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Tagesschau-Beitrag

Zum Schutz der Demokratie: Hochschullehrer fordert staatliche Anerkennung von Brettspielen

Anlässlich einer Spiele-Messe in Essen hat der Hochschullehrer Jens Junge gegenüber der Tagesschau eine staatliche Förderung für Brettspiele ins Gespräch gebracht. Brettspiele hätten demnach eine stabilisierende Wirkung auf die Demokratie und würden politische Bildung erleichtern.

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Teamfähigkeit, Strategie, Frusttoleranz: Brettspiele sollen die Demokratiefähigkeit stärken. (Symbolbild, Quelle: unsplash.com, Amos K)

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Von Donnerstag bis Sonntag findet in Essen die Messe „Spiel Essen“ statt, zu der Tausende Besucher kommen. Weil das Durchschnittsalter eines Brettspielers bei etwa 37 Jahren liegt, werden auf derartigen Messen mittlerweile nicht nur Kinder angesprochen. Da Brettspiele zum Beispiel die Demokratiefähigkeit stärken könnten, sollen sie stärker von staatlicher Seite anerkannt werden, fordert der Spielewissenschaftler Jens Junge gegenüber der Tagesschau.

In Brettspielen könnten, so Junge, gesellschaftliche Konflikte aufgegriffen werden. Zudem müsse man sich mit anderen Perspektiven auseinandersetzen und lernen, zusammenzuarbeiten. Laut der Tagesschau sollen dies grundsätzliche Tugenden sein, die zur politischen Bildung dazugehören. Der Wissenschaftler Junge fordert deshalb, „dass der Kulturstaatsminister in der Überarbeitung der Gesetzgebung zur Deutschen Nationalbibliothek endlich, endlich Spiele als Medienwerke anerkennt“. Sie sollen damit den gleichen Status wie Bücher oder Filme bekommen.

Junge ist Leiter des Instituts für Ludologie (die Wissenschaft vom Spiel) und verantwortet den Aufbau einer Forschungssammlung für Brettspiele. Ende der 1990er-Jahre befasste er sich auch schon mit „Mobile Games“. Er kritisierte, dass zur Gamescom zahlreiche Spitzenpolitiker erscheinen, sich bei der Spiel Essen aber „kein Politiker blicken“ lasse. Dabei trainierten Brettspiele die Demokratiefähigkeit, Gemeinschaft und Persönlichkeitsentwicklung und würden „mit so wenig Geld so eine tolle soziale Rendite“ schaffen.

Bei kooperativen Gruppenspielen könnte man beispielsweise ausprobieren, wie man mit Umweltproblemen oder Pandemien umgeht. Bei Gesellschaftsspielen könne der Charakter eines Menschen „viel schneller und viel besser zu Tage“ treten, so Junge. In Vereinen könnten Spiele als „Meta-Sprache“ dienen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft verbinden kann.

Zur „Spiel Essen“ kommen 921 Aussteller aus 53 Ländern, um ihre neuen Produkte vorzustellen. Jährlich werden auch Publikumspreise für das beste Brettspiel für Erwachsene und für Kinder verliehen. Brett- und Kartenspiele können auf der Messe direkt an Tischen ausprobiert werden. Es kommen rund 230.000 Besucher zur Spielemesse. Zur Gamescom, die sich mit Computer- und Videospielen befasst, kommen 370.000 Menschen.

mra

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58 Kommentare

  • Die beste Demokratieförderung wäre gelebte Demokratie ohne Brandmauern und Massenmigration.

    • Wo sollen denn die neuen Wähler herkommen?

    • …. und ohne Indoktrination in Schulen. Genauso wie die Neutralität der Religionen in den Schulen! Keine Zwänge zu besuchen in Islam-Einrichtungen oder derartige Sauereien durch Zwang!

  • Ich fordere eine staatliche Förderung für meinen Radsport.
    Solange ich auf dem Rad sitze, kann ich keine Demokratie gefährden.

    • Doch, Sie könnten ja zu weit räääächts fahren. 😱 😉

      • Unsere demokratischen Radfahrer fahren heute ganz brav links!

  • Die Ideen, womit sich leicht große Mengen an Steuergeld abgreifen lassen, werden immer ausgefallener. Phantasie haben die ja …

  • Ich brauche auch noch staatliche Förderung für meinen Südostasienurlaub für mehr Demokratieverständnis.

  • Na ja, an der Idee ist schon was dran. Nach meiner Erfahrung haben Brandmaurer bei kooperativen Brettspielen stets ganz schlechte Karten.

  • Das brutalste Brettspiel ist Schach. Alle Figuren werden für den König geopfert. Was hat das mit Demokratie zu tun?

    • Auch „Mensch ärgere dich nicht“ wäre somit ein absolutes Kriegsspiel wegen dem gegenseitigen Rausschmeißen.
      Was ist dann eigentlich mit Monopoly – das hat am wenigsten mit Demokratie zu tun. Am Ende gehört alles einem, und der kann dann seine Mitspieler ausplündern nach Strich und Faden.
      Am besten finde ich Skat – spiele ich auch gerne.

