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Mannheim

Evangelische Bischöfin: Attentat auf Islamkritiker Stürzenberger geschah wegen mangelnder interreligiöser Toleranz

Die Evangelische Landesbischöfin von Baden erklärt, dass mangelnde interreligiöse Toleranz Grund für den Anschlag auf Islamkritiker Stürzenberger in Mannheim sei. Die Gesellschaft müsse sich „aktiv gegen Hass und Extremismus“ stellen.

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Anlässlich der Trauerfeier, für den in Mannheim ermordeten Polizisten Rouven Laur erklärte Heike Springhart, Landesbischöfin der evangelischen Landeskirche in Baden, dass der Anschlag in Mannheim durch mehr Toleranz für Andersdenkende verhindert werden könnte.

Laut der Bischöfin dürfe „Religion darf niemals ein Grund für Gewalt sein, sondern sie ist eine Quelle der Hoffnung, des Trostes und des Zusammenhalts“. Nichtsdestotrotz müsse man sich für eine „Kultur der Toleranz und des Respekts einsetzen“, um dazu beizutragen, „dass sich solch schreckliche Ereignisse wie die Messerattacke in Mannheim nicht wiederholen.“

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In der heutigen Zeiten, „in denen Hass und Gewalt immer präsenter werden, ist es wichtiger denn je, einander mit Respekt und Empathie zu begegnen“. Man solle sich jeglicher Art von Extremismus stellen und aktiv gegen Hass arbeiten. Der Messerangriff von Mannheim hätte alle „tief erschüttert“. Doch interreligiöse Toleranz müsse bei jedem einzelnen beginnen. Die von ihr geforderte Toleranz müsse „in unserem Alltag, in unserer Nachbarschaft, in den sozialen Medien“ gelebt werden.

Vergangene Woche trafen sich circa 8.000 Menschen in Mannheim auf dem Marktplatz, dem Ort des Anschlags des afghanischen Flüchtlings Sulaiman Ataee auf den Islamkritiker Michael Stürzenberger, bei dem der Polizist Rouven Laur verstarb. Die Menschen versammelten sich, um an einem interreligiösen Gebet für Laur teilzunehmen. Die Landesbischöfin erklärte, dass es egal sei, welchen Glauben die Menschen angehörten, alle würden Menschlichkeit teilen. Für sie sei es wichtig, Vorurteile abzubauen und den Dialog mit anderen Religionen zu suchen.

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