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Gelsenkirchen

Ermittler durchsuchen Sparkasse nach Einbruch: Bank kooperierte unzureichend

Nach dem Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen hat die Polizei die Büroräume der Bank durchsucht, weil angeforderte Daten laut Ermittlern nur unvollständig geliefert wurden. Die Maßnahme richte sich nicht gegen Mitarbeiter, zugleich gibt es Hinweise auf internes Täterwissen.

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IMAGO/Funke Foto Services

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Nach dem Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen kurz vor dem Jahreswechsel hat die Polizei die Büroräume des betroffenen Geldinstituts durchsucht. Hintergrund der Maßnahme ist nach Informationen aus Sicherheitskreisen eine aus Sicht der Ermittler unzureichende Kooperation der Bank in den Tagen nach der Tat, wie der Focus berichtete.

Demnach sollen angeforderte Daten zu Schließfächern und Kunden zunächst nicht vollständig übermittelt worden sein. Auch zu der Frage, welche Depotinhaber die Filiale nach dem Einbruch aufgesucht hatten, habe es nur zurückhaltende Auskünfte gegeben. Die zuständige Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss, der am Dienstag in der Filiale in Gelsenkirchen-Buer vollstreckt wurde.

Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber dem Focus, die Maßnahme richte sich nicht gegen das Institut oder einzelne Beschäftigte. „Wir haben keinen Verdacht gegen irgendwen.“ Ziel sei es vielmehr, zeitnah einen sachlichen Überblick über relevante Informationen zu erhalten.

Parallel dazu verdichten sich Hinweise, dass die Täter bei dem Einbruch über internes Wissen verfügten. Nach Erkenntnissen der Ermittler kannten sie offenbar die Sicherheitsstrukturen des Gebäudes genau. So gelangten sie mithilfe von Zugangschips in eine Tiefgarage und von dort weiter bis zur Beton-Stahl-Wand des Schließfachdepots. Für den letzten Zugang zur Tresormauer war eine Codekarte erforderlich. An der entsprechenden Tür wurden keine Aufbruchspuren festgestellt, was darauf hindeutet, dass den Tätern eine solche Karte vorlag.

Um an die Schließfächer zu gelangen, bohrten die Unbekannten anschließend stundenlang mit Spezialwerkzeug durch die massive Wand. Insgesamt wurden mehr als 3.000 Kundenschließfächer ausgeräumt. Der entstandene Schaden ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Erste Schätzungen gehen von einem Betrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich aus, der jedoch noch deutlich höher liegen könnte.

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Die Polizei ermittelt in dem Fall mit einer eigens eingerichteten Sonderorganisation. Die Täter sind weiterhin flüchtig.

Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen hat die Polizei die Büroräume der Bank durchsucht, nachdem Ermittler eine aus ihrer Sicht unzureichende Kooperation in den Tagen nach der Tat bemängelten. Laut Polizei richtet sich die Maßnahme nicht gegen Beschäftigte, während Hinweise darauf hindeuten, dass die Täter mit internem Wissen und Zugangskarten gezielt vorgingen.

ha

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49 Kommentare

  • Die “ Kundschaft “ weiß , wo das Haus vom Leiter der Kasse wohnt.

    • Genau so wird ein Schuh draus. 👌

    • Deutsche Sprache schwere Sprache, hier in Schriftform.

      -33
      • Der meme ist in Sachsen wohl noch nicht angekommen.

        • @Allesodernichts Spricht das jetzt für oder gegen den Standort Sachsen?

          2
      • Zu gefälligen Einordnung für Beutedeutsche 😉
        Gelsenkirchener Deutschversuche sind ebenso ein sprachliches Bonbon wie das sächsische Verbalkolorit …

  • Vermutlich ist der Sparkassenleitung bereits bewusst, daß sie grob fahrlässig und damit wahrscheinlich schadensersatzpflichtig sind. Da versucht man natürlich Zeit zu schinden.