      • Ich liebe Mau-Mau.

    • Dafür wird die Frauenquote eingehalten und PoC werden ebenfalls hofiert: Ein Paar Schwarze und ein Paar Weiße. Also Bitte!

  • So möchte sich halt jeder sein Hobby staatlich finanzieren lassen.

  • Dann bin ich absolut gefestigter Demokrat!
    Wir spielen immer noch sehr oft Risiko und vor allem viele Versionen von Axis & Alllies durch!
    Wunderbar! Somit habe ich nun meinen Demokratienachweis

  • Auf der nächsten Spielebörse werde ich mein neu entwickeltes Brettspiel mit allen Farben der in Deutschland im Bundestag und in den Landtagen vertretenen Parteien mit schwarzen, roten, grünen, gelben, blauen, etc. Spielfiguren vorstellen.

    Der Clou dieses Brettspiels ist, dass aufgrund der von mir festgelegten demokratischen Spielregeln die Farbe blau immer gewinnt.

    Carpe diem.

  • Ich fordere die sofortige staatliche Förderung von Stammtischen.Was ist demokratiefördernder ? Jeder kann mitmachen, kommt zu Wort und wird mit abweichenden Meinungen konfrontiert.

  • Wie soll das gehen, wenn der Staat uns doch täglich seine Missachtung der Demokratie in erschreckendem und nie zuvor gekanntem Ausmaß beispielhaft vor Augen führt!?

    • Wir sollen mit Spielen abgelenkt werden…

  • Brettspiele:
    „Gruen ärger Dich nicht !“
    „Monopoly !“
    „UNO“ – mit der Tausch- bzw. Revolutionskarte.
    Na gut, UNO ist ein Kartenspiel – aber im Prinzip hat der Professor recht.
    Wer beim Spielen Andere ärgert bzw. ärgern kann – haut sich nicht die Schädel ein, prügelt keine Polizisten ins Koma, schändet keine Frauen und legt keine Brände.
    Eine Hoch- auf die Brett- und Kartenspiele.
    Und ein (kleimer) Schoppen Wein und/oder ein gutes Birer dürfen dabei sein.
    „Wir sind ALLE kleine Sünderlein“.

  • Sind Brettspiele nicht „Voll Nazi“ und „Räääääächts“?🤔

    • Naja, viele laufen ja mit dem Brett vorm Kopf durch die Gegend, die brauchen keine Spiele mehr…

  • Schreibfehler.
    Die meinen Bettspiele 😂😂😂😂😂😂😂

  • mit Steuergeldern geförderte Spiele des Jahres weil pädagogisch wertvolles Demokratie -förder-gut werden dann ab 2027:

    „Weidel versenken“
    „Fang den AFD ler“
    „Brandmauer mau mau“(ok, .mit Karten)
    „unsere Demokratie ärgert sich nicht“
    „Öko-Memory“
    uvm.

    die werden dann als völlig überteuerter Plunder die Ladenhüter sein…

  • Ich fordere die staatliche Förderung von Viagra, Gleitgeel und einen Jahresbonus für einen Sexshop meiner Wahl …

  • also wenn ich angeln gehe dann dient das auch dem schutz der demokratie finde ich.
    es sind keine nazis da, ok mal von mir und den fischen abgesehen.
    ab 10.000 förderung bin ich bereit mich zu distanzieren.
    von den fischen.
    jedenfalls bis ich die kohle aufgebraucht habe.

  • Ich habe „Mensch Ärger dich nicht „seit dem ich es spiele,anerkannt🤣🤣🤣🤣

  • Bitte umgehenden Brettspielzwang für alle Altparteien, denen es ganz offensichtlich an Demokratieverständnis mangelt.

    • Ich las erst „Bettspielzwang“ ……

  • Eine Staatliche Föderung der Skat Runden wäre besser .Die politische Bildung übernehmen die EX CDU und SPD Wähler .

  • ein lombroso-brettspiel-oder was soll das sein auf dem foto- ist zumindest mal eine neue idee.
    ob man dafür staatsknete abgreifen kann weiss ich nicht.

  • Achtung bei Mensch-Ärgere-Dich-Nicht. Das Ding ist sicher voll Nazi, weil da ist ja ein Kreuz auf dem Brett. Das muss ganz sicher ein verstecktes Hakenkreuz sein, sonst würden das alte weiße Männer nicht so gerne spielen!

  • Jetzt geht es aber wirklich in Richtig Vollmeise!

    • Ich befürchte, dass du damit mindestens ein Jahrzent zu spät kommst 😉

  • Vielleicht sollte man das Brett vor dem Kopf gesetzlich schützen und staatlich fördern.
    Das garantiert den Bestand von „UnsereDemokratie“.

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