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Als „unbequeme Botschaft“ für Umweltschutz: Penny verdoppelt Preise bestimmter Produkte

Um Verbrauchern klarzumachen, wie umweltschädlich manche Produkte seien, erhöht der Discounter Penny für ausgewählte Waren den Preis massiv. Man wolle damit die Kosten für die Umwelt zeigen und eine „unbequeme Botschaft“ für mehr Klimaschutz senden.

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Wiener Würstchen kosten bei Penny jetzt 6,01 Euro statt 3,19 Euro, Mozzarella statt 89 Cent, 1,55 Euro und Fruchtjoghurt 1,56 Euro statt 1,19 Euro – alles für ein einwöchiges Experiment. Der Discounter erhöht bei 9 seiner Waren den Preis massiv: Man wolle Verbrauchern den „wahren Preis“ der Produkte zeigen. 

Dieser „wahre Preis“ beinhaltet dabei allerdings nicht die wahren Kosten, die für Penny anfallen, sondern soll zusätzlich auch solche beinhalten, die für die Umwelt anfallen würden. Ziel der Erhöhung ist also viel eher als einen echten Preis widerzuspiegeln, Verbrauchern ein Signal zu senden, wie umweltschädlich ihr Alltagseinkauf ist. Der Konzern erklärt es so:

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„Wir sehen, dass viele unserer Kundinnen und Kunden unter den unverändert hohen Lebensmittelpreisen leiden. Dennoch müssen wir uns der unbequemen Botschaft stellen, dass die Preise unserer Lebensmittel, die entlang der Lieferkette anfallen, die Umweltfolgekosten nicht widerspiegeln“, so Penny-Manager Stefan Görgens gegenüber der Welt.  

Vegane Produkte trifft es kaum – sie gelten als umweltfreundlich

Die Mehreinnahmen durch die Aktion will der Konzern an Klimaschutz-Projekte spenden. Generell soll die Aktion wohl auch zeigen, dass Produkte besonders klimaschädlich sind: Mit 5 Prozent etwa fällt der Preisaufschlag auf ein veganes Schnitzel im Vergleich zu beinahe Verdoppelungen bei anderen Produkten, deutlich geringer aus. Dies liege an der geringeren Umweltbelastung, so ein Umweltökonom, der das Projekt begleitet. 

Ob die Strategie, den eigenen Kunden beim Einkauf ein schlechtes Gewissen zu machen und dann auch noch als Discounter die Preise mancher Grundlebensmittel massiv zu erhöhen bei den Verbrauchern gut ankommt, darf fraglich bleiben. Ziel ist es wohl eher sich in der gesellschaftlichen Debatte als besonders nachhaltig zu präsentieren.

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