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Untersuchungshaft

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Daniela Klette wegen RAF-Anschlägen

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette erhoben. Vorgeworfen werden ihr unter anderem versuchter Mord und schwere Sprengstoffdelikte im Zusammenhang mit drei Anschlägen zwischen 1990 und 1993.

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Die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette wurde 2024 festgenommen. (IMAGO/Noah Wedel)

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Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette erhoben. Wie die Karlsruher Behörde am Freitag mitteilte, wurde die Anklage bereits am 23. März vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main eingereicht. Klette ist demnach „des versuchten Mordes in zwei Fällen sowie des versuchten und vollendeten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des erpresserischen Menschenraubs und des besonders schweren Raubes in Mittäterschaft“ hinreichend tatverdächtig.

Die Vorwürfe beziehen sich auf drei Anschläge der sogenannten dritten Generation der Roten Armee Fraktion aus den Jahren 1990 bis 1993. In der Mitteilung heißt es, Klette habe sich „in der Zeit von Februar 1990 bis März 1993 an drei Anschlägen der ,RAF‘“ beteiligt.

Der erste Tatkomplex betrifft einen gescheiterten Sprengstoffanschlag auf die Deutsche Bank in Eschborn am 25. Februar 1990. Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft stellten Mitglieder des Kommandos einen VW Golf mit Doubletten-Kennzeichen in der Toreinfahrt des Verwaltungsgebäudes ab. Im Kofferraum befanden sich „insgesamt 45,05 Kilogramm Sprengstoff“. Klette soll am Einbau des Sprengstoffs mitgewirkt haben. Eine Explosion blieb laut Mitteilung nur deshalb aus, weil „die Zündvorrichtung versagte“. Im Eingangsbereich des Gebäudes befand sich ein Wachraum, in dem sich zu diesem Zeitpunkt drei Sicherheitsbedienstete aufhielten.

Der zweite Vorwurf betrifft den Angriff auf die US-Botschaft in Bonn-Bad Godesberg am 13. Februar 1991. Klette habe gemeinsam mit anderen RAF-Mitgliedern als „Kommando Vincenzo Spano“ gehandelt. „Die Angeschuldigte feuerte gemeinsam mit zwei weiteren Schützen von der gegenüberliegenden Rheinseite aus mit automatischen Langwaffen mindestens 250 Schüsse auf das Botschaftsgebäude ab“, teilte die Bundesanwaltschaft mit. „Mindestens 57 Projektile trafen die Botschaft.“ Durch die Schüsse seien „zwanzig Personen unmittelbar gefährdet“ worden.

Der dritte Tatkomplex bezieht sich auf den Anschlag auf die Justizvollzugsanstalt Weiterstadt vom 27. März 1993. Laut Bundesanwaltschaft gehörte Klette dem RAF-Kommando „Katharina Hammerschmidt“ an. Mitglieder der Gruppe hätten die Anstaltsmauer überstiegen, Wachpersonal und Vollzugsdienstanwärter unter Vorhalt einer Maschinenpistole überwältigt, gefesselt und in einem VW-Transporter vom Gelände gebracht. Anschließend zündete das Kommando in der Anstalt mehrere Sprengsätze. Klette soll daran mitgewirkt haben, „die Sprengladungen anzubringen“. Der Schaden belief sich nach Angaben der Behörde auf „123 Millionen DM (etwa 63 Millionen Euro)“.

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Klette war am 26. Februar 2024 festgenommen worden und sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Diese erfolgt nach Angaben der Bundesanwaltschaft auf Grundlage eines Haftbefehls des Amtsgerichts Verden; für einen Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs ist „Überhaft notiert“.

Unabhängig davon läuft vor dem Landgericht Verden seit März 2025 ein separates Verfahren gegen Klette wegen mutmaßlicher Raubüberfälle nach der RAF-Zeit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa muss das Oberlandesgericht Frankfurt am Main nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird.

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19 Kommentare

  • Und wann werden ENDLICH die Rollator-„Putschisten“ aus ihrer POLITISCHEN UNRECHTSHAFT entlassen ?

    • Die hält der sogenannte „Rechtsstaat“ weiterhin in Geiselhaft.

  • Ich wette, die kommt eher wieder raus, als Prinz Reuß

  • Definition LINKE:

    Sammelbezeichnung für alle Personen, Parteien und Gruppen, die sich an sozialistischen oder kommunistischen Ideen und Konzepten orientieren.

  • Immerhin OLG Frankfurt und nicht in Berlin. Könnte also sogar eine Strafe dabei herumkommen. Verjährt so was nicht irgendwann? Sind ja über 30 Jahre.

    Freiheit für Prinz Heinrich! Rechtsstaat auch für Deutsche!

    • Versuchter Mord verjährt niemals.

      • Bei uns schon selbst ein erledigte Job…🇨🇭

  • Wiso anklagen?….In der SPD ist doch bestimmt noch Platz!!! 🙁

  • Warum läuft die noch ohne Handschellen rum?

    • Das war auch mein erster Gedanke. Ärzte, die nur Maskenatteste ausgestellt haben, werden mit Hand- und Fußfesseln vorgeführt.

    • Aber den Füllmich hat man immer wie einen Schwerstverbrecher mit Hand- UND Fußfesseln schikaniert.

    • Ist doch eine Raf FRAU !

  • Kann man die nicht nach Ungarn ausliefern?

  • Es ist richtig, dass Frau Klette zur Verantwortung gezogen wird.
    Aber was ist mit den SED-Schergen und Mauerschützen, die sich heute in der Linkspartei eingerichtet haben?
    Und wo sind die SED-Millionen, die ganz plötzlich verschwunden waren?
    Darum hat sich niemand gekümmert.

  • Die Stasi-SED mit SuperDuperStasi-Gysi macht sich nur noch lächerlich. Schon in den 1980er Jahren wussten alle Nachbarn in Eisenhüttenstadt Bescheid.

  • Möge sie den Rest ihres unwürdigen, gewalttätigen Lebens im Gefängnis verbringen !

  • Dann können wir hoffen, daß die Antifa-Terroristen und ihre Unterstützer-innen und -außen 2051 schon vor Gericht kommen könnten….

  • Drückt der eine Bibel in die Hand und schickt die so nach Saudi-Arabiern, Dann ist die schnell beseitigt.

  • Ihr wird nichts passieren sie schicken wieder die Kampftruppe die Omis gegen Räääächts auf die Strasse und sie skandieren sie ist eine Linke wie wir sie eine von uns.

    Mit dabei El Hotzo er wird skandieren die Justizvollzugsanstalt ist voll Nazi und es ist „Fantastisch, wenn Faschisten sterben“

    Alles ist möglich im irren Freilichtspiel von Absurdistan.

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