    • Also, dass da Insiderwissen vorhanden war hätte einem auch jeder halbwegs clevere 14-jährige sagen können.

      Entweder haben die Täter einem Komplizen in der Bank gehabt oder sie haben von Fahrlässigkeit profitiert.

      Was den Schadenersatz angeht: Man müsste als Geschädigter ja angeben was in dem Schließfach war – und das könnte dann doch zu großes Interesse des Finanzamtes erregen. Da werden einige den Verlust einfach hinnehmen müssen.

      • Die Banken sind eh nur bis 10. Tausend haftbar. Alles was drüber liegt, ist weg.

        • nope, wenn die Schließfachinhaber der Bank grobe Fahrläßigkeit beim Schutz ihrer Wertsachen nachweisen können (fehlende oder deaktivierte Sicherheitssysteme z.B.), sind die ABG der Sparkasse für die Katz…
          Und dann greift §§ 598 ff. BGB; Abs. 4; Punkt 2
          natürlich musst du auf Heller und Pfennig nachweisen, was du in deinem Fach hattest…
          und vor allem, wie du an den halben Zentner Goldbarren gekommen bist…

          das heißt, grundsätzlich hast du Recht…

          10
        • Das ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Wie sind bspw. mit 50k versichert

          3
    • „Grob fahrlässig gehandelt haben“ muss es heißen

    • Vielleicht hat sich die Sparkassenleitung auch einfach nur an das Bankgeheimnis gehalten und die Polizei hat im Auftrag der Landesregierung die Drecksarbeit machen müssen, um die Daten zu bekommen.
      Wenn ich ein Bankschließfach anmiete dann verlasse ich mich darauf, dass sich die Bank an das Bankgeheimnis hält.

  • Offenbar möchte die Sparkasse ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen. Das wirft die Frage auf, warum die so ein Misstrauen gegen die Polizei hegen ? Gibt es da vielleicht doch ….. 🧐

    • …Versicherungs-oder anderen Betrug?

  • Wahrscheinlich auch dort eingeschleuste Insider. Clanmitglieder findet man (mutmaßlich) auch in anderen Bereichen: Polizei, Justiz, Versicherungen.
    Bei der Sparkasse ist es ganz klar: die Einbrecher wussten, dass der Schließfächerraum nur mit einem Rauchmelder ausgestattet war. Kein Bewegungsmelder, keine Kameras, kein Vibrationsalarm. Direkt eine Einladung zum Bruch.
    Und nun sind Millionen an Schwarzgeld hinüber – haben jetzt halt andere.

    • Der grün Lux in Berlin sagt ja, die säßen dort überall. Weshalb nicht in Gelsenkirchen in den Banken?
      Das „Insiderwissen“ kann allerdings jeder weiter geben, der einen Safe ergattert – und dort immer mal wieder aufsucht.

  • So gelangten sie mithilfe von Zugangschips in eine Tiefgarage und von dort weiter bis zur Beton-Stahl-Wand des Schließfachdepots. Für den letzten Zugang zur Tresormauer war eine Codekarte erforderlich. An der entsprechenden Tür wurden keine Aufbruchspuren festgestellt, was darauf hindeutet, dass den Tätern eine solche Karte vorlag.

    Haben solche Chipkarten nicht auch Schnittstellen zum Auslesen? Da muss doch etwas zu finden sein, denn im Hotel kann man doch auch prüfen, wann die Karte zu letzt genutzt wurde, und man kann doch bei der Sparkasse auch sicher rausfinden, wer Inhaber der Karte ist?

  • Internes Täterwissen. Das erklärt einiges. Langsam wird es interessant.

    • War dir das echt nicht klar?
      Ist ’ne Frage.

      • Nein, war mir nicht klar. Hat für mich einen Aha Effekt.

