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Gerichts-Blockade: Letzte Generation attackiert Justizapparat

Mitglieder der Letzten Generation haben am Mittwoch, den 05.Juli, eine Sitzblockade in Bamberg errichtet. Nur einen Tag später standen die Aktivisten vor Gericht. Diesen Gerichtsprozess nutzten sie aus, um den Rechtsstaat zu verhöhnen. Ein Protokoll des Irrsinns.

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Währenddessen wird Wasser und Essen gefordert

13:30 Die Angeklagten betreten den Gerichtssaal. Stilecht mit orangener Warnweste. Simon, ein Angeklagter bewirbt den Vortrag der Letzten Generation. Währenddessen wird Wasser und Essen gefordert. Yannick absolviert einen Klogang.

13:42 Die Sitzung wird eröffnet.

13:50 Die Anklage wird verlesen. Den Angeklagten wird strafbare Nötigung vorgeworfen. Die Zulässigkeit des Schnellverfahrens wird aufgrund der schwierigen Rechtslage angezweifelt.

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14:12 Die Sitzung wird nach den vielen Anträgen der Verteidigung und intensiver Diskussion mit der Staatsanwaltschaft für 15 Minuten unterbrochen.

Die Staatsanwaltschaft sagt, dass die ungeklärte Essensfrage Aufgabe der Verteidigung sei.

14:28 Die Sitzung wird fortgesetzt. Anträge auf Beiordnung bei Verteidigung werden abgelehnt. Die Richterin äußert sich zum Thema Schnellverfahren und bewertet diese als nicht ungeeignet.

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14:31 Es wird eine Essenspause beantragt. Die Staatsanwaltschaft sagt, dass die ungeklärte Essensfrage Aufgabe der Verteidigung sei.

14:34 Die Sitzung wird unterbrochen um die Essensfrage zu klären.

14:37 Ein Antrag zur Sitzungsordnung wird gestellt. Die Klimakleber fordern das abhängen des Kruzifix.

14:45 Der erste Angeklagte äußert sich in seiner Einlassung.

15:03 Erneut wird etwas zu Essen gefordert. Es gäbe angeblich Konzentrationsprobleme, weil die letzte Mahlzeit um 9 Uhr war. Yannick will sein T-Shirt wechseln. Anschließend wird die Sitzung für 15 Minuten unterbrochen.

Die Polizei bringt Döner in den Saal!

15:10 Die Polizei bringt Döner in den Saal!

15:41 Frisch gestärkt geht es weiter mit den Einlassungen.

15:53 Tränen im Gerichtssaal! Ein Brief vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, bringt die Klimakleber zum weinen.

16:03 Eine erneute Unterbrechung für den Beweisantrag findet statt.

16:20 Die Verhandlung wird fortgesetzt. Die Beweisaufnahme wird eröffnet. Ein Zeuge soll geladen werden um zu bezeugen, dass er durch die Rettungsgasse fuhr.

Behördliche Mängel – es fehlen Seitenzahlen

16:34 Antrag der Verteidigung sich zur Beratung zurückzuziehen wird abgelehnt. Der erste Zeuge, ein Polizist der vor Ort im Einsatz war, wird verhört.

17:36 Behördliche Unterlagen weisen Mängel auf. So fehlen in den Akten beispielsweise Seitenzahlen. Außerdem gibt es Aktenvermerke die mit falschem Namen unterschrieben wurden.

18:01 Lichtbild von der Situation wird am Richterpult mit Zeugen, Verteidigung und Staatsanwaltschaft abgeglichen.

18:58 Die Sitzung wird bis 20 Uhr unterbrochen, damit Beweisanträge gestellt werden können.

20:00 Es geht weiter.
20:18 die Sitzung wird wieder unterbrochen. Ein Anwalt wird ersetzt
20:55 Die Beweisanträge werden abgelehnt.

21:00 Yannick hat Hunger und fordert deswegen eine Unterbrechung bis etwas zu essen da ist. Die Forderung wird abgelehnt!

21:05 Yannick verliest Beweisanträge.

21:10 Die Richterin sieht in der Forderung weitere Beweisanträge zu stellen eine Rechtsverschleppung!

Eine Sitzblockade auf dem Gang des Gerichtssaals wird errichtet

21:12 Yannick, der der Hunger hat, fordert auf, dass Verfahren zu Unterbrechen, weil er sich nicht mehr konzentrieren kann. Dies wird abgelehhnt.

21:27 Die Klimakleber machen das, was sie am besten können. Eine Sitzblockade auf dem Gang des Gerichtssaals wird errichtet. Es sitzen circa 20 Klimakleber auf dem Boden! Neben Zuschauern sitzt auch ein Angeklagter auf dem Boden und möchte nicht mehr zurück in den Gerichtssaal. Er nennt das Gerichtsverfahren „rechtswidrig“.

21:34 Die Angeklagten sitzen immer noch auf dem Boden des Ganges und sagen, dass die wahren kriminellen in der Regierung sitzen.

21:36 Die Blockade singt Lieder.
21:43 Das Verfahren ist nicht mehr öffentlich. Die Verteidigung stellt einen Befangenheitsantrag.

22:12 Während der Befangenheitsantrag immer noch überprüft wird, sitzen die Aktivisten immer noch auf dem Gang des Gerichts.

40 Tagessätze für alle

22:58 Die Befangenheit wird abgelehnt!

22:59 Der Staatsanwalt verliest sein Plädoyer. Er fordert für Falk 120 Tagessätze a 50 Euro, für Ronja zwei Monate Haft, für Micha drei Monate Haft, für Simon fünf Monatee Gefängnis und für Yannick vier Monate Haft.

23:22 Die Verteidigung hält ihr Plädoyer.
0:15 Urteilsverkündung: Alle Angeklagten werden zu 40 Tagessätzen verurteilt.

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