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„Regenbogenhauptstadt“

Für 375.000 Euro: Berliner Senat stellt eigenen Truck für den CSD

Auch in diesem Jahr nimmt Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am CSD teil. Diesmal fährt Wegner auf einem eigenen Truck. Der Truck des Senats kostet rund 375.000 Euro.

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Kai Wegner (CDU) bei der 45. Berliner CSD-Parade im Jahr 2023. (IMAGO/Frank Gaeth)

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Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner (CDU) will dieses Jahr auf einem eigenen Truck unter dem Namen „Regenbogenhauptstadt Berlin“ am Christopher Street Day (CSD) teilnehmen. Der Senat hat für die Parade am 25. Juli einen eigenen Bus angemeldet. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt 375.000 Euro.

„Für die Umsetzung der Informationsmaßnahmen und die Realisierung des Berlin-Wagens stellt die Senatskanzlei rund 140.000 Euro netto bereit“, erklärt eine Sprecherin des Senats gegenüber der B.Z. Dazu ergänzend unterstütze „die Partner für Berlin Holding Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH das Vorhaben mit Sachleistungen im Wert von rund 235.000 Euro“.

Neben Kai Wegner würden weitere Mitglieder des Senats die queere Parade auf dem Truck begleiten, berichtet die Sprecherin weiter. Zudem würden „Vertreter verschiedener Initiativen, Institutionen und des Regenbogen-Netzwerks der Berliner Verwaltung mitfahren“.

Es ist nicht die erste CSD-Parade des Bürgermeisters. Wegner sprach sich in der Vergangenheit immer wieder für die LGBTQ-Bewegung aus und zog beim Berliner CSD mit. Im vergangenen Jahr setzte sich der CDU-Politiker zudem anlässlich des CSD, anders als einige Parteikollegen, für das Hissen einer Regenbogenflagge am Roten Rathaus ein. „Die Regenbogenfahne gehört in die Mitte unserer Stadt, sie gehört in die Mitte unserer Gesellschaft“, erklärte Wegner damals gegenüber dem Tagesspiegel.

Während sich der CDU-Bürgermeister bei der Queer-Parade regelmäßig engagiert zeigt, sorgte sein Verhalten während des fünftägigen Stromausfalls im Berliner Südwesten Anfang Januar für Kritik. Obwohl er wusste, dass die Versorgung nicht noch am selben Tag wiederhergestellt werden konnte, ging er mit seiner Partnerin Tennis spielen – entgegen seiner späteren Darstellung, er habe am Tag des Stromausfalls durchgehend gearbeitet. Erst einen Tag später meldete sich der Bürgermeister öffentlich zu Wort (mehr dazu hier und hier). Rund 45.000 Haushalte waren von dem Stromausfall betroffen, während auf den Straßen Minusgrade herrschten.

sf

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99 Kommentare

  • Das muß diese „strikte Neutralitätspflicht“ sein, die ein Bürgermeister als Amtsträger und Behördenleiter hat! Aber wir wissen ja, Krieg ist Frieden, Lüge ist Wahrheit und Verlierer entscheiden bei Wahlen wer gewonnen hat in „unserer Demokratie“!

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    • Der „regierende“ Bürgermeister hätte ja ein Grußwort schicken können. Das hätte gereicht.

      Insgesamt ist es wieder ein Fall von Steuergeldverschwendung – wie so oft.

      Fragen muss man sich auch, was Hr. Wegner sich davon erwartet. Die CSD`ler werden ihn in seiner Position nicht retten.
      Zum einen sind sie nur eine Minderheit in der „Community“, wählen ohnehin größtenteils links bis linksextrem.

      Die anderen, die evtl. CDU wählen könnten, wohl aber demnächst auch eher zur AfD greifen, sind bei dieser Parade ohnehin kaum dabei.

    • Schaut mal wer da herunterwinkt, der Regenbogen-Vogel Wegener. Der CDU-Wegener. Die CDU hat die Metamorphose hinter sich, sie ist jetzt Linkspartei. Also liebe Wählerschaft, einzige bürgerliche Wahlmöglichkeit – X AFD!

    • Nach seiner Karriere geht Wegner ins Dschungelcamp.

      • …und zeigt sein „Agnes-I-Love-You“-Tattoo am Innenschenkel.

        • Welches? AKK (Agnes Kramp-Karrenbauer) oder MASZ (Marie-Agnes Strack-Zimmermann)?

          0
    • Der Film „Ein Käfig voller Narren“ war einst eine schrille Satire, unterhaltsam, gut gemacht und lustig.
      Die heutigen Darsteller in der Realität sind einfach nur peinlich.
      Man ist stolz, das man nicht dazu gehört.

  • Der Staat hat schlichtweg zu viel Geld

  • Verfassungswidrig – mitten im Wahlkampf in Berlin verdeckte Parteienfinanzierung aus Steuermitteln!

    Verfassungskonform nur, wenn Kandidatinnen & Kandidaten der anderen Parteien mitfahren dürfen!

    Am 20.9.2026 sind Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zwölf Bezirksverordnetenversammlungen.

  • Die Summen sind gar nicht erklärbar. Wie kommen die auf solche Kosten?

