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Migrantische Kriminalität

Bandenkriege in Schweden: Vier Sprengstoff-Anschläge in einer einzigen Stunde

Um Konkurrenten einzuschüchtern setzen kriminelle Banden in Schweden in den letzten Jahren vermehrt Sprengstoffanschläge ein. In der letzten Woche erreichte diese Entwicklung einen neuen Höhepunkt, als innerhalb von nur einer Stunde vier Sprengstoffanschläge stattfanden.

Bandenkriminalität ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil Schwedens geworden. Im Land, dass die meisten Menschen in Deutschland mit ländlicher Idylle und Astrid Lindgren-Romanen verbinden, haben sich in den Städten organisierte kriminelle Strukturen gebildet, welche mit illegalen Geschäften Millionen verdienen. Mitglieder dieser Banden sind größtenteils junge Männer aus dem Nahen Osten und Afrika, häufig Einwanderer der ersten oder zweiten Generation. Die äußerst freizügigen Einwanderungspolitik Schwedens in den letzten Jahrzehnten hat in Kombination mit einer ungenügenden Verbrechensbekämpfung und einem kuschelweichen Justizsystem zu einem rasanten Anstieg der Bandenkriminalität gesorgt. In kaum einer schwedischen Stadt gibt es mittlerweile nicht mindestens zwei oder mehr kriminelle Banden, in den Großstädten des Landes sogar dutzende.

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Um den hart umkämpften Drogenmarkt und andere kriminelle Einnahmequellen gegen unliebsame Konkurrenten zu verteidigen, wenden die Banden in den letzten Jahren vermehrt Sprengstoff an. Die Sprengstoffanschläge sind dabei die „mildere“ Art der Konkurrenzbekämpfung, alternativ kommt es auch immer wieder zu regelrechten Exekutionen, bei der Kriminelle von ihren Kontrahenten auf offener Straße erschossen werden. In der vergangenen Woche gab es einen neuen Rekord bei der Anwendung dieser Taktik, als die Polizei innerhalb von nur einer Stunde ganze vier vorsätzlich herbeigeführte Sprengstoffanschläge zählte. Zwei davon fanden im Göteborg, der zweitgrößten Stadt des Landes und Heimat des Autoherstellers Volvo statt, wo im Abstand von nur 10 Minuten zwei Explosionen in Wohngegenden die Bewohner aufschreckten. Kurz darauf explodierte ein Sprengsatz im Süden Stockholms, dann einer in der Stadt Nyköping, welche ebenfalls in der Nähe der schwedischen Hauptstadt liegt. 

Bei den Urhebern der Anschläge handelt es sich höchstwahrscheinlich um drei oder vier verschiedene Banden. Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass die verschiedenen Explosionen koordiniert stattfanden, die Häufung in der einen Stunde war vermutlich schlicht ein Zufall. Zwar kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden, sondern die Explosionen verursachten nur Sachschäden, doch die Explosionsserie zeigt, wie erschreckend verbreitet die Bandenkriminalität in schwedischen Städten mittlerweile ist. Denn es handelt sich nicht um isolierte Einzelfälle, die schwedische Polizei zählte im laufenden Jahr schon über 100 Sprengstoffanschläge. Und nicht immer bleiben sie ohne Opfer, immer wieder gibt es Schwerverletzte und sogar Todesopfer, mitunter auch Kinder.

In Schweden wird hingegen schon nicht mehr über den neuen Rekord von vier Anschlägen in einer Stunde gesprochen, denn in der Nacht von Sonntag auf Montag gab es wieder gewalttätige Ausschreitungen in Malmö, nachdem dort ein Koran verbrannt worden war. Die Bilder von brennenden Autos und Polizisten im Pflastersteinhagel machen nun die Runde und erinnern die Schweden, dass ihre Einwanderungspolitik nicht nur im Bereich der Bandenkriminalität ihre Spuren hinterlassen hat. Es bleibt also weiter spannend im Land von Pippi Langstrumpf und Pyrotechnik-begeisterten Verbrecherbanden.

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