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Blackout im Januar

Keine Telefonate am Vormittag: Wie Kai Wegner den ersten Tag des Berliner Stromausfalls wirklich verbrachte

Rund 44.000 Haushalte sind Anfang Januar in Berlin ohne Strom. Kai Wegner behauptet, „den ganzen Tag“ telefoniert zu haben. Dabei fand das erste Telefonat erst um 12:45 Uhr statt, kurz vor seiner Tennisstunde.

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Kai Wegner behauptete, dass er bereits um 8:08 Uhr mit den Telefonaten begonnen habe. (IMAGO/Metodi Popow)

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Er würde es jederzeit wieder so machen, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner kurz nach dem mehrtägigen Stromausfall über sein Krisenmanagement. Am 3. Januar, dem ersten Tag des viertägigen Stromausfalls, soll er bereits morgens mit der Arbeit begonnen haben, behauptete er. „Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen“, meinte er bei Welt TV am 7. Januar. Er habe mit Krisenstäben und Verantwortlichen des Berliner Stromnetzes telefoniert, ebenso mit der Bundesregierung und dem Bundesinnenminister.

Durch seine Wortwahl legt er nahe, dass er all diese Telefonate bereits am Vormittag vor dem Tennisspiel führte, das er zunächst verschwiegen hatte. Doch dass er bereits morgens mit den Telefonaten begann, entspricht nicht der Wahrheit, wie der Tagesspiegel am Dienstag berichtete. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte die Senatskanzlei zur Auskunft gegenüber der Zeitung verpflichtet.

Die Senatskanzlei teilte nun mit, dass das erste Telefonat erst um 12:45 Uhr mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey stattfand. „Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt“, heißt es. Auch der Austausch mit Innensenatorin Iris Spranger erfolgte am Vormittag lediglich „per Mitteilung“, wie die Senatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage hin im April mitteilte (mehr dazu hier). Kurz nach dem Telefonat mit Giffey ging Wegner eine Stunde lang mit seiner Lebensgefährtin Tennis spielen. Das ließ er zunächst unerwähnt.

Als das Tennisspiel in der Öffentlichkeit bekannt wurde, rechtfertigte der CDU-Politiker sich damit, dass er „einfach den Kopf frei kriegen“ wollte. Die erwähnten Telefonate mit der Bundesregierung fanden erst „am Abend“ statt. Auch das Telefonat, das Kai Wegner mit Stromnetz Berlin am Vormittag geführt haben will, lässt sich nicht belegen. „Nach unserem Kenntnisstand gab es am 3.1.2026 um 22.37 Uhr ein Telefonat zwischen dem Regierenden Bürgermeister und einem Mitglied der Entscheidungsgruppe des Krisenstabs der Stromnetz Berlin GmbH“, teilte ein Unternehmenssprecher mit.

„Ich habe mich weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt, sondern ich war den ganzen Tag am Telefon und habe versucht, zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren“, hatte der Regierende Bürgermeister zuallererst über seine Arbeit am Tag des Stromausfalls gesagt. Doch es zeigt sich, dass er nicht – wie behauptet – „den ganzen Tag“ am Telefonieren war, ja nicht einmal vormittags. Währenddessen waren rund 44.500 Haushalte und 2.000 Gewerbeeinheiten im Südwesten Berlins ohne Strom. Eine linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannte sich zu dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, der zu dem Stromausfall führte (Apollo News berichtete).

mra

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50 Kommentare

  • Normaler CDU-Politiker.

    • Bei einem Privatmann würde ich sagen, daß der Typ ein Rückgratloser, Unfähiger und Asozialer Lügner und Drückeberger ist, der seiner Verantwortung und seinem gut bezahlten Job nicht nachkommt.

      Herr Wegner jedoch ist ein verantwortungsvoller Politiker der sich voll für seine Mitbürger einsetzt.

      • Eine Schande für Berlin.
        Eine Schande für Deutschland.
        Eine Schande für die Gattung Mensch.

    • Münchhausen würde blass vor Neid! Doch während der Baron bloß Seemannsgarn spann, perfektioniert er das Berliner Sittenbild: Politische Prinzipien sind so wackelig wie der Heimweg nach dem Vollrausch. Wenn die Regierungsarbeit so läuft wie die nächtlichen Kabinettssitzungen im Schlafzimmer, wundert einen gar nichts mehr. Zwischen gebrochenen Wahlversprechen, feuchtfröhlichen Abenden und dem verkaterten Matchball auf dem Tennisplatz bleibt für seriöse Politik eben keine Zeit mehr. Der Herr Baron amüsiert sich prächtig beim privaten Doppelfehler, während die Stadt vor die Hunde geht. Ein politischer Offenbarungseid: Abgang bitte!

  • Wenn er sagt, daß er eine Stunde Tennis gespielt hat, heißt das: eine halbe Stunde hinfahren, eine Stunde spielen, duschen, gemeinsames Essen (Sport macht hungrig) und eine halbe Stunde Rückfahrt. Alles zusammen locker drei Stunden.

    Aber sein wir doch ehrlich. Was hätte er auch sonst machen sollen? Versuchen das Problem selber zu lösen? Er hat Stellvertreter, Sekretäre, irgendwelche anderen Untergebene halt. Das heißt, es gibt eine Meldekette. Also eine prima Gelegenheit für die Untergeordneten sich endlich mal zu beweisen.
    Oder hat jemand ernsthaft geglaubt, daß der Bürgermeister die beschädigten Kabel selber neu verdrahtet?

