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ZDF-Moderator Lesch präsentiert absurd falsche Hitze-Zahlen

Mit eindrucksvollen Diagrammen will Harald Lesch die Hitze-Apokalypse herbeireden. Aber die Zahlen des Umweltbundesamtes widersprechen direkt denen, die er präsentiert.

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„Der Klimawandel kann uns alle direkt umbringen!“, ruft Harald Lesch in die Kamera. Der „Wissenschaftsjournalist“ hat eine Sendung zur „Rekordhitze“ produziert – Lesch, der schon bei Corona eine ideologische Linie ins Gewand der Wissenschaft verkleidete, ist für die aktuelle Hitze-Panik bestens geeignet. In der jüngsten Ausgabe  seiner Serie „Leschs Kosmos“ geht es also darum, dass es im Sommer heiß ist. 

Natürlich ist ein heißer Sommer bei Harald Lesch direkt ein „im wahrsten Sinne des Wortes mörderischer Sommer“ – „Die Sonne, sie scheint nicht mehr einfach nur; sie brennt förmlich.“ Lesch will belegen, dass die „Klimakrise“ gesundheitsschädigend ist. Zusammengefasst: Hitze tötet. Uns alle. Oder wie Lesch sagt: Sie bringt uns alle direkt um, wenn wir Pech haben.

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Um seine Panikmache mit Daten zu unterfüttern – immerhin ist er „Wissenschaftsjournalist“ – zieht der Professor diverse eindrucksvolle Diagramme heran. Zum Beispiel, um zu belegen, dass „heiße Tage“, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad, in Deutschland massiv zugenommen hätten.

„Seit Jahren steigen die Tage mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius in Deutschland an – besonders seit den 1990er-Jahren“, erklärt Lesch zu dieser Grafik. Problem nur: So, wie Lesch und das ZDF es darstellen, stimmt es nicht.

Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen eine andere Entwicklung. Zwar gibt es auch in den Daten der Bundesbehörde einen klaren Trend nach oben – nur ist dieser deutlich weniger extrem. Das, was Lesch suggeriert – die massive Zunahme von Hitzetagen in den letzten 40 Jahren – findet so nicht statt.

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Demnach gab es auch in den Perioden 1970 bis 1989 und 1990 bis 2009 viel mehr heiße Tage, als Lesch andeuten möchte. 151 im Zeitraum 1990 bis 2009 etwa, statt den 90, die bei Lesch auftauchen.

Daten des Umweltbundesamtes

Das Team von „Leschs Kosmos“ scheint sich derweil auf schwammigere Zahlen berufen zu haben. Welche genau das aber sind, bleibt offen – denn das ZDF verzichtet bei der Statistik auf eine sichtbare Quellenangabe. Dafür sind die Balken Feuer-Orange und Feuer-Rot eingefärbt – das soll Eindruck schinden und den Mangel an Fakten vergessen machen.

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