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München

Busfahrer im Feierabend: Mit dieser dreisten Begründung wurden 600 Fluggäste über Nacht in Flugzeugen eingesperrt

In der vergangenen Woche kam es zum Schneechaos am Flughafen München. Hunderte Passagiere mussten infolgedessen die Nacht in Flugzeugen verbringen. Nun kommt heraus: Der Grund dafür waren Busfahrer im Feierabend.

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Flughafen München im Schneebetrieb während Kältewelle in Bayern im Januar 2026 (IMAGO/Ardan Fuessmann)

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Bis zu acht Stunden – so lange mussten zahlreiche Fluggäste in der vergangenen Woche mitten in der Nacht in Flugzeugen am Münchener Flughafen ausharren. Wie nun verschiedene Medien berichten, begründete der Flughafen dies mit dem Feierabend der Busfahrer. Die über 600 in verschiedenen Maschinen festsitzenden Reisegäste mussten also die ganze Nacht im stehenden Flugzeug verbringen, weil die Busfahrer, die sie zurück zum Flughafengebäude hätten bringen müssen, bereits im Feierabend waren. Ein Ersatz oder eine Überstundenregelung wurde demnach nicht organisiert. 

Nun stehen Strafermittlungen im Raum. Wie die Welt berichtet, gab ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord die Auskunft, dass man in den nächsten Tagen einen Bericht über die Vorfälle mit der „Bitte um strafrechtliche Prüfung“ an die zuständige Staatsanwaltschaft Landshut übermitteln werde. 

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag waren in der vergangenen Woche am Flughafen München aufgrund von Schneefall zahlreiche Flüge abgesagt worden. Mehrere Flugzeuge mit spät geplanten Abflugzeiten hatten dennoch ihre Fahrgäste in die Flugzeuge transportiert, die dann aufgrund der Witterungsbedingungen jedoch nicht starten durften und zum Teil zusätzlich keine Erlaubnis zur Umgehung des Nachtflugverbots erhielten. 

Anstatt die Fluggäste wieder zum Flughafen zu bringen, mussten diese die gesamte Nacht im Flugzeug verbringen. Da sich die Flugzeuge an weit vom Flughafengebäude abgelegenen Stellen des Flughafens befanden, war eine Rückkehr zu Fuß nicht möglich. Zudem ist das Laufen über das Rollfeld untersagt. Bei den betroffenen sechs Verbindungen handelte es sich um fünf Flüge der Lufthansa nach Singapur, Danzig, Kopenhagen, Graz und Venedig – sowie um einen Flug der Air Arabia nach Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

lf

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54 Kommentare

  • Neues aus Absurditan und Bürokroatien …

    • Die Behörden kümmern sich lieber um völlig absurden Geschichten.

    • Das wäre bei einem Flüchtlingsflug wohl nicht passiert ! Unvorstellbar diese Menschen eine Nacht auf dem Rollfeld im Flieger sitzenlassen zu können .
      Die Presse wäre seid 1 Woche voll von Berichten Entschuldigungen Rücktritten und versprechen politischer Aufarbeitung . Selbst Merz hätte sich dafür wohl im Namen des Landes bei den betroffen Entschuldig .
      Aber ist ja noch mal gut gegangen . Waren ja nur Michels mit Familien !!

      • Man stelle sich vor, Politiker der Altparteien müssten 8 Std. sitzend aufn Start warten….. Ohne Verpflegung und Decken.

  • So etwas kann nur im besten Deutschland aller Zeiten passieren

    • Hauptsache in Äthopien gibt es „gendergerechte“ Toiletten!

    • Das passt zu diesem Land. Vor einigen Monaten hatte ich eine Einladung zu einer Veranstaltung (abends) in München. Da ich nicht in die Innenstadt mit dem Auto fahren wollte (fehlende Parkplätze, Verkehr, Stress) parkte ich das Auto an einem S-Bahn-Bahnhof im Münchner Umland. Um 22:00 Uhr wollte ich vom Münchner Hbf zurückfahren zu meinem Park and Ride-Parkplatz. ALLE Auskunftstellen geschlossen, nur Imbissbuden auf. z.T. zwielichtige Gestalten. Man hatte nicht den Eindruck, im Hbf einer 1,5 Millionen-Stadt zu sein!! S-Bahnen waren reduziert etc. – Ich kam, nach langen Wartezeiten, eine halbe Stunde nach Mitternacht an meinem Parkplatz an! SO ist D. -das sich soviel auf sich einbildet, auf jeden Fall tut dies seine Politikerkaste!!