    • Security!

  • Wie schön, wenn man das Geld der anderen (Länderfinanzausgleich) mit vollen Händen zum Fenster hinaus werfen kann!!!

  • Kamelle! Der Prinz kütt!

  • Warum kommt mir bei dem Bild eine Kirmeswurfbude in den Sinn?

  • Verschwendung von Steuergeld

  • Bayern sollte auch einen eigenen Wagen mitfahren lassen.
    Ein Goldesel mit der Aufschrift „Hauptfinanzier“ oder was ähnliches

  • Die Rechnung wird wie gewohnt nach Bayern durchgereicht.

  • Es ist ja nicht so, dass irgendjemand dieses Geld irgendwie mal irgendwann erarbeiten musste. 🤢

  • Tolles Bild!

  • Man muss eben Prioritäten setzen, nicht wahr, Herr Wegner! Ich für meinen Teil will mit dieser Union, die nichts dabei findet, an öffentlichen Zurschaustellungen von Obszönitäten teilzunehmen, überhaupt nichts zu tun haben.

    • Es gab mal einen Paragrafen, der nannte sich „Erregung öffentlichen Ärgernisses“, wenn jemand sehr leicht bekleidet obszöne Gesten machte. Heute stehen Schaulustige mit ihren Kindern am Straßenrand, wenn die halbnackte, sich räkelnde bunte Karawane durch die Straßen zieht, sie jubeln und klatschen und die Ordnungshüter sorgen dafür, dass die Obszönitäten auch nicht gestört werden!
      Und obszön ist noch harmlos ausgedrückt.

      • Richtig. Es ist dabei auch interessant, den Bedeutungswandel von „obszön“ nachzuvollziehen. Seit der römischen Antike bezeichnet der Begriff im ursprünglichen Wortsinn „das, was nicht auf die Bühne gehört“. Bis in das letzte Jahrhundert hinein war für die europäischen Kulturen klar, was dieses „das“ meinte: Perversionen des Sexuellen, der Gewalt und der Ästhetik. Die Ideologien des letzten Jahrhunderts (Nationalsozialismus, Internationalsozialismus, 68er-/grüner Sozialismus) haben diese Semantik komplett umgekehrt, so dass es heute beispielsweise als obszön gilt, Nationalflaggen zu hissen (in Großbritannien und in Deutschland), nicht aber, den Koitus auf öffentlichen Straßen vor Zuschauern zu simulieren oder gar zu vollziehen.

  • Nun, für € 375.000 kann man einen LKW kaufen.

    #1: Was ist an diesem – wohl gemieteten – Wagen so teuer?

    #2: Ist man sich bewußt, daß es sich bei Steuergeldern nicht um „Politikereigentum“ handelt?

    • Der wurde nicht gemietet, der wurde gekauft. Es ist jetzt ein eigener Truck bzw. Bus. Wozu mieten, wenn man auch kaufen kann. Vermutlich muss der Senat unbedingt sein Budget ausschöpfe bzw. überziehen, damit es im nächsten Jahr genauso viel Geld gibt.

  • Aber Fanmeile zur WM fällt aus. Na klar

  • Man muss halt Prioritäten setzen, und vor allen Dingen ein Zeichen setzen. Wir haben’s ja.

  • Und ich bitte die Regierung das Landespolizeiorchester für unseren nächsten Umzug beim Schützenfest zur Verfügung zu stellen. Sollten die das nicht tun muss ich eine Klage beim europäischen Gerichtshof wegen Diskriminierung von Minderheiten in Erwägung ziehen.

  • Die Deutsche Rentenversicherung Bund schleudert auch jedes Jahr Geld für einen eigenen Bus beim CSD raus. Eine Bundesbehörde, die zur Neutralität verpflichtet ist. Man fasst es nicht, wofür die Gelder rausgeworfen werden.

  • Und Rentner sammeln Flaschen…

  • Geldverschwendung hoch 10

  • Golf spielen, Teure Trucks kaufen, gibt es eigentlich keine Strafen für Steuermissbrauch?

  • Tolles Bild: man ist unter sich und bohrt ungestraft in der Nase:)

  • WAS will man mit solchen Aktionen eigentlich erreichen, wenn laut GG sowieso ALLE die gleichen Rechte haben! Will man damit zeigen wie`s geht, wo der Kolben hängt und die Zunge sitzt? Wenn man damit provozieren will, hat man zumindest schon viel erreicht!

    • Auf dem Parkplatz von unserem toom-Baumarkt hängt seit Montag eine riesige Regenbogenfahne. Ich würde den Laden boykottieren, aber das mache ich schon seit ungefähr fünf Jahren, als sie meinten kein Silvester-Feuerwerk mehr verkaufen zu wollen. Unkrautvernichtungsmittel verkaufen sie aber schon. Eine unglaubliche Heuchelei.

  • Mit dem Wagen und dem Senat dann bitte auch eine Runde durch Kabul drehen. Vielfalt für alle!

    • Und nun auch wieder Knochen.
      Karl Lauterbach will mehr Knochen sammeln lassen.

  • Für mich ein Fall für ein Gerichtsverfahren, untreue zugunsten dritter… wie CumEx

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