen bis rechten Politikern und Journalisten. Die bloße Kontaktschuld reichte für einen Shitstorm und Cancel-Aufrufe von Links.

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Er ist der wichtigste und bekannteste Parfum-Influencer der Welt: Jeremy Fragrance. Jetzt sorgte der gebürtige Oldenburger für einen Aufschrei unter Linken, weil er bei einem Treffen des New York Young Republican Clubs, bei dem auch der ehemalige US-Präsident Donald Trump eine Rede hielt, Selfies mit mehreren rechtskonservativ bis rechten Politikern und Journalisten bei Instagram postete. Obwohl sich Fragrance selbst nicht zu Inhalten äußerte, reicht die bloße Kontaktschuld, um zum Boycott gegen den Influencer aufzurufen.

Unter den Selfie-Partnern von Fragrance waren der Chefredakteur des AfD-nahen Deutschland Kurier David Bendels sowie Alexander Kleine, Inhaber von Tannwald Media und Mitglied der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung, und der ehemalige österreichische Präsidentschaftskandidat Gerald Grosz. Bei dem Selfie mit dem Chefredakteur des Deutschland Kurier hielt Fragrance außerdem ein A4 Blatt hoch, auf dem der Instagram Name des Deutschland Kuriers steht.

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Konkrete Aussagen dazu, ob Fragrance die Personen und ihre Plattformen inhaltlich gut findet, sind nicht bekannt. Insbesondere bei Kleine ist fraglich, ob Fragrance überhaupt von dessen Aktivitäten bei der Identitären Bewegung wusste.

Bereits in der Vergangenheit Shitstorm wegen „Sexismus“

Obwohl die Details, unter denen die Fotos entstanden, noch nicht bekannt sind, ließ der Cancel Culture Angriff auf Fragrance nicht lange auf sich warten. „Parfum-Influencer Jeremy Fragrance wirbt für Rechtsextreme“, titelte beispielsweise Spiegel Online am Sonntagabend. Auf Instagram wurde Fragrance von mehreren Nutzern für seine Selfies harsch kritisiert – viele Linke riefen dazu auf, dem Influencer auf allen Plattformen zu entfolgen.

Bisher war über Fragrances politische Einstellung nichts bekannt. Einzig seine feste Verwurzlung in den katholischen Glauben erwähnte er mehrfach. Bei seinem Glauben ist Fragrance kompromisslos. Weil ihm bei Promi Big Brother im Laufe der Sendung seine Bibel verwehrt wurde, entschloss sich Fragrance damals die Show zu verlassen.

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In der Vergangenheit gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass Fragrance, Kind polnischer Einwanderer, besonders rechts oder gar rechtsextrem sei, wie nun zum Teil suggeriert wird. Im Mai dieses Jahres wurden lediglich völlig übersteigerte Sexismus-Vorwürfe gegen den Influencer laut, weil er auf einer Veranstaltung sagte, dass er „pro Tag fünf Mädels bumsen“ könne – dies aber nicht tue, weil es unethisch sei.

Eine eigentlich harmlose Aussage, die für Fragrance dennoch Konsequenzen hatte: Aldi Nord distanzierte sich von Fragrance, mit dem sie kurz vor dem angeblichen Sexismus-Skandal eine gemeinsame Werbekampagne starteten. Ob Fragrance jetzt Einbrüche in den Verkaufszahlen hinnehmen muss oder es eine Solidarisierungswelle gibt, wie bei den Vorwürfen der angeblichen AfD-Sympathie des Müller-Milch-Eigentümers und Molkerei-Milliardärs Theo Müller, wird sich zeigen.

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