      • Was wollen Sie von einer Stadt erwarten, die seit Jahrzehnten von rot-grün regiert wird? Chaos und Desinteresse.

  • Die Menschen in den Flugzeugen haben sich trotz der Art, wie man sie behandelt hat, an zivilisatorische Standards gehalten.
    Hätten sie ordentlich Randale gemacht und Gewalt angedroht, wäre man ihren Wünschen schnell nachgekommen

    • Ja, bei Bunt und Vielfalt klappt das fix.

  • Ich hoffe, dass die Passagiere Strafanzeige gestellt haben.

  • Das ist ein Fall für den Staatsanwalt und auf dessen Tisch wird das auch landen !
    Kann man sich nicht ausdenken !

  • Ist wirklich keiner der Fluggäste auf die Idee gekommen, die Polizei zu rufen?
    Oder den Rettungswagen? Also ich hätte mich spontan schlapp gefühlt … und dann hätte mich mal interessiert was die grünen Partymännchen machen wenn sie die Situation sehen.

    • wenn das flugzeug nicht fliegt, kann da im stehen ueberhaupt die heizung angemacht werden ? und 8 stunden in der kaelte sitzen. essen und trinken gab es auch nicht. keine decken. kinder waren sicher auch an bord. so unmenschlich.

      • Es war in den Fliegern warm, weil die Triebwerke liefen – die ganze Nacht. Es gab weder Decken noch Kissen.
        Standheizung gibt’s im Flieger nicht.

  • wir kriegen wirklich nichts hin !

    • Doch! Megaverschuldung um fremde Kriege zu finanzieren!

      • ………. und die Förderung der Massenmigration……

    • Doch….Zuckerfest für für die Religion des Friedens.

    • Doch! Staatsterror gegen Bürger, die Witzchen machen.

    • Nein so ist das nicht. Die kriegen nichts hin.
      M.G.

  • „Wir müssen kriegstüchtig werden“. Jawoll! Lasst uns mit der Anschaffung von Schneeschaufeln anfangen😂

  • Satire I
    „Münchner Luftnummer – Ein Abend im Himmel der Verantwortung“
    Deutschland gilt ja als das Land der Ingenieure, der perfekten Abläufe, der durchgeplanten Prozesse. Und dann ist da der Flughafen München – wo 600 Passagiere gelernt haben, dass Effizienz offenbar nur ein Souvenir aus einer längst vergangenen Zeit ist.
    Während draußen ein bisschen Schnee vom Himmel fiel – also dieses völlig unvorhersehbare Naturphänomen, das angeblich jedes Jahr im Winter vorkommt – gerieten Lufthansa und der Airport kollektiv in Schockstarre. Es war, als hätte jemand im Kontrollzentrum auf „deutscher Verwaltungsmodus“ gedrückt: erst mal abwarten, dann eine PowerPoint zur Lage erstellen.
    Lufthansa reagierte professionell: mit Durchsagen voller Empathie. „Wir bitten um Verständnis“, hieß es, was im Lufthansa‑Deutsch bekanntlich so viel bedeutet wie: Wir haben keine Ahnung, was passiert, aber wir lesen das jetzt mit ruhiger Stimme vor.
    Fortsetzung folgt

