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Oppositioneller

Fünf Staaten sind sich sicher: Nawalny wurde mit Pfeilgiftfroschgift getötet

Eine Analyse der Überreste des russischen Oppositionspolitikers Nawalny zeigt, dass er mit tödlichem Pfeilgiftfroschgift vergiftet wurde. Dies war „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ die Todesursache, heißt es in einem Statement von fünf europäischen Staaten.

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Alexei Nawalny (rechts) neben seinem Bruder bei einer Demonstration im Jahr 2019. (imago/ITAR-TASS)

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Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, der am 16. Februar 2024 im Strafgefangenenlager starb, wurde mit Epibatidin vergiftet. Dies ergab eine Analyse der sterblichen Überreste Nawalnys. „Angesichts der Toxizität von Epibatidin und der bekannt gewordenen Symptome war die Ursache seines Todes jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vergiftung“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich und den Niederlanden.

Epibatidin ist ein Toxin, das in den in Südamerika beheimateten Pfeilgiftfröschen zu finden ist. In Russland kommt es in der Natur nicht vor. Gleichzeitig hatte Russland „die Mittel, ein Motiv und die Möglichkeit, ihm das Gift zu verabreichen“, heißt es in der Erklärung. Außenminister Wadephul wies in einem Statement darauf hin, dass die Wirkung des Gifts, mit dem Nawalny getötet wurde, „200 Mal so stark ist wie Morphium“. Seine britische Amtskollegin Yvette Cooper sagte: „Wir zeigen unsere Entschlossenheit, den Kreml und die russische Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.“

Die Vergiftung mit dem Gift des Pfeilgiftfrosches war nicht der erste Giftanschlag auf Nawalny. Am 20. August 2020 wurde Nawalny mit Nowitschok vergiftet. Zunächst wurde er in einer Klinik in Omsk behandelt, dann aber auf Wunsch seiner Familie in die Berliner Charité verlegt. Diese konnte er im darauffolgenden September wieder verlassen, blieb jedoch noch weiter in Deutschland, um sich zu erholen.

Im Januar 2021 kehrte Nawalny dann wieder nach Russland zurück, wo er am Flughafen wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen direkt für 30 Tage in Untersuchungshaft kam. Am 2. Februar wurden Nawalnys Bewährungsauflagen dann in dreieinhalb Jahre Straflager umgewandelt. Hinzu kamen noch zehn Monate Hausarrest aus einer früheren Strafe. Auch während seiner Haftzeit wurde Nawalny mehrfach wegen angeblicher weiterer Delikte verurteilt, darunter Beleidigung und die angebliche Wiederbelebung von „Nazi-Ideologie“. Die angebliche Wiederbelebung der „Nazi-Ideologie“, die Nawalny abstritt, führte zu einer Verurteilung zu zehn weiteren Jahren Straflager.

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27 Kommentare

  • Das haben die sich bei Chief Inspector Barnaby abgeschaut.

    • So ein Zufall: am Tag der Sicherheitskonferenz ist sie zufällig anwesend und die Story mit dem Giftfrosch wird medienwirksam ausgepackt.
      Billiges Schauspiel. Was kommt als nächstes?

  • Warum glaube ich das so nicht? Und was macht eigentlich seine Berufswitwe so? Wie man hört, genießt sie ihr neues reiches Leben.

    • Einfach mal Grok fragen, wie lange Epibatidin nachweisbar ist. Nach so langer Zeit faktisch ausgeschlossen, selbst wenn man Proben konserviert hat.

      • „Das Gift des Schrecklichen Pfeilgiftfrosches (Batrachotoxin) ist extrem beständig und kann auf präparierten Blasrohrpfeilen bis zu ein Jahr lang aktiv und nachweisbar bleiben.“

        • Ja, aber nicht im Körper, weil es verstoffwechselt wird, selbst wenn man bereits tot ist. Das gilt auch für Amphetamine, Drogen und Alkohol, nur mit anderen Zeitspannen. Bei Arsen, Quecksilber oder Blei ist das anders. Das lagert sich in den Organen ab und bleibt dort.

