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Journalist berichtet: Eigene Mitarbeiter zu interviewen ist beim ÖRR gängige Praxis

Der Journalist Daniel Gräber berichtet, wie es in seiner Zeit beim SWR gängige Praxis war, Praktikanten wie ihn als Interviewpartner mit vorgegebener Meinung zu verwenden.

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Ein kürzlich erschienener Tagesschau-Beitrag, bei dem die ARD eine eigene Mitarbeiterin interviewte, macht hohe Wellen. Jetzt schildert ein Journalist einen ähnlichen Vorfall in seiner Zeit bei den Öffentlich-Rechtlichen – und suggeriert, dass es dort Alltag ist, eigene Mitarbeiter zu interviewen und ihnen sogar eine Meinung vorzugeben. 

In dem ursprünglichen Tagesschau-Bericht ging es um die Preiserhöhungen beim Discounter Penny: Um Verbrauchern zu zeigen, wie vermeintlich umweltschädlich manche Produkte seien, hat der für diese Woche bei ausgewählten Waren den Preis massiv erhöht – teilweise gilt der fast doppelte Preis. Penny wolle damit die Kosten für die Umwelt zeigen und eine „unbequeme Botschaft“ für mehr Klimaschutz senden.

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Dabei kam als eine von zwei befragten Kunden eine WDR-Mitarbeiterin zu Wort: Die Aktion finde sie gut, „weil es zum Nachdenken anregt. Also normalerweise denkt man nicht darüber nach, dass Fleisch jetzt so und so viel Aufschlag hat.“ Dass die Frau beim WDR arbeitet, tauchte im Beitrag nicht auf, obwohl sie das wohl sogar dem Reporter-Team sagte. Dies hätte diese Info aber überhört, so die Darstellung der ARD.

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Der Cicero-Journalist Daniel Gräber schildert, dass sich in seiner Zeit beim SWR ähnliches abspielte: „Weil sich gerade alle über die WDR-Mitarbeiterin bei Penny aufregen“, wolle er eine Geschichte teilen: „Vor vielen Jahren war ich Praktikant beim SWR. Wurde zu einem Dreh in eine Bank mitgenommen, sollte mich über hohe Gebühren am Geldautomaten aufregen. Hab ich gemacht. Kam in der Landesschau. Familie war stolz.“

In der Vergangenheit gab es bei den Öffentlich-Rechtlichen schon häufig dokumentierte Fällen, in denen Parteifunktionäre oder linke Aktivisten als einfach Passanten interviewt und dargestellt wurden.

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