  • Gelsenkirchen soll die ärmsten Stadt von D sein.
    Aber in den Schließfächern sollen 100 Mio. Bargeld und kiloweise Gold gebunkert gewesen sein – angeblich. Tja, irgendwo muss man halt seine illegal erworbenen Einkünfte verstecken, wenn man gleichzeitig BG bezieht. Und das Finanzamt geht auch leer aus.

    • Warum muss ich nur dauernd an Versicherungsbetrug denken? Hm.

      • Steuerhinterziehung nicht vergessen. Und dass manche Klientel Hawala zum Transfer von Bargeld nutzt – weltweit. Und obwohl wie Steuerhinterziehung hier verboten.
        So mancher wird das Ausmaß des Verlusts gar nicht wahrheitsgemäß angeben wollen – nicht, dass man ihm noch auf die Schliche käme!

      • Jedes Schließfach ist mit ca. 10.000 versichert, es sei denn, man macht eine höheren Vers.abschluß. Wenn nun – bewußt – ein paar Fächer leer waren, kassiert man trotzdem 10.000 je Fach. Super Geschäftsidee.

  • Es wurden aber die Nummernschilder der Olsenbande gefunden

    • @ Juerge ,pr
      …aber das Länderkennzeichen MA steht doch für Marokko ….

  • Eine Sparkasse ist gerade keine Bank.

  • „Ehrenwerte Kunden“ schützen?? Die sich vielleicht gegenseitig, oder selbst beklaut haben? Tausend Möglichkeiten …

  • Nur Mut, Burkhard Benecken & Partner sind bereits im Einsatz.

  • Ein Grossteil der Schliessfachkundschaft arbeitet mit Bargeldtransfer. Sie leben in ihrer Parallelgesellschaft, nutzen aber unsere ungestraft aus. Es gibt auch Bankangestellte mit Hintergrund, da hält man dann die Schnauze, könnte unangenehm werden…

  • Ein Insider aus Gelsenkirchen sagte zu mir: Hätten die Schließfachinhaber doch lieber das Geld legal versteuert und auf ein Konto eingezahlt.
    So haben sie davon Gold bei den 10 (zehn) Gold Verkäufern in Gelsenkirchen gekauft und im Bankschließfach deponiert. Das is alles ein orientalischer Kreis, von den Schließfachkunden, den Goldverkäufern, bis hin zu den Einbrechern, welche von dem vielen Gold dort wussten.

  • Also ich bin der Meinung es war der Osterhase…oder der Weihnachtsmann…
    Irgendwoher muss das Geld ja kommen wenn man kostenlos Geschenke verteilt wallah

  • Das Bild des Raumes sprach Bände- Holzregale mit hunderten einzelnen Blechkasetten. Jeder, der davon wusste, hat sich vermutlich schon überlegt, wie einfach das sein könnte.

    • Es ist ein Archivraum nicht Schièssfachraum !

  • Da es nicht politisch ist will sich die Bank vielleicht an die Datenschutz-Gesetze halten.Beim Danisch hat die Bank sofort alle Daten rausgegeben obwohl sie es nicht darf und den Datenschutzbeauftragten int. es auch nicht…soviel zum Zustand in diesem Land.Das Zitat von Solschenizyn kennt ihr ja wohl alle…

    • Was in einem Safe aufbewahrt wird, ist der Bank nicht bekannt. Nur dass einer geführt wird.
      Im Todesfall des Kunden muss das auch immer angegeben werden, geht die Erbschaftssteuermeldung ans Finanzamt. Noch anders: auch wenn kein anderes Konto geführt wird, aber ein Safe angemietet ist, muss eine Meldung gemacht werden.

  • Es ist halt die Sparkasse, einer der größten Abkassierer in Deutschland! Der Gewinn zählt bei der Sparkasse, weshalb viele auch keine Zinsen mehr sehen! Da werden jetzt wohl auch Schließfachanleger zur Kasse gebeten, mehr oder weniger!

