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Frankreich

Linke Aktivisten räumen Buchladen aus – Protest gegen die angebotenen Bücher

Linke Aktivisten haben in Paris eine Filiale von Relay ausgeräumt und dabei konservative und rechte Literatur in Umzugskartons verstaut. Neben den angebotenen Büchern kritisieren die linken Aktivisten auch ein angebliches Monopol durch die Kioskkette.

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Eine Relay-Filiale in Paris wurde von linken Aktivisten ausgeräumt. (IMAGO/Pond5 Images)

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Rund 30 linke Aktivisten haben am Freitag eine Relay-Filiale am Pariser Bahnhof Montparnasse teilweise ausgeräumt. Mit der Aktion protestierten sie gegen den Einfluss des französischen Milliardärs Vincent Bolloré, dem sie vorwerfen mit Relay ein Monopol auf Kioske zu haben. Darüber hinaus werfen sie Relay eine angebliche Verbreitung rechtsextremer Publikationen in den Zeitungsläden vor. Innerhalb weniger Minuten räumten die Demonstranten Zeitungen und Zeitschriften aus den Regalen und verstauten sie in rund 20 Umzugskartons.

Die Umzugskartons stellten die linken Aktivisten anschließend vor dem Geschäft ab. Den Bereich sperrten sie mit Absperrband ab. Auf Schildern war unter anderem zu lesen: „Relay verbreitet Fehlinformationen“ und „Rechtsextreme Propaganda tötet“. Organisiert wurde die Aktion von den Klimaschutzgruppen Alternatiba und ANV-Cop 21. „Wir fordern Unparteilichkeit und Neutralität im öffentlichen Raum, denn Bahnhöfe gehören allen“, erklärte Alternatiba-Sprecherin Zoé Pélégry gegenüber AFP.

Auch die französische Staatsbahn SNCF geriet ins Visier der Demonstranten. Sie hatte 2023 den Vertrag mit Relay über den Betrieb der Zeitungsläden in ihren Bahnhöfen erneuert. „Wenn Sie Bolloré nicht aus unseren Bahnhöfen vertreiben, werden wir es selbst tun“, drohte Zoé Pélégry, die Sprecherin von Alternatiba. Bei Passanten stieß die Aktion allerdings auf deutlichen Widerspruch. Einige kritisierten die Räumung der Regale als undemokratisch. Auch die Verkäuferin zeigte sich verärgert: Nun müsse das Personal sämtliche Zeitungen und Zeitschriften wieder einsortieren.

Relay betreibt in Frankreich über 450 Filialen und ist darüber hinaus in 30 weiteren Ländern präsent, darunter auch Deutschland. Die Filialen von Relay befinden sich an Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen oder Flughäfen. Der Berliner Hauptstadtflughafen BER hat ebenfalls eine Relay-Filiale.

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8 Kommentare

  • Kommt mir so bekannt vor, 1933 in Deutschland: v. a. NSDAP-nahe Organisationen wie die Hitlerjugend oder die Deutsche Studentenschaft verbrannten Bücher oppositioneller oder politisch unliebsamer Schriftsteller.

  • Verbrannt haben sie die Bücher nicht?

    • War zu teuer. Hier in Deutschland werden die mit Steuermillionen bezahlt, in Frankreich nicht.

  • Konservative machen das nie, weil mit Kritik umgehen können. Linke hingegen haben nur Ideologie, keine Argumente

  • Für die Berliner zur Warnung, solle die Linke regieren. Mal sehen was dann aus den Buchläden als unlinke (früher mal als undeutsche) Literatur entfernt wird. Natürlich ohne gesetzlichen Druck, man braucht nur bruchsichere Schaufenster.

  • Was als nächstes?
    Bücherverbrennungen?
    Entartete Kunst?

  • Sofort 5 Jahre Knast und die Bücherkisten als einzige Beschäftigung rein

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