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Grünen-naher Wirtschaftshistoriker witzelt darüber, Milliardären den „Kopf abzuschlagen“

Adam Tooze, ist Wirtschaftshistoriker und lehrt an der Columbia University in New York. Der Professor gilt als besonders Grünen-nah. In einem Interview mit Tilo Jung zeigt er nun offen seine Verachtung für den Rechtsstaat.

„Dass es Milliardäre gibt, ist eine absurde Absurdität! Das ist eine Herausforderung an die Legitimität jeder Demokratie, das überhaupt zuzulassen. Es ist unglaublich, dass man sich das leistet geradezu.“ Das erklärte vor wenige Tagen der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze. Tooze ist ein britischer Historiker der in New York an der Columbia University lehrt.

Doch auch in die Bundesrepublik hat Tooze beste Kontakte. Adam Tooze spricht fließendes Deutsch und ist insbesondere mit den Grünen eng verbandelt. In Robert Habecks Wirtschaftsministerium sei Tooze zu Gast gewesen, wie das Handelsblatt berichtet. Vor allem aber taucht Tooze immer wieder bei der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung auf. Auf der offiziellen Website wird Tooze etwa als Autor geführt. Auf YouTube taucht er in mehreren Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen auf.

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In dem Interview mit Tilo Jung erklärt Tooze weiter, dass es problematisch sei, dass Privatbesitz geschützt werde. In dem Umgang mit Milliardären bekomme  man “Sympathien für China und Russland”. Dort müssten die Milliardäre im Gegensatz zum Westen nämlich “richtig Angst haben”. Diese Milliardäre hätten keinen Rechtsstaat, der sie schützt, erklärt der Wirtschaftshistoriker.

Dann fragt Tilo Jung: “Wie werden wir die Milliardäre los – ohne dass wir ihnen den Kopf abschlagen”? Tooze entgegnet schon fast entrüstet: “Das wäre eine plausible Antwort”. Erst als Tilo Jung ausführt, dass Jung & Naiv ein “humanistisches” Format sei und sich gegen die Todesstrafe ausspreche, rudert auch Tooze zurück und erklärt, er sei ebenfalls Gegner der Todesstrafe.

Bereits mit anderen Aussagen polarisierte Tooze in der Vergangenheit: Wenn Friedrich Merz Finanzminister geworden wäre, hätte das ein “systemisches Risiko für die EU” dargestellt, so der Historiker wörtlich. Den Fokus, den Deutschland auf seine Industrie legt, hält Tooze ebenfalls für absurd. Die Zukunft liege vielmehr in der Forschung und im Dienstleistungsbereich. Zudem müsse Europa protektionistischer werden, forderte der Historiker.

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