Ermittlungen
Deutscher Olympischer Sportbund hat bereits 1.300 vermeintliche Hasskommentare durch KI ins Visier genommen
Der Deutsche Olympische Sportbund bietet seinen Sportlern an, eine KI zu nutzen, die vermeintliche Hasskommentare unter ihren Beiträgen ins Visier nimmt: Bereits 1.300 Kommentare wurden ermittelt und teils von der Staatsanwaltschaft untersucht.
Bereits 1.300 vermeintliche Hasskommentare hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) durch eine KI herausfiltern lassen. Das teilte Vorstand Olaf Tabor der dpa mit. Einige dieser Kommentare werden „von der Staatsanwaltschaft untersucht“, sagte er. Während der Winterspiele gebe es „wieder zahlreiche Zuschriften und Kommentare, die deutlich unter der Gürtellinie sind“. Doch was wird als Hasskommentar gewertet?
Der Skispringer Philipp Raimund berichtet gegenüber dem BR: „Es fängt an von ,Du bist unfähig’, ,du bist ein arrogantes Arschloch’ bis hin zu harmloseren Sachen“, das Wort harmlos setzt er mit Fingern in Anführungszeichen, „wie ,der deutsche Ski-Sport geht unter’ oder ,erbärmlich, was ihr hier bringt’, ,die Teamleistung ist absolut unterirdisch’“. Weiter sagt er: „Um es hart auszudrücken: Ich glaube, das jeder Idiot seit Social Media eine Stimme bekommt und dies auch kundtut.”
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Technisch gesehen soll die KI echte oder vermeintliche Beleidigungen herausfiltern, die rassistisch oder sexistisch sind, sowie Bedrohungen. Dazu werden in Echtzeit bis zu 30 Sprachen anhand von 25 Kategorien untersucht. Die Sportler können diesen KI-Filter in ihren Social-Media-Profilen freiwillig anwenden. Außerdem arbeitet der DOSB eng mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) des BKA zusammen. Rechtlich relevante Inhalte würden umgehend an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet.
Andere Sportler teilten im Internet Beleidigungen, mit denen sie konfrontiert wurden. So postete Emma Aicher einen Kommentar über sie, in dem es heißt: „Mit der blamieren wir uns bei Olympia!“ Die Biathlon-Sportlerin Vanessa Voigt, die bei Olympia Vierte wurde, kündigte über Instagram eine Pause von den sozialen Medien während des Wettkampfs an. „Während viele wieder kritisch über meine Laufzeit und Schießzeiten sprechen, stehe ich hier – und bin verdammt stolz.“ Denn sie wisse um den Trainingsrückstand, den sie habe aufholen müssen.
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Bereits während der Sommerspiele 2024 in Paris gab es für die Sportler die Möglichkeit, durch eine KI ihre Kommentare auf vermeintliche Hassnachrichten filtern zu lassen. Damals wurden insgesamt 61.000 Kommentare untersucht, wie der BR berichtet, und 4.000 als Hassnachrichten eingestuft und automatisch ausgeblendet. DOSB-Vorstand Tabor berichtet, dass Sportler, die diesen Filter zuerst nicht verwendeten, teils psychologische Beratung brauchten und dann doch den Filter haben wollten. In einigen Fällen seien die Beleidigungen so gravierend gewesen, dass Personenschützer Vorsichtsmaßnahmen treffen mussten. Er führt das gegenüber dem BR nicht weiter aus.
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Wir sind wohl nur noch von zarten Schneeflöckchen umgeben. Wer wegen „Mit der blamieren wir uns bei Olympia!“ schon Personenschützer braucht, braucht kein Olympia, um sich zu blamieren.
Was ich mir in meinem Leben schon alles anhören musste. Entweder man lässt es an sich heran und zerbricht daran oder man lässt sich ein dickes Fell wachsen und alles an sich abperlen.
Die Bundesjugendspiele sind ja quasi schon abgeschafft. Vielleicht sollte man Olympia zu einem karnevalesken Happening umgestalten. Jeder springt mal in einem bunten Anzug, seine Weite wird aber nicht gemessen/angezeigt. Hinterher werden verschiedene Weiten den Springern zugelost, jeder hat eine „Sieg“-Chance, auch wenn er sich weder angestrengt noch vorbereitet hat. Wie heute schon in deutschen Schulen. Dafür hatte ich schon mal blanko-Abizeugnisse vorgeschlagen. Mit den Medaillen könnte man es genauso machen: blanko für jeden Teilnehmer, Sportart und Treppchen-nr. zum Selbsteintragen – nach „Gefühl“!
