Seit gut einem Jahrzehnt dominiert das politische Phänomen Trump international die Schlagzeilen. Ein Begriff wird dabei so gerne herumgeworfen wie kein anderer: Populist. Definiert meist folgendermaßen: Jemand, der dämonisiert, Angst macht, „einfache Lösungen“ anbietet, wie sie sich die Masse vorstellt, und so die Wähler für sich begeistert – ohne Rücksicht darauf, wie wirtschafts- oder technologiefeindlich diese „simplen Lösungen“ in Wahrheit seien, ohne staatsmännische Weitsicht, mitunter auch unpopuläre Politik zu machen, die sich langfristig auszahlt.
Das ist Donald Trump – so erzählt es zumindest seit Jahren ein „Experte“ nach dem anderen gebetsmühlenartig in den Talkshows dieser Republik. Und doch macht er in einer Frage gerade genau das Gegenteil: Er macht sich unbeliebt – und dürfte damit zugleich ein historisches Vermächtnis in Sachen technologischer Durchbruch hinterlassen.
„Let Data reign!“ – „Lasst die Daten herrschen!” – ist nämlich Trumps Motto in einem der aktuell toxischsten Kämpfe in Amerikas politischer Arena: der „Data Center“-Debatte. Er steht an vorderster Front als Verfechter des Baus von mehr Rechenzentren für künstliche Intelligenz.
Trumps Regierung macht Druck, wo sie kann, um alle Hindernisse auf dem Weg zu mehr Rechenleistung auszuräumen. Ohne diese wäre das heutige KI-Zeitalter mit Amerika an der Spitze kaum denkbar. Der rasante Bau von neuen Rechenzentren, kombiniert mit einer unbürokratischen Energiepolitik, die – verglichen mit Europa – günstigen Strom liefert, ist der Treibstoff für Amerikas KI-Revolution.
Und dabei war es nicht von Beginn an ausgemacht, dass diese Umwälzung ihr Zentrum in den USA haben würde. Es waren ja beispielsweise die ersten KI-Erfolge von DeepMind in London, die schließlich die Gründung von OpenAI anspornten. Aber Amerika hatte mit erschwinglichen Strompreisen und der Skalierbarkeit von Rechenzentren etwas zu bieten, was in Europa in dieser Form heutzutage wohl undenkbar ist.
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Während die EU sich dafür rühmt, dass sie das weltweit erste KI-Regulierungsgesetz eingeführt hat, und in Deutschland manch einer wie DIW-Chef Marcel Fratzscher gar eine umfassende Verstaatlichung von KI-Konzernen und -Infrastruktur fordert, fahren die USA unter Trump einen ganz anderen Kurs und sichern damit ihre technologische Vorreiterrolle – gegen alle Widerstände. „Die Sperrspitze der künstlichen Intelligenz gehört uns, nicht den Schwarzmalern“, erklärt seine Regierung selbstbewusst.
Dieser amerikanische Kurs stellt genau das Gegenteil des Bildes vom Populisten dar, das so gerne von Trump gemalt wird. „Angstmacher“ ist hier gerade nicht der US-Präsident – es sind seine Gegner wie Fratzscher, die ein KI-„Wettrüsten“ stoppen wollen und meinen, es gäbe „keine Rechtfertigung, eine so potente Technologie privaten Eigentümern zu überlassen“, sondern die lieber die „ultimative Kontrolle über Entscheidungen und der Zugang zu Informationen“ in die Hände des Staates legen wollen. Gegen diesen „AI Doomerism“ („KI-Schwarzmalerei“) kämpft Trump an wie kein anderer.
Und ja, er nimmt auch in Kauf, sich in der Frage unbeliebt zu machen. Denn die Kampagne gegen Rechenzentren verfängt durchaus auch in der US-Bevölkerung. Noch vor gut einem Jahr befürwortete eine knappe Mehrheit der Amerikaner den Ausbau. Heute lehnen ihn 75 Prozent ab. Selbst im sonst meist wirtschaftsfreundlichen Texas hat der Gouverneur dem Druck von links nachgegeben und ein Moratorium gegen den Bau neuer Rechenzentren unterzeichnet.