    • Satire II
      Der Flughafen wiederum verwies auf „die außergewöhnliche Wetterlage“.
      In München. Im Februar. Man fragt sich, ob dort jemand erst im Praktikum erklärt bekommt, dass Schnee nicht nur eine theoretische Möglichkeit ist. Die Koordination zwischen Airline und Airport erinnerte an zwei entkoppelte Satelliten, die versuchen, sich über Fax zu verständigen.
      In den Flugzeugen selbst entstand derweil eine neue Form von Gemeinschaft – halb Kreuzfahrt, halb Krisensitzung. Ein spontaner Vorschlag, eine Bürgerinitiative „Wir bleiben einfach hier“ zu gründen, scheiterte nur knapp an der mangelnden Netzabdeckung.
      Am nächsten Morgen erklärte man den Vorfall dann routiniert für „bedauerlich“ – das Lieblingswort der deutschen Verantwortungsethik. Niemand schuld, jeder überrascht, alles „im Rahmen der Möglichkeiten“. Derweil verkündet die Lufthansa stolz, man habe „wertvolle Erfahrungen gesammelt“. Wozu braucht man schon pünktliche Flüge, wenn man Erkenntnisgewinne hat?

      • Satire III
        Und irgendwo, tief im Inneren von BER, hebt ein unbesetzter Schalter die Faust und ruft: „Endlich hat München das Chaos, das es verdient.“

        • Witz komm raus, du bist umzingelt. Satire, wo, ich schau in die Ferne sehe eine Gestalt, die halt Witze macht. Niemand steht im Raum, man glaubt es kaum, Die Gestalt applaudiert sich selbst, herrlich ich fragt mich nur zu welchem Zweck.

          0
    • und dabei sind die start- und landebahnen in muenchen auf dem franz josef strauss flughafen beheizt. da war man doch immer so stolz drauf.

  • Durchsage im Flugzeug: „Falls sich ein Busfahrer unter den Passagieren befindet, möge er sich bitte beim Kabinenpersonal melden!“

    • Es fehlte aber auch Personal, um die Gangways an die Flieger zu fahren. Alle hatten schon Feierabend. 😆

  • Eine eisige Nacht im Flieger am Münchner Flughafen zeigt die organisierte Verantwortungslosigkeit in Deutschland. In der Maschine saßen 123 Passagiere ohne Heizung oder Decken. Von Verpflegung ganz zu Schweigen. Liebe Bürger regt euch nicht auf. Deutschland hat sich halt verändert.
    M.G.

  • jetzt begibt sich der Flugverkehr also schon in den Wettbewerb mit der Bahn? Bitte nicht!

  • Es stehen alle Räder still, wenn dein starker Arm es will.

  • Frage: was wäre denn passiert, wenn ein dringender, medizinischer Notfall aufgetreten wäre? „Ja sorry, nee, geht gerade nich. Morgen früh ab 7:00 wieder!“

    • Dann wäre die Flughafenfeuerwehr gekommen, die sind 24/7 dort und können in wenigen Minuten eine Maschine evakuieren. Z.B. bei Feuer.

  • War keine illegale Fachkraft vor Ort?

  • Wahrscheinlich durfte auf der Rollbahn auch kein Salz gestreut werden…

  • Das kannst du dir nicht ausdenken, was mittlerweile im „besten Deutschland“ möglich ist. Niemand übernimmt mehr Verantwortung, wo waren die Verantwortlichen?
    Ich kann nicht nachvollziehen warum die Passergiere das so ohne weiteres hingenommen haben, wäre ich betroffen gewesen, womöglich noch mit kleinen Kindern, würde ich die Verklagen.

    • der tower, wo die fluglotsen sitzen, ist einfach um 2 nach hause gegangen und die piloten konnten ihn nicht mehr erreichen, wie ein leser oben schreibt. das sind leute mit top-jobs und hohem IQ. wie kann es sein, dass die einfach um 2 uhr verantwortungslos alles abschalten, nach hause gehen und 600 leute in der kaelte stehen lassen ? und das auch noch in muenchen, weltstadt mit herz, wie sie sich immer stolz nennen.

  • Wo waren die Piloten? Im Cockpit mit Champus und Zigarren?
    Wo war das Flugpersonal ? Vielleicht im Heck in Ihren Betten?
    Wieso hat da niemand sich beschwert beim Flugpersonal? War das Personal nicht anwesend?
    Fragen über Fragen.

