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BR erklärt: Bürger an Inflation schuld, weil sie zu viel Mehl kaufen!

In einem Social-Media-Clip hat ein BR-Journalist einen der Gründe für die Inflation in Deutschland gefunden: Die Bürger kaufen mehr Mehl und Öl als sie wirklich bräuchten, so die These.

Das Thema Inflation ist in Deutschland alles andere als erledigt – für den Juni 2023 geht man von einer Rate von 6,4 Prozent Inflation aus. Gut, dass es die Öffentlich-Rechtlichen gibt, denn ein „Infofluencer“ vom öffentlich-rechtlichen Bayrischen Rundfunk erklärte uns schon im Mai 2022 die Ursachen für die Inflation.

Ergebnis: Sie, als Bürger, sind schuld.

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In dem Social-Media Clip, der einen jungen, frischen Eindruck machen soll, erklärt der sogenannte „Infofluencer“, warum bei uns alles teurer wird und unser Geld an Wert verliert. Klar seien die Corona-Krise, der Krieg in der Ukraine Faktoren – aber der Bürger und sein Kaufverhalten würde die Inflation ankurbeln.

Denn dieser würde, dumm wie der Bürger ist, zu viel Öl und Mehl kaufen auch wenn er es gar nicht braucht. Der naive Bürger würde aus Angst, dass alles noch teurer wird, so viel kaufen wie es geht und dadurch die Inflation ankurbeln, so lässt es der Redakteur, der Infofluencer, in dem Clip verstehen. Die Supermärkte würden dann die Ware die noch übrig ist, noch teurer verkaufen – dadurch wäre dann am Ende das Geld weniger wert – Inflation, so erklärt es der BR.

Dass so eine Situation freilich mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun hat und nicht zu Inflation führen muss, die Preise quer durch unseren Alltag – nicht nur bei Mehl und Öl – in die Höhe schießen lässt, bleibt hier unerwähnt.

Wenn man auf den BR hört gilt also: Der Bürger, der Verbraucher ist Schuld an der Inflation, nicht etwa die Politik. Das Wort Geldmenge als Ursache fällt in dem Video dabei übrigens kein einziges Mal.

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