  • Der Staat oder besser das Finanzamt profitiert bestimmt enorm von den Einbruch. Alle die nicht freiwillig mit der Polizei kooperieren, werden erstmal durchgecheckt, weil die machen sich ja automatisch verdächtig.

  • Zitat „prabelsblog“ (der wohl gar nicht so weit daneben gelegen hat):
    „Ich habe unter meinen ehemaligen Arbeitskollegen einen mehrfach verurteilten Einbrecher, der sich mit Schließungen auskennt, er ist sozusagen vom Fach. Er meint, daß man 3000 Fächer nicht ohne weiteres in 46 Stunden aufbekommt. Das wäre mehr als ein Fach pro Minute. Die Fachkräfte hätten vermutlich den Schlüssel gehabt, mit dem die Fächer von Bankangestellten vorgeschlossen werden. Jedes Fach wird doppelt aufgeschlossen: Zuerst von der Bank und danach vom Kunden mit einem anderen Schlüssel.“
    https://www.prabelsblog.de/2026/01/3000-faecher-in-2760-minuten/

    • Ich wundere mich auch: 3000 Schließfächer in einer kleinen Sparkasse. Das ist sehr ungewöhnlich. Vielleicht waren ja dort mehrere Männer und mit dem Aufschließen beschäftigt, zwei allein hätten es nicht geschafft in dieser Zeit. Evtl. haben sich schon vorher welche dort „einschließen“ lassen und haben angefangen mit Öffnen, natürlich Insiderwissen. 🤣

  • Wie es scheint waren es viele noch nicht so lange hier Lebende, die dort einen Safe für ihre Wertsachen gebucht hatten:
    Laut „Bild.de“ kommt die Herkunft der Gelder den Ermittlern allerdings teilweise komisch vor. Der Verdacht: Es könne sich um Schwarzgeld oder auch Gelder von Clans handeln. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von „Hochzeitsgeldern“ die Rede, erfuhr die dpa. https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_101067482/sparkassen-einbruch-in-gelsenkirchen-neue-informationen-zur-beute.html
    Ich kenne das noch so, dass in einer Liste eingetragen wurde, wenn jemand zu seinem Safe wollte – und sogar ausgewiesen und unterschrieben werden musste.
    Gibt es da etwa Druck von sonstwo?

  • Mutmaßlich handelt es sich um eine bloße Verlagerung von Ressourcen innerhalb eines in den letzten Jahrzehnten natürlich gewachsenen Ökosystem – die Werte sind also, frei nach dem GrößtenallerSchwachköpfe (GröSchwak), nicht weg, sondern nur woanders.

  • Die selbsternannte Letzte Generation hatte 152.000 Euro und Papiere in einem Schließfach der Sparkasse Gelsenkirchen. Und jetzt ist alles weg.
    https://www.tiktok.com/@klimacordula/video/7591980842117762326
    Solche Leute haben auch Geld und Zeit. Die wenigsten von denen, dürften einen Vollzeitjob haben…

    • Danisch schreibt, dass sei fake.
      Aber wundern täte es nicht.

  • Wie sonst können die gestohlenen Banknoten den Bestohlenen zugeordnet werden?
    Nicht, dass noch Islamophobie ins Spiel gebracht wird.

  • Den Führungskräften der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer geht der „Arsch auf Grundeis“.
    Wenn sich herausstellen sollte, dass sie ihren Job vernachlässigt haben, können die sich beim Jobcenter melden.

  • Upps, ne Sparkasse ist doch im kommunalem (staatlichen) Eigentum und dient der verdeckten Finanzierung durch die „Kunden“. Na, das sieht ja tolle nach Geldwäsche für bestimmte Bevölkerungsschichten aus und da hat sich eben Jemand bedient. Dürfte politisch korrekt im Nivana verlaufen wie das CUM blabla. Werden die betroffenen Gruppen wahrscheinlich unter sich selbst lösen.

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