War die Aussage: „Pandemie der Ungeimpften“ nicht auch ein solches Kommentar? Wie schaut es da mit entsprechenden Maßnahmen?
Niemand muss sich als „Arschloch“ oder in anderer Form unflätig öffentlich beschimpfen lassen, noch dazu ganz offensichtlich ohne den geringsten Anlass und Grund.
Von daher halte ich es in der Tat für geboten, dass sich die StA den Verantwortlichen vorknöpft.
Im ÜBRIGEN: Man sollte nicht jeden – oftmals unpassenden und unfairen sowie gedankenlosen – Kommentar auf Social Media gleich als Beleidigung hochjazzen.
Aus meiner Sicht sollten sich tatsächlich Betroffene NUR um die echten HARDCORE-Fälle kümmern. Muss man nicht tun, kann man aber tun. Jeder hat da seine eigene „Toleranz“-Schwelle.
Oftmals ist es vermutlich besser, einfach den AUSKNOPF zu drücken und sich dem realen Leben zu widmen.
Wen interessiert Social Media?
Und das soll jetzt keine Provokation sein, sondern ein Aufruf dazu, sich mal vor Augen zu führen, welche Teile der Gesellschaft Social Media benutzen, wie sie es benutzen und was die Nutzung langfristig mit diesen Menschen anstellt.
Wenn man das erstmal analysiert hat, erst dann kann man die Probleme, die sich dort zutragen, und deren Lösungen verstehen.
Da werden sie geholfen:
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/umfrage-niedersachsen-metall-auszubildende?amp=1
Ich wüsste nicht einmal auch nur ansatzweise warum ich einen Sportler der vielleicht die Erwartungen nicht erfüllt beleidigen sollte ? Irgendwo sollte die Leute ihr tun auch mal Selbst reflektiere !
Im Rahmen eines solchen Wettbewerbes sollte man meinen, dass Sportler anderes zu tun haben als sich in sozialen Medien zu bewegen und zu schauen, was über sie gepostet wird.
Ein leiser Vorgeschmack was demnächst flächendeckend eingeführt wird. Deutschland verabschiedet sich leise von der Demokratie und Meinungsfreiheit.
Nun, von den vorstehend illustrativ wiedergegebenen Zitaten stellt mE. bestenfalls einer eine möglicherweise überprüfenswerte Formalbeleidigung dar.
Aber das Problem ist eben die seit mindestens einem Jahrzehnt systematisch betriebene subjektivistische Umbau des Strafrechts, die schon jetzt zu Auflösungserscheinungen desselben geführt hat:
Es kommt nicht mehr darauf an, ob eine Aussage einen objektiven Tatbestand nach §§ 185-187 StGB erfüllt, sondern ob sich jemand von dieser Aussage beleidigt fühlt (sic!).
Gesetzt, jemand würde sich aufgrund einer „Amselphobie“ vom Begriff „Amsel“ beleidigt fühlen. Wer würde wohl dem Amselphobiker zuliebe statt „Amsel“ nur noch „kleiner schwarzer Vogel“ sagen? Und würde der sich nicht – zurecht aber rein subjektiv – beleidigt fühlen, wenn man ihn eine „Amsel“ nennte? – Aber welchen Tatbestand sollte „Amsel“ denn erfüllen?
Menschen entwickeln sich in Phasen – auch beim Sportbund. Nach der Pubertät folgt die Konformität. Quelle: Ich-Entwicklung
In der Konformität bestimmt das Gefühl Zugehörigkeit den Selbstwert. Dazu wird kontinuierlich die in- und out-group als ‚wir‘ und ‚die Anderen‘ definiert.
Das Ermitteln ‚der Anderen‘ ist ein Teil davon.
Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Verknüpfung von Zugehörigkeit und Selbstwert nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.
Aber wenn man bedenkt, was bspw. im Fußball FRÜHER los war – teils auch heute noch – . was da an Beleidigungen und Unflätigkeiten buchstüblich AUS DER LUNGE GESCHRIEN wurden, könnte man zumindest auf die Idee kommen, dass das einfach kulturell dazugehört, auch wenn es objektiv betrachtet sicher nicht richtig ist.
Yup, wir brauchen das Heimtückegesetz.
