Werbung:

Sicherheitsvorfall

Digitalminister räumt Hackerangriffe auf Abgeordnete und Kabinettsmitglieder ein

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat gezielte Spionageangriffe auf Smartphones von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern bestätigt. Zuvor soll die Regierung von Apple über die mutmaßlichen Attacken informiert worden sein.

Digitalminister Karsten Wildberger bestätigte den Vorfall (IMAGO/Bernd Elmenthaler)

Werbung

CDU-Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat gezielte Spionageangriffe auf Smartphones von Bundestagsabgeordneten und Mitgliedern der Bundesregierung bestätigt. In der ARD-Sendung Bericht aus Berlin erklärte er am Sonntag, dass Politiker vor möglichen Angriffen mit professioneller Spionagesoftware gewarnt worden seien. Ob die Angreifer tatsächlich Zugriff auf die Geräte erlangten und wer hinter den Attacken steckt, ist bislang unklar.

Der Moderator Matthias Deiß sprach Wildberger auf Informationen des ARD-Hauptstadtstudios über Warnmeldungen von Apple an Politiker an. Wildberger bestätigte daraufhin, dass der Konzern auf möglicherweise mit Spionagesoftware kompromittierte Geräte hingewiesen habe. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe schnell reagiert und die Betroffenen schriftlich informiert, erklärte er. Nähere Einzelheiten zu den Angriffen nannte der Minister nicht.

Bei den mutmaßlichen Angriffen soll es sich um sogenannte „Mercenary Spyware“ handeln. Diese Form der Spionagesoftware wird oftmals gezielt gegen wichtige und einflussreiche Personen wie Politiker oder Journalisten eingesetzt. Angreifer können damit unter anderem Nachrichten und Standortdaten ausspähen. Welche konkrete Software bei den Angriffen auf Bundestagsabgeordnete und Kabinettsmitglieder zum Einsatz kam, ist bislang ebenfalls nicht bekannt.

Die seit dem 29. Oktober bekannt gewordenen Warnungen an deutsche Politiker könnten mit einer größeren internationalen Warnwelle zusammenhängen. Wie das US-Fachportal Cyberscoop am Freitag unter Berufung auf Apple berichtete, verschickte der Konzern entsprechende Hinweise an ausgewählte Nutzer in fast 100 Ländern.

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

20 Kommentare

  • Ich bin auch eine einflussreiche Person, also potenziell gefährdet.
    Ich nehme die Warnung sehr ernst.
    Ich sehe überall Gefahren.
    Ich werde hier gemobbt, mein Nick ist registriert und trotzdem gehackt!
    Ich gebe nicht auf und kommentiere immer weiter.

    • Wenn man paranoid ist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter einem her sind;)

    • Mein lieber guter Jürgen,
      es ist nach 21.00 Uhr, was hältst du davon ins Bett zu gehen, obwohl du schon ab 20.00uhr drin sein solltest. Nun, schnell ab und die Nachtschwester liest dir noch einen deiner Beipackzettel vor.

    • Hahaha wer sollte denn nen Nebendarsteller wie Dich hacken? Wo ist denn da der Benefit?

  • Klappt nicht so mit der IT, im besten Deutschland aller Zeiten.

    • … im Versagen sind wir aber seit 2005 weltweit führend !!! … siehe auch Bärbel Bohley’s Prognose über die politische Entwicklung in Deutschland 🙁

  • Wozu wird dieser Mann eigentlich bezahlt? Nehmt eine KI die macht den Job besser und zuverlässiger und bestimmt auch günstiger. Ist doch nur noch alles peinlich in diesem Land.

    • Frage: Wieso hat er diesen Job, wenn er doch in ganz anderen Gehaltsstufen unterwegs war?
      Mich stört die Formulierung *internat. Führungspositionen* bei T-mobile, Vodafone und Telstra innerhalb von nur 4 Jahren?
      „Von 1998 bis 2003 war Wildberger Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, von 2011 bis 2012 war er dort Partner und Managing Director. Bei den Telekommunikationsunternehmen T-Mobile, Vodafone und Telstra bekleidete er internationale Führungspositionen. Bei Telstra verantwortete er als Vorstand die Retail- und Serviceorganisationen, die Produktentwicklung, die digitale Transformation sowie das Privat- und Geschäftskundensegment. Vom 1. April 2016 bis 31. Juli 2021 war Wildberger Mitglied des Vorstands der E.ON SE. Im Vorstand war er unter anderem für Vertrieb, Marketing, Kundenlösungen, digitale Transformation und IT zuständig. Er verantwortete den Absatz von Strom und Gas an über 50 Millionen Kunden sowie die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen.“

      • Auffällig sind seine kurzen Zugehörigkeitszeiten bei den Firmen.
        Laut Wiki:
        1998-2003 , Lücke 2004-2010, dann 2011-2012, Lücke, 20216-2021 und 2021-2025 (Mediamarkt/Saturn; Als er die verließ ging es den Firmen schlecht, sodass eine Übernahme durch China bis Ende des Jahres im Raum steht).
        Nimmt man die hier bekannten Anstellungen, so blieb er im Durchschnitt nur 3,75 Jahre bei einer Firma. Das spricht nicht für einen erfolgreichen Manager. Man muss auch sehen, dass es im gehobenen Management Gefälligkeitsbeurteilungen gibt, um jemanden loszuwerden.
        Seine bisher gezeigten Leistungen als Minister lassen erahnen, warum der berufliche Werdegang ist, wie er ist.

        • Vielleicht hat er ja in Teilzeit gemacht? In der Politik scheint das ja oft auch der Lebensentwurf zu sein… Aber ’ne durchaus seltsame Vita haben auch viele andere Volksvertreter…

          2
  • Na wenn Apple das überwacht ist ja alles in Ordnung….

  • „Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe schnell reagiert und die Betroffenen schriftlich informiert“
    Per SMS? An das gehackte Smartphone geschickt?

  • Sicher der Putin.

  • Ist ja gut das Apple seine Produkte so gut überwacht….

  • Oh der Theo Lingen der CDU, ein politischer Nuller wie Pinocchio, aber ebenso hoch gefährlich. Leute, ihr Deutschen seid noch weit beschixxener dran als wir Österreicher! Wenngleich auch unser Personal zum Schmeißen ist, in jeder Hinsicht!

  • Welch Amateure diese Doppelnull-Minister benutzen amerikanische Smartphones.
    Apple ist ein offenes Tor auch ohne Hackerangriff.

    • Das ist nicht richtig.

      • Das ist bedingt richtig.

    • … weltweit gibt es Virenschutz für Smartphones … nur nicht in Deutschland 🙁

  • Für die deutschen Kartoffeln reichen Bleistift, Malbuch und ein Strauß Bananen.

Werbung