Klar mag jeder dazu seine Meinung haben, ob ein neues Rechenzentrum im eigenen Landkreis gebaut wird, genauso wie beim Bau eines neuen Logistikzentrums, Einkaufszentrums usw. Die Hysterie und Dämonisierung hat aber längst ein völlig neues Maß angenommen. So befürworten laut Umfragen dreimal so viele Amerikaner ein Atomkraftwerk in ihrer Nähe wie ein Rechenzentrum. Irrationale Ängste suchen sich hier ein neues Ziel.
„Wenn Rechenzentren so toll sind, warum bauen die Reichen sie denn nicht in ihrer Gegend?“, ist ein häufiger Schlachtruf der Kampagne gegen den Ausbau. Problem nur: Genau das passiert. In Trumps Heimat, dem wohlhabenden Palm Beach County in Florida, stehen zwölf Stück, drei weitere befinden sich im Bau. Der landesweite Median für Counties ist null, der Durchschnitt liegt bei einem Rechenzentrum pro County. Amerikas reichster Landkreis, Loudoun County in Virginia, toppt all das noch einmal um Längen und hat gar 250 Rechenzentren. Kein Wunder: Für viele Gegenden bedeuten Rechenzentren auf einmal sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen.
Überhaupt ist neu gewonnener Wohlstand durch die Rechenzentren längst gar eines der Argumente gegen sie: Eine demokratische Staatssenatorin aus Virginia beschwerte sich zuletzt, dass Bauarbeiter in Rechenzentren mit Jahresgehältern von 100.000 bis 250.000 Dollar so gut bezahlt werden, dass diese lieber dort arbeiten und andernorts fehlten – die enormen Gewinnerwartungen im KI-Bereich erzwingen eine neue Allokation selbst von einfacher Arbeit, ganz ohne staatliche Regulierung.
Wohl eines der Hauptargumente gegen die Zentren lautet jedoch: Wasser. Denn ja, das braucht man zur Kühlung der dort eingesetzten Computer, schließlich wird der eingesetzte Strom dort physikalisch hauptsächlich in Wärme umgewandelt. Aber das Ausmaß ist verschwindend gering – vom amerikanischen Wasserverbrauch entfallen ca. 0,5 Prozent auf Rechenzentren. Allein Golfanlagen in den USA verbrauchen mehr als 30-mal so viel Wasser. Swimmingpools mehr als zehnmal so viel. Selbst tropfende Wasserhähne kosten die USA mehr Wasser als alle US-Datenzentren zusammen.
Die Kampagne flaut dennoch nicht ab. Gerade unter linken Aktivisten, die durch den Aufstieg der „Democratic Socialists of America“ (DSA) innerhalb der Demokraten, etwa mit der Wahl Mamdanis in New York, elektrisiert sind, gilt das Rechenzentrumsthema zunehmend als ideales Narrativ: Einfache Bürger stellen sich gegen die KI-Superreichen, gegen die Tech-Konzerne, gegen eine kapitalistische Gier – so verkauft man es als Klassenkampf.
Trump könnte in der Situation einknicken, einlenken, sich gar selbst an die Spitze der Anti-KI-Bewegung stellen. Er hatte in der Vergangenheit schließlich nie Scheu, sich mit den politischen und wirtschaftlichen Eliten anzulegen – sondern stieg gegen ihren Widerstand vom Reality-TV-Star zum Präsidenten auf.
Aber er hat sich für das Gegenteil entschieden. Eben nicht für den „populistischen“ Ausweg, sondern für den politisch steinigen Weg, jetzt durchzuziehen – nicht Stopp zu sagen, als Amerikas KI-Rennen so richtig an Fahrt aufnimmt, ja mitunter in schwindelerregende Höhen vorstößt.
Viele Präsidenten würden sich da schnell anders entscheiden. Den halben oder ganzen Ursula-von-der-Leyen-Weg gehen und sich mit neuen Gesetzesinnovationen statt echter Innovation rühmen. Donald Trump will davon nichts wissen. Weil er KI-Visionär ist? Das wohl kaum, sondern schlicht, weil er die Dynamik des amerikanischen Kapitalismus am Werk sieht. Weil er sieht, wie ungezügelte Innovationskraft sein Land mal wieder in einer Schlüsseltechnologie an die Spitze katapultiert. Weil er eine „goldene Gans“ sieht, wie er den KI-Boom nennt.