    • Laut dänischen Infos ( Flug nach Kopenhagen) wurde immer vertröstet ( also Flughafen an Cockpit und diese an Passagiere) ..ihr könnt noch starten, wir können zurück …dann gegen 2 Uhr dann sorry Tower meldet sich nicht mehr.
      Die Crews werden wohl das beste daraus gemacht haben sind aber zu 100 % vom Flughafen abhängig.
      Übrigens ein Grund ( neben dem irren Kosten für die Airlines warum zB Ryanair zusammen streicht.
      Also ex QM Manager sag ich : Totalversagen des Notfall Managements. …die Fragen sind : wo war Feuerwehr? THW ? Was wäre gewesen wenn es wirklich Notfall ( Ohnmacht, Herz, Panik) gegeben hätte.
      Insgesamt : Unfassbar… Nicht mal 3 Welt Standard

      • erst gehen die busfahrer nach hause und um 2 uhr meldet sich dann auch noch der tower nicht mehr, wie „liberal konservativ“ oben schreibt. das ist doch einfach nur noch unfassbar, trotz das sie wissen, dass noch 5 flugzeuge mit passagieren auf dem rollfeld stehen, geht die der tower einfach verantwortungslos nach hause ! wie koennen solche leute in so einem wichtigen job arbeiten ??

        • Wäre ich unter den Betroffenen, würde ich mit anwaltlicher Hilfe genau schauen, wer mir gegenüber eine Garantenstellung hat und diese dann gnadenlos vor Gericht zerren. Zusätzlich dann noch zivilrechtlich gegen den Flughafenbetreiber und die Fluggesellschaft vorgehen.
          Und ich hätte in der betreffenden Situation bereits die Polizei aufgrund d.V. der Aussetzung eingeschaltet, ob das am Ende Bestand hätte, müsste man abwarten.

          1
    • Ja, tatsächlich alles sehr skurril.

  • Irre 🥳 🥳 🥳

  • Ohne Kommentar und nicht humoristisch, nur so viel dazu- viel Glück bei diesem Unterfangen:
    Das neue große Raumfahrtzentrum in Bayern heißt Human Exploration Control Center (HECC) entsteht derzeit am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)-Standort in Oberpfaffenhofen bei München und soll zukünftig die Kontrolle von astronautischen und robotischen Missionen z. B. zum Mond und Mars ermöglichen.

    • Die kommen nicht mal bis zur nächsten Kreuzung …

    • Ja klar, Träumerei zum Geld verbrennen.

  • gestern waren’s noch 500

  • Ich weiß das es im nahen Umkreis Dutzende Busfahrer mit Lizenz zum Fahren im Sicherheitsbereich gibt – diese Ausrede stinkt. Ich denke es ist wie überall – Inkompetenz, Dummheit und dieses typische „Mir doch egal“-Getue. Schade. Der Airport MUC stand mal für herausragende Qualität und tollen Service.

    • Made in Germany war auch mal ein Garant für Qualität. Heute geht es der Wirtschaft nur noch um die politisch korrekte Haltung!

    • mir-doch-egal-mentalitaet, wie oben erwaehnt, ist in deutschland schon seit mindestens 20 jahren verbreitet und wird immer schlimmer. grund: die wohlstandsverwahrlosung auf der einen seite. aber es liegt auch am moralischen verfall von regierung und bundestag. und der geht ja schon seit jahrzehnten und das wirkt auf die menschen. es gibt nur negative vorbilder, da lassen sich halt viele auch im alltag gehen. passagiere werden als objekte betrachtet, nicht als menschen. deutschland ist seit laengerem eine zutiefst unmenschliche gesellschaft. nur das geld zaehlt.

  • Eingesperrt!!! ich würde die Verklagen.

  • … Liebe Reisenden, willkommen in der von Affen geführten Bananenrepublik.

  • Was für ein Humbug!
    Als wenn sich nicht ein oder zwei Busfahrer gefunden hätten, die in einer Überstunde die Passagiere vom Rollfeld geholt hätten.
    Ich wette, die wurden überhaupt nicht gefragt. Auf eigene Faust können Busfahrer am Flughafen auch nicht losfahren.
    Managementversagen.

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