          1
    • @Tobi: Die züchtet Pfeilgiftfrösche.

      • Pfeilgiftfrösche bilden ihr Gift nur durch Verzehr von gewissen Ameisen…🐜🐜🐜🐜

    • Die lebt mit ihren Kindern angebl. in Bayern, vermutlich in München, wohl vom Bürgergeld. Security inklusive.

    • Weil du ein Booooomer bist und nur an Zigarillos Rumtopf und Tagesschau glaubst

  • Es war einmal…

  • 5 Staaten sind sich sicher, 190 nicht. Das Verhältnis ist ja zum Pfeilgiftfrösche melken.

    • Und unser „Wadenbeisser“ ist natürlich dabei……möchte auch mal im Mittelpunkt stehen der Unscheinbare….

  • Warum macht man um den so einen Wirbel? Ist das der einzige Oppositionspolitiker weltweit mit tragischem Schicksal und forciertem Ableben?
    Klar-Opposition ist in Russland gefährlich-das ist nicht schön. Aber da ist Russland auch nicht das einzige Land. Was findet man bei uns nur so an diesem Nawalny?
    Hat der sich in der Vergangenheit nicht mehrfach rassistisch und antisemitisch geäußert? Oder ist das nur russische Propaganda? Was geht uns das an? Bei anderen Ländern und drangsalierten Oppositionellen machen wir doch auch keinen solchen Aufriss.
    Die sollten sich lieber drum kümmern, daß bei uns mit der Opposition fair umgegangen wird.

  • Er hätte nie nach Russland zurückkehren dürfen. Warum hat ihn niemand aufgehalten und ihm unsere Unterstützung für seine Bewegung in der Heimat angeboten? Im deutschen oder amerikanischen Exil kann man sehr viel mehr bewegen als in Russland selbst. Es war doch klar, dass ihn Putin sofort gefangen nimmt und früher oder später beiseite schafft. Seine Märtyrer-Handlung hat sich in Russland leider nicht bezahlt gemacht. RIP Alexej Nawalny.

    • Sie kennen die Figur Nawalny?

  • Wo ist denn nun der Info Wert dieser „News“

    • Von der „Bild “ abgeschrieben ?

  • Wer will den fünf schlimmsten Kriegstreiber-EU/Europa-Chihuahuas dieses Märchen glauben ?

    • Die Deutschen? Die glauben alles.

  • Also ein normaler „Arbeitsunfall“ bei Politikern in Russland….
    Bringt der Job mit sich, wenn man nicht aufpasst und auf „gute Ratschläge“ hört.
    In Deutschland kennt man das nur noch in der Historie. Wie etwa der „Badeunfall“ von König Ludwig II. … Unfälle passieren…
    Aber meinen wirklich größten Respekt hat Nawalny. Er wusste genau, worauf er sich einließ und starb dafür. Vielleicht, oder auch nicht, so ähnlich wie Martin Luther: Nun steh‘ ich hier, ich kann nicht anders…

  • Vielleicht sollte man seitens Apollo-News die Kommentarfunktion manchmal einfach abschalten. Was hier für menschenverachtende, gehässige Kommentare von irgendwelchen Putintrollen kommen, ist einfach abstoßend.

    -10
    • Ein bestimmtes Gift ist kein Beweis
      für Täter. Man will uns veräppeln.

    • G.P. Sie schauen zu viel Tagesschau, Sie können uns ja melden beim Portal gegen Hass & Hetze, oder lesen bei T-Online weiter.

    • @G.P. Niemand zwingt Sie hier die Kommentare zu lesen. Sie können auch die Zeit oder die Frankfurter Rundschau abonnieren, da können Sie sich mit Gleichgesinnten ,,austauschen“.

    • Ich finde Ihren Kommentar genauso abstoßend. Warum siedeln Sie nicht um; z. B. Nordkorea, oder Kuba?

  • Und Seth Rich?

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