    Ich an seiner Stelle hätte mich genauso verhalten. Bloß daß ich nach dem Tennis mit meiner Frau vor dem Essen noch in ein Dampfbad gegangen wäre.

    Und kommt mir jetzt bloß nicht mit Ironie. Ich hasse sowas.

  • Die lügen und lügen und lügen und sind sich keiner Schuld bewusst.
    Früher sind Politiker nach solchen Verfehlungen von selbst zurückgetreten. Aber die hatten auch noch mehr Anstand.

  • Steht der Ausdruck „Rücktritt“ für solche Politiker in einem Fremdwörterbuch?

    • Rücktritt gibt es nicht mehr, stattdessen „Majestätsbeleidigung“.
      Ich könnte kotzen!!!!

  • Eppstein Eppstein alles muss versteckt sein.. – das sind Zeiten.

  • Unser politisches Personal: „Gute Zeiten machen schwache Menschen…“.

  • Kurz gesagt: Er log allen die Hucke voll. Wer wählt sowas? Wer verdammt nochmal?

    • Wenn, dann aber nicht allein …

    • Die Breifwahl eben.

      • .. zudem zählen die alle sonderbar aus.

    • Seit Merkel wählen nur noch Idioten!

  • Die Protagonisten von „Unsere Demokratie“ belügen und verspotten die Bevölkerung. Und da die staatsnahen Medien dies verschweigen, werden sie von den 6fach geboosterten Ü60 immer und immer wieder gewählt.

  • Pinocchio gegen Münchhausen- wer wird siegen?

    • Noch ungewiss, es ist ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen.

  • Man sollte ihn enteignen!

  • Noch ein Lügner? Oder kein Lügner? Die Frage bleibt im Raum. Den würde ich auf gar keinen Fall wählen.

  • Sie haben ihre Ämter nicht für die Bürger sondern nur für ihre Brot und Spiele -Lebensweisen!

  • Wie laufen eigentlich die Ermittlungen in Sachen „Vulkangruppe“?
    Vermutlich im Sande.

    Die zwei RAF Terroristen die in Berlin festgenommen werden sollten, haben ebenfalls rechtzeitig einen Tip bekommen.

    Die Festnahme von Daniela Klette war wohl ein Betriebsunfall des linken Regimes.

    Der Berliner Wähler will es so.
    Meinetwegen, aber der Länderfinanzausgleich ist unbedingt einzustampfen.

  • In Stade gibt es neue Informationen zur Mutter des Babys des Sechsfachmörders.

    In Bayern sind heute in einer Schule Jugendliche bei einem Messerangriff schwer verletzt worden.
    Solche Gewalttaten sollten das ganze Land erschüttern.

    Man erfährt hier nichts davon.
    Stattdessen aber, was Lügen-Wegner denn nun tatsächlich gemacht hat.

  • Nun, vielleicht eine indianische Spruchweisheit:

    Wenn du merkst, daß du ein totes Pferd reitest – steig ab!

    Halten wir doch einmal fest:

    #1: Hätte die CDU einen Rücktritt gewollt, wäre das längst passiert.
    #2: Spätestens mit der anstehenden Wahl wird Wegner politisch „tot“ sein.
    #3: Als „Polit-Zombie“ taugt Wegner noch als Grund für das kommende Wahldebakel.

  • Durch seine Lügen ebnet Wegner einer links-grün-roten Koalition mit einer SED-Bürgermeisterin den Weg. Na denn gute Nacht, Bürlün!

  • Also hat der OB nicht nur selber bewusst und ständig gelogen, sondern auch noch Mitarbeiter dazu gebracht, für ihn auch zu lügen, indem sie seine Lügen bestätigen mussten?
    Gibt es da einen Tatbestand wegen „Anstiftung von Untergebenen zur Lüge“ o.ä.?

  • „Wie Kai Wegner den ersten Tag des Berliner Stromausfalls wirklich verbrachte.“
    Blöde Überschrift!
    Da steht nur, wie er ihn NICHT verbrachte.

  • Wegner noch im Amt.
    „Vulkangruppe“ noch nicht gefasst.
    Deutschland/Berlin 2026.
    Ein unendliches Trauerspiel!

  • Er hatte halt keinen Bock auf Stromausfall. Ist wie bei der Flutkatastrophe im Ahrtal. Es ist denen scheißegal.

  • Wieso sollte Merz den Wegner zum Rücktritt bewegen? Ich bin überzeugt, er sieht ihn als „Bruder im Geiste“.

  • Die Arbeit des Bürgermeisters erkennt man auch am Zustand der Stadt Berlin.

  • Na ja, am Telefon war er ja vielleicht wirklich. Und evtl. hat er auch irgendetwas koordiniert. Aber solche Dinge kann man wohl auch, z.B., ohne etwas behaupten zu wollen, in einem Darkroom machen.

  • Wahrscheinlich hatte er sein rosa Faxgerät gesucht, nur leider nicht gefunden und bei der Antifa erreicht man vor 12 Uhr niemand, weil sie bis dahin pennen.

  • ………………..Eine linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannte sich zu dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke,……………bis jetzt gab es noch kein positives Ermittlungsergebnis bzw. Festnahme.
    Better Police ????
    Wenn das irgendwelche versoffenen bezahlten „Rechten“ irgendwelche rassistische Grafitis irgendwo aufgesprayt hätten, die hätten sie sicher gleich eine Stunde später erwischt.
    Oh Berlin, oh Berlin

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