Werbung

Die amerikanische Burka – wenn die Verhüllung der Frau zum verzweifelten Trend wird

Von den USA, über Paris bis nach Berlin macht sich ein trauriger Trend breit: Das „Subway-Shirt“. Frauen verhüllen sich, um sexueller Belästigung in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu entgehen. Die „amerikanische Burka“ ist der Versuch selbst Sicherheit zu schaffen – und ein Armutszeugnis für die westliche Zivilisation.

Die Verhüllung der Frau wird im Westen zum Trend – Von New York bis Berlin tragen immer mehr Frauen in der U-Bahn ein sogenanntes „Subway Shirts“. Das überweite Kleidungsstück – Männer-T-Shirts oder extra große Jacken – ist jedoch kein modisches Statement, sondern eine Schutzmaßnahme. Frauen versuchen damit bewusst, sich „nicht zu attraktiv“ zu kleiden, um sexueller Belästigung zu entgehen.  

Mit dem Sommer machte sich in New York ein neuer TikTok-Trend breit – Frauen teilten Videos, in denen sie aus Angst vor sexueller Belästigung ein übergroßes T-Shirt oder einen Blazer über ihre Miniröcke und tiefen Ausschnitte zogen, bevor sie in die New Yorker U-Bahn stiegen. Nach kürzer Zeit eroberte der Trend den ganzen Westen – von Paris, über Berlin bis nach Singapur streiften Frauen in der U-Bahn das „Subway Shirt“ über ihr Outfit. 

Werbung

Click here to display content from Twitter.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Twitter.

Wenn sexuelle Belästigung zum Alltag wird

„Das ist wie ein Schutz, ich ziehe auch immer fest Schuhe an, um im Notfall wegrennen zu können“, erzählt eine junge Frau in Berlin zum Beispiel dem Tagesspiegel. Sie trägt ein „Subway Shirt“, weil sie wie viele andere Frauen Angst hat – weil unangenehme Berührungen, derbe Anmachsprüche und sogar Stalking in den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Alltag geworden sind. „Du weißt ja nicht, was passieren kann“ sagt sie. 

Der Trend erinnert unweigerlich an die Verschleierung von Frauen in muslimischen Ländern, nur das die „amerikanische Burka“ im Westen freiwillig getragen wird. Sie beweist eine traurige Tatsache: Unsere Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel sind offenbar nicht mehr sicher genug, dass Frauen sich so kleiden können, wie sie es möchten. Obwohl genau das mal eine Errungenschaft der westlichen Zivilisation war – eine, für die Frauen über viele Generationen gekämpft haben.

Verhüllung der Frau: Muslime fühlen sich bestätigt

In muslimischen Ländern, wo der Körper der Frau nach islamischen Standards „eine Verführung“ darstellt, die man vor den Augen der Männer – mit Gewalt und gegen den Willen der Frau – schützen muss, sieht man sich angesichts der Trends im Westen derweil bestätigt. Das „Subway Shirt“ soll angeblich beweisen, dass der „Islam in allen anderen Lebensformen moralisch überlegen ist. Es ist eine Erinnerung daran, dass der Westen einen großen Nachholbedarf hat“, heißt es zum Beispiel auf der muslimischen Plattform s2J News.

In Wirklichkeit beweist das Shirt aber nur eines: Dass der Westen seine zivilisatorischen Errungenschaften und den Fortschritt, für den er einst stand, nicht mehr ausreichend verteidigt. Es ist ein Armutszeugnis, dass man nicht in der Lage oder Willens genug ist, die Sicherheit auf den Straßen in New York, Paris, Köln oder Berlin zu garantieren. 

Werbung