Bald werden Wörter, danach einzelne Buchstaben verbnoten.
jeder der nicht im Chor jubelt ist verdächtig !
In Zeiten der Meldestellen und Hass-und-Hetze-Initiativen sind manche Menschen arg übersensibel geworden (ein interessantes, gleichwohl gefährliches psychologisches Phänomen). Was möchte Philipp Raimund denn eigentlich hören, wenn er Kritik an der Leistung von Sportlern bzw. Teams schon als Hass definiert? Vielleicht sollte man in den Sozialen Medien nur noch drei Kästchen zum Ankreuzen erlauben. Du bist O ziemlich gut O richtig gut O überragend in Deinen Leistungen und mit Deiner Persönlichkeit! Bewundernswert.
Auf Hasskomrntare kann man reagieren zum Beispiel: „Das ist dein Argument?“
Oder, „Du hast uns mitgeteilt dass Sportlerin soundso aussieht wie ein Nilpferd. Hast du schon daran Gedacht dich beim Allerhöchsten, über diese Fehlkonstruktion zu beschweren?“
Man darf dabei nicht übersehen, dass auch der mediale Komplex in dieser Grauzone fleißig mitmischt und mit viel größerer Breitenwirkung für ziemlich unziemliche Demütigungen und Ausgrenzungen bzw. Herabwürdigungen sorgt.
Auf eine plumpe verbale Verletzung sollte man im Internet nicht mit einem ebenso verletzenden Konter reagieren, der nur auf eine andere Art zurückschlägt. Am besten ist es, solche Menschen zu ignorieren. Alles andere heizt die Situation nur weiter an.
Die fehlende Aufmerksamkeit, die ihnen dadurch zuteilwird, und die gewonnene freie Zeit könnten sie nutzen, um über ihr Verhalten nachzudenken. Wenn sie nicht von selbst darauf kommen, dann hilft vermutlich ohnehin nichts.
Im echten Leben gäbe es aber durchaus Mittel, die dazu führen würden, dass sich manche das nächste Mal zweimal überlegen würden, ob sie jemanden beleidigen. Und genau hier liegt das eigentliche Problem.
Also alles was diese „Helden“ des Sports nicht huldigt sind also Hasskommentare? Es sind Mimosen.
Macht das der DFB ebenfalls?
Wäre ein weiteres, monetär herausragendes Geschäftsmodell für die Luschen 😉
Moin, Wenn Sportler vor Kameras übergriffig werden nennt man das Emotionen. Wenn der sog. Fan sich kritisch äußert ist das Hass und Hetze. Man sollte auch nicht so empfindlich sein.
Und meine Meinung ist, wer heute Förderungen von Steuergeldern in Anspruch nimmt muss auch liefern.
Und in die Nationalteams gehören die Besten..Da habe ich meine Zweifel.
Wer nicht gesund ,fit oder Trainigsrückstand hat gehört nicht in die Nationalmannschaft..
Hier sehr ich schon einen Unterschied zum DDR Sport.
Und offensichtlich retten die Sachsen und Thüringer Sportler die Statistik.
Ob sie gedopt waren…….
Naja, echte Belidigungen sollen sie von mir aus löschen.
Aber mal im Ernst, abgesehen von dem arroganten A-Loch sind da keine dabei.
„Du bist unfähig“, „Die Teamleistung ist absolut unterirdisch“, „Mit der blamieren wir uns bei Olympia!“, das sind keine Beleidigungen, das sind schlicht Meinungen. Ob zutreffend oder nicht kann ich nicht beurteilen, weil mich Olympioa nicht die Bohne interessiert, aber das ist auch völlig irrelevant. Eine Beleidigung ist eine Straftat, aber es gibt keine gesetzliche Verpflichtung nur zu loben.
Was die hier mach ist schlicht Die Blase 2.0, bei der einfach alles von der KI gelöscht wird was man nicht hören will, und das nennt man dann halt Neudeutsch ‚Hass und Hetze‘.
Also wenn ich als zahlender freizeit- und spaßorientierter Zuschauer dem ebenso verweichlichten wie aufm Platz versagenden Sportler nicht mehr „Du Lusche“ oder ähnliche Worte ggf. mit Tierbezug o.ä. entgegenbrüllen darf, dann ist dieses Land, ist diese EU, ist dieses „Olympia“ noch erledigter als es ohnehin schon der Fall ist.