Gibt es am Ende doch eine große Blase? Gut möglich. Die gab es mit der Dotcom-Explosion auch. Aber dass KI Wirtschaft und Gesellschaft massiv verändern wird – ja, das zu sagen, ist inzwischen auch schon zur Phrase verkommen – steht wohl fest. Und Amerika hat beste Karten, wieder Weltmarktführer in der nächsten Technologie zu sein. Und die lässt Trump sich nicht nehmen.
Was jedenfalls die zunehmend unpopulären Rechenzentren angeht, haben die USA einen massiven Vorsprung vor allen anderen Nationen – auch vor Erzrivale China. Was die im Bau befindlichen Zentren angeht, erst recht. Es werden Fakten geschaffen, die noch Jahrzehnte später rückblickend entscheidend gewesen sein könnten.
Und wenn Trump weiter bei seinem Kurs bleibt, könnte es für Amerikas KI ein Glücksmoment der Geschichte gewesen sein, zu genau dieser Zeit einen Mann im Weißen Haus sitzen zu haben, der sich nicht nur als schillernden „Builder“ sieht, wenn es um sein Immobilienimperium geht, sondern auch, wenn es um die nächste Zukunftstechnologie geht.
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Was man gar nicht so richtig mitbekommt, ist, dass er versucht, den „Deep State“ langsam auszutrocknen. Dafür hat er zig Topposten bei der CIA und im Pentagon entlassen. Das muss man ihm positiv anrechnen. Ob eine KI-Schwemme der Menschheit gut tut, da sollte man zwiegespalten sein und das Pro und Kontra gut abwägen.
Staatliche KI. Was könnte da schon schiefgehen?
KI ist eine gewaltige Macht – und wer diese Macht kontrolliert, kontrolliert potenziell Informationen, Entscheidungen und damit Menschen. Deshalb gibt es in einem freiheitlichen Staat so eine altmodische Idee namens Gewaltenteilung: Macht soll kontrolliert werden, insbesondere wenn sie mächtig ist.
Bei staatlicher KI will man ein moderneres Konzept: Staat schafft mächtige KI, Staat betreibt sie, Staat setzt die Regeln – und der Staat kontrolliert anschließend, ob der Staat sich dabei korrekt verhalten hat.
Das ist ungefähr so, als würde man den Fuchs zum Vorsitzenden des Hühnerstall-Kontrollausschusses machen und anschließend stolz verkünden: „Keine Sorge, es gibt ja Kontrolle.“
Nur eben digital. Mit Servern. Und vermutlich einem besonders schönen Unsere-Demokratie-Gütesiegel.
Wenn die Kontrollinstanz und die kontrollierte Macht am Ende dieselbe Hand sind, ist das keine Gewaltenteilung.
Das selbe gilt übrigens auch für alle anderen sozialistischen Gewaltfantasien wie Wohnungsenteignungen, Energiemarkt, DB, Telekom…ÖRR!
Wie bereits in den frühen 1980er Jahren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) von den beiden Sozialwissenschaftlern Charles Sabel und Michael Piore reklamiert worden ist, gibt es zwar an jeder Weggabelung stets die freie Wahl. Wenn sich aber die Politik für die Option entscheidet, womöglich den Positivismus zu bevorzugen, ist die Folge eine Entindustrialisierung. Schon aus Gründen der Vernunft wäre daher geboten, den realistischen Pfad zu beschreiten. Nur dann schlägt das gegenwärtige „race to the bottom“ zugunsten eines ökonomischen Aufstiegs gesellschaftlich um. Insofern der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika spätestens am 2. April 2025 ohnehin den Tag der Befreiung (Liberation Day) ausgerufen hat, kann allen voran KI kein anderes Ziel haben. Jedwede Regulierung besonders vonseiten der Kommission der Europäischen Union bedeutet damit letzten Endes nicht Geringeres als die Chancen einer lebenswerten Zukunft vollends zu verspielen.
Und unser Ritter von der traurigen Gestalt im Kanzleramt hängt dagegen in den 1990er-Jahren fest, wo man noch nichts Böses über ihn in den sozialen Netzwerken äußern konnte. Wie peinlich.
(Mal davon abgesehen: Was soll an einem Rechenzentrum in der Nachbarschaft eigentlich so schädlich sein? Ein Amazon-Logistikzentrum mit ständigem LKW-Verkehr dürfte doch wesentlich mehr stören.)
Ganz neutral gesagt, hat der Mensch keinen schriftlichen Vertrag mit Gott, dass er ewig existiert. Wenn jetzt die KI, Roboter, Aliens den Ton angeben, ist es eben so.
Wie viele Lebensarten hat der Mensch ausgerottet? Einfach mal locker bleiben.
Herrlich zu beobachten wie Trump die dreckigen US Lügenmedien aus dem Weißen Haus geworfen hat. So was dreckiges hat dort auch nichts zu suchen. Danke @Donald Trump, genauso geht man mit diesem Dreck um
Da sieht man mal wieder den Unterschied zu unseren Schlaftabletten in Berlin. Während die Ampel-Resterampe und der Kanzler-Statist noch das Internet der 90er bestaunen, schafft Trump im Weißen Haus einfach Fakten. KI-Revolution? Läuft natürlich im Kapitalismus, nicht mit deutscher Regulierungswut. Hierzulande faselt Fratzscher lieber von Verstaatlichung, um auch die letzte Innovation im Keim zu ersticken. Aber klar, liebe Links-Grüne, baut ruhig weiter Windräder, während Amerika das neue Zeitalter dominiert. Gute Nacht, Wirtschaftsstandort Deutschland.
Wovor sollte Trump Angst haben? Mehr als zwei Mal vier Jahre darf kein Präsident in den USA regieren. Das Ende dieser Fahnenstange ist in Sicht und der Jüngste ist er auch nicht. Außerdem ist er ein Macher, durchaus in der Lage, mal ein paar Schritte über Treibsand zu gehen…. Und er klotzt ran, hat keine Zeit zu verlieren.
Mit unserem russischen Erdöl und Erdgas bin ich ihm böse, aber er hat dennoch meine Hochachtung. Er tut einfach alles für sein Land.
Nur die Linken haben sich zur Pest entwickelt und ich habe durchaus große Skrupel gegen einen anderen Amerikaner, der steht m.E. genau für das Gegenteil : Bill Gates – wie kann man nur so größenwahnsinnig sein wie der und so einem noch folgen?
Der reichste und bestgehasste Präsident aller Zeiten.
Also die Definition für Populist trifft haargenau auf die Grün/Linken zu. PASST zu denen wie die Faust auf’s Auge !
Trump ist einer der Besten US Präsidenten.
Ich hab noch vor Augen wie der Vollversager Merz neben ihm saß und er sich nicht traute etwas zu sagen.
Merz hat sich benommen wie ein kleiner Schuljunge.
Er ist nichts anderes als ein Schuljunge, hinterlistig, mies, feige bis zum Anschlag
Sowas hat sich damals vor uns versteckt auf dem Schulhof – hach das waren noch gute Zeiten
Wenn Schuljungen ihr eigenes Schuljungenwesen auf andere Schuljungen projizieren, dann ist das noch nicht einmal ein Schaugewitter.
und jetzt? hast du noch mehr solche Brüller zu bieten? 😉
Ein Hoch auf totale Überwachung und den Transhumanismus! Apollo – Quo Vadis?
KI ist in erster Linie eine Inverstitionsbubble weil alle ihr Geld reinstecken und keiner weiss wodurch sich die Investition lohnen soll, d.h. wodurch da Gewinne erwirtschaftet werden mögen. Profit durch Massenarbeitslosigkeit?
Schon Ford wusste: Autos kaufen keine Autos.
https://www.n-tv.de/31324663
Ich halte von KI wenig, denn Fehler können schwerwiegende Konsequenzen haben.
Ob Trump mit seinen Aktivitäten Recht behält wird die Zukunft zeigen.